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Veröffentlicht am 24.06.2023

Eine moderne Neuinszenierung von Sophokles Mythos

Antigone
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Antigone besteht darauf ihren Bruder Polyneikes zu begraben und widersteht damit ein von Kreon erlassene Gesetz. Obwohl sie mit seinem Sohn Haimon verlobt ist, kann Kreon nichts anderes als ihr Todesurteil ...

Antigone besteht darauf ihren Bruder Polyneikes zu begraben und widersteht damit ein von Kreon erlassene Gesetz. Obwohl sie mit seinem Sohn Haimon verlobt ist, kann Kreon nichts anderes als ihr Todesurteil zu unterschreiben.

Während der Besatzung Frankreichs hat der französische Autor einen neuen Blick auf Sophokles Mythos. Die Grundlage dieser Tragödie in einem Akt folgt das Original. Sogar ein Chor, wie in der Antike, nimmt an der Erzählung teil. Jedoch schafft Jean Anouilh dieses Stück dem Zeitgeist anzupassen. Dafür nutzt er einen einfachen Wortschatz und einen schlichten Schreibstil.
Wenn man diesen Text wieder in seinem Zusammenhang stellt, hat der Autor seinen Beitrag zum Widerstand in Frankreich geleistet. Ohne diese Information ist das Risiko groß, die Bedeutung dieser Seiten zu verfehlen.

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Veröffentlicht am 04.05.2023

Erkundungstour in Siebenbürgen

Tod in Siebenbürgen
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Der Investigativjournalist Paul Schwartzmüller begibt sich aus persönlichen Gründen nach Rumänien und knüpft an seiner Jugend wieder an. Nach dem grausamen Mord an einem deutschen Unternehmer im Dracula-Schloss ...

Der Investigativjournalist Paul Schwartzmüller begibt sich aus persönlichen Gründen nach Rumänien und knüpft an seiner Jugend wieder an. Nach dem grausamen Mord an einem deutschen Unternehmer im Dracula-Schloss Bran gilt Pauls Kindheitsfreund als mutmaßlicher Täter. Paul will versuchen, seinen Unschuld zu beweisen und stellt deswegen in Siebenbürgen Nachforschungen an. Parallel dazu kommen auch Geheimnisse aus Pauls rumänischen Vergangenheit ans Licht.

Der Tatort (Schloss Bran) wurde auf dem Cover in einem goldenen Licht festgehalten. Damit kann der Leser von Anfang an in dieser für deutsche Krimis unübliche Gegend eintauchen. Die Erkundung dieser mir unbekannten Region ist genau das, was mir an diesem Buch gefallen hat.

Mit diesem Roman zeigt Lioba Werrelmann, dass Siebenbürgen noch viel mehr zu bieten hat, als nur den berühmten Graf Dracula. Sie beschreibt in einer lebendigen Weise die Landschaft, die Städte und Orte, in der Paul „ermittelt“, wie Sibiu (Hermannstadt) oder Schloss Bran und die Traditionen der Region. Bei den zahlreichen beschriebenen kulinarischen Spezialitäten läuft einem sogar das Wasser im Munde zusammen.

Dagegen wirkt der Plot, mit dem der Leser abgespeist wird, ziemlich schwach. Genauso wie Pauls Fähigkeiten. Trotz seines Berufs ist Paul Schwartzmüller in Siebenbürgen ein armseliger Ermittler. Und er verzettelt sich auch noch mit seiner eigenen Vergangenheit.

Leser, die sich auf einen spannenden Krimi freuen, droht die Enttäuschung. Wer sich aber auf die Reise nach Siebenbürgen einlässt, der wird eine erstaunliche und traditionsreiche Gegend erkunden können.

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Veröffentlicht am 30.04.2023

Was ist eine Katze?

Die Katze. Ein Handbuch
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Dieses Buch beantwortet in seiner Weise diese Frage. Jedes Thema bzw. jede Eigenschaft der Katze wird auf einer Seite mit einem Text beschrieben und auf der gegenüberliegenden Seite mit einem Bild mit ...

