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Veröffentlicht am 22.03.2023

Vom Schweigen und Verschweigen

Wir hätten uns alles gesagt
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Judith Hermann gilt als eine der wichtigsten zeitgenössischen Autor:innen in Deutschland. In diesem poetischen Roman gewährt uns die Autorin Einblick in ihren Schaffensprozess.

Sie ist eines nachts ...



Judith Hermann gilt als eine der wichtigsten zeitgenössischen Autor:innen in Deutschland. In diesem poetischen Roman gewährt uns die Autorin Einblick in ihren Schaffensprozess.

Sie ist eines nachts mit einem Schriftstellerkollegen unterwegs, vor dem Spätkauf trifft sie auf ihren früheren Analytiker. Die Psychoanalyse liegt schon Jahre zurück, Sie hat ihm seither nicht wieder getroffen. In ihrem Erzählband ‚Lettipark‘ taucht er als Dr. Grupka auf. Sie folgt ihn in ein Lokal und es entspinnt sich eine Unterhaltung.

Judith Hermanns Sprache ist klar und präzise. In ‚Wir hätten uns alles gesagt‘ geht es um Freundschaften, Beziehungen und familiäre Bindungen. Es geht aber auch um Schweigen und Verschweigen im Schreiben, es geht um Eindrücke, Empfindungen, Gedanken, Ahnungen. Sie mischt Erfundenes mit Realem. So fragt sie sich, ist die Begegnung mit ihrem Psychoanalytiker wirklich passiert? Wie wichtig ist das überhaupt? Wieviel Biographie gibt sie Preis? Und was ist Fiktion?

Judith Hermann fängt mit ihrer poetischen Sprache ein Lebensgefühl ein. Es sind alltägliche Dinge, die sie beschreibt. Sie schreibt widersprüchlich. Es ist ein Spagat von: Was gebe ich preis und was verschweige ich. Und doch ist alles wahr.

Fazit: Eine persönliche Aufarbeitung ihrer Geschichte. Keine leichte Lektüre.

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Veröffentlicht am 20.03.2023

Traue keinem Killer

Morddurst
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Ich kannte die beiden Vorgängerbände nicht, bin aber trotzdem gut in die Geschichte gestartet. Was für eine Spannung, da musste man fast zwanghaft weiterlesen. Frederic Hecker ist es gleich auf den ersten ...

Ich kannte die beiden Vorgängerbände nicht, bin aber trotzdem gut in die Geschichte gestartet. Was für eine Spannung, da musste man fast zwanghaft weiterlesen. Frederic Hecker ist es gleich auf den ersten Seiten gelungen Hochspannung aufzubauen.

Dem Serienkiller Dorn plant einen raffinierter Schachzug Er schlägt der Ermittlungsbehörde einen Deal vor. Kriminalhauptkommissar Joachim Fuchs hat ein schlechtes Gefühl dabei und sein Bauchgefühl bestätigt sich. Dorn gelingt die Flucht. Fuchs und die Fallanalystin Lara Schuhmann versuchen dem hochkriminellen Dorn wieder hinter Schloss und Riegel zu bringen. Aber Dorn ist ihnen ständig einen Schritt voraus und hinterlässt eine blutige Spur.

Ich hatte fast ständig Gänsehaut. Dorn schlägt Haken wie ein Hase. Kaum sind ihm die Ermittler nahe, ist er schon wieder durch das Netz geschlüpft. Der Autor schreibt leicht lesbar und hält den Spannungsbogen hoch. Nur die Obduktionsszene war mir zu ausführlich und begann mich ein bisschen zu langweilen. Aber sonst alles TOP. Interessant sind die unterschiedlichen Perspektiven. Als Leser bekomme ich mit, wie der Täter tickt.

Fazit: Gänsehaut pur

Die »Fuchs & Schuhmann«-Thriller:

Totenblass (Bd. 1)
Rachekult (Bd. 2)
Morddurst (Bd. 3)

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Veröffentlicht am 18.03.2023

Unerwartete Auflösung

The Other Emily - Die Doppelgängerin
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Rezension bezieht sich auf den Hörbuch-Download


Vor zehn Jahren verschwand Emily spurlos. Wurde sie Opfer des Serienkillers Ronny Lee Jessup? Der Killer hatte vor Jahren mehr als 27 Mädchen entführt, ...

