Profilbild von Lujoma

Lujoma

Lesejury Star
offline

Lujoma ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Lujoma über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.05.2023

gelungene Mischung aus Pilgerratgeber und Erfahrungsberichten – sehr empfehlenswert

Pilgern. Die Seele mit auf Reisen nehmen
0

Es gibt viele Bücher über das Pilgern auf dem Jakobsweg. Zumeist sind es ganz persönliche Reiseberichte. Dieses im Francke-Verlag erschienene Buch von Peter Butenuth vereint Pilgererfahrungen mit vielen ...

Es gibt viele Bücher über das Pilgern auf dem Jakobsweg. Zumeist sind es ganz persönliche Reiseberichte. Dieses im Francke-Verlag erschienene Buch von Peter Butenuth vereint Pilgererfahrungen mit vielen praktischen Tipps und Anregungen fürs Unterwegs sein. Die Themen sind vielfältig, zb.:
- Kleine Geschichte des Jakobsweges
- Warum Pilgern so guttut
- Praxis-Handbuch fürs Pilger (Vorbereitung, beste Reisezeit, Übernachtung, Verpflegung, Orientierung, Ausrüstung….)
- Übungen zu Selbstcoaching und zu Achtsamkeit auf dem Weg
- Beschreibung der bekannten Jakobswege in Spanien und weitere in Deutschland und Europa
Außerdem kommen ganz verschiedene Pilger zu Wort und erzählen von ihren persönlichen Pilgererfahrungen. Fotos und Zitate zum Jakobsweg runden das Buch ab.

„Viele Jakobswege führen nach Santiago de Compostela, aber dein persönlicher Jakobsweg beginnt immer bereits bei dir zu Hause. Sich für eine längere Pilgerwanderung zu entscheiden, fühlt sich vielleicht an wie eine Reise ins Unbekannte. Aber in dem Moment, in de du dich zum Pilgern entscheidest, beginnt der Jakobsweg bereits in dir zu wirken…“ (s. Klappeninnentext)

Mir gefällt dieses Buch sehr gut. Es ist eine gelungene Mischung aus praxiserprobten Tipps und Anregungen und den Erfahrungen des Autors. Hier finde ich alles Wichtige, was ich fürs Pilgern wissen muss und noch viel mehr. Die Achtsamkeitsübungen enthalten viele Ideen, die dem Pilgern Tiefe geben, die man aber auch auf kürzeren Wanderungen und vor der eigenen Haustür ausprobieren kann. Überhaupt rät der Autor nicht unbedingt darauf zu warten, dass man endlich 6 oder mehr Woche Zeit hat für eine Pilgertour, sondern dass auch kurze Wanderungen auf deutschen Pilgerwegen schon zu einer besonderen Zeit werden können.
Sehr gut gefallen mir die Fotos und die Erfahrungsberichte der verschiedenen Pilgern. Sie zeigen die Vielfältigkeit und wecken Lust sich selbst auf den Weg zu begeben. Ich kann das Buch uneingeschränkt weiterempfehlen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
Veröffentlicht am 04.05.2023

Frühlingsmorgen

Willkommen in Rodderbach
0

Soll ich auf meinen Kopf oder mein Herz hören? Kann ich mich auf mein Bauchgefühl verlassen? Die junge und schon sehr erfolgreiche Autorin Larissa Weiß ist sich nicht sicher. Ihre herausfordernde Ehe und ...

Soll ich auf meinen Kopf oder mein Herz hören? Kann ich mich auf mein Bauchgefühl verlassen? Die junge und schon sehr erfolgreiche Autorin Larissa Weiß ist sich nicht sicher. Ihre herausfordernde Ehe und die unschöne Scheidung haben ihr Vertrauen in sich selbst zerstört. So nimmt sich Larissa eine Auszeit und kommt für drei Monate ins hübsche Eifelstädtchen Rodderbach. Hier will sie Abstand gewinnen und für ihren neuen historischen Roman recherchieren. In der Ferienwohnung auf dem Bauernhof der Familie Mahler und auch in der schönen Stadt fühlt sie sich sofort wohl. Die Leute begegnen ihr freundlich, sind aufgeschlossen und hilfsbereit. Und dann ist da dieser Mann, der sie umwirbt und ihr viel Zeit gibt… Doch ist sie schon bereit für Neues?

