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Veröffentlicht am 02.03.2023

Ein zauberhaftes Buch! Herzerwärmend, wertvoll, wunderschön illustriert.

Ruby mit den roten Schuhen 1: Ruby mit den roten Schuhen
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Als ich zum ersten Mal von „Ruby und mit den roten Schuhen“ hörte, stand für mich sehr schnell fest, dass ich dieses kleine Häschen kennenlernen möchte. In die Inhaltsangabe und das Cover habe ich mich ...

Als ich zum ersten Mal von „Ruby und mit den roten Schuhen“ hörte, stand für mich sehr schnell fest, dass ich dieses kleine Häschen kennenlernen möchte. In die Inhaltsangabe und das Cover habe ich mich einfach sofort verliebt. Ich ließ das Buch also nur zu gerne bei mir einziehen.

Das kleine weiße Hasenmädchen Ruby lebt gemeinsam mit ihrer geliebten Oma Babuschka Galina Galuschka in einem kunterbunt bemalten, heimeligen Bauwagen, der mitten in der Natur steht und dessen Tür jederzeit für Freunde offen steht. Ihren Namen hat Ruby als Baby bekommen. Da ihre Füße immer so kalt waren, strickte ihre Oma ihr ein Paar warmer Schuhe, die so rot sind wie Radieschen und die das Hasenkind seitdem immer trägt. Von der Großmutter hat Ruby auch gelernt, achtsam zu sein und auf ihre Gefühle und die der anderen aufzupassen. Denn Gefühle sind so zerbrechlich wie Vogeleier. Die meiste Zeit des Tages verbringt Ruby in ihrem Garten, wo sie mit viel Freude ihr eigenes Obst und Gemüse anbaut, Kräuter und Blumen pflanzt und sich um die Hühner kümmert (denen sie sogar manchmal ein paar Wörter auf Französisch beibringt). Und abends, nach einem wunderbaren Tag, kuschelt sie sich immer zusammen mit ihrer Oma in ihr gemütliches Bett und schaut mit ihr gemeinsam in den funkelnden Sternenhimmel. Ruby liebt einfach alles in ihrem Leben und tanzt stets mit einem lustigen Lied auf den Lippen durch den Tag.

Findet ihr nicht auch, dass das Cover etwas Frühlingshaftes ausstrahlt? Hattet ihr auch plötzlich den Duft von Blumen in der Nase und das Gezwitscher von Vögeln im Ohr? Die äußere Gestaltung ist allerdings nur ein kleiner Vorgeschmack darauf, was einen zwischen den Buchdeckeln erwartet.
„Ruby und mit den roten Schuhen“ ist so lieblich, leicht und heiter wie ein frischer Frühlingstag, so wohltuend und warm wie ein Sonnenstrahl, so friedlich und harmonisch wie die Natur. „Ruby und mit den roten Schuhen“ ist ein zauberhaftes Bilderbuch, das uns an die alltäglichen Momente in unserem Leben erinnert, denen wir manchmal kaum Beachtung schenken, obwohl es doch gerade sie sind, die uns wirklich glücklich machen. Das kleine Hasenmädchen Ruby aber, von der diese Geschichte handelt, besitzt das Leben, das viele von uns heutzutage verlernt haben zu führen. Sie weiß, was sie wirklich mit Zufriedenheit erfüllt und abends sorgenfrei und unbeschwert einschlafen lässt.

Mit Ruby hat die australische Autorin und Illustratorin Kate Knapp eine bezaubernde Heldin erschaffen, die sich mit ihrer sympathischen und fröhlichen Art sofort in die Herzen von uns Leser*innen schleicht.
Mit wenigen poetischen Worten und zarten Aquarellzeichnungen lässt uns Kate Knapp in Rubys herrliche Welt eintauchen und bringt mit ihrer Geschichte Glück und einen Hauch Magie zu uns nach Hause. Die Erzählung kommt allerdings sehr unaufgeregt daher und enthält keine eigentliche Handlung. Wir begleiten Ruby nicht auf spannenden Abenteuern – wir erleben ihren Tagesablauf mit, verbringen gemeinsam mit ihr ganz viel Zeit im Garten und in der Natur und dürfen die Hühner kennenlernen, um die sie sich immer liebevoll kümmert. Nicht zu vergessen ihre weltbeste Oma, die die wichtigste Person in Rubys Leben ist und die genauso toll und wundervoll ist wie ihre Enkelin. Mich hat es berührt zu sehen, was für eine innige und tiefe Bindung Ruby und ihre Großmutter haben und wie sehr das lieben, was sie täglich tun. Die Geschichte lässt einen wirklich das Herz aufgehen und steckt voller Inspiration und wichtiger Weisheiten.