Rezension bezieht sich auf den Hörbuch-Download


Vor zehn Jahren verschwand Emily spurlos. Wurde sie Opfer des Serienkillers Ronny Lee Jessup? Der Killer hatte vor Jahren mehr als 27 Mädchen entführt, getötet und versteckt. Hat er was mit Emilys Verschwinden zutn? Emilys Freund, der Schriftsteller David Thorne kommt über ihren Verlust nicht hinweg. So besucht er nicht nur den Killer im Knast, um mehr aus ihn herauszubekommen, er sucht auch das Mörderhaus auf, in denen die Mädchen auf grausame Weise ums Leben kamen.

Doch eines Tages begegnet David Maddison. Sie sieht aus wie Emily, bewegt sich wie Emily, benimmt sie wie Emily, alles an ihr erinnert an Emily. Und sie ist im Alter, in dem Emily verschwand. Wer ist diese mysteriöse Doppelgängerin. Ist sie Emily? Lebt Emily noch? David schaltet einen Detektiv ein und der bringt einige Ungereimtheiten zu Tage, nicht nur über Maddison, auch über Patrik Corley. Es bleibt rätselhaft.

Mich konnte das Hörbuch von Anfang bis Ende durchgehend fesseln. Ich mochte die Stimme des Sprechers. Der Spannungsbogen kitzelte bei mir die Neugier heraus. Ich musste einfach weiterhören.
Leider hat mich dann der Schluss ein enttäuscht, damit hatte ich nicht gerechnet. Warum, möchte ich hier nicht schreiben, sonst verrate ich zu viel.

Fazit: Ein spannendes Hörbuch mit mysteriöser Handlung.

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Veröffentlicht am 09.03.2023

Leopoldine, Kaiserin von Brasilien

Leopoldine von Habsburg
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Man fragt sich, wie kommt eine österreichische Königstochter als Kaiserin nach Brasilien? Leopoldine war eine von Habsburg verkauften Töchtern. Die Prinzessin war talentiert, Latein, Italienisch und ...



Man fragt sich, wie kommt eine österreichische Königstochter als Kaiserin nach Brasilien? Leopoldine war eine von Habsburg verkauften Töchtern. Die Prinzessin war talentiert, Latein, Italienisch und Französisch, spielt Klavier, zeichnete bereits als Kind in der richtigen Perspektive. Und sie interessierte sich bereits als Kind für Mineralien.

Aus dynastischen Gründen wurde sie mit dem brasilianischen Prinzen Dom Petro verschachert. Anders kann man es eigentlich nicht nennen. Metternich war der Strippenzieher und Kaiser Franz stimmte schließlich zu, obwohl er anscheinend kein gutes Gefühl dabei hatte. Leopoldine, ganz die pflichtbewusste Tochter, fügte sich und sah in ihren Auserwählten einen Adonis. Aber wurde diese Ehe auch glücklich?

Ursula Prutsch hat das Leben dieser österreichischen Prinzessin und späteren brasilianischen Kaiserin sehr gut recherchiert. Der Schriftstil ist gut zu lesen, stellenweise allerdings etwas trocken. Zum Glück lockern Bilder den Text, die uns einige Aspekte von Leopoldines Leben nahebringen. Interessant sind auch die Zitate aus Briefen.

Leopoldine von Habsburg gilt noch heute als eine der Einflussreichsten Frauen der brasilianischen Geschichte. Sie war nicht nur Naturforscherin, sie machte sich auch im Krampf für die Unabhängigkeit stark.

Fazit: Eine Biografie einer bemerkenswerten Frau.

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Veröffentlicht am 21.02.2023

Italienisches Dolce Vita

Meine Bar in Italien
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Italienisches Dolce Vita

In seinem Buch ‚Meine Bar in Italien‘ stellt der Autor Stefan Maiwald die Bar und die Menschen seines Stammlokals vor. Wir lesen von der italienischen Lebenseinstellung, dem Dolce ...

