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Veröffentlicht am 11.03.2023

Eine wunderbare Fortsetzung!

Die letzten Ninjas auf der Achterbahn
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Endlich geht es mit den letzten Ninjas weiter! Da mir der erste Band von Astrid Franks Detektiv-Reihe so gut gefallen hat, musste ich natürlich auch den zweiten Teil unbedingt bei mir einziehen lassen. ...

Endlich geht es mit den letzten Ninjas weiter! Da mir der erste Band von Astrid Franks Detektiv-Reihe so gut gefallen hat, musste ich natürlich auch den zweiten Teil unbedingt bei mir einziehen lassen. Auf den neuen Fall von Josh, Toni, Emil und Luis habe ich mich tierisch gefreut!

Josh, Toni, Emil und Luis haben ihren ersten Fall erfolgreich gelöst und ihr nächster soll nicht lange auf sich warten lassen. Da sie als Dankeschön für die Aufklärung ihres ersten Falls eine Jahreskarte für den Freizeitpark „Wunderwelt“ geschenkt bekommen haben, sind sie dort nun Dauergäste und werden Zeugen äußerst seltsamer Vorkommnisse. Zunächst scheint es noch so, dass es sich einfach nur um Unfälle handelt, aber als sich die Pannen häufen, sind sich die Freunde sicher: Das kann alles kein Zufall sein! Irgendjemand möchte dem Freizeitpark schaden. Aber wer? Und warum? Als dann auch noch Erpresserbriefe auftauchen, ist der Spürsinn der letzten Ninjas erst recht geweckt. Sie beginnen zu ermitteln. Ob sie wohl auch dieses Mal den Täter entlarven werden?

Wie oben bereits erwähnt, handelt es sich hierbei um den zweiten Fall von den letzten Ninjas. Auch wenn die Bände aufeinander aufbauen, ist es in meinen Augen durchaus möglich mit diesem Band zu starten. Da sich vorne im Buch ein Personenregister befindet, welches uns die wichtigsten Figuren kurz vorstellt und es innerhalb der Erzählung ein paar kleine Rückblenden auf die vorausgegangene Handlung gibt, sollten Neulinge gut in die Geschichte hineinfinden können. Trotz allem würde ich aber von einem Quereinstieg abraten. Die Lesefreude ist einfach deutlich höher, wenn man mit dem Vorwissen aus dem Reihenauftakt in die Fortsetzung eintaucht.

Mir waren die Geschehnisse aus dem ersten Teil noch sehr präsent. Ich habe daher mühelos in die Welt der letzten Ninjas zurückgefunden und meinen zweiten Aufenthalt darin in vollen Zügen genießen können.
Mich hat auch dieser Band auf ganzer Linie überzeugt, ich finde ihn, dank des Settings, sogar noch ein klein wenig besser als den vorherigen. Mit dem Freizeitpark Wunderwelt hat die Autorin einen echt coolen Schauplatz erschaffen, bei mir hat die Kulisse sofort punkten können. (Und das ich hinten auf dem Einband aus meiner Rezension zum ersten Teil zitiert werde, lässt meine Begeisterung für dieses Buch nur noch größer werden.)

Nachdem uns im Vorgänger der feinfühlige Josh als Ich-Erzähler von den Ereignissen berichtet und die quirlige Toni ihren Senf in der Randspalte dazugegeben hat, ist es nun genau anders herum. Hat mir persönlich richtig gut gefallen, ich habe den Perspektivwechsel als sehr erfrischend empfunden. Und als absolut gelungen. Man merkt sofort, dass es diesmal nicht Josh ist, der erzählt. Der Ton ist frecher und unverblümter und spiegelt somit genau Tonis Persönlichkeit wider. Joshs spitzfindige Randbemerkungen wiederum sind vielleicht ein wenig zurückhaltender als die von Toni damals, lesen sich aber genauso witzig und amüsant. Das Zusammenspiel dieser zwei verschiedenen Stimmen ist einfach wieder herrlich und macht das Leseerlebnis zu einem einmaligen Genuss.

