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Veröffentlicht am 07.03.2023

Rezepte mit Raffinesse

Meine neuen besten Rezepte für den Slow Cooker. Sanft & langsam garen
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Vor fünf Jahren habe ich mir das Vorgängerbuch gekauft und bin nach wie vor davon (und vom Slow Cooker) begeistert. Dieser Nachfolger ist ebenfalls toll, für mich aber ein kleines bisschen weniger. Das ...

Vor fünf Jahren habe ich mir das Vorgängerbuch gekauft und bin nach wie vor davon (und vom Slow Cooker) begeistert. Dieser Nachfolger ist ebenfalls toll, für mich aber ein kleines bisschen weniger. Das liegt an den Gerichten, die etwas mehr Aufwand erfordern, weil sie zusätzlich noch zum Überbacken oder kross werden in den Backofen oder unter den Grill kommen. Das ist extrem lecker, aber eben mit zusätzlicher Arbeit und mehr Zeit verbunden, wodurch sich die Autorin ein wenig selbst widerspricht (siehe Vorwort, wenig Zeit in der Küche, dafür mehr mit der Familie). Auch ist ein Großteil vom Theorieteil aus dem ersten Buch übernommen, sowie das Nachwort der Autorin.

Wie im ersten Band sind auch hier die Rezepte sehr schön gestaltet. Es gibt immer ein paar erklärende Worte zum Gericht, hin und wieder ein Tipp extra, eine farblich abgehobene Zutatenliste, eine gut verständliche Schritt-für-Schritt-Anleitung, eine tolle Übersicht über Portionen, Topfgröße, Vorbereitungszeit und Kochzeit (bei low und bei high). Auf Angaben zu Kalorien und Nährwerten wurde verzichtet. Für mich ist das okay, andere legen großen Wert darauf. Bei fast jedem Rezept ist auch ein Foto. Ich fände es schön, wenn zumindest ein kleines Bild bei allen Rezepten wäre. Für mich fallen Rezepte ohne Foto fast immer durchs Raster. Ich lasse mich durch Bilder inspirieren und zum Nachkochen anregen. Fehlen diese, bleibt irgendwie auch das Interesse auf der Strecke.

Auch finden sich nur selten Hinweise zu veganen Varianten. Für mich ist das okay, denn ich bin der Meinung, man kann selbst die tierischen Produkte gegen vegane Alternativen austauschen bzw. hält als Veganer gezielt Ausschau nach extra deklarierten veganen Kochbüchern. Ein Kapitel für vegetarische Gerichte ist vorhanden. Sehr nützlich und praktisch finde ich das Kapitel zu Saucen und Brühen. Gerade für diese ist der Slow Cooker geradezu ideal.

Die Geschmacksintensität von Gerichten aus dem Slow Cooker ist umwerfend! Gabriele Frankemölle hat hier wieder wunderbare Rezepte entwickelt und zusammengestellt. Sie ergänzen ihr erstes Buch sehr gut und runden es ab. Die kleinen eingangs erwähnten Kritikpunkte kosten einen Stern, dennoch bleiben hervorragende vier Sterne!

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Veröffentlicht am 28.02.2023

Ferienküche!

Einfach Urlaub
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Gedacht sind die Rezepte für alle Arten von Kochmöglichkeit. Nicht jeder hat eine super gut ausgestattete Küche im Camper oder kommt mit dem Gaskocher klar. Ich bin da ein bisschen anspruchsvoll. Aber ...

Gedacht sind die Rezepte für alle Arten von Kochmöglichkeit. Nicht jeder hat eine super gut ausgestattete Küche im Camper oder kommt mit dem Gaskocher klar. Ich bin da ein bisschen anspruchsvoll. Aber für die Küche im Ferienhaus sind die Rezepte ideal. Mir gefallen sie allgemein als Ferien-Gerichte. Auch zu Hause kann man Urlaub machen und gerade die Sommerferien sind für die hier vorgestellten Rezepte einfach ideal – sechs Wochen können lang werden und wollen mit Kind und Kegel genossen werden! Die Gerichte sind bunt gemischt, teils klassisch, oft fantasievoll, immer einladend – auch wenn man nicht alles essen mag. Bei mir fallen Avocados prinzipiell durchs Raster. Dennoch bleiben jede Menge Rezepte, die man mindestens einmal ausprobieren sollte!

Der ganze Stil des Buches ist locker und entspannt, so richtig schön URLAUB eben. Es ist hauptsächlich vegetarisch, teils sogar vegan. Wer also mehr Fleisch möchte, grillt sich noch ein Steak dazu und ist anschließend pappsatt und glücklich. Für das Ferienfeeling sorgt auch die Playlist, die per QR-Code abgerufen werden kann. Als Lesestoff gibt es jede Menge Tipps, Tricks und Hacks von Stevan Paul, bevor es dann losgeht mit den eigentlichen Rezepten.

