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Veröffentlicht am 11.05.2023

Der Geschmack Asiens

Asiatisch vegan
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Ich muss vorausschicken, ich ernähre mich nicht vegan, möchte aber mehr und mehr vegane Gerichte in meine Ernährung einbauen. Den Verzehr von Fleisch- und Wurstwaren habe ich schon länger auf ein Minimum ...



Ich muss vorausschicken, ich ernähre mich nicht vegan, möchte aber mehr und mehr vegane Gerichte in meine Ernährung einbauen. Den Verzehr von Fleisch- und Wurstwaren habe ich schon länger auf ein Minimum heruntergefahren. Deshalb stehe ich veganen Rezepten mehr als aufgeschlossen gegenüber. Und warum nicht asiatisch vegan? Die asiatische Küche ist mir bisher eher fremd. Asiatisch essen gehen ja, aber asiatisch selber kochen, war bisher nicht mein Ding, und dann auch noch vegan.

Die Studentin und Food-Bloggerin Sasha Gill präsentiert uns in ihrem wunderschön aufgemachten Kochbuch, mit vielen ansprechenden Fotos, eine Vielfalt an neuen Kochideen. Die kulinarische Reise führt uns quer durch die asiatischen Küchen, von Indien bis China, von Thailand bis Japan.
Das Kochbuch kann mich tatsächlich begeistern. Es ist ansprechend und liebevoll gestaltet, mit professionellen Fotos. Die Gerichte sind appetitlich angerichtet, die Rezepte gut beschrieben. Die Rezeptauswahl bietet für jeden Geschmack leckere Ideen.

Doch jetzt kommt das ABER. Asiatisch vegan zu kochen ist mit einigem Aufwand verbunden. Nicht alle Gewürze und Zutaten sind in meinem üblicherweise frequentierten Geschäften erhältlich, was bedeutet, ich muss in die Kreisstadt fahren, um mir diese zu besorgen oder das Internet bemühen. Das verleidet mir ein bisschen den Spaß. Ich bevorzuge eine unkomplizierte Küche mit Zutaten, die größtenteils ohnehin vorhanden sind.

Zwar habe ich einige wirklich leckere Rezepte gefunden, die mich ansprechen und die auch für mich gut zu bewerkstelligen sind, aber der Großteil der Rezepte überfordert mich schlichtweg. Der Zeitaufwand ist oft enorm und stellt für Berufstätige eine Herausforderung dar. Ein Kochbuch für Köch:innen, die den Aufwand nicht scheuen, für Gelegenheitsköchinnen und eher nicht zu empfehlen. Das ist keine Wertung der Rezepte, denn die sind durchweg raffiniert und lecker anzusehen.

Fazit: Raffinierte asiatische vegane Rezepte, leider nicht ohne Aufwand zu bewerkstelligen.

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Veröffentlicht am 14.04.2023

Lebensnotwenig: Fitte Muskeln

Muskeln – die Gesundmacher
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Muskel ist nicht gleich Muskel. Prof. Dr. Ingo Froböse, Deutschlands Sportwissenschaftler Nr. 1, erklärt in seinem Ratgeber die drei grundverschiedenen Muskeltypen, den Aufbau der Muskulatur, welche ...



Muskel ist nicht gleich Muskel. Prof. Dr. Ingo Froböse, Deutschlands Sportwissenschaftler Nr. 1, erklärt in seinem Ratgeber die drei grundverschiedenen Muskeltypen, den Aufbau der Muskulatur, welche Rolle das Bindegewebe und die Faszien spielen und das Muskelkraft nicht gleich Muskelmasse ist.

Wenn wir regelmäßig Sport treiben, beeinflussen wir aktiv die Zusammensetzung unserer Muskeln und damit unsere körperliche Leistungsfähigkeit, das sollte jedem von uns klar sein. Denn leider beginnt der Muskelabbau bereits im Alter von 30 Jahren. Regelmäßiges Training hilft bis ins hohe Alter die Muskelkraft zu erhalten und schützt vor Muskelverlust.

