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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.04.2023

Ein schlichtes Cover verbirgt eine berührende Lebensgeschichte

Das Café ohne Namen
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Wir befinden uns in Wien,1966. Die Stadt erlebt den Wiederaufbau nach dem Grauen des Krieges, die Menschen schauen hoffnungsvoll in die Zukunft. Und auch in Robert Simon, der sich als junger Gelegenheitsarbeiter ...

Wir befinden uns in Wien,1966. Die Stadt erlebt den Wiederaufbau nach dem Grauen des Krieges, die Menschen schauen hoffnungsvoll in die Zukunft. Und auch in Robert Simon, der sich als junger Gelegenheitsarbeiter auf dem Markt sein Geld verdient, wächst der Plan, sein eigener Herr zu werden. Mutig eröffnet er ein Café, und wird so auch zum Gesprächspartner seiner bunten Gästeschar.
Robert Seethaler versteht es wie kein anderer, Szenen lebendig zu beschreiben, Stimmungen aller Couleur einzufangen und dabei eine Geschichte so sensibel zu erzählen, das sie bewegt und berührt. Warmherzig schildert er die Menschen, die das Café im Grätzel bevölkern, ihre Sorgen und Nöte, ihr kleines Glück und ungeahnte Schicksalsschläge. Robert Simons Leben ist so echt und real, so zutiefst menschlich und doch auch so rührend, dass man das Buch nicht mehr aus der Hand legen kann. Für mich sind es genau diese Lebenslinien, die mich einfangen und begeistern und die Robert Seethaler so ungemein fesselnd zu Papier bringt. Meine wärmste Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 20.04.2023

Ein düsterer und sehr spannender Fall mit erschreckendem Hintergrund

Mord in Bordeaux (Claire Molinet ermittelt 2)
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Ein exklusives Diner in einem renommierten Lokal, so wollte Claire Molinet den Abend genießen, und wird dabei Zeuge eines Zusammenbruchs am Nachbartisch. Als für den bekannten Gast jede Hilfe zu spät kommt, ...

Ein exklusives Diner in einem renommierten Lokal, so wollte Claire Molinet den Abend genießen, und wird dabei Zeuge eines Zusammenbruchs am Nachbartisch. Als für den bekannten Gast jede Hilfe zu spät kommt, wird der Verdacht auf einen Giftmord laut und Claire, anerkannte Privatdetektivin, nimmt gemeinsam mit Commandant Raoul Chénier die Ermittlungen auf. Nicht ahnend, in welche Gefahr auf sie wartet.
MORD IN BORDEAUX trägt wieder völlig zu Recht den Untertitel „Ein kulinarischer Krimi“. Auch Band zwei um die Detektivin Claire Molinet ist Sandrine Albert wieder wunderbar gelungen, er kann aber absolut ohne Vorkenntnisse genossen werden. Ihr Krimi ist flüssig geschrieben, angenehm zu lesen, stilsicher, lebendig und farbig! Man darf Claire bei ihren Recherchen über die Schulter schauen und erfährt dabei Erstaunliches und Erschreckendes aus Frankreichs Vergangenheit, das seine Schatten bis in die Gegenwart wirft. Sandrine Albert schafft es wieder spielerisch, zwischen knisternder Spannung und liebenswerten Details zu besonderen Delikatessen zu wechseln. Man möchte am liebsten nach Aquitanien reisen!
Mit Claire Molinet und Raoul Chénier sind ihr zwei ausgesprochen sympathische, sehr menschliche und gradlinige Protagonisten gelungen, die mit ihrer hartnäckigen Spurensuche für jede Menge Spannung sorgen und den Leser zum Miträtseln anregen. Dabei erfährt man auch viel über Land und Leute und spürt die Zuneigung der Autorin zu dieser zauberhaften Gegend.
Ein herrlich ausgewogener Krimi in einem wunderschönen Ambiente, spannend und mit überzeugendem Plot! Absolut empfehlenswert!

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Veröffentlicht am 20.04.2023

Eine bewegende Geschichte von Menschen, Büchern und dem Schicksal

Die Tage in der Buchhandlung Morisaki
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Takako ist gerade einmal 25 Jahre alt, gut situiert mit Studium, Job und eigener Wohnung, als ihre intakte Welt plötzlich und unvorhersehbar in Scherben zerspringt. Ihr Liebeskummer ist so übermächtig, ...

