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Veröffentlicht am 22.04.2023

Was bleibt, wenn der Verstand vergeht?

Am Ende der Unendlichkeit
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Jill McGavock’s Leben ist klar strukturiert und sie hat einen klaren Plan für die Zukunft. Die junge Mathematikerin arbeitet fleißig an ihrer Promotion, der Doktortitel ist schon in greifbarer Nähe als ...

Jill McGavock’s Leben ist klar strukturiert und sie hat einen klaren Plan für die Zukunft. Die junge Mathematikerin arbeitet fleißig an ihrer Promotion, der Doktortitel ist schon in greifbarer Nähe als es dabei zu einem Problem kommt. Für Beziehungen bleibt da keine Zeit und ihre dominante Mutter sieht sie nur sehr selten. Doch dann wird das Verhalten ihrer so intelligenten Mutter immer seltsamer und Jill sieht sich nach einem Autounfall mit der Tatsache konfrontiert, dass die Mutter eine seltene, schnell voranschreitende Form von Demenz hat. Was soll sie tun? Wie die Pflege ihrer Mutter und ihre Arbeit an der Universität schaffen? Und was bleibt von einem Menschen, wenn der Verstand schwindet?
Mit ihrer Frage, ob der Mensch eine Seele hat, wendet sich Jill an Sam Bakalis, einen Privatdozent der Philosophie. Dieser fordert sie immer wieder zu Streitgesprächen und Gedankenexperimenten heraus, die sich letztlich um die „Pascal’sche Wette“ drehen…

„Die Wette des Pascal

Entweder existiert Gott oder er existiert nicht.
Diese zwei Möglichkeiten gibt es. Doch für welche Möglichkeit sollen wir uns entscheiden? Allein mit Vernunft können wir nichts entscheiden. Uns trennt die Unendlichkeit. Am Ende der Unendlichkeit wird eine Münze geworfen, die – wenn sie gefallen ist – entweder Kopf oder Zahl zeigen wird. Worauf setzt du? Die Vernunft kann weder vorhersagen, wie du dich entscheiden wirst, noch kann sie deine Entscheidung begründen. Lass uns die Konsequenzen deiner Wahl abwägen: Angenommen, Kopf bedeutet, dass Gott existiert, und du setzt darauf. Wenn du gewinnst, gewinnst du alles; doch wenn du verlierst und die Münze mit der Zahl aufkommt, dann verlierst du nichts. Deshalb zögere nicht – wette darauf, dass Gott existiert.

Blaise Pascal 1623- 1662“ (siehe Buchbeginn)

Was bleibt, wenn alles sich verändert, wenn auf den Verstand kein Verlass mehr ist? Was gibt Halt in Zeiten, wo das Leben scheinbar im Chaos versinkt? Was macht das Leben aus?
Die Autorin Nacy Rue nimmt uns in ihrem Roman „Am Ende der Unendlichkeit“ mit auf die Suche nach Antworten. Die 30-jährige Hauptprotagonistin Jill sieht sich plötzlich mit diesen Fragen konfrontiert, ihr bisheriges Leben gerät aus den Fugen und ihr brillanter Verstand hilft ihr nicht weiter. Die Geschichte wird aus Jill’s Sicht in der Ich-Form erzählt. So erlebe ich als Leserin hautnah mit wie sie versucht am Gewohnten festzuhalten, wie sie durch eine tiefe Krise geht und wie sie sich verändert und sich der Liebe und dem Glauben öffnet. Dieser Weg ist gut und nachvollziehbar beschrieben. Neben Jill gibt es einige weitere Charaktere, die sehr gut gezeichnet sind und die Geschichte bereichern.
Mir hat dieser Roman sehr gut gefallen. Die Geschichte ist interessant und hat mich von Beginn an gefesselt. Die Diskussionen zwischen Jill und Sam regen auch mich zum Nachdenken an. Sehr gern empfehle ich den Roman weiter.

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Veröffentlicht am 06.04.2023

Irland und ein Leben mit Eseln- interessante Biographie

Lebensretter mit langen Ohren
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Patrick Barrett erlebte seine Kindheit und Jugend auf dem elterlichen Hof in einem irischen Dorf. Seine Eltern hatten es sich zur Aufgabe gemacht vernachlässigte Esel zu retten und ihnen eine Heimat zu ...

Patrick Barrett erlebte seine Kindheit und Jugend auf dem elterlichen Hof in einem irischen Dorf. Seine Eltern hatten es sich zur Aufgabe gemacht vernachlässigte Esel zu retten und ihnen eine Heimat zu geben. So wuchs der Junge praktisch auf dem Rücken der Esel auf. Schwierigkeiten in der Schule, die Zeit als irischer Soldat bei Friedensmissionen im Libanon und im Kosovo hinterließen bei dem eigentlich sensiblen Jungen schwere Traumata und nur Alkohol schien zu helfen. Als er selbst keine Chance mehr für sich sieht, findet er Hilfe und bekommt ein neues Leben geschenkt….

