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Veröffentlicht am 11.04.2023

Eine verschwundene Halskette gibt Rätsel auf

Der Tote auf der Treppe
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Obwohl es von Anne Glenconner bereits einen anderen übersetzten Roman gibt, der bei mir subt, hab ich zuerst zu ihrem aktuellen Krimi gegriffen.

Genremässig kann man "Der Tote auf der Treppe" zu Romanen ...

Obwohl es von Anne Glenconner bereits einen anderen übersetzten Roman gibt, der bei mir subt, hab ich zuerst zu ihrem aktuellen Krimi gegriffen.

Genremässig kann man "Der Tote auf der Treppe" zu Romanen oder zu Krimis einordnen, denn die Geschichte, die Glenconner erzählt, ist mit vielen autobiografischen Erinnerungen gespickt. Die Geschichte spielt in den 50er Jahren in England, als sich das Land von den Kriegsjahren erholt.

Es gibt aber Rückblenden, die von Annes Kindheit erzählen, als sie während dem Krieg alleine bei ihrem Grossvater lebte. Alleine als Kind, aber leider nicht unbeaufsichtigt. Die Dienstboten waren gut zu Anne, doch die Gouvernante, die extra für Anne eingestellt wurde, war ein Drachen der übelsten Sorte. Vor dem Grafen super nett, hintenrum alles andere als nett. Und zwar so böse, dass man beim Lesen hofft, dass diese Szenen nicht autobiografisch sind.

Die Autorin erzählt in der Vergangenheitsschiene, was damals auf dem Anwesen und im Dorf vor sich ging und versucht damit, die Ereignisse in der Gegenwart, also um 1950, zu erklären und eine Verbindung herzustellen.

Zusammen mit dem jungen Maler Charles, "ermittelt" Anne, wer für den Tod ihres Grossvaters verantwortlich ist, denn für sie ist klar, dass es sich dabei nicht um einen Unfall handelt.

Mir gefiel nicht nur die Mischung zwischen realen Geschehnissen und der erfundenen Krimi-Handlung, sondern auch der spezielle, etwas langsamere Erzählstil. Viele geheimnisvolle Episoden sorgen für Spannung und halten das Interesse an der Aufklärung hoch.

Auch ohne den Plan des Anwesens am Anfang des Buches konnte ich mir das Haus mit seinen vielen Räumen und Stockwerken wie auch die Umgebung sehr gut vorstellen. Anne Glenconner erzählt bildlich und lebendig, bei den Szenen mit Annie und ihrem Kindheitsfreund Johnnie auf ihren Fahrrädern musste ich oft lachen. Aber auch die Gefühle der Charaktere konnte sie mir gut vermitteln.

Fazit: "Der Tote auf der Treppe" hat mir gut gefallen, so gut, dass "Lady Blake und das Grab im Meer" nicht mehr lange auf meinem SuB bleibt.
4 Punkte.

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Veröffentlicht am 05.04.2023

Einbruchserie ohne Spuren beschäftigt Franzi und Kay

Mord am Haff
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Im zweiten Fall für Franzi Mai und Kay Lorenz geht es um eine Serie von Einbrüchen in Ferienwohnungen. Die Polizei kommt nicht vorwärts, da die Täter keinerlei Hinweise hinterlassen. Erst als es bei einem ...

Im zweiten Fall für Franzi Mai und Kay Lorenz geht es um eine Serie von Einbrüchen in Ferienwohnungen. Die Polizei kommt nicht vorwärts, da die Täter keinerlei Hinweise hinterlassen. Erst als es bei einem weiteren Einbruch ein Todesopfer gibt und Kay Lorenz übernimmt, nehmen die Ermittlungen Fahrt auf.

Franzi ist durch einen Einbruch bei einer ihr bekannten Person auf eine interessante Spur gestossen, die sie weiter verfolgt - und sogar Unterstützung von einem Journalisten aus Polen bekommt. Was sie davon an Kay weiter gibt und was nicht, hängt von der jeweiligen Beziehungsstimmung ab. Und auch davon, was Volontär Janis für besser hält, denn auch er liegt nicht auf der faulen Haut. Auf ihn kann sich Franzi verlassen.

"Mord am Haff" ist unterhaltend, der Humor ist allgegenwärtig und die Charaktere haben sich weiter entwickelt. Wie bereits im ersten Band erfährt man auch hier einiges über das Privatleben der drei Hauptfiguren. Die Anziehungskraft zwischen Franzi und Kay ist allgegenwärtig, nur das mit einigen ruhigen Stunden zu zweit will einfach nicht klappen. Die Arbeitsbeziehung zwischen Janis und Franzi steht auf gleicher Höhe, obwohl Janis nur Volontär ist und manchmal dann doch die von Franzi ungeliebten Arbeiten übernehmen muss.

