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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.03.2023

Ein Auszug aus der Familiengeschichte der Medici von 1469 bis 1481

Florentia - Im Glanz der Medici
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In dem Roman führt uns der Schriftsteller in die Stadt Florenz gegen Ende des 15. Jahrhunderts, welche durch die Familie Medici geprägt wurde.
Der Autor erzählt in 78 Kapiteln die Geschichte der Stadt ...

In dem Roman führt uns der Schriftsteller in die Stadt Florenz gegen Ende des 15. Jahrhunderts, welche durch die Familie Medici geprägt wurde.
Der Autor erzählt in 78 Kapiteln die Geschichte der Stadt in zeitlicher Abfolge.
Die einzelnen Kapitel erhalten als Titel den Namen der Person, aus deren Sicht der Verlauf der Episode geschildert wird.
So werden durch die verschiedenen Blickwinkel der einzelnen Akteure die Zusammenhänge und Beziehungen untereinander deutlich gemacht.
Bei der Schilderung der Ereignisse bedient sich der Erzähler einer klaren nüchternen Sprache.
Dadurch entwickelt sich mit der Zeit im Leser ein nachvollziehbares Bild der Verhältnisse im damaligen Florenz.
Durch die relative Kürze der Kapitel, die immer wieder neue Ereignisse offenbaren, bleibt die Spannung im Leser erhalten und man legt das Buch ungern wieder aus der Hand.
Die fiktive Geschichte in Verbindung mit Personen, die ich aus dem Geschichtsunterricht kenne, hat mich beeindruckt.
Aus diesem Grunde gebe ich dem Buch 5 Sterne und eine wirklich ernst gemeinte Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 20.03.2023

Brutal und erbarmungslos

Der perfekte Schuss
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Erbarmungs- und mitleidlos, kalt und ohne jegliches Gefühl. Mit anderen Worten, ohne Skrupel. So muss man sein, denn nur dann gelingt der perfekte Schuss.
Dieses Buch erzählt aus der Sicht eines Schafschützen, ...

Erbarmungs- und mitleidlos, kalt und ohne jegliches Gefühl. Mit anderen Worten, ohne Skrupel. So muss man sein, denn nur dann gelingt der perfekte Schuss.
Dieses Buch erzählt aus der Sicht eines Schafschützen, dem jegliche Gefühle abhanden gekommen sind. Er ist 20 Jahre alt und der beste Scharfschütze. Das weiß er. Und das nutzt er auch bedingungslos aus. Er liebt es, Angst und Schrecken zu verbreiten.
Lediglich Myrna, ein 15jähriges Mädchen, dass seine demente Mutter versorgt, fürchtet sich nicht vor ihm. Und dieses Mädchen stellt er unter seinen Schutz und, er will sie unbedingt besitzen.
Man muss schon hart gesotten sein, um sich in den Protagonisten hineinversetzen zu können. Einem Menschen, dessen ganzer Sinn darauf ausgerichtet ist, seine Zielgenauigkeit zu perfektionieren, um wahllos Leben auslöschen zu können. Und so stellte sich bei mir die Frage, was wird aus ihm, wenn der Krieg vorüber ist? Wird er weiterhin morden? Oder wird ihm das unvorhergesehene Ende der Handlung zum Nachdenken bewegen?
Mein Fazit:
Dieser Roman, der die Brutalität des Krieges in all seinen Facetten authentisch beschreibt, ist nichts für Weicheier. Dennoch hat es mich fasziniert, hinter die Stirn eines skrupellosen Kämpfers zu blicken.
5 Sterne und eine Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 11.03.2023

Ein grandioser historischer Roman

Marigold
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Auch mit diesem Buch ist es der Autorin gelungen, einen wunderbaren, sehr gut recherchierten historischen Roman auf das Papier zu bringen. Es geht um Marigold, die im Jahr 1769 von ihrem Vater nach Québec ...

Auch mit diesem Buch ist es der Autorin gelungen, einen wunderbaren, sehr gut recherchierten historischen Roman auf das Papier zu bringen. Es geht um Marigold, die im Jahr 1769 von ihrem Vater nach Québec geschickt wird, damit sein Bruder einen Bräutigam für sie finden soll. Zähneknirschend begibt sich Marigold auf diese Reise. Was weiter geschieht, lest es selber, es lohnt sich!
Mit einem bildgewaltigen Schreibstil führt Camilla Warno durch diese Geschichte. Die verschiedenen Charaktere sind sehr gut ausgearbeitet und so hatte ich beim Lesen die einzelnen Charaktere bildhaft vor meinem inneren Auge. Die Handlung ist fesselnd und der Spannungsbogen hält bis zum Schluss an. Unvorhersehbare Wendungen ließen mich das Buch kaum aus der Hand legen, denn ich musste unbedingt wissen, wie es weiter geht.
Mein Fazit:
Ein grandioser Roman, den ich mit Begeisterung weiterempfehlen kann. 5 wohlverdiente Sterne.

