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jo_spark

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.03.2023

enttäuschend

The Love Test – Versuch’s noch mal mit Liebe
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Das Buch schien mir nach dem Lesen des Klappentextes sehr vielversprechend und auch der Start in die Geschichte hat mir zunächst gut gefallen. Leider haben mich im Verlauf jedoch immer mehr Dinge gestört. ...

Das Buch schien mir nach dem Lesen des Klappentextes sehr vielversprechend und auch der Start in die Geschichte hat mir zunächst gut gefallen. Leider haben mich im Verlauf jedoch immer mehr Dinge gestört. Es fiel mit schwer mit den Protagonisten mitzufühlen und die Daumen für die Beziehung der beiden zu drücken. Die Chemie zwischen Allison und Colin, sowie deren Persönlichkeiten, waren sehr flach. Die akademische Rivalität war so ziemlich das einzige, was die beiden ausgemacht hat und ich fand es anstrengend, dass der Kern des Konflikts schlechte Kommunikation war. Allison hat immer das Schlimmste angenommen und statt darüber zu reden, hat sie Gespräche aktiv vermieden oder unterbunden. Colins Kommunikationsfähigkeiten waren leider auch nicht viel besser. Ich fand es generell sehr schwer ihn sympathisch zu finden und sein Verhalten nachzuvollziehen.
Die Darstellung von Familienproblemen auf Allisons Seite fand ich zunächst ganz gut, weil ich sehr mochte, wie Allison mit der Situation etwas gewachsen ist und Entscheidungen getroffen hat, die für sie selber die richtigen sind und nicht welche, die gezwungenen Familienbanden geschuldet sind. Leider werden die Grenzen, die Allison setzt, im Verlauf der Story wieder etwas untergraben.
Das Ende fand ich etwas zu überhastet und flach. Die Familienproblematik wurde schwach „gelöst“ und was die Beziehung der Protagonisten angeht, war ich enttäuscht, wie die beiden auf wenigen Seiten alles klären und dadurch plötzlich alles verziehen ist.

Ich habe wirklich gehofft, dass ich dieses Buch mögen werde. Ich fand es sehr ansprechend, dass hier eine nicht schlanke Protagonistin als Repräsentation dient, deren Geschichte sich nicht primär darum dreht, wie sie lernt, sich selber und ihren Körper zu lieben. Leider gab es für mich aber zu viele störenden Elemente, sodass Jenny L. Howe mich mit Allisons & Colins Story nicht abholen konnte.

(kleiner SPOILER: diese Art Redemption-Arc, den Allisons Vater durch die Aussagen seiner Assistentin erhält, ist mir sehr schlecht aufgestoßen. Auch wenn Allison ihm dadurch nicht verziehen hat, fand ich das Ganze extrem unnötig und hat ihre (meiner Meinung nach komplett richtige) Entscheidung hinsichtlich ihres Vaters unterminiert. Es gibt auch schlechte Väter, die einfach schlecht sind – Punkt.)

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Veröffentlicht am 14.02.2022

mehr erhofft

Feuerblut - Der Schwur der Jagdlinge
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Man wird als Leser auf eine angenehme Art und Weise direkt in die neue Fantasywelt geworfen und wird durch stetige Rückblicke oder Erklärungen an die Umgebung und Geschehnisse herangeführt. Flowers Schreibstil ...

Man wird als Leser auf eine angenehme Art und Weise direkt in die neue Fantasywelt geworfen und wird durch stetige Rückblicke oder Erklärungen an die Umgebung und Geschehnisse herangeführt. Flowers Schreibstil war dabei recht flüssig zu lesen und die kurzen Kapitel haben dafür gesorgt, dass man das Gefühl hatte, gut durchzukommen.
Die Grundidee der Geschichte hat mir sehr gut gefallen, die Ausgestaltung der Story war jedoch wirklich hervorsehbar. Bis auf Fünfs "Hintergrund" gab es für mich leider keine überraschenden Plottwists.
Im Verlauf des Buches habe ich mir außerdem immer häufiger die Frage gestellt, welche Zielgruppe wirklich angesprochen werden soll. Teilweise werden sehr kindliche Ausdrücke und Flüche (dauernd irgendwelche redundanten Alliterationen) verwendet, während gleichzeitig von grässlichen Monstern, blutigen Aussichten und abgeschlachteten Dörfern gesprochen wird.

Ingesamt: gute Grundidee, aber schwache Umsetzung.

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