Doch der Muskel benötigt Nährstoffe, die wichtigsten Baustoffe sind die Proteine, sie müssen regelmäßig nachgetankt werden. Überrascht hat mich die hohe Proteinwertigkeit des Hühnereis. In ihm sind alle essentiellen Aminosäuren enthalten, die vom Muskel zu hundert Prozent verwendet werden.

Doch was haben Stress und Angst mit unseren Muskeln zutun oder das berühmte Zähneknirschen im Schlaf? Und stimmt es wirklich: Fitte Muskeln, fittes Gehirn?

Prof. Dr. Ingo Froböse legt uns hier einen sehr komplexen Ratgeber vor, der für den Laien sehr schwer zu lesen ist. Bodybuilder, Sportler und Mediziner, die sich mit dieser Thematik schon eingehender befasst haben, finden hier sicherlich tiefergehende Erkenntnisse für sich. Für mich persönlich zu wissenschaftlich, ich fühlte mich überfordert.

Fazit: Ein anspruchsvolles Sachbuch, jedoch für Laien nicht geeignet

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Veröffentlicht am 13.04.2023

Weiße Augen

Nephilim
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Das Debüt der jungen Autorin Izzy Kramer. »Nephilim – Der Schwur« ist der vielversprechende Auftakt zu einer phantastischen Trilogie. Außerdem wurde das Buch beim SERAPH 2023 für das Beste Debüt nominiert. ...



Das Debüt der jungen Autorin Izzy Kramer. »Nephilim – Der Schwur« ist der vielversprechende Auftakt zu einer phantastischen Trilogie. Außerdem wurde das Buch beim SERAPH 2023 für das Beste Debüt nominiert.

Doch was sind überhaupt ein Nephilim? In der Mythologie begegnen sie uns als riesenhafte Mischwesen, gezeugt von Engeln und Menschenfrauen. Nephilim sind größer und stärker als Menschen. Das Besondere an ihnen: Sie haben weißes Haar und weiße Augen.

Inhalt:

1903 wird ein Baby auf den Stufen der Westminster Cathedral ausgesetzt. Sophia, eine junge Nonne nimmt den kleinen Jungen auf und bringt ihn in das nahegelegene Waisenhaus. Sie steht auch weiterhin als seine Ziehmutter für ihn ein. Niemand kennt seinen Namen, deshalb wird er später wegen seiner Größe »Goliath« und »Leviathan« genannt. Sein Aussehen und seine Größe machen ihn zum Außenseiter. Als Sophia von einem Unbekannten ermordet wird, bricht die Einsamkeit über den Jungen herein. Er schlägt sich alleine durch und schwört sich den Tod von Sophia zu rächen.

2020 »Goliath/Leviathan« schlägt sich mit zwielichtigen Jobs durchs Leben. Nirgendwo bleibt er lang. Seine Augenfarbe verbirgt er hinter farbigen Kontaktlinsen. Doch eines nachts sieht er diese ganz besondere Frau unter einer Laterne im Mondlicht tanzen. Sie erinnert in an Sophia. Und schon bald tut sich nicht nur für unseren Helden, auch für den Leser eine interessante Welt unter der Erde auf.

Meine Meinung:

Der Schreibstil ist flüssig. Die Story macht unglaublich neugierig und hat Sogwirkung. Ich wollte unbedingt wissen, wie es weitergeht. Die Erzählperspektiven wechseln, auch das macht es spannend. Die Protagonisten erscheinen fremd und doch faszinierend. »Goliath/Leviathan« und im weiteren Verlauf »Rooke« tat mir als kleiner Junge leid, später fand ich ihn zunehmend unsympathisch. Leider hielt mich die Begeisterung nicht durchgängig gefangen. In der Mitte empfand ich fast ein bisschen Ermüdung. Erst später nahm die Handlung wieder Fahrt auf.

Fazit: Ein phantasievolles Debüt, dass den Leser in eine faszinierende Welt unter der Erde führt.

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Veröffentlicht am 11.04.2023

Kannibalismus

Kannibal. Jagdrausch
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Rezension zur Hörbuchfassung.
Das Thema Kannibalismus verursacht mir Gänsehaut. Im Tierreich ist es gar nicht so selten, dass Tiere ihre Artgenossen fressen. Aber dass es auch Menschen gibt, die andere ...



