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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 11.03.2023

Schicksal oder Zufall?

Perfect Chemistry
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Ein regnerischer Samstag, eine gemütliche Couch, eine (oder auch mehrere) Tassen Tee und ein Vi Keeland-Roman dazu - was will man mehr? "Perfect Chemistry" war der perfekte Roman für zwischendurch, ich ...

Ein regnerischer Samstag, eine gemütliche Couch, eine (oder auch mehrere) Tassen Tee und ein Vi Keeland-Roman dazu - was will man mehr? "Perfect Chemistry" war der perfekte Roman für zwischendurch, ich bin förmlich durch die Seiten geflogen und habe mich von Stella und Hudson mitnehmen lassen auf der Reise durch ihre Geschichte.

Was hat mir besonders gut gefallen? Nun, zum einen war das Stellas außergewöhnlicher Beruf als Parfüm-Designerin, auch wenn ich mich frage, wieviel hiervon in der Realität auch bestehen könnte. Nichtsdestotrotz fand ich das Thema spannend und ansprechend.
Ebenso ging es mir mit dem Tagebuch-Thema. Wie lustig ist das denn bitte, sich Tagebücher von absolut fremden Menschen zu kaufen und zu lesen??? Das hat Stella für mich einerseits sehr spleenig, aber andererseits auch sehr liebenswert gemacht.
An Hudson hat mir seine direkte Art gefallen. Anfangs fand ich ihn recht überheblich und arrogant, aber ich habe ihm hoch angerechnet, dass er sein Interesse an Stella gleich zum Ausdruck gebracht, ihr aber trotzdem die Kontrolle überlassen hat.

Weniger gut fand ich die vielen Zufälle, auf denen das Buch aufbaut. Denn genau das war es für mich, da ich kein allzu schicksalsgläubiger Mensch bin. Für mich war der Ausgang der Geschichte leider recht vorhersehbar, weshalb ich die letzten Kapitel nicht mehr ganz so mitreißend fand.

Mein Fazit: Sicherlich kein literarisches Highlicht, aber ein solider Liebesroman, der einem öfters mal ein Schmunzeln auf die Lippen zaubert. Genau richtig für einen entspannten Couch-Nachmittag und damit 4 von 5 Sternen wert.

Veröffentlicht am 05.03.2023

Tolles Konzept - analoger Gaming-Spaß für Groß und Klein

Stay alive! Rätsel-Challenge - Überlebe im magischen Wald
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"Überlebe im magischen Wald" ist eine Stay Alive!-Rätsel-Challenge aus dem Ravensburger-Verlag. Ich war sehr gespannt auf dieses Konzept - denn angesprochen fühlen sollen sich vor allem Gaming-Fans ab ...

"Überlebe im magischen Wald" ist eine Stay Alive!-Rätsel-Challenge aus dem Ravensburger-Verlag. Ich war sehr gespannt auf dieses Konzept - denn angesprochen fühlen sollen sich vor allem Gaming-Fans ab 8 Jahren.

"Du liebst Videospiele, Challenges und Rätsel? Dann bist du hier genau richtig!"
Die Einleitung ist gleich schon mal ziemlich catchy. Die Spielanleitung auf den nächsten beiden Seiten ist leicht verständlich und verdeutlicht nun, wie das analoge "Game" funktionieren soll. Tatsächlich ist das Buch aufgebaut wie ein Videospiel - es gibt verschiedene Level, die man wiederum in verschiedenen Schwierigkeitsstufen spielen kann, nur um sich am Ende - wenn man eine gewisse Punktzahl erreicht hat - einem Endboss stellen zu können. Für richtig gelöste Rätsel gibt es Brain-Punkte, für falsch gelöste muss man sich einen Lebenspunkt abziehen.

Na dann - immer fleißig los gerätselt! Die Aufgaben sind unterteilt in drei verschiedene und farbig markierte Schwierigkeitsstufen. Dennoch muss ich sagen, dass bei manchen Rätseln die schwierigsten noch gut lösbar waren, während man bei anderen bereits an der Anfänger-Stufe zu knabbern hatte. Aber gerade diese Abwechslung hat mit gut gefallen und das Buch auch für Erwachsene interessant gemacht. Die Gestaltung hat mir gut gefallen, die bunten Illustrationen fand ich ansprechend, wenn auch ab und an etwas abstrakt.