Diese sind unterteilt in die Kapitel Am ersten Abend; Frühstück; Salate; Rezepte ohne Kochen; Gut gegen Hitze; Die ganz schnelle Nummer; Hier kommen alle zusammen; Grillen; Wenn es doch mal kühler wird; Durstlöscher; Süßer Sommer. Hier sind die Titel Programm. Zu fast jedem Rezept gibt es auch ein Foto. Diese Einschränkung ist für mich ein Manko. Ich bin sehr optisch veranlagt und lasse mich durch Bilder inspirieren, mir von Fotos Appetit machen. Ich neige deshalb dazu, Rezepte ohne Fotos zu ignorieren. Dafür hat es immer wieder Tipps und/oder Upgrades für die Rezepte, sodass die Variationen die Anzahl der Rezepte noch mal erhöhen. Praktisch finde ich auch die Videoanleitung (QR-Code) für das Zerlegen eines ganzen Hühnchens. Ein weiterer QR-Code führt zu hilfreichen Informationen rund ums Grillen.

Der Aufbau der Rezepte ist klassisch mit Angabe für die Zubereitungszeit und für wie viele Personen es ausgelegt ist, Zutatenliste und Schritt-für-Schritt-Anleitung, die sehr gut verständlich erklärt ist. Auf die Angabe zu Kalorien und Nährwerten wurde, typisch Urlaub, verzichtet. Die Schwierigkeit hält sich bei allen Rezepten in Grenzen, sodass auch hier URLAUB groß geschrieben wird. Dennoch ist der Genuss immer hoch. Das liegt nicht zuletzt daran, dass alle mithelfen können, nichts zu viel Aufwand ist und alle miteinander Spaß haben können. Mein Lieblingsrezept ist für den Urlaub und den Alltag gleichermaßen geeignet: Grilled Cheese „Croque Madame“. Aber nicht als Frühstück – danach bin ich platt! – sondern als Abendessen, nach dem dann nichts mehr geht, außer Füße hochlegen! Selten strahlt ein Kochbuch so viel Leichtigkeit, Lebensfreude, Spaß und Genuss auf einmal aus. Mir gefällt es sehr gut und ich gebe vier Sterne.

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Veröffentlicht am 27.02.2023

Das wohl außergewöhnlichste Kochbuch in meiner Sammlung!

Castle Rock Kochbuch
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Als King-Fan, der alle seine Bücher gelesen hat und noch dazu eine große Kochbuchsammlung hat und gern kocht, musste ich dieses Buch natürlich haben. Es geht nicht nur ums Kochen und Backen, sondern auch ...

Als King-Fan, der alle seine Bücher gelesen hat und noch dazu eine große Kochbuchsammlung hat und gern kocht, musste ich dieses Buch natürlich haben. Es geht nicht nur ums Kochen und Backen, sondern auch ums Lesen. Wer die Texte überblättert, macht einen großen Fehler und wird dem Buch nicht gerecht!

Man erkennt sofort, mit wie viel Liebe und Arbeit Theresa Carle-Sanders die Rezepte und die Zitate/Textstellen zusammengetragen hat. Dazu finden sich immer wieder passende Fotos, die das Thema des entsprechenden King-Werks verdeutlichen. Das schüttelt man nicht mal eben so aus dem Ärmel! Das kostet Zeit und Herzblut – und das zahlt sich aus!

Natürlich ist auch das Vorwort von Stephen King ein kleines Juwel! Aber auch die drei Vor-Texte der Autorin sind informativ und zeigen ihre Verbundenheit mit ihrer Heimat und den Büchern Kings. Nützliche Küchentipps finden sich hier zudem.

Der Rezept-Teil, unterteilt in die Kapitel Frühstück; Mittagessen; Abendessen; Fisch und Meeresfrüchte; Vegetarische Gerichte; Beilagen; Gebackenes und Süßes; Drinks und Cocktails sowie Grundrezepte ist pickepacke voll mit Informationen zu den einzelnen Rezepten und ist, bis auf den voranstehenden Text-Teil aus dem jeweils passenden King-Buch, klassisch aufgebaut: Zutatenliste und Arbeitsschritte. Letztere sind sehr gut verständlich geschrieben und beinhalten viele zusätzliche Tipps und Hinweise. Hier lernt man eindeutig jede Menge Küchentricks dazu! Besonders schön finde ich hier auch, dass zu Anfang jedes Kapitels ein Text steht, der sich auf Maine, Kings Bücher, die jeweiligen folgenden Rezepte und ein bisschen auch auf die Autorin bezieht. Dazu gibt es wieder wunderbare Maine-Fotos, die fast schon eine kleine Urlaubsreise ergeben. Für jeden finden sich passende Rezepte. Wohl niemand wird erwarten, dass man jedes davon nachkochen und/oder essen möchte. Fast erstaunt es mich, dass sich Gerichte mit Tofu finden (ich persönlich mag Tofu einfach nicht – aber ich kann es ja austauschen oder weglassen).