Rezension zur Hörbuchfassung.
Das Thema Kannibalismus verursacht mir Gänsehaut. Im Tierreich ist es gar nicht so selten, dass Tiere ihre Artgenossen fressen. Aber dass es auch Menschen gibt, die andere Menschen verspeisen, kann ich nur als abartig bezeichnen.

In Berlin finden Müllmänner einen Koffer voller menschlicher Knochen. Die Behörden ziehen die beiden Privatermittler Bastian Becker und Janina Funke hinzu. Schon bald steht fest, dass es sich hier um einen Fall von Kannibalismus handelt. Im Netz finden sich verschiedene Gruppen, die zumindest in der Theorie auf diese Spielart stehen. Bastian versucht in diese Kreise vorzudringen und gerät damit selbst in das Blickfeld des Täters.

Das Hörbuch war wirklich spannend, wenn auch die Auflösung des Täters keine Überraschung für mich bot. Ich war schon relativ schnell auf der richtigen Fährte. Der Sprecher macht einen guten Job. Er schafft es mit seiner Stimme Spannung aufzubauen. Er ließ die einzelnen Figuren sehr plastisch vor meinem inneren Auge erstehen. Zusätzliche Spannung erzeugten die Kapitel aus der Sicht des Täters. Der Hauptprotagonist Bastian Becker konnte mich allerdings nicht für sich gewinnen. Ich mochte seine Alleingänge nicht. Becker hatte für mich fast autistische Züge. Das wäre in Ordnung, nur fluchte er für meinen Geschmack etwas zu viel.

Interessant fand ich die Erwähnung des realen Falles eines Japaners, dem sich der Täter anscheinend zum Vorbild genommen hatte. Ich gebe zu, manche Stellen erzeugten mir Brechreiz.

Fazit: Krasses Thema. Nichts für schwache Nerven.

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Veröffentlicht am 26.03.2023

Aus heiterem Himmel

Vater, Mutter, Kind
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Rezension bezieht sich auf die Hörbuch-Fassung:

Anjas Mann Stefan teilt seiner Frau aus heiterem Himmel mit, er hätte das Haus verkauft, für Anja und ihrer gemeinsamen Tochter Mina hätte er ein Haus ...


Rezension bezieht sich auf die Hörbuch-Fassung:

Anjas Mann Stefan teilt seiner Frau aus heiterem Himmel mit, er hätte das Haus verkauft, für Anja und ihrer gemeinsamen Tochter Mina hätte er ein Haus in Bad Vilbel gemietet. Der Umzug soll zügig vonstattengehen. Er selber verreist. Anja ist wie vor den Kopf geschlagen. Sie organisiert den Umzug. Das Haus ist in einem heruntergekommenen Zustand. Anja befreundet sich mit der Nachbarin Nerina, die sich jedoch als unzuverlässig als Tagesmutter erweist. Nach und nach erfährt sie, dass in dem Haus vor 11 Jahren ein Mädchen verschwunden ist.

Mich hat das Hörbuch gefesselt. Die Sprecherin Silke Buchholz hat eine angenehme Stimme. Ich mag es wie sie intoniert. Die Story selber ist spannend, man musste fast zwanghaft weiter hören, um zu erfahren, was hier wirklich passiert ist und wie das alles zusammenhängt. Der Wechsel zwischen den Protagonistinnen erhöhte zusätzlich die Spannung. Eine Lieblingsfigur hatte ich nicht, dafür in Clemens einen absolut unsympathischen Protagonisten. Auch Mersad mochte ich nicht. Aber ich vermutete schon bald, dass hinter seinem Verhalten was steckt. Nerina sie tat mir von Herzen leid. Tja, und die eigentliche Hauptprotagonistin Anja? Mit ihr wurde ich nicht warm. Ihr Verhalten und ihre Reaktionen auf ihre Lebenssituation konnte ich nicht wirklich nachvollziehen.

Fazit: Ein spannendes Hörbuch. Ich kann es trotz kleinerer Schwächen empfehlen.



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