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Veröffentlicht am 13.04.2023

Das It-Girl, der Fischer und viele Veränderungen für die Liebe

It happened one Summer
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Als eine spontane Party außer Kontrolle gerät, hat Pipers Stiefvater genug und schickt sie in die Küstenstadt Westport, aus der ihr leiblicher Vater stammt, an den sich Piper und ihre Schwester Hannah ...

Als eine spontane Party außer Kontrolle gerät, hat Pipers Stiefvater genug und schickt sie in die Küstenstadt Westport, aus der ihr leiblicher Vater stammt, an den sich Piper und ihre Schwester Hannah kaum noch erinnern können. Das It-Girl wird aus ihrer Komfortzone gerissen und muss plötzlich Verantwortung übernehmen - und überlegen, was sie vom Leben erwartet.

Sie versucht schon, das Beste aus ihrer Situation zu machen. Sie ist zwar etwas unerfahren und überfordert, als sie auf eigenen Beinen stehen muss, aber mit Entschlossenheit und der Unterstützung ihrer Schwester, die sie freiwillig begleitet hat, finden sie sich in Westport doch gut zurecht. Sie fühlen die Verbindung zu ihrem verstorbenen Vater und dem Leben, das er gelebt hat. Besonders Piper denkt auch viel über ihren bisherigen Lebensstil nach und findet neue Ziele.

In Westport fühlt sie sich sofort zum grummeligen Brendan hingezogen, der zunächst gar nicht begeistert ist, dass sich die verwöhnten Partyprinzessinnen in seiner Heimatstadt einnisten wollen. Aber schon bald beginnt er, Piper zu respektieren und entwickelt sehr schnell einen Beschützerinstinkt. Er kommt nicht gegen seine Gefühle an und dabei muss auch er sein Leben überdenken, denn er steckt schon lange in seinen Routinen fest und ist nicht wirklich glücklich.

Durch ihre unterschiedlichen Persönlichkeiten ist die Liebesgeschichte der beiden sehr unterhaltsam und spannend. Sie brauchen beide eine Veränderung in ihrem Leben, aber sie haben auch Angst, ihre Gefühle zuzulassen. Außerdem haben auch beide ihre Komplexe, denn Brendan glaubt, dass Piper Luxus erwartet, den er ihr nicht bieten kann und der einfach nicht zu ihm passen würde, Piper hingegen befürchtet, dass sie nichts zu bieten hat, um einem so bodenständigen Mann wie Brendan wirklich zu gefallen.

Das Buch bietet auch viele sympathische Nebencharaktere, besonders Pipers Schwester Hannah mochte ich sehr gerne und freue mich daher auf die Fortsetzung mit der anderen Bellinger-Schwester. Auch die anderen Bewohner Westports sind unterhaltsam und vielseitig, denn manche heißen die Schwestern mit offenen Armen willkommen, während andere es ihnen eher schwer machen.

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Veröffentlicht am 31.03.2023

Die Akademie der Exorzisten: Spannender Auftakt mit sympathischen Charakteren

Black Bird Academy - Töte die Dunkelheit
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Eigentlich sollte es nur ein One-Night-Stand werden, um ihren Ex zu vergessen, aber der Fremde entpuppt sich als Dämon, der ihr einen Dolch ins Herz rammt, um ihren Körper zu besetzen. Die Exorzisten der ...

Eigentlich sollte es nur ein One-Night-Stand werden, um ihren Ex zu vergessen, aber der Fremde entpuppt sich als Dämon, der ihr einen Dolch ins Herz rammt, um ihren Körper zu besetzen. Die Exorzisten der Black Bird Academy kommen zu spät um sie zu retten, doch schon bald müssen sie feststellen, dass Leaf noch lebt und die Kontrolle über ihren Körper hat. Fasziniert von ihrer Ungewöhnlichkeit bieten sie ihr zwei Optionen: Sie kann an der Akademie bleiben und sich zur Exorzistin ausbilden lassen ... oder sterben.


Leaf ist plötzlich auf sich allein gestellt, denn die Exorzisten wissen genau, dass ein Dämon in ihrem Körper steckt und sind überzeugt, dass Leafs Bewusstsein schon tot sein muss. Aber Leaf ist noch da und muss viel ertragen und ihr einziger "Verbündeter" ist der Dämon, der sie umbringen und besetzen wollte. Wie kann sie ihm trauen, wenn er meint, er wolle ihr helfen, sie bräuchte ihm nur die Kontrolle zu überlassen, wenn er ständig Menschen tötet? Sie kämpft ums Überleben während diese gefährliche Kreatur gleich unter der Oberfläche lauert und wird dabei immer stärker ... und dämonischer.