Genauso zärtlich, gefühlvoll und charmant wie der Text sind auch die vielen farbenfrohen Illustrationen, mit denen dieses Büchlein bestückt ist und die den besonderen Zauber der Sätze perfekt einfangen. An denen Bildern habe ich mich gar nicht sattsehen können, sie sind einfach so herzig gezeichnet. Mehrmals hinschauen lohnt sich aber auch definitiv. Die Zeichnungen enthalten lauter süße und naturverliebte Details und laden zum Betrachten und langem Verweilen ein. Man fühlt sich einfach sofort rundum wohl zwischen den Seiten und mag sie am liebsten gar nicht mehr verlassen.

Fazit: „Ruby mit den roten Schuhen“ von Kate Knapp ist ein wunderschön geschriebenes und gestaltetes Bilderbuch ab 3 Jahren, das ich aus vollem Herzen nur empfehlen kann. Es erzählt eine herzerwärmende, ruhige und wertvolle Geschichte über Achtsamkeit, die Liebe zur Natur und zu Tieren, Geborgenheit und Fürsorge. Es steckt voller Herzlichkeit und frühlingshafter Glücksgefühle und zaubert einem von der ersten Seite an ein Lächeln ins Gesicht. „Ruby mit den roten Schuhen“ ist ein absolutes Wohlfühlbuch und eine Liebeserklärung an die Schönheit des Augenblicks, an die kleinen Dinge in unserem Alltag, die uns wirklich glücklich machen. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

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  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 01.03.2023

Ein absolut bezaubernder Reihenauftakt, der zum Mitfiebern, Feiern und Wohlfühlen einlädt

Die Geburtstagsbande – Teil 1: Auf die Plätze, fertig, feiern!
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Als ich zum ersten Mal von der Geburtstagsbande hörte, stand für mich sofort fest, dass ich sie kennenlernen möchte. In das fröhliche Cover habe ich mich auf den ersten Blick verliebt und die Inhaltsangabe ...

Als ich zum ersten Mal von der Geburtstagsbande hörte, stand für mich sofort fest, dass ich sie kennenlernen möchte. In das fröhliche Cover habe ich mich auf den ersten Blick verliebt und die Inhaltsangabe klang nach einer supersüßen und originellen Geschichte. Ich ließ den ersten Band der Geburtstagsbande also nur zu gerne bei mir einziehen.

Wer hat eigentlich entschieden, dass man nur einmal im Jahr Geburtstag hat? Also ein Kind bestimmt nicht, auf so etwas Doofes können doch nur Erwachsene kommen. Lu hält überhaupt nichts von dieser blöden Erfindung. Sie gründet daher kurzerhand gemeinsam mit ihren Freunden Pelle und Rio eine Bande – die Geburtstagsbande! Ihr Ziel ist es, von nun an auf jede Geburtstagsfeier zu gehen, von der sie erfahren, egal ob sie eingeladen sind oder nicht. Aber ein Geschenk für das Geburtstagskind kommt natürlich auf jeden Fall immer mit. Leider stößt die Idee der drei Freunde nicht bei allen auf Begeisterung. Lu, Pelle und Rio (und ihre tierischen Begleiter) werden die Partys mit ihrem überraschenden Auftauchen gehörig auf den Kopf stellen und einiges an Chaos anrichten...

Bandengeschichten lese ich seit meiner Kindheit wahnsinnig gerne und Erzählungen, die im Sommer spielen und uns Leser*innen aufs Land mitnehmen, mag ich ebenfalls sehr. Und da ich zudem eine große Schwäche für illustrierte Kinderbücher hege, war ich ausgesprochen guter Dinge, dass mir der erste Band von „Die Geburtstagsbande“ gefallen wird. Und wisst ihr was? Ich habe mal wieder goldrichtig vermutet: Ich bin ganz verzaubert von dem Buch. In meinen Augen ist Claudia Schaumann ein wunderbares Kinderbuchdebüt geglückt, zwischen dessen Buchdeckeln sich eine entzückende Geschichte verbirgt, voller Freundschaft, Sommer, Witz und Überraschungen und mit ganz viel Herz und einer genau richtigen Portion Tiefgang.

Mich hat die Handlung von den ersten Seiten an mitreißen und begeistern können. Wir treffen gleich zu Beginn auf unsere drei Hauptprotagonisten Lu, Pelle und Rio und man kann gar nicht anders als sie direkt gernzuhaben. Ich habe unser Trio fest in mein Herz geschlossen und könnte nun auch gar nicht sagen, wen von ihnen ich am liebsten mochte. Die Drei sind einfach so verschieden und auf ihre Art und Weise liebenswürdig und einzigartig. Lu ist sehr abenteuerlustig und ein wahrer Wirbelwind, Rio dagegen ist eher schüchtern und stottert oft, wenn ihn etwas aufregt. Pelle wiederum ist ebenfalls recht energiegeladen, wenn auch nicht ganz so wie Lockenkopf Lu. Die drei Freunde ergänzen sich einfach perfekt mit ihren unterschiedlichen Eigenschaften und da sie jederzeit authentisch wirken, wird sich die Zielgruppe, sprich Kinder ab 8 Jahren, garantiert sehr gut mit ihnen identifizieren können.

