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Veröffentlicht am 08.05.2023

Solider Auftakt mit Luft nach oben

Stealing Infinity
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„Stealing Infinity“ greift das Zeitreisekonzept neu auf und verpackt es in einen Dark Academy Mantel. Ich hatte beim Lesen ein bisschen das Gefühl an die Edelstein-Reihe von Kerstin gier erinnert zu werden. ...

„Stealing Infinity“ greift das Zeitreisekonzept neu auf und verpackt es in einen Dark Academy Mantel. Ich hatte beim Lesen ein bisschen das Gefühl an die Edelstein-Reihe von Kerstin gier erinnert zu werden. Und ich weiß irgendwie nicht, ob dieser Vergleich für „Stealing Infinity“ unbedingt schmeichelhaft ausfällt. Denn das Buch kommt einfach nicht so richtig in Fahrt. Als Auftaktband ok, aber muss noch deutlich mehr kommen.

Zum Inhalt: von ihrem Vater verlassen, rutscht die eigentlich beliebte und gute Schülerin Natascha Clark völlig ab und wird zur Außenseiterin. Als die coole, neue Schülerin ausgerecht mit ihr abhängen will, ist Natascha entsprechend geschmeichelt. Doch nach einer gemeinsamen Partynacht wird Natascha plötzlich des Diebstahls beschuldigt. Und ihre einzige Möglichkeit raus aus dem Schlamassel schein die Grey Wolf Academy zu sein- eine Schule für schwierige Schüler. Bis sie Elodie dort wiedertrifft- und sich alles ändert.

Vielleicht erstmal was mir richtig gut gefallen hat und der Geschichte einen interessanten Touch gegeben hat: Natascha sieht Dinge. Und damit meine ich, dass sie sehr lebhaft Erinnerungen abrufen kann, manchmal auch welche, die selbst nicht gemacht hat. Sie nennt das selbst „fragmentieren“, wenn sie das Gefühl hat aus der Zeit zu fallen. Später wird es damit beschrieben, dass sie durch die Zeit sehen kann. Die Momente in denen Nataschas Talent zum Vorscheinkommt, fand ich immer toll beschrieben und natürlich treiben sie die Handlung voran.

Diese kommt für meinen Geschmack eher schleppend voran. Ja, es ein Auftaktband und entsprechend muss der Leser erstmal in den groben Handlungsrahmen eingeführt werden. Aber ich hatte das Gefühl, dass man trotz allem sehr wenig verwertbare Informationen bekommt. Um viele Dinge wird ein großes Geheimnis gemacht, bevor sie letztendlich gar nicht so spektakulär sind. Natascha wird superschnell auf Missionen geschickt (anscheinend ist sie ein Supertalent), aber der Sinn dahinter und auch hinter den Dingen, die sie stehlen sollen, ist oft nicht so richtig klar.

Und dann gibt es natürlich die klassischen Rivalitäten um das allgemeine Love Interest- ein hübscher Typ, der bisher so viel Tiefgang wie eine Pfütze hat, und um den Platz als Klassenbeste und Sternchen am Zeitreisehimmel. Das wir mir persönlich ein bisschen zu viel Drama und Zickenkrieg und hat dem Ganzen ein bisschen die Spannung genommen.

Weiterlesen werde ich trotzdem, um herauszufinden, ob die reihe ihr Potential noch ausschöpfen wird, denn die Grundidee gefällt mir wirklich gut.

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Veröffentlicht am 03.05.2023

Kriminalroman zwischen Agatha Christie und Mord ist ihr Hobby

Wenn Worte töten
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Ich habe schon andere Bücher von Anthony Horowitz gelesen, die mir gut gefallen haben, allerdings bisher keins aus der "Hawthorne ermittelt"-Reihe. Mir war auch gar nicht klar, dass es sich hier um den ...

Ich habe schon andere Bücher von Anthony Horowitz gelesen, die mir gut gefallen haben, allerdings bisher keins aus der "Hawthorne ermittelt"-Reihe. Mir war auch gar nicht klar, dass es sich hier um den dritten Band der besagten Reihe handelt, sonst hätte ich vielleicht nicht zugegriffen. Der Fall ist in sich ist abgeschlossen, ich hatte also keine Schwierigkeiten, in die Handlung reinzukommen. Aber mir hat das Gesamtkonzept nicht wirklich zugesagt.

Zum Inhalt: Privatdetektiv Hawthorne und Autor Horowitz reisen für ein Literaturfest auf die Insel Alderney um den neusten Band der Krimireihe um Hawthorne vorzustellen. Doch die beschauliche Insel wird zum Schauplatz nicht nur eines, sondern zweier Morde- Hawthorne ermittelt.

Mit Hawthorne bin ich nicht so richtig warm geworden. Er hat eine leicht schrullige Art und ist für meinen Geschmack schon zu sehr von sich überzeugt. Außerdem lässt er seinen Biograf und Handlanger Horowitz immer wieder auf unschöne Art auflaufen, was ich einen unangenehmen Charakterzug finde. Dass Horowitz sich selbst in die Geschichte einbaut, finde ich eine nette Idee, die Figur selbst ist als eher unsicherer Charakter angelegt, im Schatten von Hawthorne und diesem weit unterlegen. Irgendwie mochte ich das Ungleichgewicht dieser Beziehung nicht. Während Horowitz' Gedanken immer wieder um Hawthorne kreisen, tanze dieser dem Schriftsteller regelrecht auf der Nase herum.

Bis es tatsächlich zu einem Mordfall kommt vergeht gut ein Drittel des Buches, in dem der Leser gemächlich in die Handlung eingeführt wird, die viel irrelevantes Beiwerk enthält. Zwischendurch gibt es immer mal wieder Verdachtsmomente und merkwürdiges Verhalten vonseiten der Nebencharaktere, aber es bleibt lange unklar, ob es sich bei um Nebelkerzen handelt. Und auch der Fall selbst ist eher von der drögen Natur und etwas langatmig angelegt. Die Ermittlung lebt hauptsächlich davon, dass keine der vorgestellten Nebenfiguren ist, was zu sein vorgegeben hatte. Mir reichte das aber nicht um wirklich Spannung zu erzeugen.

Das Buch ist eher ein seichter Kriminalroman, dessen Auflösung zwar schlüssig konstruiert war. Das Buch war an sich nicht schlecht und ließ sich gut und flüssig lesen, hat mich aber einfach nicht mitgerissen. Und auch für das ungleiche Ermittler-Duo konnte ich mich nicht so recht erwärmen. Ob ich einen weiteren Fall lesen würde, weiß ich nicht.

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Veröffentlicht am 03.05.2023

Viel Drama und kein Thrill

One of the Girls
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Ich bin etwas irritiert, da ich aufgrund von Cover und Klappentext vermutete, dass es sich um einen Thriller oder zumindest um einen Spannungsroman handelt. Aber irgendwie passierte dann einfach nichts. ...

Ich bin etwas irritiert, da ich aufgrund von Cover und Klappentext vermutete, dass es sich um einen Thriller oder zumindest um einen Spannungsroman handelt. Aber irgendwie passierte dann einfach nichts. Für mich ist das Buch eher eine Art Drama mit geringem Spannungslevel.

Zum Inhalt: ein Junggesellenabschied in Griechenland und sechs Frauen, die alle etwas zu verbergen haben. Was als spaßiges Wochenende gedacht war, eskaliert schnell, als in der Gruppe zunehmen Spannungen spürbar werden. Denn wie gut kennt man seine Freunde wirklich?

Ich finde bei diesem Buch den Klappentext sehr irreführend, denn der ließ mich vermuten, dass es sich um eine Art Thriller handelt. Entsprechend irritiert war ich, als die angeteaserte Leiche einfach nicht auftauchen wollte. In diesem Buch geht es vorrangig um die Gruppendynamik, die sich permanent wandelt und zunehmend aufgeladener wird.
Jede der Frauen hat eigene Geheimnisse, trotzdem bilden sich schnell gewisse „Allianzen“. Immer wieder gibt es Reibereien und unterschwellige Revierkämpfe. Wer auf Drama steht, kommt hier also voll auf seine Kosten.

Insgesamt fand ich das Spannungslevel ziemlich niedrig, erst am Ende gibt es ein paar größere Enthüllungen, von denen ich aber keine so richtig überraschend fand, da man sich viel aus den Andeutungen zusammenreimen kann. Die Frauengruppe bedient auch so ziemlich alle gängigen Klischees, was es schwer macht auch nur mit einer von ihnen mitzufühlen, und die Handlung plätscherte zwischenzeitlich ein bisschen vor sich hin. Trotzdem blieb die Geschichte irgendwie interessant, einfach weil sich die Beziehungen innerhalb der Gruppe stetig wandeln und immer neue Enthüllen gemacht werden und ich wollte schon wissen, wie die Geschichte ausgeht. Besonders die namenlose Erzählerin mit Insider-Perspektive hatte mich neugierig gemacht.

Letztendlich war das Buch einfach nicht was ich erwartet hatte, hat mich aber trotz der genannten Abstriche gut unterhalten.

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Veröffentlicht am 27.04.2023

Geniales Thema, schwieriges Buch

°C – Celsius
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Elsberg erschafft realistische Krisenszenarien, die schockieren und aufrütteln, wie kein anderer. Mit „Celsius“ widmet er sich dem Thema Klimawandel und Geoengineering und wirft die Frage auf, wie weit ...

