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Veröffentlicht am 01.04.2023

Bestie Mensch

Stranded - Die Insel
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Ein Jahr lang ohne fremde Hilfe auf einer unbewohnten abgelegenen Insel vor der Küste Schottlands überleben, das ist die Aufgabe von Maddy und sieben weiteren Teilnehmern eines TV-Experiments à la Dschungelcamp. ...

Ein Jahr lang ohne fremde Hilfe auf einer unbewohnten abgelegenen Insel vor der Küste Schottlands überleben, das ist die Aufgabe von Maddy und sieben weiteren Teilnehmern eines TV-Experiments à la Dschungelcamp. Aber nach und nach offenbaren sich die Eigenarten der einzelnen Gruppenmitglieder, und die Suche nach Nahrung wird zu einer Herausforderung. Und es beginnt ein zermürbender Kampf um die Herrschaft über die Gruppe.
Die Charaktere dieses Thrillers sind psychologisch hervorragend gezeichnet, aber was mysteriös und abenteuerlich beginnt, zieht sich über weite Teile langatmig und für den Leser ereignislos hin, die gleichen Szenen wiederholen sich in Endlosschleife. Aufgrund der eingestreuten Rückblenden und Vorausschauen weiß man schon frühzeitig, dass auf der Insel Ungeheuerliches passiert. Und dass Maddy das Opfer sein wird. Erst im letzten Drittel des Romans nimmt die Handlung Rasanz auf, um anschließend wieder in belastenden Schilderungen von Maddys Elend zu versinken. Ein paar Mal war ich versucht, das Buch zuzuklappen und ins Regal zu stellen. Zum Glück habe ich es nicht getan. Denn es lohnt sich, durchzuhalten. Das Ende von Maddys Geschichte hat mich tief erschüttert.
Ich bin beeindruckt von der erzählerischen Urgewalt der Autorin. Sie beschreibt Maddys Kampf ums Überleben mit faszinierenden Details, ihre Sprache ist klar verständlich. Die von mir zunächst als zu ausschweifend empfundenen Schilderungen sind es, die diesem Roman Tiefe geben und Maddys Handeln menschlich glaubwürdig machen.
Für mich wird „Stranded Die Insel“ einer der Favoriten für die Wahl zum Thriller des Jahres sein.

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Veröffentlicht am 06.03.2026

Die Spannung fehlt

Die Witwe
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Die aufgefundene Leiche des Hubschrauberpiloten Christopher Bierman gibt Rätsel auf. Wie kam der brave Ehemann in ein verlassenes Bordell? Und was hat es mit der Keramikfigur einer Ratte auf sich, die ...

Die aufgefundene Leiche des Hubschrauberpiloten Christopher Bierman gibt Rätsel auf. Wie kam der brave Ehemann in ein verlassenes Bordell? Und was hat es mit der Keramikfigur einer Ratte auf sich, die am Tatort offenbar absichtlich hinterlegt wurde? Washington Poe tappt zunächst im Dunkeln, doch dann findet seine geniale Kollegin Tilly Bradshaw eine Parallele zu einem früheren Fall. Und plötzlich präsentiert sich der Mord in einem völlig anderen Licht. Hinter dem Namen Bierman verbirgt sich ein Afghanistan-Kriegsheld.

Dieser Band ist leider nicht so spannend wie der vorherige, schade. Ich habe die Actionszenen am Schluss vermisst. Wieder erfahren wir erst kurz vor dem Ende, was es mit der Titelfigur auf sich hat. Sehr schön finde ich, dass die FBI-Agentin Melodie Lee, die wir ja bereits aus dem Kurator kennen, wieder mit dabei ist. Das humorvolle Geplänkel zwischen ihr, Poe und Tilly ist wieder das Salz in der Suppe. Ansonsten ist an der Dramaturgie nichts auszusetzen, wir erfahren wieder verblüffende Details und Hintergrundinformationen, die teilweise erschütternd sind.

Mein persönliches Fazit: Für echte Fans von Poe und Tilly ist jeder neue Band ein Muss, die beiden sind einfach unschlagbar. Ein bisschen mehr Dramatik am Schluss wäre wünschenswert gewesen.

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Veröffentlicht am 14.02.2026

Rabenschwarzes Finale

Die Housesitterin – Ein Traum von einem Job. Oder?
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Die junge und attraktive Cecilia ist dauerhaft in Geldnöten und kann sich daher keine eigene Wohnung leisten. Für sie kein Problem, denn sie lebt fast das ganze Jahr über als Housesitterin in den Villen ...

Die junge und attraktive Cecilia ist dauerhaft in Geldnöten und kann sich daher keine eigene Wohnung leisten. Für sie kein Problem, denn sie lebt fast das ganze Jahr über als Housesitterin in den Villen wohlhabender Leute. Diese erfreuliche Regelung funktioniert für sie so lange, bis sie das Wochenendhaus der reichen Familie Waldner auf einer winzigen privaten Ostsee-Insel hüten soll. Sie glaubt dort alleine zu sein. Was sich als Irrtum erweist.

Über weite Strecken hat mich dieses Buch unsäglich gelangweilt. Ich bin mit keiner der Figuren warm geworden. Dabei startet die Geschichte durchaus vielversprechend mit einigen Gruselelementen, die es in sich haben, nur um dann zu versanden. In Endlosschleife wiederholen sich die gleichen Überlegungen und Betrachtungen der drei Erzähler, die langatmigen Rückblenden ab der zweiten Hälfte des Buches wirken als Spannungskiller, und der Twist zu Beginn des letzten Drittels ist vorhersehbar. Ich schleppte mich von Seite zu Seite in der Hoffnung, da könnte vielleicht doch noch ein Highlight hinter einer Ecke lauern.
Die Wende kommt erst in Teil 5. Plötzlich werden die mörderischen Zusammenhänge glasklar, das Ende hinterlässt mich sprachlos.

Fazit: Ein subtil ausgearbeiteter Psychothriller mit einem rabenschwarzen Finale. Man sollte auf die feinen Details achten. Und durchhalten. Aber im Gedächtnis wird einem diese Geschichte nicht sehr lange bleiben, dazu sind die Charaktere zu fad.

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Veröffentlicht am 20.01.2026

Nicht mein Ding

Der Tote im Kamin
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Winter 1952. Inspector Frank Grasby wird wegen einer dumm gelaufenen Sache in die North York Moors strafversetzt. Und dort fallen ihm die Toten buchstäblich vor die Füße. Unterstützung bekommt er von der ...

Winter 1952. Inspector Frank Grasby wird wegen einer dumm gelaufenen Sache in die North York Moors strafversetzt. Und dort fallen ihm die Toten buchstäblich vor die Füße. Unterstützung bekommt er von der Praktikantin Deedee. Wird es ihm gelingen, seine Pechsträhne zu überwinden und die Mordfälle zu lösen?

Dieser Krimi lebt von seiner lebhaften Atmosphäre und dem trockenen britischen Humor. Man kann sich die verschneite Landschaft im entlegenen Norden Englands sehr bildhaft vorstellen. Allerdings geht die Handlung eher schleppend voran, und echte Sympathien konnte ich weder für die Hauptfigur, noch für die gewitzte Deedee entwickeln.

Dennoch ist dieser Cosy Crime mit schnoddrigem Sprachwitz gespickt und durchaus unterhaltsam.

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Veröffentlicht am 20.01.2026

Dramaturgisch schwächer als der vorherige Band

Kohle, Stahl und Mord: Das Totenhaus
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Eine junge Frau, die sich Eva nennt, wird verwirrt und mit blutüberströmtem Shirt aufgefunden, sie kann sich an nichts erinnern. Ein neuer Fall für die Kommissarin Elin Akay und ihre Freundin, die forensische ...

Eine junge Frau, die sich Eva nennt, wird verwirrt und mit blutüberströmtem Shirt aufgefunden, sie kann sich an nichts erinnern. Ein neuer Fall für die Kommissarin Elin Akay und ihre Freundin, die forensische Psychiaterin Jana Fäller. Es gelingt Jana, der jungen Frau unter Hypnose eine vage Erinnerung zu entlocken, die zu einem verlassenen Haus führt, in dem es in der Vergangenheit bereits zwei Mordfälle gegeben hat. Und dort liegt die grausam hingerichtete Leiche eines jungen Clan-Mitglieds. Sein Blut ist mit dem auf Evas Shirt identisch, aber ist sie auch die Mörderin?

Dieser zweite Band der Ruhrpott-Krimireihe ist langatmiger, er baut erst zum Schluss hin echte Spannung auf. Bei den Nebenfiguren kam ich einige Male durcheinander, ich musste zurückblättern, um die vom Mörder ausgedachten Spitznamen den reellen Figuren zuzuordnen. Auch irritierte mich das allzu sehr auf Harmonie ausgerichtete Verhältnis zwischen den beiden Protagonistinnen. Immer ist eine wohlwollende Vertrauensperson zur Stelle, die ihnen bei ihren Ermittlungen weiterhilft. Auf Dauer wirkt das unglaubwürdig, auch wenn es die Seele wärmt. Sehr schön finde ich allerdings wieder die hervorragend recherchierten Schilderungen der Arbeit und des Alltags unter Tage. So detailliert und verständlich habe ich das bisher noch nirgendwo gelesen.

Alles in allem ist dieser Krimi absolut lesenswert.

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