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Venice

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.04.2023

Tot im Hamburger Hafen

Der Bojenmann
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Der Hamburger Kommissar Knudsen traut seinen Augen nicht, über Nacht wurde die hölzerne Kunstfigur 'Bojenmann' gegen eine echte Leiche ausgetauscht. Doch diese ist plastiniert. Knudsen und sein Team stehen ...

Der Hamburger Kommissar Knudsen traut seinen Augen nicht, über Nacht wurde die hölzerne Kunstfigur 'Bojenmann' gegen eine echte Leiche ausgetauscht. Doch diese ist plastiniert. Knudsen und sein Team stehen vor einem Rätsel. Nur wenig später taucht die nächste plastinierte Leiche auf und die Polizei gerät unter Druck. Wer waren die Toten? Knudsen guter Freund und ehemaliger Hochseekapitän und Lotse, genannt La Lotse vermutet Seeleute. Und wirklich erweist sich das als eine erste Spur.

Nebenbei kommt auch der Mörder nicht zu kurz und er erzählt seinen traurigen Lebensweg. Nach einem packenden Showdown gelingt ihm jedoch die Flucht.

Dieser erste Teil einer neuen Krimiserie um Knudsen und sein Team kommt gut an. Der Schreibstil ist lebendig, neben spannenden Augenblicken erfährt man viel über das Leben der Seeleute im Hamburger Hafen und der Seefahrt allgemein. Die Personen werden gut eingeführt und die Idee mit plastinierten Leichen ist etwas neues. Ich bin gespannt auf weitere Teile dieser Reihe.

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Veröffentlicht am 23.04.2023

schmutzige Geschäfte

Die letzte Lügnerin
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In diesem 3. Teil der Justiz Krimi Reihe geht es um fiese Machenschaften im Immobilienbereich. Durch ein geleaktesVideo erfährt ganz Berlin wie Bausenator Möller fiese Geschäfte mit einem russischen Oligarchen ...

In diesem 3. Teil der Justiz Krimi Reihe geht es um fiese Machenschaften im Immobilienbereich. Durch ein geleaktesVideo erfährt ganz Berlin wie Bausenator Möller fiese Geschäfte mit einem russischen Oligarchen macht. Durch Korruption und zwielichtige Immobiliengeschäfte gerät auch Eberhardts Vater in Verdacht.

Jetzt nachdem Rocco Eberhardt sich seinem Vater wieder etwas genähert hat, gerät dieser immer mehr in Verdacht an den Geschäften beteiligt gewesen zu sein. Auch Rechtsmediziner Jarmer hat einen harten Fall auf dem Tisch bis zum Schluss alle Fäden zusammenlaufen.

Ein solider Krimi mit aktuellen Hintergrund durch die Wohnungsknappheit in Deutschland. Durch den wissenschaftlichen Background der beiden Autoren gibt es kein Wort zu viel und keines zu wenig. Alles läuft rund die Einblicke in die Rechtsmedizin und den Ablauf einer Gerichtsverhandlung werden gut beschrieben.

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Veröffentlicht am 07.04.2023

Mordermittlung auch im Urlaub

Südlich von Porto lauert der Tod
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Ria Almeida, Polizistin in Deutschland ist zur Beerdigung ihres Großvaters in Portugal. Anders als ihre Eltern möchte sie in der Heimat ihres Vaters dort noch eine berufliche Auszeit nehmen. Nach beruflichen ...

Ria Almeida, Polizistin in Deutschland ist zur Beerdigung ihres Großvaters in Portugal. Anders als ihre Eltern möchte sie in der Heimat ihres Vaters dort noch eine berufliche Auszeit nehmen. Nach beruflichen Differenzen braucht sie Zeit sich neu zu orientieren. Ausgerechnet in dieser Urlaubsidylle des portugiesischen Ortes Torreira gibt es einen verdächtigen Todesfall. Der Dorfpolizist Joao, und Mann von Rias Kusine ist eher mit Falschparkern vertraut als mit Todesermittlungen. Dann verschwindet die Leiche auch noch aus den Räumen des örtlichen Beerdigungsunternehmens. Damit ist es vorbei mit der Auszeit von Ria und sie gerät mitten in eine mysteriöse Mordermittlung.

Das ganze Buch vom schönen Cover mit typisch portugiesischen Kacheln und einem idyllischen Foto bis hin zu den mit allerlei wissenswerten geschmückten Kapitel Überschriften ist ein richtig schöner Wohlfühlkrimi unter der Sonne Portugals. Der Schreibstil ist sehr lebendig, neben einem spannenden Todesfall erfährt man viel über Land und Leute und Gebräuche. Die Personen werden gut beschrieben, die Spannung bis zum überraschenden Ende bleibt erhalten. Auch Humor kommt nicht zu kurz und so freue ich mich auf weitere Fälle der sympatischen Polizistin Ria.