Neben dem authentischen Erzählstil tragen dann natürlich auch die facettenreichen Charaktere dazu bei, dass man eine außergewöhnliche Zeit zwischen den Seiten verbringt, allen voran unsere vier ungleichen Hauptprotagonisten, die man nicht als die typischen Buchhelden bezeichnen kann.
Der ruhige Josh, dem nichts entgeht; die aufgeweckte Toni, die ständig in Bewegung ist; der blinde Luis mit der Magic-Nase und den Power-Ohren; der hochsensible Emil, der ein Gedächtnis wie ein Elefant hat – die vier Kinder könnten unterschiedlicher wohl nicht sein und sind auf ihre Art und Weise einzigartig. Sie sind, trotz ihrer Unterschiede, die allerbesten Freunde und ergänzen sich ideal mit ihren jeweiligen Besonderheiten. Ich fand es erneut total schön zu sehen, wie die Vier zusammenhalten und füreinander einstehen, wie sie einander vertrauen können und mit ihren besonderen Fähigkeiten ein unschlagbares Team ergeben. Die Themen Freundschaft, Zusammenhalt, das Anderssein und Toleranz werden auch hier wieder ganz groß geschrieben, gekonnt verpackt in einer fesselnden Detektivgeschichte ab 10 Jahren, die locker mit der vorherigen mithalten kann.

Der Kriminalfall ist erneut wirklich toll aufgebaut. Junge Spürnasen werden auf jeden Fall ganz auf ihre Kosten kommen. Im Freizeitpark Wunderwelt geht es eindeutig nicht mit rechten Dingen zu, die vielen seltsamen Vorkommnisse können keine Zufälle. Irgendjemand will dem Freizeitpark schaden, nur wer? Ich, als Erwachsene, bin dann doch recht schnell auf Lösung gekommen, was mein Lesevergnügen aber in keinster Weise geschmälert hat. Ich habe die Ermittlungen der Kinder dennoch völlig gebannt und begeistert verfolgt. Klasse dabei fand ich auch, dass die Vier dieses Mal Verstärkung bekommen. Miri, die in diesem Band neu dazustößt, wird unser Quartett bei ihrer Spurensuche unterstützen und da sie ebenfalls irgendwie anders ist, passt sie einfach perfekt zu den letzten Ninjas.

Illustriert ist die Geschichte erneut von Regina Kehn, eine meiner liebsten Illustratorinnen. Ihre farbigen und unverwechselbaren Bilder setzen das Ganze erneut vortrefflich in Szene und ergeben zusammen mit dem Text ein rundum stimmiges Gesamtpaket.

Fazit: Mit dem zweiten Fall von den letzten Ninjas ist der deutschen Autorin Astrid Frank ein wunderbarer Folgeband gelungen, der seinem Vorgänger in nichts nachsteht und so viel mehr ist als ein Kinderkrimi. „Die letzten Ninjas auf der Achterbahn“ ist ein spannendes und unterhaltsames Detektivabenteuer, das zum Mitfiebern und Miträtseln einlädt, perfekt kombiniert mit wertvollen Botschaften und vielen großartigen Freundschaftsmomenten. Ich hatte erneut unheimlich viel Spaß beim Lesen und hoffe sehr auf ein weiteres Wiedersehen mit den letzten Ninjas und Co. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 09.03.2023

Ehrlich, tiefgründig und trotz ernster Themen locker, leicht und witzig.

Peanuts und andere Katastrophen
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Endlich gibt es neues Lesefutter von Susin Nielsen! Da ich seit meinem ersten Werk aus ihrer Feder ein großer Fan von der kanadischen Schriftstellerin bin, habe ich mich auf „Peanuts und andere Katastrophen“ ...

Endlich gibt es neues Lesefutter von Susin Nielsen! Da ich seit meinem ersten Werk aus ihrer Feder ein großer Fan von der kanadischen Schriftstellerin bin, habe ich mich auf „Peanuts und andere Katastrophen“ tierisch gefreut. Das Buch war natürlich ein ganz großes Muss für mich.

