Kinder, Kinder
Eva"Eva" heißt das zweite Buch von Verena Keßler. Und das Eva-Thema Nummer eins, das Kinderkriegen, steht im Mittelpunkt.
Da gibt es einmal die Frau, die der Umwelt zuliebe keine Kinder in die Welt setzen ...
"Eva" heißt das zweite Buch von Verena Keßler. Und das Eva-Thema Nummer eins, das Kinderkriegen, steht im Mittelpunkt.
Da gibt es einmal die Frau, die der Umwelt zuliebe keine Kinder in die Welt setzen möchte. Da gibt es die Frau, die so gerne ein Kind hätte, aber es klappt einfach nicht auf natürlichem Weg mit ihrem Mann. Und eine hat Kinder und ist so gestresst, dass sie überlegt, ob ihre Entscheidung richtig war. Am Ende lernen diese Frauen eine kennen, die nochmal einen neuen Blickwinkel auf das Thema wirft. Ich verrate nicht mehr, denn es ist interessant, das selber zu entdecken.
Mir gefällt, dass es keinen erhobenen Zeigefinger gibt. Keine Ansicht wird preferiert. Keine Meinung ist richtig oder falsch. Kein Lebensentwurf der einzig glücklich machende. Es werden viele Fragen um das Thema Kind aufgeworfen und viele Antworten gegeben. Man kann das Buch gut lesen und wieder weglegen, um darüber nachzudenken und es dann etwas später wieder aufnehmen und weiterlesen. Kein Roman, aber auch kein Sachbuch, denn man kommt den Darstellern nahe und kann nachempfinden, was in ihnen vorgeht.
Für mich war es ein Buch zum Diskutieren und zum Nachdenken. Und sich dabei eigene Gedanken machen. Mir scheint, die Autorin möchte absichtlich einiges offen lassen. Wie auch das Leben ja manchmal ist. Immer wieder neu und mit offenem Ende