Elsberg erschafft realistische Krisenszenarien, die schockieren und aufrütteln, wie kein anderer. Mit „Celsius“ widmet er sich dem Thema Klimawandel und Geoengineering und wirft die Frage auf, wie weit der Mensch eingreifen darf, und wer die Folgen tragen muss. Ein unfassbar interessantes Thema, leider war die stilistische Umsetzung diesmal eher nicht so meins.

Zum Inhalt: unbekannte Flugobjekte starten aus dem chinesischen Luftraum. Flugziel unbekannt. Was zuerst nach einem militärischen Schlag aussieht entpuppt sich als Klimainitiative. Aber will man China das Weltklima überlassen? Und welche Folgen hätte das?

Zuerst mal das Positive: das Thema ist wieder hochbrisant und unglaublich spannend. Geoengineering war mir bisher eher ein Randbegriff und ich fand die Denkansätze dazu im Buch wirklich interessant und schwankte immer wieder zwischen Faszination und Fassungslosigkeit.

Elsberg schreibt wieder in kurzen, knackigen Kapiteln, in schneller Abfolge wechseln Personen und Handlungsorte, was die Story sehr dynamisch und spannend macht. In typischer Elsberg-Manier ist lange nicht ersichtlich wer mit wem zusammenarbeitet und welche Ziele verfolgt.

Jetzt kommt mein großes Manko: das Stilmittel dessen Elsberg sich hier über weite Strecken bedient, hat mich einfach nicht abgeholt. Ich will nicht zu viel verraten aber über weite Stecken ist die Handlung sehr undurchsichtig bis fast schon unrealistisch. Immer wieder musste ich beim Lesen nochmal zurückblättern, weil ich dachte ich hätte etwas überlesen. Es fiel mir manchmal schwer Zusammenhänge herzustellen. Es gibt Seitenweise Erklärungen im Präsentations-Modus, was ein bisschen zulasten der Spannung geht.

In meinen Augen hat das Buch sein Potential ein bisschen verschenkt, obwohl zwischendurch mal echt coole Sequenzen und Kapitel vorhanden waren. Aber diesmal war es mir einfach zu viel Verwirrspiel, um das Buch wirklich genießen zu können.

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Veröffentlicht am 20.04.2023

Schöne Geschichte

Dream and Dare (Faith-Reihe 3)
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„Dream and Dare“ war für mich einer dieser Romane, die man gut einfach zwischendurch oder nebenbei lesen kann und die gut unterhalten, ohne dass man groß drübernachdenken muss oder zu sehr emotional involviert ...

„Dream and Dare“ war für mich einer dieser Romane, die man gut einfach zwischendurch oder nebenbei lesen kann und die gut unterhalten, ohne dass man groß drübernachdenken muss oder zu sehr emotional involviert ist. Bleibt aber entsprechend auch nicht groß im Gedächtnis.

Zum Inhalt: schon immer wollte Isaac Musik machen, auch wenn sein jähzorniger Vater im Steine in den Weg gelegt hat. Nun hat er es geschafft: mit seiner Band Crashing December ist er ein Rockstar geworden. Warum nur füllt ihn das nicht aus? Also seine Blockade die Band gefährdet holt sein Manager Hope in die Band. Und die bringt alles durcheinander, inklusive Isaac.

Die Geschichte wird aus den wechselnden Perspektiven der beiden Protagonisten erzählt und ist eine sanfte Enemies to lovers Story. Beide haben ihr Päckchen zu tragen, aber gemeinsam kommen ihre inneren Dämonen zur Ruhe. Das Thema rund um Musik und welche Wirkung sie auf die beiden Protagonisten hat und was sie ihnen bedeutet hat mir gut gefallen. Generell hat mir auch die Banddynamik und der Zusammenhalt innerhalb der Gruppe gut gefallen.

Die emotionale Verbindung der beiden Protagonisten war für mich nicht so richtig greifbar. Ja es funkt immer mal wieder heftig zwischen ihnen, aber dann meiden sie einander wieder. Irgendwie sind die Gefühle bei mir nicht richtig angekommen und die gesamte Geschichte wirkte auf mich eher oberflächlich. In kurzen Sequenzen blitzt zwischendurch mal Tiefgründigkeit auf, kann aber nicht aufrechterhalten werden. Dabei haben die beiden jeweils sehr interessante Background-Stories aus denen man sicherlich mehr hätte rausholen können. So werden sie aber nur kurz umrissen.

Das Buch liest sich leicht und flüssig und ist einfach eine entspannte, schöne Unterhaltungsgeschichte, bei der ich nicht groß nachdenken muss und nicht zu sehr emotional involviert bin, als das sie mich wirklich mitnehmen würde. Stattdessen habe ich sie einfach ganz locker weg gelesen. Für mich ein ideales Urlaubsbuch, was man auch gut zwischendurch mal unterbrechen kann.

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