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Veröffentlicht am 16.04.2023

Ein zauberhaftes Buch, das man Wort für Wort genießen sollte

Das Bücherschiff des Monsieur Perdu
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Die Autorin Nina George habe ich durch „Das Lavendelzimmer“ kennen und schätzen gelernt. Umso mehr habe ich mich auf ein Wiederlesen mit Monsieur Perdu auf seinem Bücherschiff gefreut.
Jean Perdu ist kein ...

Die Autorin Nina George habe ich durch „Das Lavendelzimmer“ kennen und schätzen gelernt. Umso mehr habe ich mich auf ein Wiederlesen mit Monsieur Perdu auf seinem Bücherschiff gefreut.
Jean Perdu ist kein gewöhnlicher Buchhändler. Anstatt einer Buchhandlung hat er ein Bücherschiff und die Gabe, für jeden seiner Besucher das passende Buch entsprechend ihrer momentanen Bedürfnisse zu finden. Nach ein paar Jahren in der Provence ist es an der Zeit wieder zu seinen Pariser Wurzeln zurückzukommen und so fährt er mit seiner „Pharmacie littéraire“ über Frankreichs Wasserwege zurück.
Das ist an sich auch bereits die gesamte Handlung, die aber so viel mehr beinhaltet. Diese Geschichte hat auf mich gewirkt wie ein Film, der in Zeitlupe abläuft. Ohne den alltäglichen Stress und die Hektik, die leider oft schon zur Normalität geworden ist. Auf Perdus Reise wird man als Leser mitgenommen und lässt sich langsam mittreiben, genießt während der Fahrt nicht nur die wunderschöne Landschaft, sondern kann sich dabei auch tiefenentspannt die wunderbare Sprache auf der Zunge zergehen lassen. Ich habe einige Stellen dabei mehrfach auf mich wirken lassen, nicht nur, weil sie so schön zu lesen waren, sondern auch, weil einige erst einmal Raum zum Nachwirken brauchten.
Nicht nur das Zusammentreffen mit vielen Bekannten auf dem Lavendelzimmer hat mir sehr gefallen, auch die Neuzugänge in Perdus Leben waren eine Bereicherung. Und es war immer sehr spannend mit zu verfolgen, welche Entwicklung und/oder Veränderungen die jeweiligen Personen durchgemacht haben.
Ein Buch über die Liebe zu Büchern, das man in Ruhe genießen sollte. Es ist jede Zeile wert.

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Veröffentlicht am 09.04.2023

Amüsante Gaunerkomödie

Schnappt Scholle
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Ich bin Fan dieser Küstenkrimi-Reihe, denn ich liebe diesen speziellen friesisch-drögen Charme der Fredenbüller, die mir über die Jahre ans Herz gewachsen sind.

Mit der Ruhe im beschaulichen Fredenbüll ...

Ich bin Fan dieser Küstenkrimi-Reihe, denn ich liebe diesen speziellen friesisch-drögen Charme der Fredenbüller, die mir über die Jahre ans Herz gewachsen sind.

Mit der Ruhe im beschaulichen Fredenbüll ist es vorbei, als eine Leiche in Bäckerhosen gefunden wird. Im Nachbarort Schlüttsiel schart Alt-Ganove Hans-Peter Scholz, genannt „Scholle“, ein paar handverlesene Ex-Knastbrüder in einer Bäckerei um sich, denn er plant im Untergrund einen letzten Coup vor der Rente in der gegenüberliegenden Raiffeisenbank. Und dann entdecken die Maulwürfe beim Tunnelgraben noch ein Skelett.

Thies und Nicole haben über Nacht wieder reichlich zu tun, aber es bleibt immer genug Zeit für eine kurze Lagebesprechung in der Hidde Kist mit den alten Bekannten, die kleinen haarigen Zuwachs in Form des Meerschweinchens Matze bekommen haben. Dieser kleine Kerl sorgt auch für die eine oder andere Aufregung beim Tunnelbau.

Um wen es sich bei der Leiche in Bäckerhosen handelt, welcher cold case noch so ganz nebenbei gelöst werden kann und ob Scholle geschnappt wird, wird an dieser Stelle nicht verraten. Den Lesespaß mit jeder Menge schrägen Vögeln und aberwitzigen Situationen sollte man sich nicht entgehen lassen - und erst recht nicht, die leckeren Rezepte im Anhang.

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Veröffentlicht am 03.04.2023

Spannung im Doppelpack

Das Wiegenlied: Thriller
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In den Zons-Thrillern gibt es den Spannungsbogen immer im Doppelpack. Dieses Mal scheinen Morde in der Gegenwart und Vergangenheit eine Verbindung zu haben, denn ein altes Wiegenlied und ein Brandzeichen ...