Dieses Buch beantwortet in seiner Weise diese Frage. Jedes Thema bzw. jede Eigenschaft der Katze wird auf einer Seite mit einem Text beschrieben und auf der gegenüberliegenden Seite mit einem Bild mit Sechziger-Jahre-Flair illustriert. Leser und Leserinnen sollten nicht die Beschreibungen allzu wörtlich nehmen.
Wer Jason Hazeleys Humor mag, könnte Gefallen an diesem Buch finden. Auch passend als kleines Geschenk für einen (neuen) Katzenbesitzer…

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Veröffentlicht am 26.03.2023

Ein Backbuch mit bewährten Klassikern

Das Bäckermädle Familienbackbuch
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Wer das Bäckermädle Katharina Regele schon folgt, wird wahrscheinlich von diesem Buch begeistern sein. In diesem Backbuch hat sie 25 Rezepte unter dem Motto „Familie“ zusammengetragen. Die kleinen und ...

Wer das Bäckermädle Katharina Regele schon folgt, wird wahrscheinlich von diesem Buch begeistern sein. In diesem Backbuch hat sie 25 Rezepte unter dem Motto „Familie“ zusammengetragen. Die kleinen und großen Hände auf dem schönen Cover, sowie die ungewöhnliche Gliederung nach Familienmitgliedern passen perfekt zu diesem Thema.

Im Gegensatz zu anderen Koch- oder Backbüchern von Bloggern, Influencern und anderen Zelebritäten stehen das Backen und die Rezepte in diesem Buch im Mittelpunkt. Nicht die Fotos der Autorin. Davon gibt im ganzen Buch sogar sehr wenig. Für mich ein Pluspunkt… aber für Fans des Bäckermädle eventuell eine Enttäuschung.

Das Format des Buches ist handlicher, als dicke Hochglanzkochbücher. Die Rezepte sind gut erläutert und können ohne große Schwierigkeiten bachgebacken werden.

Die Gliederung nach Familienmitgliedern führt dazu, dass würzige und süße Rezepte gemischt sind. Bei 25 Rezepten stört es aber nicht.
Allerdings finde ich die Einteilung der Rezepte zwischen den Familienmitgliedern unausgewogen. Zusätzlich sind unter den Rezepten sehr viele bewährten Klassiker. Diese neu zu interpretieren hätte dem Backbuch an Originalität verliehen.

Für Fans des Bäckermädle wahrscheinlich ein Muss. Aber leidenschaftliche Bäcker:innen könnten aufgrund der zahlreichen Klassiker in ihren Erwartungen enttäuscht sein.
Dennoch wünsche ich Katharina Regele viel Erfolg mit ihren anderen Projekten.

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Veröffentlicht am 04.03.2023

Als Berufsanfängerin im Japan der frühen Neunzigerjahre

Mit Staunen und Zittern
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Die Belgierin Amélie hat ihre Kindheit in Japan verbracht und hat deshalb eigentlich gute Voraussetzungen, wie die Kenntnis der Sprache, wenn sie 1990 beim japanischen Unternehmen Yumimoto anfängt. Es ...

Die Belgierin Amélie hat ihre Kindheit in Japan verbracht und hat deshalb eigentlich gute Voraussetzungen, wie die Kenntnis der Sprache, wenn sie 1990 beim japanischen Unternehmen Yumimoto anfängt. Es stellt sich aber heraus, dass es gar nicht so einfach ist, seinen Platz in der Hierarchie der Firma zu finden, da man doch immer tiefer sinken kann.

Diese Geschichte beruht auf der persönlichen Erfahrung der Autorin und stellt den Zusammenstoß zwischen Amélie und ihre Vorgesetzte Fubuki Mori, aber auch zwischen antagonistischen Sichtweisen vor. Amélie Nothomb bringt die japanische Kultur und Berufsleben in ein ganz anderes Licht und lässt den westlichen Leser über den Platz der Frau und der Ausländer in der japanischen Gesellschaft der Neunzigerjahre zweifelnd staunen.

Heutzutage könnte dieses Buch möglicherweise als feministisches Buch oder als Verfechter der Gleichberechtigung durchgehen. Allerdings glaube ich nicht, dass es die Intention der Autorin war. Offen gesagt, bin ich, wie bei anderen ihrer Bücher, nicht sicher, was sie mit diesem Roman bezweckt hat.

Auch wenn man, wie ich, kein Fan von Amélie Nothomb ist, muss man ihr eins lassen: Sie beherrscht die Sprache wie andere ihr Handwerk. Mit jedem Satz merkt man, wie umfassend ihr Wortschatz und ihre Kultur sind.

Die lebendigen Beschreibungen ihrer Erfahrung im Reich def aufgehenden Sonne bringen einem zum Nachdenken: Mit der Globalisierung muss man meistens gar nicht so weit gehen, um selber kulturellen Unterschiede im Berufsleben oder im Alltag wahrzunehmen.

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