Die Geschichte wird größtenteils abwechselnd von Lu, Pelle und Rio geschildert, jeweils in der dritten Person, es gibt aber auch einige Kapitel, die aus dem Blickwinkel von ein paar anderen Figuren geschrieben sind, bei denen es sich um die Geburtstagskinder handelt, deren Partys unser Trio besuchen wird. Mir haben die Perspektivwechsel sehr gut gefallen, da sie es uns ermöglichen, gleich mehrere Charaktere und ihre Leben kennenzulernen. Und dabei wird schnell deutlich, dass keiner von ihnen fehlerfrei ist und jedes der Kinder sein Päckchen zu tragen hat.

Das Buch beschert einem definitiv nicht nur ein unterhaltsames Bandenabenteuer – es ist auch pädagogisch wertvoll und regt zum Nachdenken an. So wird unter anderem verdeutlicht, wie wichtig es ist zusammenzuhalten, füreinander einzustehen, sich in schwierigen Situationen zu helfen und offen miteinander über Probleme zu reden. Es ist nicht schlimm, wenn man sich mal falsch verhält, wir alle machen mal Fehler, wichtig dabei ist nur, dass man für sie geradesteht und aus ihnen lernt. Es wird zudem gezeigt, dass wir uns oft viel zu schnell über andere eine Meinung bilden und meist nicht bedenken, dass es durchaus seine Gründe haben kann, warum sich jemand unfreundlich verhält. Es steckt wirklich eine Menge zwischen diesen Seiten, was mich sehr positiv überrascht hat. Ich hatte ehrlich gesagt gar nicht damit gerechnet, dass uns das Buch so viele wundervolle Botschaften näherbringt.

Trotz der teils etwas ernsteren Themen ist die Geschichte aber ein echter Gute-Laune-Macher und erwärmt einem das Herz. Unsere Geburtstagsbande wird auf den Partys für ordentlich Wirbel und Chaos sorgen, was einen einerseits schon sehr mitfühlen lässt, was gleichzeitig aber auch für viele Schmunzelmomente sorgt. Toll dabei ist auch, dass das Ganze niemals zu überspitzt oder unrealistisch dargestellt wird. Alles ist hier einfach wie aus dem Leben gegriffen.
Der Wohlfühlfaktor kommt bei dem Ganzen natürlich ebenfalls nicht zu kurz. Der Erdbeerhof von Lus Großeltern und die weiteren Schauplätze werden so schön idyllisch und sommerlich beschrieben, man fühlt sich einfach auf Anhieb wohl zwischen den Seiten und bekommt total Lust auf Urlaub auf dem Land. Und auf Erdbeeren. Wie gut, dass es hinten im Buch ein Erdbeerkuchen-Rezept gibt, mit dem man seinen Appetit auf diese leckeren roten Früchte stillen kann. Der Anhang enthält zudem noch ein paar Bastelanleitungen für eine coole Hexenlaborparty sowie eine kleine Vokabelliste, in der einige Plattdeutsch-Begriffe erklärt werden.

Auch eine bezaubernde Innengestaltung ist Teil dieses gelungenen Gesamtpakets. Simona Ceccarelli hat mal wieder gekonnt ihren Zeichenstift geschwungen und der Geschichte mit ihren vielen schwarz-weiß Illustrationen zusätzlich Leben eingehaucht. Ihre Bilder untermalen das Geschehen im Text absolut perfekt und machen, wie die Geschichte, einfach nur richtig gute Laune.

Da ich parallel zum Buch das Hörbuch gehört habe, bin ich neben Simona Ceccarellis Zeichenkunst auch noch in den Genuss von Cathlen Gawlichs großartiger Vortragsweise gekommen. Der Cathlen Gawlich lausche ich immer unheimlich gerne, vor allem bei Kinderbüchern. Mit ihrer jungen und bemerkenswert vielfältigen Stimme ist sie meiner Ansicht nach die ideale Wahl für die Geburtstagsbande. Es ist einfach das reinste Vergnügen, sich von ihr die Abenteuer von Lu, Pelle und Rio vorlesen zu lassen.

Mein Lese- und Hörerlebnis war leider viel zu rasch wieder vorbei. Schade, dass es den zweiten Band noch nicht gibt, am liebsten hätte ich mich sofort mit der Geburtstagsbande ins nächste Abenteuer gestürzt. Ein bisschen werde ich mich wohl aber noch gedulden müssen, der nächste Band wird nämlich voraussichtlich erst dieses Jahr im Herbst erscheinen.