Der 12-jährige Ambrosius hat es nicht leicht. Er ist ein Außenseiter, der keine Freunde hat und an jeder neuen Schule sofort das Opfer von Mobbern wird. Er hat eine extrem überfürsorgliche Mutter, die ihn vor allem Schlechten in der Welt beschützen möchte und dabei zu den verrücktesten Mitteln greift. Und er hat eine schwere, lebensgefährlicher Erdnussallergie, die ihm eines Tages beinahe zum Verhängnis wird. Drei seiner Mitschüler (die Ambrosius still für sich stets nur Dick, Doof und Dööfer nennt) haben ihm heimlich eine Erdnuss auf sein Pausenbrot geschmuggelt, in dem Wissen, dass er darauf allergisch reagiert. Zum Glück steckt er die Erdnussattacke gut weg, aber bei seiner Mutter schaut das etwas anders aus. Sie entscheidet kurzerhand, dass ihr Sohn fortan zu Hause Fernunterricht erhalten soll. Was Ambrosius anfangs noch ziemlich cool findet, wird irgendwann dann doch etwas langweilig. Während seine Mutter arbeitet, freundet er sich mit Cosmo an – den 25-jährigen Sohn von ihren Vermietern, der gerade aus dem Gefängnis entlassen wurde. Die Zwei finden schnell heraus, dass sie beide eine Leidenschaft für Scrabble hegen. Vor allem Ambrosius ist der reinste Scrabble-Nerd und ein absolutes Wörter-Genie. Gemeinsam besuchen sie einen Scrabble-Club, wo sich Cosmo als Ambrosius’ Bruder ausgibt, damit sie teilnehmen können. Während Ambrosius zum ersten Mal in seinem Leben richtig aufblüht, verliebt sich Cosmo in die Club-Leiterin Amanda. Ambrosius’ Doppelleben klappt zunächst wie geschmiert. Doch dann folgt plötzlich einer Katastrophe der nächsten...

Susin Nielsen zählt für mich schon längst zu den Autor*innen, von denen ich mir jedes neue Werk blind zulege. Die kanadische Autorin ist für mich einfach ein Garant für brillante Jugendliteratur. Von „Peanuts und andere Katastrophen“ habe ich mir dementsprechend natürlich äußerst viel erhofft und um es kurz zu machen: Ich wurde auch dieses Mal nicht enttäuscht! Zwischen diesen Seiten stecken einfach sämtliche Dinge, die einen typischen Roman von Susin Nielsen für mich ausmachen und die ich so sehr liebe: Ein einmaliger Hauptprotagonist und weitere unvergleichliche Charaktere, eine mitreißende Handlung, außergewöhnliche Freundschaften, herrliche Dialoge und schwere Themen, gekonnt verpackt in einer lustigen und warmherzigen Story.

Susin Nielsen besitzt einfach ein echtes Händchen für die schmale Gratwanderung zwischen Ernst und Komik. „Peanuts und andere Katastrophen“ handelt vom Anderssein, von dem Wunsch nach Akzeptanz und Zugehörigkeit und der Sehnsucht nach einem Ort, den man wirklich Zuhause nennen kann. Von zweiten Chancen, elterliche Einschränkung, Mobbing, Kriminalität, Vertrauen und Freundschaft. Und von Scrabble. Die Geschichte lässt uns in die Gefühls- und Gedankenwelt eines 12-jährigen Heranwachsenden eintauchen, der es aufgrund verschiedener Faktoren nicht immer leicht im Leben hat.

Ambrosius, aus dessen Sicht alles in der Ich-Perspektive geschildert wird, hat mit einer Menge Probleme zu kämpfen, in denen sich bestimmt so einige Jugendliche in seinem Alter wiederfinden werden. Er hat eine überfürsorgliche Mutter, die ihn am liebsten in Watte packen möchte und die den seltsamen Drang verspürt, ständig umziehen zu müssen. Ambrosius konnte sich daher bislang nirgendwo richtig einleben und enge Freundschaften schließen. Er wird zudem an jeder neuen Schule sofort als Nerd und Außenseiter abgestempelt und gerät ständig in das Visier von Mobbern. Ambrosius ist irgendwie einfach anders, wodurch er aneckt und die perfekte Zielscheibe für Schultyrannen abgibt.
Mir tat unser Protagonist anfangs ziemlich leid, weil er in der Schule immerzu geärgert und von seiner Mutter so überbehütet wird. Gleichzeitig musste ich aber auch immer wieder sehr über ihn schmunzeln. Mit Ambrosius hat die Autorin einen absoluten Sympathieträger erschaffen, den man mit seiner liebenswerten und unverblümten Art und seinem besonderen Sinn für Humor einfach direkt gernhaben muss. In mein Herz hat er sich jedenfalls sofort gestohlen. Und er hat mich mit seiner großen Liebe für Scrabble, die sich wie ein roter Faden durch das gesamte Buch zieht, richtig angefixt. Irgendwie habe ich jetzt total Lust auf eine Runde Scrabble.

