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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.06.2023

Durchdachter Thriller, welcher mich aber nicht voll und ganz mitreißen konnte

Nicht ein Wort zu viel
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„Nicht ein Wort zu viel“ war tatsächlich mein erstes Buch von Andreas Winkelmann und dass obwohl ich häufig Krimis und Thriller lese. Ich persönlich muss aber zugegeben, dass der Stil des Autors nicht ...

„Nicht ein Wort zu viel“ war tatsächlich mein erstes Buch von Andreas Winkelmann und dass obwohl ich häufig Krimis und Thriller lese. Ich persönlich muss aber zugegeben, dass der Stil des Autors nicht ganz so Meins ist. Zunächst einmal braucht die Handlung finde ich doch recht lange, bevor überhaupt Spannung aufkommt. Die ersten 50 Seiten kam bei mir keine Faszination fürs Buch auf, was schon mal kein gutes Zeichen ist. Allerdings konnte mich die Geschichte hintenraus spannungsmässig dann doch noch überzeugen. Der Kriminalfall ist auf jeden Fall gut konstruiert, durchdacht und hält zahlreiche undurchschaubare Wendungen bereit. Auch die Protagonist:innen wirkten soweit authentisch und die wechselnden Perspektiven sorgen für eine gelungene Dynamik. Allerdings empfand ich die beschriebene Polizeiarbeit nicht immer als realistisch, gerade was den Umgang bzw. die enge Zusammenarbeit mit Zivilisten angeht. Der Schreibstil ist für meinen Geschmack zu nüchtern und die vielen sehr kurzen, aneinandergereihten Sätze, störten meine Lesefluss durchaus. Ich selbst mag es wenn die Geschichte etwas mehr „auserzählt“ wird, kann mir aber gut vorstellen warum so viele Leser:innen die Werke des Autors mögen. Alles in allem ergibt sich bei mir ein durchmischtes Fazit. Insgesamt mag ich deshalb letztendlich 3 ½ Sterne vergeben.

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Veröffentlicht am 05.06.2023

Temporeicher Actionthriller

Seventeen
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So ganz überzeugen konnte mich „Seventeen“ von John Brownlow leider nicht. Denn ich hatte mir doch etwas mehr Finesse und auch nähere Einblicke in die Psyche des Erzählers erhofft. Obwohl eigentlich ständig ...

So ganz überzeugen konnte mich „Seventeen“ von John Brownlow leider nicht. Denn ich hatte mir doch etwas mehr Finesse und auch nähere Einblicke in die Psyche des Erzählers erhofft. Obwohl eigentlich ständig etwas passiert und die Handlung kaum zur Ruhe kommt, langweilten mich gerade die doch sehr ausführlichen Verfolgungsszenen etwas. An Action und Gewalt wird wirklich nicht gespart und wer (amerikanische) Agentengeschichten mag, ist hier goldrichtig. Das Buch liest sich an sich auch wirklich gut weg. Der Schreibstil ist eher einfach gehalten und die kurzen Kapitel sorgen für ein schnelles Lesetempo. Als geübte Thriller-Leserin konnten mich zwar nicht alle Wendungen überraschen, dennoch konnte die Geschichte durchaus meine Aufmerksamkeit fesseln. Zu Beginn kam ich allerdings nur langsam ins Buch, da die Geschichte auf den ersten 50 Seiten finde ich nahezu keine Spannung aufweist. Gerade das Ende machte für mich dann aber nochmal ordentlich Punkte wett, da hier richtig originell erzählt wurde. Insgesamt ist das Buch finde ich kein klassischer Thriller und auch spannungstechnisch konnte mich die Handlung nicht vollständig überzeugen. Erzählt wird meist aus der Perspektive des Hauptprotagonisten, wobei dieser immer wieder die dritte Wand durchbricht und uns Leser:innen direkt anspricht. Im Gesamten ist die Handlung soweit rund und in sich stimmig. Aufgrund meiner Kritikpunkte, ziehe ich letztendlich einen Stern ab, so dass ich das Werk am Ende mit immer noch guten 3 ½ Sternen bewerten mag.

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Veröffentlicht am 09.05.2023

Wunderschöne Aufmachung, aber ziemlich platte Lebensweisheiten

Sternenreiter – Kleine Sterne leuchten ewig (Band 1)
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Für die Gestaltung bekommt „Sternenreiter – Kleine Sterne leuchten ewig“ von mir auf jeden Fall die volle Punktzahl. Gerade die liebevoll gestalteten farblichen Zeichnungen sind wunderschön und werten ...

Für die Gestaltung bekommt „Sternenreiter – Kleine Sterne leuchten ewig“ von mir auf jeden Fall die volle Punktzahl. Gerade die liebevoll gestalteten farblichen Zeichnungen sind wunderschön und werten das Buch auf jeden Fall auf. Beim Text handelt es sich um eine Geschichte des Autoren Jando, welche bereits 2012 veröffentlicht wurde. Das aktuelle Hardcover ist eine Neuauflage aus dem Giger Verlag. Die Geschichte erinnert mich inhaltlich an eine Mischung aus „Der kleine Prinz“ und „Das Café am Rande der Welt“, wobei „Sternenreiter“ mit beiden weltberühmten Werke finde ich nicht so recht mithalten kann. Versteht mich nicht falsch, natürlich ist es eine süße Idee und auch die ein oder andere eingestreute Weisheit ist ansprechend und lehrreich. Die Umsetzung allerdings war mir persönlich viel zu platt, oft wirken die Lebensweisheiten aneinandergereiht und fügen sich nicht stimmig in die restliche Handlung ein. Wer noch nie etwas aus diesem Genre gelesen hat und mit niedrigen Erwartungen startet, wird mit diesem Buch trotzdem schöne Lesestunden verleben können. Insgesamt und im Vergleich mit anderen Werken, kann ich persönlich aber nur 3 ½ Sterne vergeben.

