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Veröffentlicht am 21.07.2023

Mit Abstrichen gut

Tortilla Flat
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Normalerweise  bin ich von Steinbecks Büchern begeistert . In seinen Romanen gelingt  ihm  im Normalfall durch seine Schilderungen der Armen ,dass man am Ende  des Buches Verständnis und Mitleid gegenüber ...

Normalerweise  bin ich von Steinbecks Büchern begeistert . In seinen Romanen gelingt  ihm  im Normalfall durch seine Schilderungen der Armen ,dass man am Ende  des Buches Verständnis und Mitleid gegenüber den Protagonisten hat. Auch wenn es sich in Steinbecks Romanen  die Handlung bevorzugt  um arme "arbeitsscheue " Männer  handelt,  bisher waren die Symphatien im mer auf Seiten der liebenwürdigen " Tunichtgute . Diesmal jedoch ärgerte ich mich zeitweise über sie und ich kann nicht die Absicht und Meinung des Autoren teilen.  Im Gegenteil ,zum ersten Mal verstehe ich die Kritik an Steinbeck er würde Armut  und  kriminelles Vergehen verklären . Ich kann das  betrügerische Verhalten der Protagonisten nicht mehr  als Schelmerei entschuldigen und deklarieren, da sie nicht davor scheuen ihre noch ärmeren  Mitmenschen hereinzulegen  bestehlen und  auszunutzen. Da hilft kein humorvolles Schönreden  welches die Einzelnen  zur ihrer Verteidigung bemühen. Ausserdem ist in diesem Roman das Verhalten mehr als Vorhersehbar. Nun ja vielleicht nehme ich alles etwas zu ernst, aber ich mag diese Art nicht.Und zumindest Einer möchte selbstlos von Zeit zu Zeit Gutes tun.
Steinbeck möchte ich auch zu Gute halten , dass ihm gelingt ein Hoch auf die Kameradsschaft durch seine Geschichte zu vermitteln.
Das große Teile der Geschichte über Weinbeschaffung und Weintrinken handelt, nervte mich ein wenig . Da hätte ich  eher den etwas abwechslungsreicheren Inhalt der letzten Kapitel gehabt.
Die eigentümliche Erzählweise und Sprache mochte ich wiederum sehr .
Dies soll auf jeden Fall Niemand entmutigen dieses Buch und  seine hervorragende Roman wie " Früchte des Zorns", "Die Straße der Ölsardinen", oder auch " Von Menschen und Mäusen " zu lesen. Ich kann sie sehr empfehlen .

Veröffentlicht am 26.05.2023

Solider Plot, aktuelles Thema

Die letzte Lügnerin
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Die letzte Lügnerin ist der Dritte in sich geschlossen Band , rund um den Strafverteidiger Rocco Eberhard und Gerichtsmediziner Dr. Justus Harmer, was man auch leicht an der Cover Gestaltung erkennen kann ...

Die letzte Lügnerin ist der Dritte in sich geschlossen Band , rund um den Strafverteidiger Rocco Eberhard und Gerichtsmediziner Dr. Justus Harmer, was man auch leicht an der Cover Gestaltung erkennen kann . In dieser Kombination fand ich die Titelwahl " Die letzte Lügnerin" , dann ein wenig platt, damit meine ich die immer wiederkehrende Betonung auf "der letzte/ die letzte" und" der so und so vielte" und ( Verlagswahl, oder Autoren?)., die bisher in jedem Titel vorkamen. Am Anfang war ich etwas enttäuscht und hatte wenig Interesse an der Story , Justitz- Krimi und wirtschaftspolitischer Skandal empfand ich ein bisschen trocken.
Der Story-Plot war dann doch schlüssig und solide aufgebaut und die kurzen Kapitel haben die Geschichte lebendig gehalten. Ich mochte wieder die besondere Beziehung zwischen Rocco und Jarmer ( ich hätte fast aus Versehen Schwieker und Tsokos geschrieben) auch wenn sie Beide aufgrund " Differenzen" und Umstände lange Zeit kaum zusammen vorkommen.
Der Roman zeigte mir auch , dass moderne Möglichkeiten und öffentlich geschürte Meinungen , verstärkt durch social -media ( auch manchmal ausgenutzt für andere Interessen/ Zwecke ) es dem Gericht heutzutage nicht immer einfach macht ihr Urteil zu fällen.
So habe ich durch den Roman doch einiges zum Nachdenken gehabt .
Mit dem Titel habe ich mich am Ende angefreundet , der Sinn dahinter hat sich im Laufe des fortschreitenden Roman dann doch ergeben.

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Veröffentlicht am 09.05.2023

Etwas langatmig

The Atlas Paradox
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Den ersten Teil " The Atlax Six" las ich auf Englisch und er war mir in einigen Passagen zu langatmig. Ich dachte, dass es es vielleicht daran lag , so das ich den zweiten Teil auf Deutsch las. Es machte ...