Einer ihrer Peiniger: der fähige und abgebrühte Exorzist Falco, der sich von dem Dämon nicht austricksen lassen möchte. Er ist sehr professionell und schließt seine Gefühle weg, aber wider Willen entwickelt er dann bald einen Beschützerinstinkt für die außergewöhnliche Leaf. Auch den Dämon fand ich sehr interessant, aber im Mittelteil auch etwas eintönig, weil er immer nur die gleichen Sätze in verschiedenen Variationen von sich gibt. Die drei ergeben eine Art kompliziertes Liebesdreieck, bei dem ich keinen Favoriten habe, ich mochte alle drei Protagonisten sehr gerne.

Ich fand die Prämisse auf jeden Fall spannend und die Welt der Exorzisten bietet vielschichtige Charaktere ist durch Dämonen, Kämpfe und Intrigen auch durchgehend spannend. Allerdings gab es so ein paar Sachen, die ich nicht ganz nachvollziehen konnte, besonders Leafs Aufnahme in der Akademie. Sie glauben zwar, dass sie die Kontrolle über ihren Körper hat, aber sie haben auch schon erlebt, dass der Dämon den Körper übernommen hat. Auch wenn sie Leaf noch nicht vollständig vertrauen, konnte ich nicht verstehen, warum sie nicht noch viel vorsichtiger mit ihr sind. Die letzten Worte der Geschichte fand ich etwas klischeehaft und etwas unnötig dramatisch. aber ich freue mich schon sehr auf die Fortsetzungen.

Die Sprecher haben mir sehr gut gefallen; Lydia Herms passt gut zu Leafs Unsicherheit und Schlagfertigkeit, der Dämon in ihrem Kopf hat die Stimme von Florian Schmidtke bekommen, die - im Vergleich zur ruhigeren Stimme von Alexander Pensel für Exorzist Falco - schon etwas spitzer klingt und sowohl freche Sprüche als auch Drohungen überzeugend rüberbringt.

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Veröffentlicht am 26.03.2023

Konkurrenz und Liebe zu mittelalterlicher Literatur

The Love Test – Versuch’s noch mal mit Liebe
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Allison liebt mittelalterliche Literatur und freut sich schon auf die Zusammenarbeit mit der bekannten Professorin, wegen der sie sich überhaupt für diese Universität für ihr Promotionsstudium entschieden ...

Allison liebt mittelalterliche Literatur und freut sich schon auf die Zusammenarbeit mit der bekannten Professorin, wegen der sie sich überhaupt für diese Universität für ihr Promotionsstudium entschieden hat. Doch dann macht ihr ausgerechnet ihr Exfreund Colin einen Strich durch die Rechnung, denn er ist ihr Konkurrent um die begehrte Stelle als Mentee.

Allison ist eigentlich selbstbewusst und wenn es um Literatur geht, dann ist sie voll in ihrem Element. Mit ihrem Vater versteht sie sich nicht besonders gut, denn dieser ist niemals hilfreich, aber beleidigt sie immer wieder, indem er ihr Gewicht kritisiert, und ihre Probleme mit ihrem Vater machen ihre Mutter traurig, was wiederum Allison belastet. Außerdem merkt sie, dass ihre beste Freundin und Mitbewohnerin ihren eigenen Weg geht und sie nur noch wenig Zeit füreinander haben.

In dieser Zeit taucht dann ihr Exfreund Colin wieder auf, der sie hintergangen hat und Allison ist sowohl wütend als auch verletzt. Obwohl es so aussieht, als hätte er sich geändert und wollte sich mit Allison vertragen, weiß sie nicht, ob sie ihm wieder vertrauen kann. Denn Colin war schon immer perfekt und beliebt, außerdem ist er ehrgeizig und nimmt nicht einmal Rücksicht auf seine Partnerin, wenn es darum geht, seine Ziele zu erreichen - zumindest aus Allisons Perspektive.

Jetzt müssen Allison und Colin zusammenarbeiten und Zeit miteinander verbringen, obwohl so viel zwischen ihnen steht. Neben dem Vertrauensproblem haben sie auch ein Kommunikationsproblem, denn wenn Allison sich erstmal eine Meinung gebildet hat, will sie nicht mehr darüber reden und gibt Colin keine Gelegenheit, sich zu erklären. Doch gleichzeitig redet Colin auch ungern über die Dinge, die ihn beschäftigen, denn trotz seines selbstbewussten Auftretens ist er im Kern sehr unsicher.

Fazit
Allison, Colin und ihre Kommunikationsprobleme haben mich auch mal frustriert, aber ich mochte ihre Leidenschaft für die Literatur des Mittelalters und auch, wie Allison langsam beginnt, Colin wieder zu vertrauen, denn sie sind schon ein süßes Team.

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Veröffentlicht am 24.03.2023

Wut, Unterdrückung, der Wunsch nach Veränderung und eine Prise Magie

We Will Give You Hell
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Nach dem Abitur machen Hellea und ihre Freunde gemeinsam Urlaub in Schweden, aber die Wälder und die Geschichte des Ortes haben eine unerwartete Wirkung auf Hell: Plötzliche Fieberschübe kommen zusammen ...