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Veröffentlicht am 08.03.2023

Spannend bis zur letzten Seite

Abschied unter kalter Sonne
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Dieser Roman beschreibt die Planung einer Flucht aus dem Ostblock in den Westen am Anfang der 1970er Jahre.
Angelika und Gabriel, ein gut situiertes und angesehenes Ehepaar, leben mit ihrer 12jährigen ...

Dieser Roman beschreibt die Planung einer Flucht aus dem Ostblock in den Westen am Anfang der 1970er Jahre.
Angelika und Gabriel, ein gut situiertes und angesehenes Ehepaar, leben mit ihrer 12jährigen Tochter Lenka und den Zwillingen Thomas und Jan in Bratislava. Obwohl es ihnen gut geht und sie einen sehr netten Freundeskreis haben, beschließen sie, über Österreich nach Westdeutschland zu fliehen. Dieses soll über einen fingierten Urlaub bei italienischen Freunden statt finden.
Doch die letzten Tage vor ihrer Flucht sind voller Dramatik und Gefahren. Wem dürfen sie sich anvertrauen? Werden sie überwacht? Kann ihr Plan überhaupt gelingen?
Gleichzeitig plant auch Gabriels jüngere Schwester ihre Flucht aus dem Überwachungsstaat. Sie will sich Freunden anschließen, um endlich in Freiheit leben zu können.
Diese Geschichte ist bis zur letzten Seite unglaublich fesselnd. Authentisch und nachvollziehbar sind die Protagonisten mit ihren Ängsten dargestellt. Die Handlung ließ mich bis zum Schluss mitfiebern. Unvorhersehbare Wendungen machten es mir unmöglich, das Buch aus der Hand zu legen, denn ich wollte ja unbedingt wissen, ob es überhaupt zu einem glücklichen Ende kommen kann. Durch den leichten und flüssigen Schreibstil von Heny Ruttkay flogen die Seiten nur so dahin.
Mein Fazit:
Eine fesselnde Lektüre, die ich bedingungslos weiterempfehlen kann. 5 Sterne.

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Veröffentlicht am 02.03.2023

Ein mitreißender Roman

Josses Tal
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Angelika Rehse erzählt in ihrem Debütroman die Geschichte von Josef, der 1925 unehelich von seiner Mutter Helene geboren wird. Er wächst bei ihr und seinen Großeltern auf. Er ist eine Schande für die Familie. ...

Angelika Rehse erzählt in ihrem Debütroman die Geschichte von Josef, der 1925 unehelich von seiner Mutter Helene geboren wird. Er wächst bei ihr und seinen Großeltern auf. Er ist eine Schande für die Familie. Vom Großvater misshandelt, erfährt er keine Nähe und Liebe in der Familie. Als nach dem Umzug nach Dorotheental der junge Nachbar Wilhelm Josef vor einer Prügelattacke rettet, hat er in ihm einen Beschützer und Freund gefunden. Zum ersten Mal in seinem Leben erfährt Josef durch Wilhelm und seiner Familie Zuneigung. Wilhelm wird für Josef zu einem Halbgott, für den er alles tun würde. Und Wilhelm, ein überzeugter Nazi und SA-Mann, weiß dies mit den Jahren sehr gut auszunutzen.
Dieser Roman erzählt die Lebensgeschichte eines Jungen, der durch die Lieblosigkeit und Kälte innerhalb der eigenen Familie empfänglich für Freundlichkeit und Anerkennung und dadurch manipulierbar wurde. Es ist eine Geschichte, die in jedem Punkt nachvollziehbar und authentisch auf den Leser herüber kommt. Die Handlung ist voller Spannung und so konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen, weil ich unbedingt wissen wollte, wie es weiter geht. Durch den leichten und lockeren Schreibstil flogen die Seiten nur so dahin.
Mein Fazit:
Ein sehr aufwühlender, mitreißender und fesselnder Roman, den ich mit bestem Gewissen weiter empfehlen kann. 5 wohlverdiente Sterne.

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