Takako ist gerade einmal 25 Jahre alt, gut situiert mit Studium, Job und eigener Wohnung, als ihre intakte Welt plötzlich und unvorhersehbar in Scherben zerspringt. Ihr Liebeskummer ist so übermächtig, dass sie alles aufgibt und auf den Rat ihrer Mutter hin bei deren Bruder im alt eingesessenen Antiquariat der Familie Unterschlupf sucht.
Schon das liebevoll und fein gezeichnete Cover verrät es, Takako wohnt über dem Antiquariat ihres Onkels. Beide tragen eine Last mit sich, deren Bürde nur mittels Flucht in die Welt der Bücher erträglich wird. Satoshi Yagisawa erzählt eine bewegende Geschichte mit klaren, schnörkellosen Worten, sein Stil ist leicht und unbeschwert, obwohl hinter seinem wohl gewählten Ausdruck sehr viel Lebensweisheit und Menschlichkeit steckt. Man taucht unweigerlich ein in Takakos Leben und wünscht sich, selbst einmal Tokios berühmtes Bücherviertel erkunden zu dürfen. Diese eigentlich locker erzählte Geschichte mit so viel Tiefgang hat einen Sog entwickelt, dem ich mich nicht mehr entziehen konnte. Ein wunderbares Buch für Menschen, die das Lesen und das Leben lieben.

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Veröffentlicht am 19.04.2023

Zauberhafte und bewegende Geschichte um den ältesten Beruf der Welt

Storchenherzen
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Helga hat die vierzig überschritten und betreibt mit Kollegin Monika eine kleine Hebammenpraxis. Madita hat erst vor kurzem ausgelernt und brennt für ihren Beruf. Sie bringt nicht nur ordentlich viel frischen ...

Helga hat die vierzig überschritten und betreibt mit Kollegin Monika eine kleine Hebammenpraxis. Madita hat erst vor kurzem ausgelernt und brennt für ihren Beruf. Sie bringt nicht nur ordentlich viel frischen Wind in die Praxis, sondern auch in Helgas Leben.
Fritzi Teichert hat sich eine ganz und gar zauberhafte Geschichte ausgedacht. Es geht um die grundlegenden Dinge, die ein Frauenleben beeinflussen: Ein Beruf, der Freude und Abwechslung bringt, Liebe, Zuneigung, Freundschaft und die Geburt eines Kindes. Im Grunde verfolgen Helga und Madita dasselbe Ziel, beide wollen helfen. Aber man spürt den Generationenunterschied, darf sich herrlich über die unbeschwerte Madita amüsieren und kann auch gleichzeitig Helgas Sorgen verstehen. Die Story ist erfrischend jung und modern, unglaublich lebendig und bewegend und wird von Sandra Voss und Anne Sofie Schietzold so mitreißend gelesen, dass man sich die Charaktere wie auch die Szenen lebhaft vorstellen kann. Und ungeduldig auf die Fortsetzung wartet!

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Veröffentlicht am 17.04.2023

Geniale Rezepte und betörende Aromen bringen das Mittelmeer in die Küche

Die mediterrane Küche – vielfältig, bunt und gesund
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„Die mediterrane Küche“ ist ein ganz wunderbares Buch, das mit einer unglaublichen Vielfalt an Rezepten und betörenden Aromen beeindruckt. Die farbenfrohe, liebevolle Gestaltung des Layouts erinnert auf ...

„Die mediterrane Küche“ ist ein ganz wunderbares Buch, das mit einer unglaublichen Vielfalt an Rezepten und betörenden Aromen beeindruckt. Die farbenfrohe, liebevolle Gestaltung des Layouts erinnert auf jeder Seite an den Süden, an rustikale Tavernen und charmante Cafés und bringt einen Hauch Urlaub in jeden Haushalt.
Aber am allermeisten haben mich die Rezepte überzeugt. Schon die reichhaltige Inhaltsübersicht macht neugierig und weckt die Lust zum Kochen. Die Angaben zu Portionen und Rezepten sind einfach und überschaubar, trotz fantastischer und manchmal exotischer Gewürzideen leicht nachzuvollziehen, und die Zubereitung so gut und detailliert beschrieben, das keine Fragen aufkommen. Die Zutaten sind bodenständig, schmackhaft und gesund und auch für Vegetarier ist viel geboten! Dazu gibt es noch einige Tipps und Tricks. Hier wird jeder Fan der mediterranen Küche fündig und selbst die Klassiker sind sehr einfallsreich interpretiert! Ein fantastisches Kochbuch, das ich unbedingt empfehlen kann!

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