Es machte Spass, den Krimi zu lesen. Trotzdem musste ich an einigen Stellen über Franzi den Kopf schütteln. Ermitteln muss sie noch ein bisschen üben, jedenfalls was Hintergrundrecherchen betreffen. Diesbezüglich macht sie in jugendlicher Übermut einige Fehler. Ich hätte ihr gerne von Anfang an zurufen wollen, dass sie sich vielleicht doch selbst mal den Computer setzen sollte (oder Janis mit gewissen Abfragen beauftragen) und erst nach getaner kurzer Recherche aufbrechen soll. Doch wie immer ist sie schneller aus ihrem Büro raus und vor Ort am ermitteln als dass "Amen" gesagt ist. Vielleicht lernt sie ja für ihren nächsten Fall etwas dazu. Die Kombination Journalistin - Kriminalkommissar finde ich jedenfalls immer noch gut.

Fazit: Gute Krimi-Unterhaltung an einem tollen Schauplatz - nicht nur im Usedom-Urlaub lesenswert.
4 Punkte.

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Veröffentlicht am 27.03.2023

Pikante Details

Hochmut kommt vor dem Farn
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Manne, seine Frau Petra und Caro sitzen gerade in der Gartenlaube und diskutieren, was sie tun können, um das Projekt, für das ihre Schrebergartenanlage weichen soll, doch noch zu stoppen, als der Kassenwart ...

Manne, seine Frau Petra und Caro sitzen gerade in der Gartenlaube und diskutieren, was sie tun können, um das Projekt, für das ihre Schrebergartenanlage weichen soll, doch noch zu stoppen, als der Kassenwart sie ruft. Die Hobbygärtner haben ein Problem - schon wieder ein Mord auf ihrem Gelände. Die aufgefundene Tote ist eine Senatorin, die als Befürworterin des Projekts leider auch die perfekte Zielscheibe für wütende Kleingärtner ist.

Manne und Caro ermitteln - dieses Mal sogar offiziell mit der Polizei zusammen. Sie stehen unter Zeitdruck. Das ist bei Ermittlungen ja meistens der Fall, aber in zwei Wochen heiratet Mannes Sohn in London, bis dahin muss der Fall gelöst sein. Dieser hat es aber in sich, Ermittlungen im privaten und beruflichen Umfeld der Senatorin wie auch in der Schrebergarten-Kolonie bringen pikante Details ans Licht.

Doch wie immer bei Mona Nikolays Krimis ist die Wahrheit darunter verborgen, der Mord nicht einfach nur ein einfacher Mord, und die Ermittler müssen hart arbeiten um ans Ziel zu kommen. Der Weg dahin hat die Autorin unterhaltend geschrieben, am Ende wird es sogar noch richtig spannend.

"Hochmut kommt vor dem Farn" bietet nicht nur einen gut aufgebauten Kriminalfall, sondern sorgt mit einem humorvollen Schreibstil auch für Gute Laune.

Fazit: Ein interessanter dritter Fall für die beiden sympathischen Ermittler.
4 Punkte.

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Veröffentlicht am 26.03.2023

Netter Abschluss

Sterne über dem Salzgarten
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Mit "Sterne über dem Salzgarten" führt uns Tabea Bach zum vierten und letzten Mal nach La Palma.

Julia spürt zum ersten Mal die Eruptionen des Vulkans auf der Insel. Und nicht nur das Gestein auf der ...

Mit "Sterne über dem Salzgarten" führt uns Tabea Bach zum vierten und letzten Mal nach La Palma.

Julia spürt zum ersten Mal die Eruptionen des Vulkans auf der Insel. Und nicht nur das Gestein auf der Insel ist auf wackeligem Boden, auch die Beziehungen stehen gerade nicht unter einem guten Stern:

Naira mischt sich immer wieder in die Beziehung zwischen Alvaro und Julia ein. Emil ist verliebt und will nicht mehr bei seinem Vater wohnen, der seinen Sohn als Schwächling ansieht. Fayna, die erst gerade ein kleines Mädchen geboren hat, will wieder arbeiten, am liebsten sofort. Doch Julia findet das viel zu früh und ausserdem kann sie nicht beide, Fayna und Amelie, bezahlen. Amelie, die damals für Fayna eingesprungen ist, stichelt immer wieder, sie ist unsicher wegen ihrem Job. Tanja ergreift jedes Mal die Flucht wenn Jens in der Nähe ist, was für alle unangenehm ist. Zudem sorgt ein neuer Mitarbeiter der Sternwarte und ein junger Koch für kleinere Turbulenzen im Flor de Sal.