„Manche Dinge im Leben passieren einfach, da sind wir machtlos. Ob es ein Ort ist, in den du dich verliebst, oder ein Mensch: Zu Hause ist immer dort, wo dein Herz sich heimisch fühlt.“
(s.S. 409)

„Willkommen in Rodderbach“ ist der Auftakt zu einer neuen Romanreihe von Petra Schier. Darin nimmt sie uns mit in ein schönes Eifelstädtchen mit Fachwerkhäusern und Kloster in der Altstadt und einer Burg auf dem Berg, und zu seinen herzlichen, aber auch eigenwilligen Bewohnern. Der Ort und seine Bewohner sind wunderbar bildhaft beschrieben, so dass ich mir alles gut vorstellen konnte. Schnell war ich tief eingetaucht in die Geschichte, die sich wunderbar lesen lässt.
Larissa mochte ich von Beginn an. Sie hat eine schwierige Zeit hinter sich und ist auf der Suche. Es ist schön mitzuerleben wie sie sich öffnet und in mitten der Rodderbacher Leute aufblüht. Die Familie Mahler und besonders deren Sohn Holger haben einen großen Anteil an dieser Veränderung. Zwischen Larissa und Holger entspinnt sich eine wunderbare romantische Geschichte… Doch ist Larissa bereit für Neues? Kann sie ihrem Herz vertrauen? Lest selbst! Mich hat die Geschichte wunderbar unterhalten und ich habe Interessantes über den Beruf einer Autorin erfahren. Ich empfehle das Buch gern weiter und freue mich auf die Fortsetzung.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 24.04.2023

Gemeinsam unterwegs für Jesus

Zwei für einen
0

Gemeinsam unterwegs für Jesus - darüber berichtet das Ehepaar Byle in ihrem Buch „Zwei für Einen“. Es ist ein besonderes Buch, denn sowohl Ulrike als auch David kommen darin abwechselnd zu Wort und erzählen ...

Gemeinsam unterwegs für Jesus - darüber berichtet das Ehepaar Byle in ihrem Buch „Zwei für Einen“. Es ist ein besonderes Buch, denn sowohl Ulrike als auch David kommen darin abwechselnd zu Wort und erzählen jeweils von ihrer Sicht und ihren Gefühlen im Blick auf die verschiedenen Stationen und Ereignisse in ihrem Leben. Beginnend mit der Kindheit im Deutschland und den USA, über den Wunsch als Missionar nach Zentralasien zu gehen und dem Kennenlernen dort, spielt der Großteil des Berichtes in der Türkei, wo die immer größer werdende Familie viele Jahre lebte. Es ist ein Leben zwischen öffentlichen Predigen auf Straßen und Plätzen (David) und dem christlichen Familienleben im häuslichen, muslimischen Umfeld (Ulrike), ein Leben zwischen Ablehnung, Gefängnis und Zwangsausweisung, aber auch voller Freundschaft und positiver Erlebnisse. Dabei erlebt das Ehepaar immer wieder wie es von Gott getragen und geschützt wird.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Es ist ein interessanter Einblick in den Alltag einer Familie, die mit Begeisterung für die Mission lebt. Mal leise und erzählend, mal spannend und intensiv und immer offen und authentisch, so lassen Ulrike und David die Leser teilhaben an ihrem ungewöhnlichen Leben. Der Schreibstil ist angenehm, die Perspektivwechsel durch den Namen des Erzählenden gekennzeichnet. Sehr gut gefiel mir auch der Fototeil in der Mitte des Buches.
Ich bedanke mich bei dem Ehepaar Byle für ihre Offenheit und wünsche ihnen für die Zukunft alles Gute und Gottes Segen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
Veröffentlicht am 12.04.2023

Gartenfee Sylvie zwischen Vergangenheit und Heute

Tanz im Blütenmeer
0

Auf den 2. Teil von „Die Frauen der Alabasterküste“ habe ich schon sehnsüchtig gewartet, mich auf ein Wiedersehen mit Marly, Jocelin, Lucienne und Sylvie gefreut. In diesem Roman gehört die Hauptrolle ...

Auf den 2. Teil von „Die Frauen der Alabasterküste“ habe ich schon sehnsüchtig gewartet, mich auf ein Wiedersehen mit Marly, Jocelin, Lucienne und Sylvie gefreut. In diesem Roman gehört die Hauptrolle Sylvie, der jungen Gärtnerin. Seit sie vor sechs Jahren bei einem Brand schwere Verletzungen erlitten hat, leidet sie nicht nur an den Narben, sondern auch an der Tatsache, dass sie sich nicht erinnern kann wieso sie in dem brennenden Haus war. Die Freundschaft zu den drei Erbinnen des Herrenhauses und die gemeinsame Arbeit tun Sylvie gut und sie öffnet sich immer mehr. Zum Vorschein kommt eine fröhliche junge Frau mit einer blühenden Fantasie. Doch dann löst etwas in Sylvie Flashbacks aus. Gemeinsam mit Marly, Jocelin und Lucienne stellt sie sich den Erinnerungsbruchstücken. Und dann ist da noch Alexandre, der das neue Kaldarium aufbaut und der Sylvie mit viel Geduld und Einfühlungsvermögen zeigt wie liebenswert sie ist….