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Veröffentlicht am 18.04.2023

Verliert an Kraft, je weiter sich die Geschichte von der Grundidee entfernt

Going Zero
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„Going Zero“ von Anthony McCarten war für mich ein kurzweiliger Thriller, welcher mich gerade zu Beginn sehr fesseln konnte. Die zugrundeliegende Idee in unsere heutigen hochtechnisierten Welt zu versuchen ...

„Going Zero“ von Anthony McCarten war für mich ein kurzweiliger Thriller, welcher mich gerade zu Beginn sehr fesseln konnte. Die zugrundeliegende Idee in unsere heutigen hochtechnisierten Welt zu versuchen unterzutauchen klang finde ich richtig spannend und gerade der Erzählstrang rund um Zero 10 konnte mich schon sehr in seinen Bann ziehen. Allerdings hätte ich es cool gefunden, wenn auch die Geschichten der anderen neun Kandidat:innen vollständig erzählt worden wären. Gerade hier war ich sehr neugierig auf unterschiedliche Strategien und Ideen des Autors. Diese traten aber letztendlich nur am Rand in Erscheinung und die Handlung fokussierte sich hauptsächlich auf die beiden Antagonisten, nämlich der untergetauchten Kaitlyn (alias Zero 10) und ihren Verfolgern vom Projekt Fusion, allen voran Cy Baxter. Zunehmend entwickelte sich die Geschichte dann in eine ganz andere Richtung als erwartet. Prinzipiell lebt ein Thriller ja auch von überraschenden Wendungen. Hier ging der Plan nur nicht ganz auf, denn je weiter sich der Autor von seiner Grundidee entfernte, desto beliebiger und weniger speziell wurde die Handlung. Versteht mich nicht falsch, auch diese Entwicklung las sich spannend und punktete mit jeder Menge Action und Tempo. Ich persönlich glaube nur, dass die ursprüngliche Idee, besser ausgebaut, ein wesentlich größeres Potenzial geborgen hätte. Trotzdem war „Going Zero“ eine kurzweilige und unterhaltsame Lektüre. Der Schreibstil liest sich mitreißend und so kam ich richtig schnell durchs Buch. Alles in allem vergebe ich dafür 3 ½ Sterne.

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Veröffentlicht am 05.04.2023

Blieb hinter meinen Erwartungen zurück

Der dunkle Schwarm 2 - Der stille Planet
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Nachdem ich, vor allem mit dem Ende, des ersten Bandes etwas unglücklich war, wollte ich der Reihe dennoch eine neue Chance geben. Doch auch „Der dunkle Schwarm 2 - Der stille Planet“ von Marie Graßhoff ...

Nachdem ich, vor allem mit dem Ende, des ersten Bandes etwas unglücklich war, wollte ich der Reihe dennoch eine neue Chance geben. Doch auch „Der dunkle Schwarm 2 - Der stille Planet“ von Marie Graßhoff konnte mich leider nicht vollends überzeugen. Dabei liest sich das Buch eigentlich überaus angenehm und flüssig. Der Schreibstil ist modern und mitreißend und auch das hohe Erzähltempo sorgt für gute Unterhaltung und eine packende Dynamik. Insgesamt waren es zwei Punkte welche mein Lesevergnügen getrübt haben. Zunächst einmal sind das die Entscheidungen und Verhaltensweisen von Hauptprotagonistin Atlas. Ich mag jetzt nicht ins Detail gehen und spoilern, aber letztendlich zeigte sie zwar einerseits eine beachtliche Charakterentwicklung, in einem wichtigen Punkt verhielt sie sich aber in meinen Augen absolut unstimmig. Ich weiß nicht so recht ob dies als Charaktereigenschaft gezielt so angelegt wurde, oder ob Autorin Marie Graßhoff hier an ihrer Figur vorbei geschrieben hat. Das Ergebnis war auf jeden Fall das mich Atlas zunehmend genervt hat und nicht mehr die sympathische und smarte Figur aus dem erste Band war. Mal davon abgesehen ist die Handlung aber auch noch unglaublich vollgestopft mit den unterschiedlichsten Themen. Anstatt konsequent die Auflösung des Falls (welchen es auch in diesem Band wieder gibt) zu verfolgen, schweift das Geschehen immer wieder in andere Richtungen ab. Prinzipiell spielt dabei alles schon irgendwie zusammen, es wird aber durch die Fülle letztendlich nicht detailliert auserzählt und manches bleibt am Ende einfach offen. Für meinen Geschmack, hätte es einige der Nebenschauplätze gar nicht gebraucht, da diese Handlungsstränge auch nicht unbedingt einen Mehrwert bringen. Um dabei überhaupt durchblicken zu können, sollten die Bände unbedingt chronologisch gelesen werden, da durchaus Vorwissen vorausgesetzt wird. Die abschließende Bewertung des Buch fällt mir in diesem Fall nicht leicht. Denn Worldbuilding und auch der Schreibstil sprechen eindeutig für das Werk, allerdings kann ich auch nicht über die zuvor genannten Gründen hinwegsehen und vergebe deshalb insgesamt 3 ½ Sterne.

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