Den ersten Teil " The Atlax Six" las ich auf Englisch und er war mir in einigen Passagen zu langatmig. Ich dachte, dass es es vielleicht daran lag , so das ich den zweiten Teil auf Deutsch las. Es machte keinen Unterschied, der Roman hat weiterhin Längen.Obwohl ich mich sehr für Philosophie interessiere, nahmen für meinen Geschmack die philosophischen Gespräche und  Gespräche über Umweltzerstörung zu viel Raum ein. Das hat den Fortgang der Handlung etwas gebremst. Die Story, obwohl sie mir im Grunde gefiel, kam oft echt nicht voran . Vielleicht hätte man es eher kürzen sollen und einen  einzigen Band daraus machen, anstatt einen weiteren Cliffhanger am Ende zu bringen. Das ich eigentlich nur Eine und zwei weitere Personen nur halb mochte hat dabei auch nicht geholfen. Ich mochte auch  die ständigen  Streitereien und Kleinkriege nicht. Und das obwohl sie  zwei Jahre in einem Haus zusammen lebten, kaum zu glauben.
Ich hätte auf jeden Fall gerne mehr von der eigentlichen Magieausübung  gelesen.
Ich bin  mir nicht Sicher ob ich den dritten Teil lesen möchte, obwohl ich sehr neugierig bin wie die Geschichte ausgeht.

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Veröffentlicht am 12.04.2023

Ganzheitlicher Ansatz

Jesus von Nazaret
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Ich war sehr neugierig auf dieses Buch,da ich dem Geheimnis Jesu als Religionsgründer , Mensch und historische Person schon lange versuche auf die Spur zu kommen und schon ein paar Bücher gelesen und Dokumentationen ...

Ich war sehr neugierig auf dieses Buch,da ich dem Geheimnis Jesu als Religionsgründer , Mensch und historische Person schon lange versuche auf die Spur zu kommen und schon ein paar Bücher gelesen und Dokumentationen über Jesus gesehen habe.
So sind viele Fakten und Bibelstellen nichts neues für mich gewesen , jedoch gerade Alois Prinzes Ansatz, dass man um Jesu zu verstehen einen zweifachen Blick bräuchte ,den für historischen Umstände und einen für die religiösen Erfahrungen fand ich sehr interessant, da in den meisten anderen Büchern ,entweder der eine ,oder der andere Ansatz vorherrscht ,der zu dann zu beweisen ist. Diesen ganzheitlichen Ansatz fand ich erfrischend Er bleibt sich in Hinsicht der religiösen Sicht jedoch im Laufe des Buches nicht immer konsequent treu, da er sich doch genötigt sieht alle "Wunder" dem modernen Menschen erklärbar zu machen, Dies finde ich jedoch nicht weiter schlimm , da ich durch die modernen Ansätze manch interessante Denkanstöße bekam .In dieser Auseinandersetzung mit dem Menschensohn und sich selbst sehe ich auch den größten Mehrwert des Buches
" Nur unter dem Einsatz der eigenen Person können wir erfahren , was das "Reich Gottes" bedeutet..."
Die Person Jesus als ethisches Ideal bleibt für mich auf jeden Fall immer faszinierend und ihn zu fassen bleibt immer eine Herausforderung.

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Veröffentlicht am 16.03.2023

Coming of age in New York der 70er

Es war einmal in Brooklyn
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Ich war mir zunächst etwas unsicher, ob ich diesen Roman lesen möchte Nach dem ich die Leseprobe las, kam mir die Handlung auf den ersten Blick etwas oberflächlich mit typischem USA Highschool ...

Ich war mir zunächst etwas unsicher, ob ich diesen Roman lesen möchte Nach dem ich die Leseprobe las, kam mir die Handlung auf den ersten Blick etwas oberflächlich mit typischem USA Highschool Gehabe vor. Dies legte sich jedoch schnell und die Autororin nahm sich besonders für die Charaktere viel Zeit und es war gegen meine Vermutung doch recht tiefgründig. Es handelt sich um einen Coming of age Roman und bekommt eine besondere Note da ein Protagonist schwer krank ist. Indentitätsfindung in der Jugend ist schon schwer genug , aber erst recht wenn man eventuell keine Zukunft hat. Aber auch die Familie der Jugendlichen wird Raum gegeben .Ich war jedoch überrascht, dass der Stromausfall , der seltsamerweise sofort als Black Out erkannt und bezeichnet wurde ( nach einer Stunde sage ich noch Stromausfall dazu und denke mir noch nichts dabei) erst in den letzten 100 Seiten Auftritt. Der Klappentext suggeriert da Anderes , man bekommt den Eindruck es würde die Hauptrolle spielen. Mir macht es dann doch nicht viel aus , da ich Coming of age Romane sehr gerne mag und ja vielleicht war der lange Vorlauf auch nötig um die Veränderungen und Auswirkungen an bzw. zwischen den Personen zu erfahren. Mittlerweile sehe ich ihn aber auch als Stilmittel,als Zäsur nach dem nichts mehr dasselbe ist ,sogar der Schreibstil , er wird gegen Ende derber. Es ist keine leichte Kost,aber nach dem sie verdaut ist in Ordnung.

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