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Veröffentlicht am 01.04.2023

erfrischend anders

30 Tage Dunkelheit
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Die bekannte aber leider erfolglose Autorin Hannah hält sich selbst für einen großen Star in literarischen Kreisen dem das Kommerzielle recht egal ist. Doch jetzt hat sie eine Schreib Blockade. Um sich ...

Die bekannte aber leider erfolglose Autorin Hannah hält sich selbst für einen großen Star in literarischen Kreisen dem das Kommerzielle recht egal ist. Doch jetzt hat sie eine Schreib Blockade. Um sich abzulenken beschließt sie auf eine Buchmesse zu gehen. Dort trifft sie auf ihren erklärten Feind, einen bekannten Krimi Autor der sich von seinem Publikum bewundern lässt. Ohne weiter nachzudenken, sagt sie, jeder Idiot kann in 30 Tagen einen Krimi schreiben.

Damit hat sie jetzt eine Wette laufen und ihr Agent schickt sie nach Island wo sie den versprochenen Krimi in 30 Tagen schreiben soll. Angekommen auf der rauhen nordischen Insel will sie eigentlich gleich wieder nach Hause. Doch dann geschieht wirklich ein Mord, der Neffe der Gastgeberin wird ertrunken aufgefunden. Jetzt ist Hannah gefordert, bekommt sie doch Stoff für ihren Krimi frei Haus serviert. Sie mischt sich also in das Dorfleben und in das Leben der Bewohner ein und gerät bald selbst in Gefahr.

Ein erfrischend anderer nordischer Krimi der in einer außergewöhnlichen Umgebung spielt. Gestört haben mich die sperrigen isländischen Namen und Sätze aber sonst ein netter Roman mit Spannung und einer Prise Humor. Das Cover ist sehr schön gestaltet mit den Farben des Nordlichts.

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Veröffentlicht am 22.03.2023

Sieht so die Zukunft aus

Equilon
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Nach dem Zusammenbruch der bisherigen Zivilisation und einem Klimakollaps kämpfen die Überlebenden um die 1 Milliarde. Diesen Score müssen sie erreichen wenn sie in eine neue Zukunft mit anderen Privilegierten ...

Nach dem Zusammenbruch der bisherigen Zivilisation und einem Klimakollaps kämpfen die Überlebenden um die 1 Milliarde. Diesen Score müssen sie erreichen wenn sie in eine neue Zukunft mit anderen Privilegierten starten wollen.

Jenna Mills aus Old B hat es geschafft, sie ist auf dem Weg ins New Valley wo sie bei VERO anfangen wird, der Firma in der der Algorhithmus entwickelt wurde der EQUILON am laufen hält und wieder eine lebenswerte Zukunft aufbauen wird.

Dorian aus Old LA ist weit davon entfernt. Er bekommt nichts auf die Reihe und möchte seinem Leben ein Ende setzen. Doch am Rande des Andreasgrabens trifft er auf Maggie die mit ihrer Mutter ein Leben am alleruntersten Ende der Bevölkerung fristet. Sie nimmt ihn mit nach Hause zu der totkranken Frau die sich um Maggie kümmert. Für das Versprechen Maggie zu ihrem Vater zu bringen hinterlässt sie ihm einen Schlüssel, den Schlüssel für die 1 Milliarde.

Während Jenna freundlich empfangen wird und mit allen möglichen Luxus konfrontiert wird, begibt sich Dorian und Maggie auf eine äußerst gefährliche Reise am Rande der Gesellschaft.

Als Jenna bei einer Veranstaltung von einem merkwürdigen Mann einen kleinen Gegenstand zugesteckt bekommt hat sie Gewissensbisse zwischen Abgeben oder Behalten. Schnell merkt sie dass es jenseits der Hochglanzwelt noch ein weiteres New Valley existiert und die ganzen Roboter die das Leben so angenehm machen in Wirklichkeit Menschen sind.

Man kann gut eintauchen in diese neue Welt die von Anfang bis Ende detaillreich erzählt wird und bei der man nur hoffen kann, dass das nicht Wirklichkeit wird. Auch die Personen sind gut dargestellt, während man sich zunächst mit Jenna freut das Ziel erreicht zu haben während Dorian vor Verzweiflung seinem Leben ein Ende setzen will, taucht bald jedoch ein anderes Bild von Jenna auf und Dorian wächst zusammen mit der kleinen Maggie über sich hinaus.

Der Schreibstil ist sehr lebendig in Ich Form in kurzen Kapiteln aus Sicht von Jenna und von Dorian. Auch die Spannung kommt nicht zu kurz. Mir hat das Buch sehr gut gefallen.

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