So schön das Buch ist, so schade ist es, dass nicht zu jedem Rezept auch ein Foto gemacht wurde. Ich lasse mich hauptsächlich von Fotos zum Nachkochen inspirieren. Rezepte ohne Bilder fallen bei mir fast immer durchs Raster. Dass weder Kalorien- noch Nährwert-Angaben zu finden sind, stört mich nicht. Aber Angaben zum Zeitaufwand hätte ich mir noch gewünscht. Die Angaben für die Portionen/Mengen sind vorhanden. Auch das Nachwort und die Danksagung sind lesenswert – nicht nur für King-Fans!

Alles in allem ist dies ein wunderbares Buch für alle, die gerne kochen und backen, auch wenn sie keine King-Fans sind, doch natürlich ganz besonders für diese. Auch für die „kulinarische Weltreise“ im Bücherregal ist dieses Buch ein Volltreffer. Von mir bekommt es vier Sterne!

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Veröffentlicht am 23.02.2023

Kein Literaturnobelpreis-Krimi, aber durchaus lesenswert

Kannibal. Jagdrausch
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Der neue Fall für die Privatermittler Bastian Becker und Janina Funke führt sie an ihre Grenzen – ein Koffer voller Menschen-Knochen wird gefunden und diese weisen Spuren davon auf, dass der Täter Kannibalismus ...

Der neue Fall für die Privatermittler Bastian Becker und Janina Funke führt sie an ihre Grenzen – ein Koffer voller Menschen-Knochen wird gefunden und diese weisen Spuren davon auf, dass der Täter Kannibalismus betreibt. Becker taucht in die Foren des Darknets ein, um den Mörder zu finden. Doch auch Funke ist nicht untätig. Und beide kämpfen zusätzlich noch mit ihren eigenen Dämonen.

Dieser Krimi ist kurz und kurzweilig, wenn auch kein Meisterwerk. Ich hatte beim Lesen tatsächlich ständig Mark Beneckes Art zu sprechen im Ohr. Ich bin mir sicher, auch ohne den Autor zu wissen, hätte ich ihn genau daran entlarvt! Das gefällt mir übrigens gut, nur um es klarzustellen! Allerdings merkt man auch gerade daran, dass er hauptberuflich eben nicht Krimi-Autor, sondern Kriminalbiologe und Wirbellosenkundler (und Fach-/Sachbuchautor) ist. Er verzichtet auf verschwurbelte Sätze. Sein Stil ist schlicht, einfach, klar, direkt. Fast würde ich sagen: wie bei einem Jugendbuch! Allerdings ist das Thema da weniger geeignet.

Die Figuren sind aber vermutlich genau deshalb sehr realitätsnah. Ob man sie nun mag oder nicht, ob man sie sympathisch oder schräg findet – auf alle Fälle wirken sie einfach nicht „erfunden“, sondern „wie aus dem Leben gegriffen“. Dafür schon mal ein dickes Lob. Auch dafür, dass sie alle sehr viel ausgereifter und plastischer sind, als im ersten Band.

Der eine oder andere kleine logische Stolperstein hat mir weniger gut gefallen. Dennoch kann ich das akzeptieren und der künstlerischen Freiheit zuschreiben. Es sind auch keine dicken, fetten Bolzen. Schade finde ich, dass das kleine Buch künstlich aufgebläht wirkt, weil die neuen Kapitel grundsätzlich auf der rechten Seite starten, ganz gleich, wie viel freier Platz dabei leer bleibt. Aber ganz klar ist dieser zweite Band eine Steigerung zum Erstling! Es hat Spaß gemacht, ihn zu lesen und genau deshalb habe ich ihn im Anschluss daran auch noch mal als Hörbuch gehört. Jan Katzenberger liest das Buch mit einer sehr angenehmen Stimme und Betonung ein. Man hört gerne zu! Für mich geht dabei ein klein wenig der „Benecke-Ton“ unter, doch das ist kein schwerwiegender Punkt und für andere möglicher Weise sogar von Vorteil. Ansonsten gefällt mir die Story sogar so kurz hintereinander sehr gut und es war erstaunlicher Weise kein bisschen störend, dass ich das Ende ja schon kannte.