Fazit: Spannend, lustig, superbeerig. Ein zauberhafter Reihenauftakt, der einfach rundum glücklich macht!
„Die Geburtstagsbande – Auf die Plätze, fertig, feiern!“ von Claudia Schaumann ist eine turbulente und herzerwärmend schöne Geschichte für Jung und Alt, die von Beginn an zum Mitfiebern, Wohlfühlen und Feiern einlädt und sowohl mächtig viel Spaß macht, als auch nachdenklich stimmt. Ich kann das Buch nur empfehlen, mein Herz hat die Geburtstagsbande im Sturm erobert! Ich habe eine herrliche Zeit mit Lu, Pelle, Rio und den weiteren liebenswerten Charakteren verbracht und freue mich schon sehr auf mein Wiedersehen mit ihnen. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

  • Einzelne Kategorien
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  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 01.03.2023

Ein absolut bezaubernder Reihenauftakt, der zum Mitfiebern, Feiern und Wohlfühlen einlädt!

Die Geburtstagsbande. Auf die Plätze, fertig, feiern!
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Als ich zum ersten Mal von der Geburtstagsbande hörte, stand für mich sofort fest, dass ich sie kennenlernen möchte. In das fröhliche Cover habe ich mich auf den ersten Blick verliebt und die Inhaltsangabe ...

Als ich zum ersten Mal von der Geburtstagsbande hörte, stand für mich sofort fest, dass ich sie kennenlernen möchte. In das fröhliche Cover habe ich mich auf den ersten Blick verliebt und die Inhaltsangabe klang nach einer supersüßen und originellen Geschichte. Ich ließ den ersten Band der Geburtstagsbande also nur zu gerne bei mir einziehen.

Wer hat eigentlich entschieden, dass man nur einmal im Jahr Geburtstag hat? Also ein Kind bestimmt nicht, auf so etwas Doofes können doch nur Erwachsene kommen. Lu hält überhaupt nichts von dieser blöden Erfindung. Sie gründet daher kurzerhand gemeinsam mit ihren Freunden Pelle und Rio eine Bande – die Geburtstagsbande! Ihr Ziel ist es, von nun an auf jede Geburtstagsfeier zu gehen, von der sie erfahren, egal ob sie eingeladen sind oder nicht. Aber ein Geschenk für das Geburtstagskind kommt natürlich auf jeden Fall immer mit. Leider stößt die Idee der drei Freunde nicht bei allen auf Begeisterung. Lu, Pelle und Rio (und ihre tierischen Begleiter) werden die Partys mit ihrem überraschenden Auftauchen gehörig auf den Kopf stellen und einiges an Chaos anrichten...

Bandengeschichten lese ich seit meiner Kindheit wahnsinnig gerne und Erzählungen, die im Sommer spielen und uns Leser*innen aufs Land mitnehmen, mag ich ebenfalls sehr. Und da ich zudem eine große Schwäche für illustrierte Kinderbücher hege, war ich ausgesprochen guter Dinge, dass mir der erste Band von „Die Geburtstagsbande“ gefallen wird. Und wisst ihr was? Ich habe mal wieder goldrichtig vermutet: Ich bin ganz verzaubert von dem Buch. In meinen Augen ist Claudia Schaumann ein wunderbares Kinderbuchdebüt geglückt, zwischen dessen Buchdeckeln sich eine entzückende Geschichte verbirgt, voller Freundschaft, Sommer, Witz und Überraschungen und mit ganz viel Herz und einer genau richtigen Portion Tiefgang.

Mich hat die Handlung von den ersten Seiten an mitreißen und begeistern können. Wir treffen gleich zu Beginn auf unsere drei Hauptprotagonisten Lu, Pelle und Rio und man kann gar nicht anders als sie direkt gernzuhaben. Ich habe unser Trio fest in mein Herz geschlossen und könnte nun auch gar nicht sagen, wen von ihnen ich am liebsten mochte. Die Drei sind einfach so verschieden und auf ihre Art und Weise liebenswürdig und einzigartig. Lu ist sehr abenteuerlustig und ein wahrer Wirbelwind, Rio dagegen ist eher schüchtern und stottert oft, wenn ihn etwas aufregt. Pelle wiederum ist ebenfalls recht energiegeladen, wenn auch nicht ganz so wie Lockenkopf Lu. Die drei Freunde ergänzen sich einfach perfekt mit ihren unterschiedlichen Eigenschaften und da sie jederzeit authentisch wirken, wird sich die Zielgruppe, sprich Kinder ab 8 Jahren, garantiert sehr gut mit ihnen identifizieren können.

Die Geschichte wird größtenteils abwechselnd von Lu, Pelle und Rio geschildert, jeweils in der dritten Person, es gibt aber auch einige Kapitel, die aus dem Blickwinkel von ein paar anderen Figuren geschrieben sind, bei denen es sich um die Geburtstagskinder handelt, deren Partys unser Trio besuchen wird. Mir haben die Perspektivwechsel sehr gut gefallen, da sie es uns ermöglichen, gleich mehrere Charaktere und ihre Leben kennenzulernen. Und dabei wird schnell deutlich, dass keiner von ihnen fehlerfrei ist und jedes der Kinder sein Päckchen zu tragen hat.

Das Buch beschert einem definitiv nicht nur ein unterhaltsames Bandenabenteuer – es ist auch pädagogisch wertvoll und regt zum Nachdenken an. So wird unter anderem verdeutlicht, wie wichtig es ist zusammenzuhalten, füreinander einzustehen, sich in schwierigen Situationen zu helfen und offen miteinander über Probleme zu reden. Es ist nicht schlimm, wenn man sich mal falsch verhält, wir alle machen mal Fehler, wichtig dabei ist nur, dass man für sie geradesteht und aus ihnen lernt. Es wird zudem gezeigt, dass wir uns oft viel zu schnell über andere eine Meinung bilden und meist nicht bedenken, dass es durchaus seine Gründe haben kann, warum sich jemand unfreundlich verhält. Es steckt wirklich eine Menge zwischen diesen Seiten, was mich sehr positiv überrascht hat. Ich hatte ehrlich gesagt gar nicht damit gerechnet, dass uns das Buch so viele wundervolle Botschaften näherbringt.

Trotz der teils etwas ernsteren Themen ist die Geschichte aber ein echter Gute-Laune-Macher und erwärmt einem das Herz. Unsere Geburtstagsbande wird auf den Partys für ordentlich Wirbel und Chaos sorgen, was einen einerseits schon sehr mitfühlen lässt, was gleichzeitig aber auch für viele Schmunzelmomente sorgt. Toll dabei ist auch, dass das Ganze niemals zu überspitzt oder unrealistisch dargestellt wird. Alles ist hier einfach wie aus dem Leben gegriffen.
Der Wohlfühlfaktor kommt bei dem Ganzen natürlich ebenfalls nicht zu kurz. Der Erdbeerhof von Lus Großeltern und die weiteren Schauplätze werden so schön idyllisch und sommerlich beschrieben, man fühlt sich einfach auf Anhieb wohl zwischen den Seiten und bekommt total Lust auf Urlaub auf dem Land. Und auf Erdbeeren. Wie gut, dass es hinten im Buch ein Erdbeerkuchen-Rezept gibt, mit dem man seinen Appetit auf diese leckeren roten Früchte stillen kann. Der Anhang enthält zudem noch ein paar Bastelanleitungen für eine coole Hexenlaborparty sowie eine kleine Vokabelliste, in der einige Plattdeutsch-Begriffe erklärt werden.

Auch eine bezaubernde Innengestaltung ist Teil dieses gelungenen Gesamtpakets. Simona Ceccarelli hat mal wieder gekonnt ihren Zeichenstift geschwungen und der Geschichte mit ihren vielen schwarz-weiß Illustrationen zusätzlich Leben eingehaucht. Ihre Bilder untermalen das Geschehen im Text absolut perfekt und machen, wie die Geschichte, einfach nur richtig gute Laune.

Da ich parallel zum Buch das Hörbuch gehört habe, bin ich neben Simona Ceccarellis Zeichenkunst auch noch in den Genuss von Cathlen Gawlichs großartiger Vortragsweise gekommen. Der Cathlen Gawlich lausche ich immer unheimlich gerne, vor allem bei Kinderbüchern. Mit ihrer jungen und bemerkenswert vielfältigen Stimme ist sie meiner Ansicht nach die ideale Wahl für die Geburtstagsbande. Es ist einfach das reinste Vergnügen, sich von ihr die Abenteuer von Lu, Pelle und Rio vorlesen zu lassen.

Mein Lese- und Hörerlebnis war leider viel zu rasch wieder vorbei. Schade, dass es den zweiten Band noch nicht gibt, am liebsten hätte ich mich sofort mit der Geburtstagsbande ins nächste Abenteuer gestürzt. Ein bisschen werde ich mich wohl aber noch gedulden müssen, der nächste Band wird nämlich voraussichtlich erst dieses Jahr im Herbst erscheinen.

Fazit: Spannend, lustig, superbeerig. Ein zauberhafter Reihenauftakt, der einfach rundum glücklich macht!
„Die Geburtstagsbande – Auf die Plätze, fertig, feiern!“ von Claudia Schaumann ist eine turbulente und herzerwärmend schöne Geschichte für Jung und Alt, die von Beginn an zum Mitfiebern, Wohlfühlen und Feiern einlädt und sowohl mächtig viel Spaß macht, als auch nachdenklich stimmt. Ich kann das Buch nur empfehlen, mein Herz hat die Geburtstagsbande im Sturm erobert! Ich habe eine herrliche Zeit mit Lu, Pelle, Rio und den weiteren liebenswerten Charakteren verbracht und freue mich schon sehr auf mein Wiedersehen mit ihnen. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 28.02.2023

Fetzig, witzig, zuckersüß und zauberhaft. Walter Falter muss man einfach lieben.