Es ist also viel los auf den 352 Seiten des finalen Bandes. Die Geschichte hat mich wie die Vorgängerbände gut unterhalten, aber nicht mehr begeistert. Julia fand ich hier zu unsicher - ich hätte mir von ihr klare Ansagen gewünscht und einen kühleren Kopf bei gewissen Aktionen und bei allen Charakteren weniger "etwas sehen und falsch interpretieren".

Dass die Autorin das Thema des Vulkanausbruches von Herbst 2021 aufnahm, fand ich sehr gelungen. Damit bringt Tabea Bach den Leser*innen das Leben auf einer Vulkaninsel, dessen Bewohner nach ersten Erdbeben mit dem Schlimmsten rechnen müssen und den Umgang damit - einige der Figuren nehmen dies auf die leichte Schulter, andere sind verängstigt - näher.

Fazit: Ein netter Abschluss dieser Trilogie, leider mit einer etwas schwächeren Figurenzeichnung als noch in Band 1 und 2.
4 Punkte.

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Veröffentlicht am 09.03.2023

Der Wert von Freundschaft

Süße Magnolien - Momente des Glücks
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Diese Reihe, die in South Carolina angesiedelt ist, ist eine typische "Happily even after"-Reihe - Liebesromane mit Happy-End-Garantie.

Alle verlieben sich sehr schnell und finden auf die eine oder andere ...

Diese Reihe, die in South Carolina angesiedelt ist, ist eine typische "Happily even after"-Reihe - Liebesromane mit Happy-End-Garantie.

Alle verlieben sich sehr schnell und finden auf die eine oder andere Weise zusammen, nur Mary Vaughn scheint immer unglücklich verliebt zu sein. Sie scheint sich auf alle Junggesellen in der Kleinstadt zu stürzen, wenn man dem Tratsch Glauben schenkt. Von dem, was man von ihr in den vorherigen drei Bänden gelesen hat, könnte das Gerücht sogar stimmen.

Als sie in einer Ausschuss-Sitzung betreffend Serenitys Weihnachtsfestlichkeiten Tom, dem neuen Stadtverwalter, gegenüber sitzt, fährt sie ihre Krallen aus. Ohne zu merken, dass Tom kein Interesse hat und sich längt von Jeannette, der SPA-Leiterin, angezogen fühlt.

Bis Mary Vaughn das selbst eingesteht, ist sie aber noch mit ihrer Tochter beschäftigt, die an Weihnachten nicht nach Hause kommen will. Anscheinend hat ihr geschiedener Mann der Tochter erlaubt mit einer anderen Ferien in die Skiferien zu fahren. Höchste Zeit für Mary Vaughn, dass ihr Ex und sie wieder an einem gemeinsamen Strang ziehen. Zumindest was die Erziehung betrifft. Oder hat Mary Vaughn ihr Glück, das theoretisch direkt vor ihrer Nase war, übersehen?

Jeannette hatte keinen guten ersten Eindruck von Tom. Doch als sie merkt, dass er ebenso ein Weihnachtsgrinch ist wie sie, findet sie die Sitzungen nicht mehr so schlimm. Nur, dass Tom sie so hartnäckig besser kennen lernen will und ihre Freundinnen dies noch forcieren, passt Jeannette so gar nicht. Als sie dann noch etwas über seine Familie erfährt, findet sie, dass der Kontakt im Ausschuss mehr als nur genügt.

Sherryl Woods schreibt anschaulich und das bezieht sich nur auf ihre Figuren, sondern auch auf die Ortschaft und die Umgebung. Die kann ich mir von Band zu Band besser vorstellen, denn hier in "Momente des Glücks" zeigt die Autorin den wiederbelebten Hauptplatz zur Weihnachtszeit und auch die Tour zur Weihnachtsbaumfarm macht Spass.

Spass macht auch, dass man die Nebenfiguren bereits kennt und hier zwei davon, Nancy und Jeannette, zu Protagonisten werden und ehemalige Protas zu Nebenfiguren. Und auch wenn man diesen Band nicht zur Weihnachtszeit liest, macht das gar nichts, es ist trotz viel Atmosphäre kein typischer Weihnachtsroman.

Es wird nicht langweilig in Serenity, so viel steht schon mal fest. "Momente des Glücks" hab ich sehr gerne gelesen, denn nicht nur Jeannettes Geschichte war gut und humorvoll zu lesen, ich fand es auch toll, einmal hinter Mary Vaughns Fassade zu sehen und sie besser kennen zu lernen. Ihre Gefühle und Emotionen hat mir die Autorin glaubhaft beschrieben.

Nun bin ich sehr gespannt, welche anderen Frauen in den Folgebänden im Vordergrund stehen.

Fazit: Ein schöner vierter Band über Liebe und den Wert von Freundschaften.
4 Punkte.

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