Mein Fazit: Keine hochanspruchsvolle Literatur, aber ein Krimi, der ein, zwei heftige Themen aufgreift und den Leser vom Alltag ablenkt. Das ist mir allemal lieber, als ein Autor, der sich selbst in hochgestochenen Sätzen verläuft und den Leser als kleines Licht hinter sich lassen möchte. Auch „Abschaltkrimis“ braucht die Welt und Bastian Becker ist eine Figur, die noch immer einige Geheimnisse hat. Also warte ich gespannt auf Band drei und gebe bis dahin vier Sterne.

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Veröffentlicht am 23.02.2023

Ich hätte es cool gefunden, wenn Benecke das Buch eingelesen hätte!

Kannibal. Jagdrausch
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Der neue Fall für die Privatermittler Bastian Becker und Janina Funke führt sie an ihre Grenzen – ein Koffer voller Menschen-Knochen wird gefunden und diese weisen Spuren davon auf, dass der Täter Kannibalismus ...

Der neue Fall für die Privatermittler Bastian Becker und Janina Funke führt sie an ihre Grenzen – ein Koffer voller Menschen-Knochen wird gefunden und diese weisen Spuren davon auf, dass der Täter Kannibalismus betreibt. Becker taucht in die Foren des Darknets ein, um den Mörder zu finden. Doch auch Funke ist nicht untätig. Und beide kämpfen zusätzlich noch mit ihren eigenen Dämonen.

Dieser Krimi ist kurz und kurzweilig, wenn auch kein Meisterwerk. Ich hatte beim Lesen tatsächlich ständig Mark Beneckes Art zu sprechen im Ohr. Ich bin mir sicher, auch ohne den Autor zu wissen, hätte ich ihn genau daran entlarvt! Das gefällt mir übrigens gut, nur um es klarzustellen! Allerdings merkt man auch gerade daran, dass er hauptberuflich eben nicht Krimi-Autor, sondern Kriminalbiologe und Wirbellosenkundler (und Fach-/Sachbuchautor) ist. Er verzichtet auf verschwurbelte Sätze. Sein Stil ist schlicht, einfach, klar, direkt. Fast würde ich sagen: wie bei einem Jugendbuch! Allerdings ist das Thema da weniger geeignet.

Die Figuren sind aber vermutlich genau deshalb sehr realitätsnah. Ob man sie nun mag oder nicht, ob man sie sympathisch oder schräg findet – auf alle Fälle wirken sie einfach nicht „erfunden“, sondern „wie aus dem Leben gegriffen“. Dafür schon mal ein dickes Lob. Auch dafür, dass sie alle sehr viel ausgereifter und plastischer sind, als im ersten Band.

Der eine oder andere kleine logische Stolperstein hat mir weniger gut gefallen. Dennoch kann ich das akzeptieren und der künstlerischen Freiheit zuschreiben. Es sind auch keine dicken, fetten Bolzen. Schade finde ich, dass das kleine Buch künstlich aufgebläht wirkt, weil die neuen Kapitel grundsätzlich auf der rechten Seite starten, ganz gleich, wie viel freier Platz dabei leer bleibt. Aber ganz klar ist dieser zweite Band eine Steigerung zum Erstling! Es hat Spaß gemacht, ihn zu lesen und genau deshalb habe ich ihn im Anschluss daran auch noch mal als Hörbuch gehört. Jan Katzenberger liest das Buch mit einer sehr angenehmen Stimme und Betonung ein. Man hört gerne zu! Für mich geht dabei ein klein wenig der „Benecke-Ton“ unter, doch das ist kein schwerwiegender Punkt und für andere möglicher Weise sogar von Vorteil. Ansonsten gefällt mir die Story sogar so kurz hintereinander sehr gut und es war erstaunlicher Weise kein bisschen störend, dass ich das Ende ja schon kannte.

Mein Fazit: Keine hochanspruchsvolle Literatur, aber ein Krimi, der ein, zwei heftige Themen aufgreift und den Leser vom Alltag ablenkt. Das ist mir allemal lieber, als ein Autor, der sich selbst in hochgestochenen Sätzen verläuft und den Leser als kleines Licht hinter sich lassen möchte. Auch „Abschaltkrimis“ braucht die Welt und Bastian Becker ist eine Figur, die noch immer einige Geheimnisse hat. Also warte ich gespannt auf Band drei und gebe bis dahin vier Sterne.

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