Nach dem Abitur machen Hellea und ihre Freunde gemeinsam Urlaub in Schweden, aber die Wälder und die Geschichte des Ortes haben eine unerwartete Wirkung auf Hell: Plötzliche Fieberschübe kommen zusammen mit einer starken Wut. Eine mysteriöse Frau scheint aber Antworten zu haben und Hellea findet sich schon bald inmitten der jahrhundertealten Geschichte unterdrückter Frauen wieder.

Hellea ist keine perfekte Protagonistin, denn sie wird schnell wütend, wenn jemand ungerecht ist - zum Beispiel ihr herablassender Stiefvater, der sie kontrollieren will und ihr außerdem immer unbegründete Vorwürfe macht. Aber wenn sie der Wut nachgibt, schämt sie sich hinterher und versucht, sich unter Kontrolle zu kriegen. Ihren Wunsch, sich zu bessern, mochte ich an ihr, auch wenn ich schon fand, dass sie oft zu hart zu sich selbst ist. Ich hatte oft mehr Verständnis für ihre Taten und Gefühle als sie selbst.

In Schweden spürt Hellea eine unerklärlich starke Wut begleitet von Fieber. Sie stößt zu einer Gruppe Frauen und erfährt von der Geschichte der unterdrückten Frauen Schwedens, deren Wut sie spürt. Hier fühlt sie sich verstanden, erhält magische Fähigkeiten durch ihre Wut und die Erde und schließt sich dem Wunsch nach Veränderung an - oder eher dem Verlangen nach Gerechtigkeit.

Ich fand es ganz gut gelungen, wie problematisches Verhalten im Buch selbst auch angesprochen wird, dass viele Situationen aus anderen Blickwinkeln betrachtet und verschiedene Argumente aufgeführt werden. So hat sich im Buch auch alles wie eine bewusste Entscheidung der Autorin angefühlt. Das hat dann aber auch ein wenig dafür gesorgt, dass man schon gewisse Wendungen der Geschichte erwartet, da ich damit gerechnet habe, dass die Autorin es noch besser und genauer erklären wird.

Fazit
Das Abenteuer in Schweden fand ich wirklich spannend und auch das Thema der Unterdrückung und der weiblichen Wut fand ich sehr interessant umgesetzt, man denkt auf jeden Fall viel über vergangene und aktuelle Ungerechtigkeiten nach.

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Veröffentlicht am 22.03.2023

Gelungener Abschluss einer unterhaltsamen Reihe

Die Wallflowers - Daisy & Matthew
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Evie ist die letzte der vier Wallflowers, die noch unverheiratet ist, und ihr Vater wird langsam ungeduldig. Wenn sie es selbst nicht schafft, einen geeigneten Ehemann zu finden, dann wird er sie mit seinem ...

Evie ist die letzte der vier Wallflowers, die noch unverheiratet ist, und ihr Vater wird langsam ungeduldig. Wenn sie es selbst nicht schafft, einen geeigneten Ehemann zu finden, dann wird er sie mit seinem Geschäftspartner verheiraten. Ausgerechnet der langweilige Matthew Swift, mit dem Evie gar keine Gemeinsamkeiten hat! Aber Matthew ist seit ihrem letzten Treffen attraktiver geworden und wider Willen findet Evie ihn sogar charmant.

Auch wenn Evie ihn lange kaum wahrgenommen hat, und schon gar nicht als potenziellen Ehemann, bewundert Matthew die junge Frau schon lange. Mit den Heiratsplänen ihres Vaters hat er nichts zu tun, denn er plant auch gar nicht, sich an jemanden zu binden. Er hat eine geheimnisvolle Vergangenheit und möchte niemanden in die Geschichte hineinziehen, die ihm keine Ruhe lässt.

In Evies Augen ist er nicht viel mehr als als ein berechnender Geschäftsmann, der alles tun würde, um ihrem Vater zu gefallen und seinen Reichtum zu vermehren. Wenn er sie heiraten will, dann ja wohl nur, um sich das Vermögen ihrer Familie zu sichern und das entspricht nicht Evies romantischen Erwartungen einer Ehe.

Ihre Schwester und ihre zwei besten Freundinnen haben alle wunderbare und liebevolle Ehemänner und Evie will sich eigentlich auch nicht mit weniger zufrieden geben, aber besonders viele vielversprechende Verehrer hat sie auch nicht. Sie beginnt entgegen ihrer Erwartungen, sich für Matthew zu interessieren, aber dann ist er es, der sich der Anziehung widersetzt. Wie auch in den Vorgängern gibt es einiges an Reibungen und albernen Momenten, aber an Romantik und Spannung fehlt es auch nicht.

Die anderen Wallflowers spielen hier wieder eine große Rolle, vielleicht sogar noch ein bisschen mehr als in den anderen Büchern, ohne aber Evie und Matthew die Show zu stehlen. Insgesamt fand ich die gesamte Reihe sehr gelungen, in jedem Buch hat man ein ungleiches Paar mit einer guten Chemie, sympathische Protagonisten und Nebencharaktere und eine unterhaltsame Liebesgeschichte, die nie langweilig wird.

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