Das Cover des Buches gefällt mir sehr gut. Es zeigt die vier Freundinnen Arm in Arm vor dem Kaldarium und es passt von seiner Gestaltung her perfekt zum 1. Teil der Romanreihe. Der Schreibstil von Noa C. Walker lässt sich angenehm lesen, die Geschichte ist spannend, Situationen und Orte werden wunderbar beschrieben. Die Seiten fliegen nur so dahin. Ich war schnell mittendrin im Geschehen, habe mit Sylvie versucht die Vergangenheit zu ergründen, habe mit ihr gehofft, gelitten, aber auch gelacht. Besonders gern mochte ich ihre Fantasie, die Drachen herauf beschwört und Blumen tanzen lässt. Ihre schlagfertigen Antworten haben mich oft zum Lachen gebracht. Die Freundschaft zwischen den vier so unterschiedlichen Frauen ist etwas Besonderes, steht doch eine für die andere ein, selbst wenn sie dafür zurückstecken muss und gemeinsam schaffen sie viel.
Ob Sylvie herausfindet was damals passiert ist und ob Alexandre bei ihr eine Chance hat, möchte ich nicht verraten. Lest selbst! Ich kann das Buch nur empfehlen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 01.04.2023

Auf der Suche nach dem Bernsteinzimmer

Die Erbin des Bernsteinzimmers
0

2018: Josefine ist sehr irritiert als ihr ehemalige Klassenkamerad Fynn sie bittet, ihn mit zu ihrem Großvater zu nehmen, weil der wissen könnte, wo sich das legendäre und seit 1945 verschollene Bernsteinzimmer ...

2018: Josefine ist sehr irritiert als ihr ehemalige Klassenkamerad Fynn sie bittet, ihn mit zu ihrem Großvater zu nehmen, weil der wissen könnte, wo sich das legendäre und seit 1945 verschollene Bernsteinzimmer befindet. Fynn, ein Abenteurer und Schatzsucher und bekam einen diesbezüglichen Tipp zugespielt. Zu Josefines Erstaunen gibt der inzwischen 98-Jährige ihnen Hinweise zu dem, was 1944/45 in Königsberg passiert ist. Doch dann verstirbt er ohne Genaueres gesagt zu haben. Josefine bleiben nur Erinnerungen an die phantasievollen Geschichten ihres Großvaters. Doch was wollte er ihr wirklich damit erzählen. Während sich die junge Frau erinnert und diese Erinnerungen mit Fynn und dessen Freund Paul teilt, interessieren sich auch andere für eben jene Spuren der Vergangenheit und ein Wettlauf beginnt, der über Thüringen bis nach Kaliningrad führt….

Dieser neue Roman aus der Feder von Elisabeth Büchle spielt auf zwei Zeitebenen. Im Heute begleiten wir Josefine und die Freunde und Schatzsucher Fynn und Paul auf der Suche nach dem Verbleib des Bernsteinzimmers. Dazwischen tauchen wir immer wieder tief in die Vergangenheit ein, in die Zeit zwischen 1941 und 1945 und erleben mit, was Johannes, Charlotte und Helmut erlebten.
Mich hat die Geschichte von Beginn an gefesselt. Besonders die Kapitel, die in der Vergangenheit spielen haben mich tief berührt und ich habe mit Charlotte, Johannes und Helmut mit gebangt und gehofft. Diese jungen Leute stellt sich immer wieder die Frage wo man handeln und etwas riskieren muss, um sich selbst treu zu bleiben. Das ist in der Nazizeit, im 2. Weltkrieg eine sehr schwierige Entscheidung, die man schnell mit dem Leben bezahlt.
Im Gegensatz zu der Vergangenheit ist der Zeitstrang im Heute leichter und lockerer, die Dialoge oft witzig und doch ist auch dieser Teil des Roman sehr spannend. Besonders Josefine, aber auch Fynn und Paul habe ich schnell ins Herz geschlossen. Josefine wächst während des Romans immer mehr über sich hinaus und sie stellt sich mutig ihren Erinnerungen und den Herausforderungen der Gegenwart.. Sehr gut gefielen mir auch die phantasievollen Geschichten, in die Johannes seine Königsberger Erlebnisse verpackt.

Mir hat der Roman „Die Erbin des Bernsteinzimmers“ sehr gut gefallen, die Geschichte fesselt und berührt. Sehr gern empfehle ich das Buch weiter!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere