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Veröffentlicht am 13.04.2023

Die Kunst des Sparens – in Romanform serviert.

3000 Yen fürs Glück
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Die typisch japanische Winkekatze grüßt den Leser einladend vom Cover zu einem an sich doch trockenen Thema, dem Sparen. Diverse Tipps aus dem japanischen Wirtschaftsleben werden gegeben, eventuell nicht ...

Die typisch japanische Winkekatze grüßt den Leser einladend vom Cover zu einem an sich doch trockenen Thema, dem Sparen. Diverse Tipps aus dem japanischen Wirtschaftsleben werden gegeben, eventuell nicht voll übertragbar auf europäische bzw. deutsche Verhältnisse. Hauptsächlich und besonders werden drei Frauengenerationen einer Familie vorgestellt mit ihren verschiedenen Gedanken und diversen Plänen zu finanziellen Angelegenheiten, für ihre weitere Lebensplanung. Selbst im Großmutter-Alter von 73 wird eine bezahlte Berufstätigkeit ernsthaft erörtert. Insgesamt sind viele Ideen interessant aufbereitet, aber nicht unbedingt übertragbar auf deutsche Verhältnisse. Das als Familienroman vorgestellte Werk erinnert sehr an ein mit Personen verziertes Sachbuch. Die japanische Kultur ist sehr verschieden zu unserer, nicht nur hinsichtlich der Rolle der Frau, jedoch ist die Motivation zum sinnvollen, rechtzeitigen Umgang mit Finanzen auch in unseren Breiten angebracht. Einen heißen Tipp zum Sparen habe ich für mich leider nicht herausfiltern können.

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Veröffentlicht am 11.04.2023

Die Zeit der italienischen Renaissance lebendig präsentiert.

Florentia - Im Glanz der Medici
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Florenz im 15. Jahrhundert war wohl eine mächtige, reiche, prächtige Stadt zur Zeit der italienischen Renaissance, voller endloser Intrigen, Verrat, aber auch scheinbar aussichtslose Liebe zwischen Männern ...

Florenz im 15. Jahrhundert war wohl eine mächtige, reiche, prächtige Stadt zur Zeit der italienischen Renaissance, voller endloser Intrigen, Verrat, aber auch scheinbar aussichtslose Liebe zwischen Männern und Liebenden aus zu verschiedener Ständen. Eine lebendige Szenerie wird hier geschildert. Sehr breit wird in diesem historischen Roman auch auf die Kunst mit ihren berühmten Malern wie Leonardo da Vinci und Botticelli, ihrem problematischen Werdegang, ihren Interessen eingegangen. Auch die besondere, teils vielfältige Rolle von Frauen kristallisiert sich klar heraus. Das politische Machtgefüge zwischen den Gilden und Stadträten mit ihrem Abstimmungsverfahren wirkt überzeugend demokratisch. Das Cover zeigt ein nur teilweise dargestelltes Liebespaar, locker umrahmt von einem blauen Tuch mit dem Unendlichkeits-Symbol und einzelnen Blumenblüten. Erwartet hätte ich hier eher das Porträt von Lorenzo de’ Medici als der Hauptfigur in großen Teilen des Romans.

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Veröffentlicht am 06.04.2023

Teilweise interessantes Lesevergnügen!

Der weiße Fels
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Vier Erzählstränge, die sich alle um den weißen Felsen an der mexikanischen Küste bei San Blas winden, handeln von Stellvertretern verschiedener Epochen: -
• 1775 Drei spanische Expeditionsschiffe treiben ...

Vier Erzählstränge, die sich alle um den weißen Felsen an der mexikanischen Küste bei San Blas winden, handeln von Stellvertretern verschiedener Epochen: -
• 1775 Drei spanische Expeditionsschiffe treiben von diesem kleinen Hafen die Kolonisierung Mexikos voran.
• 1907 Zwei indigene Mädchen der Yoemem vermitteln einen Eindruck ihrer Kultur. Auch die der Wixárika wird berücksichtigt.
• 1969 Der Sänger Jim Morrison verbringt dort eine Auszeit, angefüllt mit Alkohol und Drogen.
• 2020 Die Schriftstellerin ist im Pandemie-Jahr auf einer Pilgerreise über drei Stationen zusammen mit ihrer Familie.
Sicher steckt viel Recherche-Arbeit in diesem Buch. Besonderen Eindruck macht auf mich die mir bisher unbekannte Geschichte und Kultur der Yoemem und Wixárika. Aber auch die Expedition der Spanier als erste Europäer, die die Bucht von San Francisco erkundeten und kartographierten mit den Navigationsgeräten des 18. Jahrhunderts fand ich interessant, wenn auch mit fiktiven Figuren dargelegt. Diese geschichtlichen Stränge fand ich persönlich sehr ansprechend, während ich die Passagen rund um den Sänger Jim Morrison und die Schriftstellerin mit ihren Zukunftsängsten weniger erquickend fand. Das Cover wird dominiert von weißer Beschriftung, bildlich überragt von einem Felsblock in der Ferne – zwar den Inhalt treffend, aber künstlerisch wenig ansprechend.

Veröffentlicht am 31.03.2023

Ein buntes Kinderbuch zum Erzählen und Suchen.

Wo steckt eigentlich Asterix? - Das große Wimmelbuch
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Viel Chaos herrscht überall, ob nun im gallischen Dorf mit seinen engen Gassen, in der römischen Arena oder in deren Lager, vor deren Gericht, in einer Seeschlacht, in der Hauptstadt Rom etc., und immer ...

Viel Chaos herrscht überall, ob nun im gallischen Dorf mit seinen engen Gassen, in der römischen Arena oder in deren Lager, vor deren Gericht, in einer Seeschlacht, in der Hauptstadt Rom etc., und immer gilt es mit viel Geduld und scharfem Blick, gesuchte Figuren zu finden. Sprechanreize zur Kultur der Römer und Gallier, Diskussionspunkte mit Kindern bieten sich hier reichlich an auf vielen bunt illustrierten Seiten. Denn zu entdecken gibt es nicht nur die gesuchten, bekannten Figuren, angeboten wird sogar die Auflösung am Schluss. Geeignet ist dieses Buch für Lesefaule, die nach kurzer Suchanleitung Lorbeerkränze einheimsen können als Erfolgserlebnis. Auch die mehrmalige Beschäftigung mit dieser robust verarbeiteten Ausgabe bietet neue Aha-Erlebnisse. Für hartgesottene Asterix-Fans aus Urzeiten mag der neue Trend nicht unbedingt zusagen, aber eindeutig sollen hiermit Kinder angesprochen werden mit ausgesuchten Szenen voller Aktionen und interessanten Beteiligten alter Schule.

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Veröffentlicht am 29.03.2023

Eine Hommage an Smyrna, jedoch zu viele Schicksale!

Tochter einer leuchtenden Stadt
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Ein friedlicher Schmelztiegel an Nationalitäten und Religionen, ein florierendes, lautes Handelszentrum zu Zeiten des Osmanischen Reichs, so präsentiert sich diese Hafenstadt ab 1905 mit einer erstaunlichen ...

Ein friedlicher Schmelztiegel an Nationalitäten und Religionen, ein florierendes, lautes Handelszentrum zu Zeiten des Osmanischen Reichs, so präsentiert sich diese Hafenstadt ab 1905 mit einer erstaunlichen Sprachenvielfalt und viel Reichtum, mit der heimlichen, verschwiegenen Geburt eines Mädchens als Hauptfigur. Mit ihrem finalen Namen Scheherazade verbindet man vielleicht die Märchenerzählerin, aber so spannend kommt der gesamte Roman leider für mich nicht daher: zu verwirrend durch zu viele Beteiligte in einem großen Zeitraum mit Zeitsprüngen. Während ihres langen, abenteuerlichen Lebens nimmt der Leser teil am tragischen Untergang dieser Stadt, verursacht durch politische Wirren und den griechisch-türkischen Krieg, der von 1919 bis 1922 wütete, und einem verheerenden Brand mit hohen Opferzahlen unter der Zivilbevölkerung. Das Flair von dem allgemeinen Lebensstil von reichen Europäern, Griechen, Türken, Armeniern, von der Hafengegend in Smyrna wird umfassend und gut beschrieben. Ein Historienroman besonderer Art.

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