In den Zons-Thrillern gibt es den Spannungsbogen immer im Doppelpack. Dieses Mal scheinen Morde in der Gegenwart und Vergangenheit eine Verbindung zu haben, denn ein altes Wiegenlied und ein Brandzeichen in Form eines Teufelssymbols spielen in beiden Fällen eine Rolle. Sowohl Oliver Bergmann als auch Bastian Mühlenberg sind wieder gefordert, Licht ins Dunkel zu bringen.

Ich war auch bei diesem Thriller bereits nach wenigen Sätzen wieder seinem Bann verfallen. Mir gefällt diese Reihe sehr, denn Catherine Shepherd versteht es immer wieder, beide Handlungsstränge so geschickt miteinander zu verbinden, dass der Spannungsbogen auf hohem Niveau bleibt und der Lesefluss auch durch die Zeitsprünge nie unterbrochen wird. Ganz im Gegenteil, die Neugier auf den Fortgang der Geschehnisse steigt unaufhaltsam an.

Und wie so oft hat mich das Ende wieder überrascht.

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Veröffentlicht am 12.02.2023

spannende Unterhaltung

Ostfriesengier
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Der 17. Teil der beliebten „Ostfriesen…“-Reihe beginnt mit einem lauten WUMMS, als während der Amtseinführung der neuen Polizeidirektorin Elisabeth Schwarz auf dem Behördenparkplatz das KfZ eines BKA-Beamten ...

Der 17. Teil der beliebten „Ostfriesen…“-Reihe beginnt mit einem lauten WUMMS, als während der Amtseinführung der neuen Polizeidirektorin Elisabeth Schwarz auf dem Behördenparkplatz das KfZ eines BKA-Beamten in die Luft fliegt. Ann-Kathrin Klaasen würde sich am liebsten sofort in die Ermittlungen stürzen, wird aber von ihrer Chefin ausgebremst, die zuerst mit jedem ihrer Teammitglieder eine Partie Schach spielen möchte. Aber es bleibt nicht lange nur bei einem Sachschaden. Zufall oder ein Angriff gegen die Polizei?
Parallel dazu verschwindet eine Frau mit ihrer Tochter. Das Auricher Team ist mehr als gefordert, denn beide Fälle entwickeln eine ungeahnte Dynamik und zu allem Übel scheint es in den eigenen Reihen einen Maulwurf zu geben.
Dieses Mal gehen Ann-Kathrin Klaasen und Frank Weller getrennte Wege, und daher rückt zur Abwechslung auch einmal Marion Wolters an Anns Seite. Auch Rupert hat wieder seine üblichen Macho-Auftritte und tritt gekonnt in jedes Fettnäpfchen, das sich ihm nähert. Aber er erweist sich trotzdem als verlässlicher Kollege, auf den man in jeder Situation zählen kann.
Ich mag diese Reihe von Klaus-Peter Wolf und auch dieser Band hat mich wieder gut unterhalten. Es ist immer wieder schön, auf „alte Bekannte“ zu treffen, diese bei ihren Ermittlungen zu begleiten, mitzufiebern oder sich den Kopf zu zerbrechen, wer denn nun als Verdächtige/r in Frage kommt.
„Ostfriesengier“ hat mir spannende Lesestunden beschert und ich bin sicher, dass noch viele Bände folgen werden.

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Veröffentlicht am 17.11.2022

Zeitgeschichte, die unter die Haut geht

Feldpost
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Die Autorin Mechtild Borrmann konnte mich schon mit einigen ihrer Romane nachhaltig beeindrucken und das ist ihr auch mit "Feldpost" wieder vollauf gelungen. Das sepiafarbige Cover passt sehr gut zum Thema.
Die ...

Die Autorin Mechtild Borrmann konnte mich schon mit einigen ihrer Romane nachhaltig beeindrucken und das ist ihr auch mit "Feldpost" wieder vollauf gelungen. Das sepiafarbige Cover passt sehr gut zum Thema.
Die Anwältin Cara erhält eher zufällig ein Bündel Feldpostbriefe aus dem 2. Weltkrieg und möchte sie gerne an die Empfängerin oder deren Familie zurückgeben. Noch ahnt sie nicht, welche dunklen Geheimnisse durch ihre Suche ans Tageslicht kommen werden.
Der Roman ist in zwei Handlungsstränge, einen gegenwärtigen sowie einen vergangenen, gegliedert. Vor allem letzterer hat mich von Beginn an fasziniert, gepackt und berührt, je mehr aus dem Leben der Protagonisten offengelegt worden ist.
Mechtild Borrmanns Schreibstil lässt sich angenehm lesen. Sie verbindet die geschichtlichen Ereignisse mit dieser Familiengeschichte, die auf realen Begebenheiten beruhen soll, zu einer sehr emotionalen, aber auch spannenden Handlung. Das Buch zwischendurch aus der Hand zu legen, war sehr schwer.
Die Protagonisten sind sehr authentisch beschrieben und ihr zeitgemäßes Handeln lässt sich nachvollziehen.
Eine ganz besondere und berührende Liebesgeschichte in einer dunklen Zeit, die ich gerne weiterempfehle.

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