Das Cover mit dem Mann und dem Esel auf grüner Wiese vor blauem Himmel und der Titel des Buches haben mich neugierig auf Patricks Geschichte gemacht. Der Autor erzählt offen und ehrlich aus seinem Leben, schildert Kindheit und Jugend, seinen Armeeeinsatz in Krisengebieten und wie er immer tiefer in der Sucht versinkt, um den Alltag und alles ringsum zu vergessen. In jedem Kapitel erzählt er aber auch von den Eseln, ihren Verhaltensweisen und Eigenarten und er zieht daraus Parallelen zum Leben im Allgemeinen und zu seinem eigenen Leben.
Die Schilderungen von Land und Leuten haben meine Sehnsucht nach Irland neu geweckt und ich habe viel über Esel und ihre Lebensart gelernt. Diese Teile des Buches haben mir sehr gut gefallen. Was Patrick über sein Leben, seine Alkoholsucht und das daraus resultierende Verhalten schreibt, war oft düster und hat mich geschockt und traurig gemacht. Wie froh war ich, dass er am Ende in Stille und Gebet zu Gott gefunden hat und sein Leben eine positive Wende nahm.

„Lebensretter mit langen Ohren“ ist eine interessante, aber nicht so leicht lesbare Biographie. Das Buch hat mich viel über Esel gelehrt und darüber, dass es immer Hoffnung gibt. Wer Biographien, Esel und Irland mag, findet in dem Buch eine ansprechende Lektüre.

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Veröffentlicht am 04.04.2023

Ein Begleiter durch die Passions- und Osterzeit

Basis-Bibel. 27 Mal Passion und Ostern. Mein Bibeltagebuch. Modern interpretierte Bibel mit Erklärungen zur Passionszeit und ihre Bedeutung für das Christentum. Geschenkidee für Gläubige
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Wie verbringst du die Passions- und Osterzeit? Das von der Deutschen Bibelgesellschaft herausgegebene Bibeltagebuch führt die Leser mit 27 Texten durch diese Zeit. Es sind Texte zumeist aus dem Lukasevangelium, ...

Wie verbringst du die Passions- und Osterzeit? Das von der Deutschen Bibelgesellschaft herausgegebene Bibeltagebuch führt die Leser mit 27 Texten durch diese Zeit. Es sind Texte zumeist aus dem Lukasevangelium, aber auch aus dem Johannesevangelium, aus dem Buch Jesaja und den Psalmen. Die Texte erzählen die Leidensgeschichte Jesu, von der Auferstehung und den Begegnungen mit den Jüngern nach Ostern. Die alttestamentlichen Texte weisen auf Jesus hin.
Alle Bibeltexte sind der BasisBibel entnommen.

Für jeden Tag gibt es eine ganzseitige farbige Grafik, eine Doppelseite mit dem Bibeltext und Erklärungen und eine Seite mit kurzen Impulsen und Wissenswerten zum jeweiligen Thema. Unter den Impulsen gibt es Platz für die eigene Auseinandersetzung mit dem Bibelwort, Platz zum Notieren eigener Gedanken.
Mir gefällt das Buch von seiner Gestaltung und der Auswahl der Texte sehr gut. Es lädt ein jeden Tag ein Stück zu lesen und darüber nachzudenken. Allerdings sind die Begriffe im Bibeltext, die näher erklärt werden, in einem hellen Grau gedruckt und damit schlecht lesbar.
„27 Mal Passion und Ostern“ ist ein schöner Begleiter, der dazu einlädt sich intensiv mit Jesu Leiden, Sterben und seiner Auferstehung zu beschäftigen. Gern empfehle ich das Buch weiter.

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Veröffentlicht am 20.03.2023

Drei ganz unterschiedliche Schwesterngeschichten

Seeglasschwestern
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Mit diesem Buch habe ich eine mir bisher unbekannte Autorin entdeckt. Das Buch beinhaltet drei Kurzromane, in denen die Beziehungen von Schwestern geschildert sind. Jede Geschichte hat jeweils ca. 100 ...

Mit diesem Buch habe ich eine mir bisher unbekannte Autorin entdeckt. Das Buch beinhaltet drei Kurzromane, in denen die Beziehungen von Schwestern geschildert sind. Jede Geschichte hat jeweils ca. 100 Seiten, die sich schnell lesen lassen.

1. Die Seeglasschwestern:
Elisabeth fährt mit ihrer Mutter zu deren Schwester, die auf Hattaras Island einen Muschelladen betreibt. Sie wollen Sandy nach Hause zurück holen, wo die ganze Familie auf einem Stück Land lebt. Doch dann harren die drei Frauen während eines Hurrikans auf der Insel aus, haben Zeit zum Reden, Helfen sich gegenseitig und die beiden Schwestern kommen sich wieder nahe und treffen Entscheidungen. Und auch Elisabeth erkennt welche Chance ihr das Leben mit fast erwachsenen Kindern neu eröffnet.