Grundsätzlich lebt das Konzept ja davon, dass der Spieler sich selbst gegenüber ehrlich ist und auch wirklich seine Lebenspunkte reduziert, wenn er versagt hat. Allerdings haben meine Kinder und ich jeder auf seine Art gespielt und trotzdem Spaß dabei gehabt: Unser Nesthäkchen ist gerade im Leselernalter und hat das Buch von vorne bis hinten durchgespielt und dabei eben immer schwierige Rechen- und Leseaufgaben ausgelassen. Unser Großer hat das Konzept schon eher verstanden, hats mit den Regeln aber nicht ganz so genau genommen. Und ich selbst habe versucht, exakt nach den Regeln zu spielen - und freue mich nun darauf, dass ich das Buch bald noch einmal spielen kann, da ich natürlich noch lange nicht alle Rätsel durch habe.
Begeistert hat uns alle drei die Codematrix, die mithilfe von (Hand-)Wärme anzeigt, ob Aufgaben richtig oder falsch gelöst wurden. Ein richtig cooles, analoges Gimmick.

Kritisieren muss ich leider die Verarbeitung des Buchs. Bereits nach dem ersten Aufklappen lösten sich einige Seiten aus der Verklebung - ich bin gespannt, wie lange es durchhält. Außerdem hab ich einige Rechtschreibfehler gefunden, was ich gerade in Büchern, die für Kinder und Jugendliche gedacht sind, immer sehr ärgerlich finde. Beides kenne ich von Ravensburger-Bücher eigentlich nicht, da ich diesen Verlag immer mit sehr guter Produktqualität in Verbindung gebracht habe.

Mein Fazit: Ein interessantes Konzept, das sicherlich nicht die digitale Gaming-Welt ablösen wird, das aber Kindern und Jugendlichen durchaus einige spannende Zocker-Stunden bescheren wird - ganz ohne Bildschirm. Hierfür gibts 4 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 24.02.2023

Eine grandiose Fortsetzung, die aber nicht nötig gewesen wäre.

It starts with us – Nur noch einmal und für immer
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Am Ende von "Nur noch ein einziges Mal - It ends with us" war ich anfangs ein wenig enttäuscht, weil ich mit offenen Enden nicht so viel anfangen kann. Nachdem das Buch dann ein wenig gesackt war, bin ...

Am Ende von "Nur noch ein einziges Mal - It ends with us" war ich anfangs ein wenig enttäuscht, weil ich mit offenen Enden nicht so viel anfangen kann. Nachdem das Buch dann ein wenig gesackt war, bin ich aber zu der Überzeugung gelangt, dass dies die einzig richtige Art war, auf die dieses Buch enden konnte.

Umso überraschter war ich, als dann doch noch der Folgeband "Nur noch einmal und für immer - It starts with us" heraus kam. Ich hatte nicht mehr damit gerechnet und war auch nicht so ganz sicher, ob ich das jetzt gut oder schlecht finden sollte. Aber, wie das mit Colleen Hoovers Büchern nun mal so ist: Ich muss sie einfach ALLE lesen.

Zuerst musste ich feststellen, dass Teil 1 schon deutlich zu lange her war. Es hat ein bisschen gedauert, bis ich wieder mit den Umständen und allen Personen richtig vertraut war. Als es dann aber soweit war, konnte mich die Geschichte gleich wieder so richtig mitnehmen. Es ist nach wie vor eine Art von Dreiecksgeschichte um Lily, ihren gewalttätigen Ex-Mann Ryle und ihre Jugendliebe Atlas, der plötzlich wieder in ihr Leben getreten ist und sich nun nicht mehr so schnell verabschieden möchte. Colleen Hoover hat es auf ihre unverwechselbare Art geschafft, den Alltag der drei und die sich aus den Umständen ergebenden Probleme interessant und nachvollziehbar darzustellen und dem Leser zu vermitteln, dass nicht immer nur alles schwarz und weiß ist.

Lily fand ich sehr schön ausgearbeitet in ihren verschiedenen Rollen als alleinerziehende Mama, selbstständige Floristin, neue Freundin, aber auch Ex-Frau eines gewalttätigen Mannes.
Atlas war mir in diesem Teil zu glatt und zu "gut". Ihm hätten ein paar Ecken und Kanten ganz gut getan.
Ein neuer Charakter in dieser Fortsetzung ist Josh. Durch ihn hat die Geschichte nochmal eine ganz andere Facette dazugewonnen. Seine Person und seine Interaktion mit Atlas fand ich sehr berührend, und für meine Begriffe hat die Beziehung der beiden auch sehr zu recht Einzug in den Titel des Buchs gefunden.

Mein Fazit: Ich hätte keine Fortsetzung gebraucht. Dennoch hat Colleen Hoover einen passenden und mitreißenden Plot entwickelt, der für mich authentisch und nachvollziehbar war. 4 von 5 Sterne!

Veröffentlicht am 22.02.2023

Packender dritter Teil! Fortsetzung folgt...

Crush the King
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Beim dritten Teil der Splitterkronen-Trilogie von Jennifer Estep, "Crush the King", dreht sich alles um die Regalia-Spiele, bei denen Vertreter aller Königreiche in verschiedenen Disziplinen gegeneinander ...

Beim dritten Teil der Splitterkronen-Trilogie von Jennifer Estep, "Crush the King", dreht sich alles um die Regalia-Spiele, bei denen Vertreter aller Königreiche in verschiedenen Disziplinen gegeneinander antreten. Und auch die Herrscherinnen und Herrscher sind gefragt, denn selbstverständlich tragen auch sie während der Spiele ihre eigenen Kämpfe aus, versuchen Allianzen zu schmieden und zu intrigieren. Und ganz nebenbei: am Leben zu bleiben...

Die Geschichte hat mir richtig gut gefallen, es gab einen klaren roten Faden, die Handlung war abwechslungsreich, und der Spannungsbogen hat auch gepasst. Auch die Message ist angekommen - hier waren natürlich die Szenen mit Maevens Sohn Leonidas von großer Bedeutung.

Schriftstellerisch habe ich ein, zwei kleine Kritikpunkte. Zum einen fand ich die ständigen Wiederholungen des bellonischen Mottos recht nervig, vor allem zum Ende hin ("berechnend für die Zukunft voraus planen"). Ich fühlte mich belehrt und ein wenig mit der Nase auf etwas gestoßen, was sowieso glasklar war.
Zum anderen war mir der König von Morta nicht "mächtig" genug. Evie beleidigt und konfrontiert ihn in einer Tour in aller Öffentlichkeit - und er reagiert quasi nicht. Klar, er schickt später mal wieder einen Mord-Trupp los, aber von einem so mächtigen, arroganten Mann hätte ich mir doch die ein oder andere Retourkutsche erwartet. So kam es mir so vor, als würde er ständig von Evie vorgeführt werden und könnte sich nicht so recht wehren.

Mein dritter Kritikpunkt hat sich in Luft aufgelöst, als ich das Buch beendet hatte. Ich konnte nicht glauben, dass die Autorin so viel offene Enden gelassen hat - und musste daraufhin feststellen, dass zwar die Splitterkronen-Trilogie zu Ende ist, die Geschichte allerdings mit "Die Saphirkrone" und "Der Dornenthron" weiter gehen wird. Ich hoffe also stark, dass dann alle offenen Fragen geklärt werden.

Mein Fazit: Ein sehr gelungenes, spannendes und abwechslungsreiches Ende der Trilogie. Gut gefallen hat mir, dass es in erster Linie um Evie, ihre persönliche Entwicklung und um die Magie ging, und dass die Liebesgeschichte mit Sullivan zu keinem Zeitpunkt im Mittelpunkt stand. Für Crush the King vergebe ich gerne 4 von 5 Punkten.

Veröffentlicht am 19.02.2023

Die Splitterkronen-Trilogie geht weiter - eine absolut gelungene Fortsetzung zu "Kill the Queen"!

Protect the Prince
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"Protect the prince" ist von der Handlung her ganz anders als ""Kill the queen". Ein Großteil der Geschichte spielt am Hof von Andvari, und neben den üblichen und für eine Königin ja absolut normalen Mordversuchen ...

"Protect the prince" ist von der Handlung her ganz anders als ""Kill the queen". Ein Großteil der Geschichte spielt am Hof von Andvari, und neben den üblichen und für eine Königin ja absolut normalen Mordversuchen muss sich Evie in erster Linie mit Palast-Intrigen und internationaler Diplomatie herumschlagen. An der ein oder anderen Stelle zieht sich das ein bisschen, und die ein oder andere Wenung fand ich relativ vorhersehbar, aber im großen und ganzen immer noch eine spannende Geschichte.

Auch in diesem Buch entwickelt sich die Protagonistin auf eine schöne und glaubhafte Weise, sei es in ihrer Eigenschaft als Königin, im Umgang mit ihrer Magie oder in der Beziehung zu Sullivan.
Hervorheben möchte ich auch den schönen Zusammenhalt in der ehemaligen Gladiatorentruppe - das sind Leute, die man gerne um sich haben möchte, wenn man in ein Palastkomplott gerät.

Mein Fazit: Etwas anstrengender zu lesen als Teil 1, aber immer noch sehr lohnens- und empfehlenswert. Für "Protect the prince" gibts von mir 4 von 5 Sternen. Große Vorfreude auf Band 3!