Walter Falter
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Da mich Marie Käferchen letztes Jahr vollkommen verzaubert hat, war meine Freude groß als ich hörte, dass uns Kai Lüftner und Wiebke Rauers dieses Jahr ein weiteres Mal in die Welt dieser selbstbewussten ...

Da mich Marie Käferchen letztes Jahr vollkommen verzaubert hat, war meine Freude groß als ich hörte, dass uns Kai Lüftner und Wiebke Rauers dieses Jahr ein weiteres Mal in die Welt dieser selbstbewussten Käfer-Rockröhre mitnehmen. „Walter Falter“ war natürlich ein ganz großes Muss für mich.

Walter Falter ist ein schüchterner und unauffälliger Nachtfalter und verkriecht sich am liebsten auf seinem staubigen Dachboden. Hier übt er still und leise für sich das Luftschlagzeugspielen, denn in Walter Falter brennt eine feurige Leidenschaft: Er hat den Rhythmus im Blut, sein Herz schlägt für das Schlagzeugspielen! Und für Marie Käferchen, die ein echter Rockstar ist und sein großes Idol. Das Problem ist nur: Walter Falter besitzt kein Schlagzeug. Und keine Band. Und nicht genug Mut, um sich seinen Traum zu verwirklichen. So träumt er zunächst weiter vor sich hin und himmelt Marie Käferchen heimlich an. Doch dann beschließt er eines Tages, auf ein Konzert von seiner Heldin zu gehen. Dieser Besuch ändert alles: Der scheue Nachtfalter steht auf einmal selbst im hellen Rampenlicht steht.


Ist das Cover nicht herzallerliebst? Also um mich war es sofort geschehen, als ich es zum ersten Mal sah, Walter Falter sieht einfach so unglaublich putzig aus mit seinem lieben Lächeln und der riesengroßen Brille.
Die äußere Aufmachung verspricht auch definitiv nicht zu viel: Auch das Innenleben des Buches ist von Anfang bis Ende absolut bezaubernd. Kai Lüftner hat erneut gekonnt mit Worten jongliert und lauter geniale Reime aufs Papier gebracht, und die Wiebke Rauers hat daraufhin ihren Zeichenstift geschwungen und der Geschichte mit ihren wunderschönen Bildern Leben eingehaucht. Herausgekommen ist ein großartiges Bilderbuch voller Herzblut, Witz und Charme und mit einer riesigen Portion Rock n’Roll.

Zum Vorlesen für Kinder ab 4 Jahren ist auch dieser Band in meinen Augen sehr gut geeignet. Man sollte allerdings schon ein geübter Zuhörer sein, da die Verse teilweise etwas herausfordernder sind. Als zu kompliziert und anspruchsvoll habe ich den Text jedoch nicht empfunden, man muss ihm eben einfach aufmerksam lauschen und wenn man dies tut, wird einem ein außergewöhnliches (Vor-)Leseerlebnis geboten, das nicht nur den Zuhörer*innen viel Freude bereiten wird, sondern auch dem Vortragenden.
Kai Lüftner versteht sich wahrlich bestens darin mit Worten umzugehen. Seine humorvollen und originellen Reime haben auch diesmal ordentlich Pep und einfach genau den richtigen Rhythmus. Sie reißen einen so richtig mit und verleiten einen regelrecht dazu, den Takt mit den Füßen mitzuklopfen.

Auch was die Geschichte und deren Aussage angeht, sollten junge Kinder keine Verständnisprobleme haben. Wie die Erzählung von Marie Käferchen, so lädt auch die von Walter zum Mitfiebern, Mitfühlen und Schmunzeln ein und lässt einen am Ende laut mitjubeln. Und sie vermittelt eine wichtige Message: Halte an deinen Träumen und Wünschen fest und steh zu deinen Leidenschaften und Interessen! Marie Käferchen ist uns da bereits mit einem guten Beispiel vorangegangen und auch Walter Falter wird schließlich noch seine Scheu überwinden und Kinder mit seiner Geschichte dazu ermutigen, sich ihre Träume zu verwirklichen.
Mit Falter Walter hat Kai Lüftner einfach einen zauberhaften Helden erschaffen, ich habe mich sofort in dieses knuffige kleine Kerlchen verliebt.


Die Illustrationen von Wiebke Rauers sind wie gewohnt der reinste Augenschmaus. Anders jedoch als in „Marie Käferchen“ sind die Bilder hier nicht ganz so kunterbunt und knallig, sondern in überwiegend grau-braunen Farbtönen gehalten und strahlen vor allem zu Beginn etwas Ruhiges aus – Walter ist schließlich ein Nachtfalter und ein ziemlich sanftmütiger Geselle. Herrlich farbenfroh und fröhlich ist die Gestaltung aber natürlich dennoch. Und so unheimlich süß und witzig! Mein Highlight war Walter Falter, er schaut einfach so niedlich aus. Die Zeichnungen von Marie Käferchen und die der weiteren Figuren sind aber auch zum Knuddeln. Besonders angetan hat es mir irgendwie dieser Krabbler mit der langen feschen Rocker-Haarmähne, ich bin da aus dem Schmunzeln kaum mehr herausgekommen.
Die Zeichnungen machen einfach, wie die Reime, richtig gute Laune und ergeben gemeinsam mit ihnen ein gelungenes, kreatives Gesamtpaket, welches seinem Vorgänger in nichts nachsteht.

Hinten im Buch erwartet einen dann noch ein cooles Gimmick: Ein QR Code, mit dem man sich das Hörbuch und den Walter-Falter-Song herunterladen kann. Klasse, oder? Also ich bin begeistert und werde mir beides auf jeden Fall noch anhören.


Fazit: Kai Lüftner und Wiebke Rauers haben mal wieder eine wunderbare Teamarbeit geleistet und bescheren uns mit „Walter Falter“ ein weiteres fetzig gereimtes und hinreißend illustriertes Bilderbuch voller starker Beats und fetter Grooves und mit ganz viel Herz und einer tollen Botschaft. Ich kann „Walter Falter“ nur empfehlen, mir persönlich hat dieser Band sogar noch ein bisschen besser gefallen als der vorherige. Die Geschichte lässt die Herzen aller Rock ’n’ Roller und Krabblerfreunde höher schlagen und ist ein großes Muss für Marie Käferchen-Fans. Wer Marie Käferchen liebt, wird auch Walter Falter lieben. Also mein Herz hat er im Sturm erobert. Ich vergebe daher gerne 5 von 5 rockigen Sternen!

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Veröffentlicht am 26.02.2023

Ein ganz besonderes und einfach großartiges Buch!

Julia und der Hai
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Von der britischen Autorin Kiran Millwood Hargrave habe ich vor ein paar Jahren ihren Winterroman „Der Winter des Bären“ gelesen, welcher mir sehr gut gefallen hat. Meine Neugierde war daher sofort geweckt, ...

Von der britischen Autorin Kiran Millwood Hargrave habe ich vor ein paar Jahren ihren Winterroman „Der Winter des Bären“ gelesen, welcher mir sehr gut gefallen hat. Meine Neugierde war daher sofort geweckt, als ich von ihrem neuen Titel „Julia und der Hai“ hörte. Cover und Klappentext sprachen mich direkt an – für mich stand daher schnell fest, dass ich das Buch lesen möchte.

Die 10-jährige Julia verbringt zusammen mit ihren Eltern und ihrer Katze Nudel den Sommer auf den Shetland-Inseln. Auf der kleinen Insel Unst wohnen sie in einem alten abgelegenen Leuchtturm, für dessen Licht der Vater ein Computerprogramm schreiben soll. Die Mutter wiederum arbeitet an ihrer Forschung. Julias Mutter ist Meeresbiologin und möchte den Grönlandhai unbedingt finden, der in der Gegend vor kurzem gesichtet wurde. Während sich die Eltern in ihre Arbeit stürzen, lebt sich Julia allmählich auf der Insel ein und freundet sich mit dem Jungen Kin an. Doch dann wird irgendwie alles anders. Die Suche nach dem Grönlandhai war bisher erfolglos und Julias Mutter beginnt sich zu verändern. An manchen Tagen ist sie sehr euphorisch und wirkt fast schon überdreht, an anderen ist sie zu Tode betrübt und scheint alles um sich herum zu vergessen. Julia macht das seltsame Verhalten ihrer Mutter zunehmend Angst. Und sie beginnt sich zu fragen, ob sie die Schuld daran trägt. Um ihrer Mutter zu helfen und ihre Familie davor zu bewahren auseinanderzubrechen, begibt sich Julia auf eine gefährliche Reise...

Dies war also mein zweites Werk von Kiran Millwood Hargrave und wie ich es mir schon gedacht habe, hat es sich als ein echtes Highlight für mich entpuppt. Mir war wirklich schon damals, als ich es zum ersten Mal in der Verlagsvorschau sah, sofort klar, dass es mich begeistern wird und tja, wie gesagt, ich habe damit goldrichtig gelegen.
„Julia und der Hai“ ist ein herausragender Roman, der sich eindeutig von der Masse abhebt und meiner Ansicht nach das Zeug zum Kinderbuchklassiker hat. Hinter dem wunderhübschen Cover verbirgt sich eine sehr vielschichtige und berührende Geschichte, die zu Herzen geht, beeindruckt und nachhallt und die nicht nur für Leserinnen ab 11 Jahren absolut lesenswert ist, sondern auch für Erwachsene.

Bereits auf der ersten Seite wird einem bewusst, dass es sich bei „Julia und der Hai“ um eine außergewöhnliche Erzählung handelt. Die einleitenden Sätze haben durch den poetischen Sprachstil etwas Träumerisches an sich, sodass die realistische Geschichte fast schon ein bisschen magisch wirkt und man gleich zu Beginn in eine faszinierende Atmosphäre eintaucht. Das Setting wird einfach toll beschrieben, überaus bildhaft, sodass man direkt das Gefühl hat selbst vor Ort zu sein, mit dem Rauschen der Wellen im Ohr und der salzigen Meeresluft in der Nase. Verstärkt wird das Ganze noch durch die opulente Gestaltung, aber dazu später mehr.

Auch bei unserer liebenswerten Hauptprotagonistin Julia, aus deren Sicht alles in der Ich-Perspektive geschildert wird, merkt man schnell, dass sie etwas Besonderes ist. Für ihr junges Alter macht sie sich oft erstaunlich kluge Gedanken, was sie manchmal etwas älter als ihre zehn Jahre wirken lässt. Vor allem ihre gelegentliche direkte Ansprache an uns Leser
innen bringt dies sehr gut zur Geltung. Gleichzeitig besitzt Julia aber auch noch recht kindliche Züge und empfindet und verhält sich so, wie man es bei einem 10-jährigen Mädchen erwartet.
Also ich finde, dass es die Autorin hervorragend geschafft hat, die Gefühls- und Gedankenwelt eines Kindes authentisch darzustellen. Insbesondere der Aspekt, dass Julia erst nicht versteht, was genau mit ihrer Mutter Maura los ist und sie bei sich selbst die Schuld sucht, habe ich als ziemlich gelungen empfunden. Julia spürt natürlich, dass sich irgendwie etwas verändert hat und beginnt sich zu fragen, ob es vielleicht an ihr liegt, dass ihre Mutter auf einmal so anders ist. Maura leidet unter einer bipolaren Störung und diese psychische Erkrankung aus dem Blickwinkel von Julia mitzuerleben, liest sich ergreifend und teils schmerzlich. Und auch fesselnd und dramatisch.

Das Buch befasst sich insgesamt mit einigen schwierigen Themen wie mentale Gesundheit, Suizid, Mobbing und Einsamkeit, sodass die Grundstimmung eine recht ernste ist. Da aber alles sehr feinfühlig und kindgerecht behandelt wird, wird die Geschichte an keiner Stelle zu drückend. Es gibt zudem auch viele schöne und rührende Momente, die einem das Herz erwärmen und für eine gewisse Leichtigkeit sorgen. So geht es auch um Familie und Freundschaft, um die Liebe zum Meer und zu den Sternen, um Tiere, Natur und Umweltschutz. Wir erfahren viel über den Grönlandhai, wie zum Beispiel, dass diese Tierart über hundert Jahre alt werden kann, und dürfen auf lauter liebevoll ausgearbeitete Charaktere treffen. Besonders gut gefallen haben mir die Botschaften, die am Ende vermittelt werden, nämlich wie wichtig es ist miteinander zu reden und dass man nicht alleine ist. Es gibt Menschen, die einem helfen, denen man vertrauen kann und die immer für einen da sind.

Neben der Kiran Millwood Hargrave hat auch ihr Ehemann Tom de Frestons eine wundervolle Arbeit geleistet. Seine zahlreichen Zeichnungen sind einfach atemberaubend und fangen die Stimmung der Geschichte perfekt ein. Das viele Grau-Schwarz spiegelt die Traurigkeit der Geschichte gekonnt wider und wirkt zum Ende hin immer bedrohlicher, die knallgelben Farbakzente wiederum symbolisieren die Hoffnung und bringen Licht in die Düsterkeit. Etwas irritiert haben mich nur die Illustrationen von Julia. Aus dem Text geht hervor, dass sie übergewichtig ist, allerdings hat Tom de Frestons sie von schlanker Statur gezeichnet. Vielleicht habe ich aber auch etwas falsch verstanden, keine Ahnung. Einen Stern abziehen werde ich deswegen jedenfalls nicht. Nein, ich bin so begeistert von diesem Buch, in meinen Augen ist es ein echtes Kunstwerk.

Fazit: „Julia und der Hai“ ist ein wertvoller, tiefgründiger und bewegender Roman voller Sprach- und Bildgewalt, den ich aus vollem Herzen nur empfehlen kann. Die Geschichte ist wunderschön und einfühlsam aus der Sicht eines Kindes geschrieben und großartig illustriert, sie ist so ruhig und kraftvoll wie das Meer und traurig und hoffnungsvoll zugleich. „Julia und der Hai“ ist ein ganz besonderes Buch, das man so schnell nicht vergisst. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

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