Italienisches Dolce Vita

In seinem Buch ‚Meine Bar in Italien‘ stellt der Autor Stefan Maiwald die Bar und die Menschen seines Stammlokals vor. Wir lesen von der italienischen Lebenseinstellung, dem Dolce Vita, dem Geheimnis des italienischen Lebensstils.

Zitat : Das Besondere wartet immer dort, wo wir es am wenigsten vermuten.

Der Autor lebt in Grado einem idyllischen Küstenort mit einer umgebenden Lagune mit vielen kleinen Inseln. Ein Traum. Wer möchte hier nicht stressfrei leben? Die Menschen hier lieben den Müßiggang und das Vergnügen, einen guten Wein, ein leckeres Essen. Arbeit muss man nicht mögen, sie ist nun mal nötig, um sich ein gutes Leben leisten zu können. Aber bloß keinen falschen Ehrgeiz. Der Autor schreibt vom Glück der Genügsamkeit, mit der der Mensch Freiheit erlangt und mehr Leben gewinnt. ‚Genügsamkeit ist eine Tugend, die sich zu entdecken lohnt. Sie vereinfacht das Leben‘, schreibt der Autor. Warum nicht aus dem Hamsterrad ausbrechen? Was hindert uns?

Das Büchlein bringt uns die italienische Lebensphilosophie näher. Zum Schluss gibt uns der Autor die Quintessenz seines Büchleins mit auf den Weg, sowie die 25 Dinge, die er in Italien gelernt hat. Stefan Maiwald schreibt unterhaltsam und witzig. Es weht ein spürbar italienisches Lüftchen durch diesen schmalen Band.

Tja, was halte ich nun davon? Ein bisschen bin ich enttäuscht. Ich hatte mir mehr erwartet. Denn eigentlich lebe ich auch hier im Fichtelgebirge schon dieses Leben. Ein anderer Ort, aber mit tollen und Menschen und Charakteren.
Fazit: Für Menschen, die sich nach einem entspannten Leben sehnen.



In seinem Buch ‚Meine Bar in Italien‘ stellt der Autor Stefan Maiwald die Bar und die Menschen seines Stammlokals vor. Wir lesen von der italienischen Lebenseinstellung, dem Dolce Vita, dem Geheimnis des italienischen Lebensstils.

Zitat : Das Besondere wartet immer dort, wo wir es am wenigsten vermuten.

Der Autor lebt in Grado einem idyllischen Küstenort mit einer umgebenden Lagune mit vielen kleinen Inseln. Ein Traum. Wer möchte hier nicht stressfrei leben? Die Menschen hier lieben den Müßiggang und das Vergnügen, einen guten Wein, ein leckeres Essen. Arbeit muss man nicht mögen, sie ist nun mal nötig, um sich ein gutes Leben leisten zu können. Aber bloß keinen falschen Ehrgeiz. Der Autor schreibt vom Glück der Genügsamkeit, mit der der Mensch Freiheit erlangt und mehr Leben gewinnt. ‚Genügsamkeit ist eine Tugend, die sich zu entdecken lohnt. Sie vereinfacht das Leben‘, schreibt der Autor. Warum nicht aus dem Hamsterrad ausbrechen? Was hindert uns?

Das Büchlein bringt uns die italienische Lebensphilosophie näher. Zum Schluss gibt uns der Autor die Quintessenz seines Büchleins mit auf den Weg, sowie die 25 Dinge, die er in Italien gelernt hat. Stefan Maiwald schreibt unterhaltsam und witzig. Es weht ein spürbar italienisches Lüftchen durch diesen schmalen Band.

Tja, was halte ich nun davon? Ein bisschen bin ich enttäuscht. Ich hatte mir mehr erwartet. Denn eigentlich lebe ich auch hier im Fichtelgebirge schon dieses Leben. Ein anderer Ort, aber mit tollen und Menschen und Charakteren.
Fazit: Für Menschen, die sich nach einem entspannten Leben sehnen.

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