Von der unglaublichen Sogwirkung einer mystischen Kugel, welche die Welt nachhaltig verändert - Wehe, wenn sie ins Rollen kommt!
Die indische KugelWas Matthias Hübener hier mit seinem Roman "Die indische Kugel" abliefert sucht meiner Meinung nach seinesgleichen.
Für mich ist es wirklich schwierig das Buch eindeutig nur einem einzelnen Genre zuzuordnen, ...
Was Matthias Hübener hier mit seinem Roman "Die indische Kugel" abliefert sucht meiner Meinung nach seinesgleichen.
Für mich ist es wirklich schwierig das Buch eindeutig nur einem einzelnen Genre zuzuordnen, am ehesten passt vielleicht Belletristik, wird allerdings diesem tiefgründigen und sehr facettenreichem Buch dann auch wieder nicht vollumfänglich gerecht. Es vereint so viele Facetten in sich, wie eben diese schillernde Kugel im Sonnenlicht, die dann auch ja nach Blickwinkel immer wieder einen neuen Einblick gewährt.
Am Anfang prasselten für mich fast zu viele verschiedene Eindrücke auf mich ein. Ich persönlich brauchte dann doch etwas Zeit, bis ich mit den Charakteren, den wechselnden Handlungsorten sowie den Zeitsprüngen warm geworden bin. Insbesondere die Zeitsprünge machten mir dann fast am meisten zu schaffen. Gerade wenn es spannend wurde wechselte die Szene und ein kleiner Cliffhanger verzweigte in die nahe Zukunft des Buches. Irgendwie gemein, wie ich fand, aber so entstand ein unheimlicher Lesesog in die Geschichte hinein, dem man sich kaum entziehen konnte. Quasi wie ein großes Mandalapuzzle, das aus 1.000 Teilen besteht und die einzelnen Teile zunächst gefunden, sortiert und zusammengesetzt werden müssen - genau so offenbarte sich mir persönlich das Buch.
Es gab für mich allerdings nie so richtig eine Abneigung gegenüber den oft unterschiedlichsten Szenerien. Dafür hat die indische Kugel, die auch im Roman vorkommt eine unglaubliche Sogwirkung und Anziehungskraft - auch auf die Lesenden.
Die indische Kugel nimmt quasi schnell Fahrt auf und ist dann eigentlich auch kaum mehr zu stoppen. Man muss nur sehr vorsichtig sein, dass man ihrer Anziehungskraft nicht komplett verfällt, denn ansonsten könnten richtig schlimme Ereignisse eintreten. Ich empfinde die in der Geschichte befindliche Kugel als gute Parabel von Verführung, Macht etc.
Der Stil des Buches ist recht lebhaft, obwohl es auch leise bzw. nachdenkliche Töne anschlägt, und bei mir liefen sehr schnell Bilder im Kopf dazu an - quasi Kopfkino gratis. Durch die unheimliche Magie der Kugel kommt auch ein Hauch von Esoterik und Spiritualität mit auf. Die spirituellen bzw. esoterischen Elemente fügen sich dabei sehr harmonisch ins gewählte Setting ein und machen die Storyline perfekt.
Wer sich auf den Roman einlässt, wird mit einer unglaublich facettenreichen und vor allem tiefgründigen Story belohnt, die einer Kugel gleich nie zum Erliegen kommt.