Neben Ambrosius dürfen wir im Verlauf der Erzählung noch viele weitere facettenreiche und authentische Figuren kennenlernen, die auf ihre Art und Weise einzigartig sind und mit ihren verschiedenen Eigenschaften für lauter unvergessliche Lesemomente sorgen.

Also für mich kam an keiner Stelle Langeweile auf. Ich habe auch diesen Roman von Susin Nielsen kaum mehr aus der Hand legen können und mit großer Begeisterung verschlungen. Ich habe mit den Charakteren mitgefühlt und mitgefiebert und einfach eine richtig tolle Zeit mit ihnen verbracht.
Das Ende hat mich ebenfalls vollkommen zufriedenstellen können. Es schließt die Geschichte gelungen ab, sodass man das Buch glücklich wieder zuklappen kann (und es am liebsten gleich noch einmal lesen möchte, weil es so viel Spaß gemacht hat).

Fazit: Ein wunderbares Buch über einen besonderen Helden, eine ungewöhnliche Freundschaft und noch viel mehr. Für Scrabble-Fans, Außenseiter und für alle, die gerne unterhaltsame Coming-of-Age-Geschichten mit Tiefgang lesen.
Auf den neuen Jugendroman von Susin Nielsen habe ich mich riesig gefreut und tja, was soll ich sagen, eindeutig zurecht. Für mich hat sich auch dieses Werk von der kanadischen Autorin als ein echtes Lesehiglight entpuppt. „Peanuts und andere Katastrophen“ ist witzig, ehrlich, lebensnah und herzerwärmend und einfach großartig geschrieben, es kommt trotz ernster Themen locker und leicht daher und ist nicht nur ein Buch für Jugendliche, sondern auch für Erwachsene. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 06.03.2023

Berührend, ehrlich, großartig und wunderschön illustriert!

Wie man auf Einhörnern reitet
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Da ich ein großer Fan der norwegischen Illustratorin Lisa Aisato bin, habe ich mich riesig gefreut als ich hörte, dass dieses Jahr ein neues von ihr illustriertes Bilderbuch im Woow Books Verlag erscheinen ...

Da ich ein großer Fan der norwegischen Illustratorin Lisa Aisato bin, habe ich mich riesig gefreut als ich hörte, dass dieses Jahr ein neues von ihr illustriertes Bilderbuch im Woow Books Verlag erscheinen wird. „Wie man auf Einhörnern reitet“ musste ich natürlich unbedingt bei mir einziehen lassen.

Als bei Vilja Leukämie entdeckt wird, ist ihr Leben auf einmal komplett anders. Sie landet von einem Tag auf den anderen im Krankenhaus, auf der Kinderkrebsstation, wo alles weiß ist und es immerzu warten heißt. Vilja hasst es zu warten. Wie gerne würde sie wieder in den Kindergarten gehen und mit ihren Freunden spielen. Zum Glück passieren in der Klinik aber auch ganz normale und lustige Dinge. Mit dem Pflegepersonal und den Klinikclowns kann man oft so schön Quatsch machen und mit ihrem Freund Sindre kann man toll zusammen spielen. Das Spielen mit Sindre macht Vilja immer am meisten Spaß, diese Momente findet sie am schönsten. Am traurigsten findet sie, dass ihr Bruder William sie nicht besuchen will. Ist er vielleicht sauer auf sie, weil Mama und Papa mit ihr im Krankenhaus wohnen? Ob er wohl an ihrem Geburtstag kommen wird, um mit ihr zu feiern und den Spidermankuchen zu probieren, den es geben wird? Aber hoffentlich ist Vilja ja eh bald wieder gesund, hat wieder Haare und darf im Sommer in die Schule gehen.

Dieses Buch ist keine leichte Kost. Wie sollte es auch, schließlich behandelt es ein sehr ernstes und sensibles Thema. Ein Thema, das leider viel zu tabuisiert ist und vor allem in Kinderbüchern kaum behandelt wird und das, wo es so unheimlich wichtig ist. Ich finde es daher großartig, dass die norwegische Autorin Mariangela Di Fiore ein Bilderbuch geschrieben hat, in welchem sie – durch die Augen eines Kindes - ihre eigenen Erfahrungen über den Alltag auf einer Kinderkrebsstation schildert. Und dass ein Teil des Erlöses an die Deutsche Kinderkrebs-Stiftung geht, macht das Ganze nur noch wundervoller. Also ich kann wirklich jedem nur ans Herz legen, dieses Buch zu kaufen und zu lesen. Mich hat es tief berührt und beeindruckt.

In meinen Augen ist es der Autorin bewundernswert gut gelungen, aus der Sicht eines jungen Kindes zu schreiben und dessen Gefühle, Ängste und Wünsche darzustellen. Die Geschichte wird aus der Sicht der kleinen Vilja erzählt, bei der in ihrem letzten Kindergartenjahr Blutkrebs diagnostiziert wird. Auf eine sehr eindringliche und ehrliche und gleichermaßen behutsame Weise lässt Mariangela Di Fiore ihre junge Ich-Erzählerin davon berichten, wie langweilig und trostlos es auf der Kinderkrebsstation an vielen Tagen ist, wie sehr sie sich wünscht, dass ihr Bruder sie besuchen kommt und wie groß ihre Angst davor ist, dass sie nicht gesund werden wird.
Wir erfahren aber auch, dass nicht alles schlecht im Krankenhaus ist, sondern dass es auch schöne Dinge gibt wie die Pfleger*innen, Ärzte und Klinikclowns, die alle so lieb und nett sind. Und dann wäre da natürlich noch Sindre, ein Mitpatient, der einen Tumor im Kopf hat und mit dem Vilja so gerne spielt. Die gemeinsamen Momente und Gespräche der beiden Freunde waren eine meiner liebsten Stellen, ich fand es so schön zu sehen, wie gut sich die beiden verstehen und wie sie einander Kraft und Trost spenden.

Viljas Erzählungen lesen sich wirklich herzzerreißend und lassen einen richtig mitfühlen, sodass man öfters mit einem Kloß im Hals dasitzt. Zu bedrückend und schmerzlich wird die Stimmung aber nicht – es handelt sich hierbei schließlich um ein Kinderbuch. Alles wird sehr sanft beschrieben und stets auch mit Hoffnung. Es wird zwar nicht gesagt, ob Vilja und Sindre den Krebs schließlich endgültig besiegen werden, aber Betroffene wird die Geschichte dennoch Mut machen und Zuversicht schenken.
Die Altersangabe vonseiten des Verlags liegt bei ab 4 Jahren, was ich persönlich allerdings für ein bisschen zu früh halte. Es kommt natürlich immer aufs Kind an, aber da manche Seiten recht viel Text enthalten, würde ich das Buch ab etwa 5 Jahren empfehlen.


Genauso berührend und liebevoll wie der Text sind auch die vielen großformatigen, farbigen Bilder von Lisa Aisato. Wie es die norwegische Illustratorin mal wieder geschafft hat, die Gefühle der Figuren und die Atmosphäre der Geschichte in ihren Bildern einzufangen, ist unglaublich. Ihre Illustrationen wirken einfach so echt und realistisch, haben gleichzeitig aber auch etwas Magisches an sich. Sie sind einfach atemberaubend und treffen einen mitten ins Herz.

Fazit: „Wie man auf Einhörnern reitet“ ist ein beeindruckendes und wichtiges Bilderbuch, bei welchem ich sehr hoffe, dass es von vielen Menschen gekauft und gelesen werden wird. Es erzählt eine authentische und zutiefst bewegende Geschichte über ein kleines Mädchen, das an Leukämie erkrankt ist, es ist traurig und hoffnungsvoll zugleich, absolut fantastisch illustriert und nicht nur ein Buch für Betroffene, sondern auch für jeden anderen. Ich kann das gemeinsame Werk von Mariangela Di Fiore und Lisa Aisato nur empfehlen, ich habe unvergessliche Lesestunden damit verbracht. Von mir gibt es von 5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 03.03.2023

So süß und zauberhaft! Bin total verliebt in die kleine Rittereule.

Die kleine Rittereule
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Bei diesem Bilderbuch war es bei mir Liebe auf den ersten Blick. In das Cover habe ich mich sofort verguckt, es sieht so unglaublich niedlich aus, und der Klappentext klang auch einfach nur herzallerliebst. ...

Bei diesem Bilderbuch war es bei mir Liebe auf den ersten Blick. In das Cover habe ich mich sofort verguckt, es sieht so unglaublich niedlich aus, und der Klappentext klang auch einfach nur herzallerliebst. Die kleine Rittereule musste ich unbedingt kennenlernen.

Es war einmal eine kleine Eule, die seit dem Tag, an dem sie aus dem Ei geschlüpft ist, nur einen Wunsch hat: Ein richtiger Ritter sein! Als plötzlich immer mehr Ritter aus der Burg verschwinden und die Ritterschule nach neuen Schülerinnen sucht, sieht Eule seine Chance gekommen. Er bewirbt sich kurzerhand – und wird zum Erstaunen aller tatsächlich angenommen. Voller Eifer beginnt er mit seiner Ausbildung. Dass ihm das große Schwert und das schwere Schild so einige Mühe bereiten und es eine ziemliche Herausforderung für ihn ist, den ganzen Tag über wach zu bleiben, entmutigen Eule in keinster Weise. Fleißig und schlau wie er ist, schließt er die Lehre mit Auszeichnung ab. Eule ist nun eine echte Rittereule und zudem der perfekte Kandidat für die Nachtwache. Als in einer sehr dunklen und stillen Nacht plötzlich ein riesiger hungriger Drache auftaucht, kann Rittereule endlich beweisen, was alles in ihm steckt. Mutig und clever stellt er sich der Gefahr und es zeigt sich, dass der Drache auf etwas ganz anderes viel mehr Appetit hat als auf kleine Eulen in Ritterrüstungen.

Dies war mal wieder so ein Buch, bei welchem ich schon vor dem Lesen wusste, dass es ein neuer Liebling in meiner Bilderbuchsammlung werden wird. Ich meine: Eine kleine knuffige Eule, eine mittelalterliche Burg, Drachen, Ritter, Pizza...Das kann doch einfach nur toll sein! Nicht zu vergessen das Cover, bei dem es wirklich sofort um mich geschehen war.
Die äußere Gestaltung und die Inhaltsangabe haben mir auch definitiv nicht zu viel versprochen – ich bin total verliebt in dieses Buch. In meinen Augen hat der US-amerikanische Autor und Illustrator Christopher Denise mit „Die kleine Rittereule“ etwas absolutes Bezauberndes erschaffen, das einfach sämtliche Zutaten enthält, die ein gelungenes Bilderbuch ausmachen und das somit in keinem Kinderbuchregal fehlen sollte.

Mit viel Humor, Kreativität und Wärme wird hier die Geschichte von einer kleinen tapferen Eule erzählt, der es dank ihres Durchhaltevermögens, ihrer Entschlossenheit und Klugheit gelingen wird, sich ihren großen Traum zu verwirklichen. Sie zeigt uns, dass auch Kleine groß, stark und mutig sein können und dass es sich lohnt, an seinen Träumen festzuhalten und für sie zu kämpfen. Wenn man niemals aufgibt, an sich selbst glaubt und stets einen kühlen Kopf bewahrt, kann man eine Menge schaffen und erreichen und auch die größten Hürden meistern. Und dabei vielleicht sogar noch neue Freunde gewinnen. All dies steckt unter anderem zwischen diesen Seiten, kindgerecht verpackt in einer originellen Bilderbuchgeschichte ab 4 Jahren, die mitreißt, berührt und Spaß macht und am Schluss mit einer herrlichen Überraschung aufwarten kann.

Zum Vorlesen für Kinder ab 4 Jahren ist „Die kleine Rittereule“ meiner Ansicht nach ideal geeignet. Da es nur wenig Text und viele großformatige detailreiche Bilder gibt, bietet sich die Erzählung sehr gut als Gute-Nacht-Geschichte an und lädt zum gemeinsamen Erkunden und langen Betrachten ein. Das Buch ist wirklich hinreißend und mit ganz viel Liebe und Herzblut gestaltet. Die Illustrationen fangen die Emotionen und Gefühle der Figuren perfekt ein und schaffen durch die vielen braunen und teils dunklen Farbtöne eine wunderbare altertümliche Atmosphäre. Und die kleine Rittereule sieht einfach nur zum Knuddeln aus, man würde sie am liebsten aus dem Buch herausnehmen und einmal ganz fest Drücken.

Fazit: Ein zauberhaftes Bilderbuch für alle Eulenliebhaber
innen, für kleine und große Ritterfans und für alle, die Pizza mögen.
„Die kleine Rittereule“ von Christopher Denise ist ein zuckersüßes Bilderbuch ab 4 Jahren, das ich nur wärmstens empfehlen kann. Aus meinem Bücherregal ist es nicht mehr wegzudenken. Es erzählt eine warmherzige, witzige und spannende Geschichte über Mut und den Glauben an sich selbst und die eigenen Träume, es handelt von einem ganz besonderen Helden, den man einfach lieben muss, und verzaubert Jung und Alt mit vielen wunderschönen, liebevollen Illustrationen. Ich habe die kleine Rittereule sofort fest in mein Herz geschlossen und sie mit einem breiten Dauerlächeln auf den Lippen auf ihrem Weg begleitet. Von mir gibt es begeisterte 5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 02.03.2023

Ein zauberhaftes Buch! Herzerwärmend, wertvoll, wunderschön illustriert.

Ruby mit den roten Schuhen 1: Ruby mit den roten Schuhen
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Als ich zum ersten Mal von „Ruby und mit den roten Schuhen“ hörte, stand für mich sehr schnell fest, dass ich dieses kleine Häschen kennenlernen möchte. In die Inhaltsangabe und das Cover habe ich mich ...

Als ich zum ersten Mal von „Ruby und mit den roten Schuhen“ hörte, stand für mich sehr schnell fest, dass ich dieses kleine Häschen kennenlernen möchte. In die Inhaltsangabe und das Cover habe ich mich einfach sofort verliebt. Ich ließ das Buch also nur zu gerne bei mir einziehen.

Das kleine weiße Hasenmädchen Ruby lebt gemeinsam mit ihrer geliebten Oma Babuschka Galina Galuschka in einem kunterbunt bemalten, heimeligen Bauwagen, der mitten in der Natur steht und dessen Tür jederzeit für Freunde offen steht. Ihren Namen hat Ruby als Baby bekommen. Da ihre Füße immer so kalt waren, strickte ihre Oma ihr ein Paar warmer Schuhe, die so rot sind wie Radieschen und die das Hasenkind seitdem immer trägt. Von der Großmutter hat Ruby auch gelernt, achtsam zu sein und auf ihre Gefühle und die der anderen aufzupassen. Denn Gefühle sind so zerbrechlich wie Vogeleier. Die meiste Zeit des Tages verbringt Ruby in ihrem Garten, wo sie mit viel Freude ihr eigenes Obst und Gemüse anbaut, Kräuter und Blumen pflanzt und sich um die Hühner kümmert (denen sie sogar manchmal ein paar Wörter auf Französisch beibringt). Und abends, nach einem wunderbaren Tag, kuschelt sie sich immer zusammen mit ihrer Oma in ihr gemütliches Bett und schaut mit ihr gemeinsam in den funkelnden Sternenhimmel. Ruby liebt einfach alles in ihrem Leben und tanzt stets mit einem lustigen Lied auf den Lippen durch den Tag.

Findet ihr nicht auch, dass das Cover etwas Frühlingshaftes ausstrahlt? Hattet ihr auch plötzlich den Duft von Blumen in der Nase und das Gezwitscher von Vögeln im Ohr? Die äußere Gestaltung ist allerdings nur ein kleiner Vorgeschmack darauf, was einen zwischen den Buchdeckeln erwartet.
„Ruby und mit den roten Schuhen“ ist so lieblich, leicht und heiter wie ein frischer Frühlingstag, so wohltuend und warm wie ein Sonnenstrahl, so friedlich und harmonisch wie die Natur. „Ruby und mit den roten Schuhen“ ist ein zauberhaftes Bilderbuch, das uns an die alltäglichen Momente in unserem Leben erinnert, denen wir manchmal kaum Beachtung schenken, obwohl es doch gerade sie sind, die uns wirklich glücklich machen. Das kleine Hasenmädchen Ruby aber, von der diese Geschichte handelt, besitzt das Leben, das viele von uns heutzutage verlernt haben zu führen. Sie weiß, was sie wirklich mit Zufriedenheit erfüllt und abends sorgenfrei und unbeschwert einschlafen lässt.

Mit Ruby hat die australische Autorin und Illustratorin Kate Knapp eine bezaubernde Heldin erschaffen, die sich mit ihrer sympathischen und fröhlichen Art sofort in die Herzen von uns Leser*innen schleicht.
Mit wenigen poetischen Worten und zarten Aquarellzeichnungen lässt uns Kate Knapp in Rubys herrliche Welt eintauchen und bringt mit ihrer Geschichte Glück und einen Hauch Magie zu uns nach Hause. Die Erzählung kommt allerdings sehr unaufgeregt daher und enthält keine eigentliche Handlung. Wir begleiten Ruby nicht auf spannenden Abenteuern – wir erleben ihren Tagesablauf mit, verbringen gemeinsam mit ihr ganz viel Zeit im Garten und in der Natur und dürfen die Hühner kennenlernen, um die sie sich immer liebevoll kümmert. Nicht zu vergessen ihre weltbeste Oma, die die wichtigste Person in Rubys Leben ist und die genauso toll und wundervoll ist wie ihre Enkelin. Mich hat es berührt zu sehen, was für eine innige und tiefe Bindung Ruby und ihre Großmutter haben und wie sehr das lieben, was sie täglich tun. Die Geschichte lässt einen wirklich das Herz aufgehen und steckt voller Inspiration und wichtiger Weisheiten.

Genauso zärtlich, gefühlvoll und charmant wie der Text sind auch die vielen farbenfrohen Illustrationen, mit denen dieses Büchlein bestückt ist und die den besonderen Zauber der Sätze perfekt einfangen. An denen Bildern habe ich mich gar nicht sattsehen können, sie sind einfach so herzig gezeichnet. Mehrmals hinschauen lohnt sich aber auch definitiv. Die Zeichnungen enthalten lauter süße und naturverliebte Details und laden zum Betrachten und langem Verweilen ein. Man fühlt sich einfach sofort rundum wohl zwischen den Seiten und mag sie am liebsten gar nicht mehr verlassen.

Fazit: „Ruby mit den roten Schuhen“ von Kate Knapp ist ein wunderschön geschriebenes und gestaltetes Bilderbuch ab 3 Jahren, das ich aus vollem Herzen nur empfehlen kann. Es erzählt eine herzerwärmende, ruhige und wertvolle Geschichte über Achtsamkeit, die Liebe zur Natur und zu Tieren, Geborgenheit und Fürsorge. Es steckt voller Herzlichkeit und frühlingshafter Glücksgefühle und zaubert einem von der ersten Seite an ein Lächeln ins Gesicht. „Ruby mit den roten Schuhen“ ist ein absolutes Wohlfühlbuch und eine Liebeserklärung an die Schönheit des Augenblicks, an die kleinen Dinge in unserem Alltag, die uns wirklich glücklich machen. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

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