2. Die Gezeitenschwestern:
Tandi Reese leitet den Umbau eines Herrenhauses in ein Museum und ihre Hochzeit steht kurz bevor. Doch dann bekommt sie eine ungerechtfertigte Anklage wegen Betrugs zugestellt und findet heraus, dass es dabei um die Farm ihrer Großeltern geht. So reist sie zurück an den einzig sicheren Ort ihrer Kindheit Dort erlebt sie einige Überraschungen, trifft auf alte Bekannte und muss feststellen, dass ihre Schwester hinter der Klage steckt….

3. Die Sandburgschwester:
Jen ist Lektorin und in Europa unterwegs auf Leserreise mit den attraktiven Autor eines bekannten Romans. Jen und Evan haben sich ineinander verliebt und er bittet sie ihn ganz spontan in Paris zu heiraten. Doch Jen bekommt Panik, wenn sie nur an eine Ehe denkt, denn ihre Erfahrungen aus der Kindheit sind belastend. So kommt ihr ein Anruf der jüngsten Schwester Lily, die sich auf die Suche nach der spurlos verschwundenen Mutter und deren Familie machen will, gerade recht und Jen fliegt zurück in de Staaten. Gemeinsam machen die Schwestern sich auf den Weg und finden auf Hattaras Island ihre Halbschwester Rebecca Christine….

In dem Buch sind drei ganz verschiedene Geschichten, die alle in sich abgeschlossen sind. Dabei ist Hattaras Island und Sandys Muschelladen der feste Punkt, der in jeder Erzählung vorkommt. Die Schwestern, die wir kennen lernen, sind ganz unterschiedlich, aber alle erleben eine Veränderung, können mit ihrer Vergangenheit abschließen und sind so offen für die Zukunft. Ich hatte am Beginn des Buches einige Probleme in die Geschichte der Seeglasschwestern hineinzufinden, aber bald hatte es mich gepackt und dann konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen. Der Schreibstil der Autorin hat mir sehr gut gefallen und ich werde sicher weitere Romane von ihr lesen. Sehr gut gefiel mir auch, dass der christliche Glaube eine wichtige Rolle spielt, aber nie aufdringlich wirkt. Teilweise waren die Geschichten sehr schnell zu Ende und ich hätte mir mehr gewünscht...

„Seeglasschwestern“ hat mir sehr gut gefallen und ich empfehle das Buch gern weiter.

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Veröffentlicht am 16.03.2023

Eine neue Chance für die Liebe

Frühlingsglücksgefühle
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Leni liebt ihr Leben als Wirtin einer Almhütte, doch als sie nach dem Winter wieder in die Berge geht, muss sie feststellen, dass ihre Hütte den Schnee nicht gut überstanden hat. Der angeforderte Handwerker ...

Leni liebt ihr Leben als Wirtin einer Almhütte, doch als sie nach dem Winter wieder in die Berge geht, muss sie feststellen, dass ihre Hütte den Schnee nicht gut überstanden hat. Der angeforderte Handwerker ist ausgerechnet Timon, ihr Freund aus der Schulzeit, der sie so tief verletzte… Auch Timon ist erschrocken, dass die Hüttenwirtin ausgerechnet Leni ist. Doch dann zwingt ein Gewittersturm die Beiden zu mehr Nähe als ihnen lieb ist und sie merken, dass da immer noch viel Anziehung und tiefe Gefühle sind. Doch können sie die Vergangenheit so einfach hinter sich lassen?

Mit „Frühlingsglücksgefühle“ habe ich eine für mich noch unbekannte Autorin entdeckt. Mir hat der Roman sehr gut gefallen. Der Schreibstil lässt sich angenehm lesen, die Beschreibungen des Handlungsortes weckte in mir Sehnsucht nach den Bergen. Leni und auch Timon waren mir von Beginn an sympathisch. Durch den Wechsel der Perspektiven und die Rückblicke kann man ihre Gedanken und Gefühle ebenso gut nachvollziehen wie das daraus folgende Handeln. Mir gefällt gut wie sich die Geschichte entwickelt. Ich habe mit Leni und Timon mit gelitten, gehofft, gebangt, mich mit gefreut. Wichtig für beide sind Freunde und Familie, die für sie da sind und sie gegebenenfalls auch in die richtige Richtung schubsen…

„Frühlingsglücksgefühle“ ist ein schöner, emotionaler Roman, in dem wichtige Themen wie Selbstannahme, Missverständnisse, Verzeihen, Vertrauen angesprochen werden… Ich habe das Buch gern gelesen.

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