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Veröffentlicht am 28.04.2023

Serienstart mit Luft nach oben

Fräulein vom Amt – Die Nachricht des Mörders
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Alma, das Fräulein vom Amt, bekommt durch Zufall eine geheimnisvoll formulierte telefonische Nachricht mit, die sie im Rückblick dazu veranlassen wird, ihr auf den Grund zu gehen.

Diesen Einstieg in ...

Alma, das Fräulein vom Amt, bekommt durch Zufall eine geheimnisvoll formulierte telefonische Nachricht mit, die sie im Rückblick dazu veranlassen wird, ihr auf den Grund zu gehen.

Diesen Einstieg in die Kriminalgeschichte fand ich ganz gelungen. Auch die Beschreibungen des Arbeitsplatzes und die damit verbundene Tätigkeit war für mich interessant und neu. Hier merkt man, wie intensiv sich das Autorinnen-Duo mit diesem Umfeld beschäftigt und recherchiert haben. Überhaupt wird das Ambiente der 1920er Jahre für mein Empfinden sehr gut eingefangen. Einerseits sind die Auswirkungen des Krieges noch überall spürbar, andererseits wollen die Menschen nach vorn schauen und das Leben wieder genießen. Diese Lebensfreude transportieren auch Alma und ihre Mitbewohnerin Emmi, die sich nicht unterkriegen lassen wollen. Als Alma dann beschließt, der mysteriösen, unbeabsichtigt mitgehörten Nachricht nachzugehen, die ihr einfach keine Ruhe lässt, findet sie sich unter anderem im Baden-Badener Nachtleben wieder...

Den Autorinnen ist mit „Die Nachricht des Mörders“ ein guter Serienstart für das „Fräulein vom Amt“ gelungen. Das Flair Baden-Badens ist sehr lebendig und bildhaft beschrieben und die handelnden Figuren sind sympathisch und lebensbejahend charakterisiert. Allerdings hätten der Handlung mehr Spannungsmomente gut getan, hier ist definitiv noch Luft nach oben.

Aber alles in allem hat mir der erste Teil angenehme, kurzweilige und interessante Lesestunden bereitet. Allen Lesern, die eher einen ruhigen (Kriminal-)Roman mit gediegenem Tempo bevorzugen, kann ich dieses Buch absolut empfehlen.

Veröffentlicht am 28.04.2023

Thriller mit viel Action und Pathos

Flug 416
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Auf den Debütroman von T. J. Newman war ich sehr gespannt, zumal das Buch vorab so hoch gelobt wurde. Und ich kann sagen, dass ich ihn durchaus als Pageturner bezeichnen würde. Die etwas mehr als 400 Seiten ...

Auf den Debütroman von T. J. Newman war ich sehr gespannt, zumal das Buch vorab so hoch gelobt wurde. Und ich kann sagen, dass ich ihn durchaus als Pageturner bezeichnen würde. Die etwas mehr als 400 Seiten lesen sich wunderbar weg, was zum einen natürlich an der action- und temporeichen sowie sehr unterhaltsamen Handlung und zum anderen am angenehmen Erzählstil liegt.

Allerdings sucht man die für einen Thriller notwendige Tiefe sowohl in Bezug auf die Story als auch bei den einzelnen Charakteren vergeblich. Hier legt die Autorin eindeutig den Fokus auf die Handlung, die jedoch aus meiner Sicht zu vorhersehbar und wenig wendungsreich war.

Alles in allem ist „Flug 416“ ein lesenswerter Debütroman, der kurzweilig und mitreißend ist. Allen Lesern, die einen typisch amerikanischen Thriller mit viel Pathos und Action mögen, denen sei dieser Thriller empfohlen. Mir waren die Handlung und auch die Figuren in Summe dann doch zu stereotyp gezeichnet, deshalb bewerte ich ihn mit 3 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 28.04.2023

Atmosphärisch düsterer und solider Thriller

Das Haus der stummen Toten (ungekürzt)
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Fünf Monate nach der Ermordung von Eleanors Großmutter Vivianne stellt sich heraus, dass Eleanor ein Anwesen geerbt hat von dem sie noch nie etwas gehört hat. Gemeinsam mit ihrem Freund Sebastian, ihrem ...

Fünf Monate nach der Ermordung von Eleanors Großmutter Vivianne stellt sich heraus, dass Eleanor ein Anwesen geerbt hat von dem sie noch nie etwas gehört hat. Gemeinsam mit ihrem Freund Sebastian, ihrem Anwalt und ihrer Tante Veronica reist sie dorthin, um es zu besichtigen. Das leere Haus wirkt von Anfang an beunruhigend auf Eleanor, denn sie ist überzeugt, dass sie nicht allein sind. Da sie seit dem Mord an ihrer Großmutter sehr labil ist, nimmt sie niemand ernst, aber das soll sich bald ändern. Denn es gibt da draußen noch jemanden, aber sie sind sich nicht sicher, ob es ein Mensch oder ein Schatten aus der Vergangenheit ist. Als sie nach einem Schneesturm nicht vom Gehöft wegkommen, spitzt sich die Lage allmählich zu...

Ich liebe das klaustrophobische Thriller-Thema und mir gefiel, wie sich hier die Zeitlinien der Vergangenheit und der Gegenwart überschnitten haben. Denn auf diese Weise beginnt das Haus nach und nach seine verborgenen Geheimnisse zu enthüllen, und als Leser wird man Zeuge wie Entscheidungen in der Vergangenheit zu Unvorstellbarem in der Gegenwart führen. Durch die Wechsel der Zeitebenen erfährt man Stück für Stück was einst geschah und was es mit den stummen Toten auf sich hat. Die beschriebene düstere und unheimliche Atmosphäre ist ein großes Plus dieses Thrillers, wobei ich mit den einzelnen Charakteren nicht wirklich warm geworden bin und die Gesichtserkennungsschwäche Eleanors hätte die Autorin noch intensiver in die Story einbauen können.

Das Buch liest sich gut und dank der unerwarteten Wendung kommt es zu einem interessanten Aha-Effekt am Ende, so dass mich dieser Schluss dann doch noch mit dem leider nicht durchgängig spannenden Thriller versöhnen konnte. Empfehlens- und somit lesenswert ist „Das Haus der stummen Toten“ ohne Frage, ich vergebe gute 3 von 5 Sterne.

Veröffentlicht am 28.04.2023

Mittelmäßiger Einstieg in die Agnes-Tveit-Reihe

Todesfall
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Das Buch beginnt mit einem Paukenschlag, der den Leser genau in die richtige Stimmung versetzt.Vor den Augen von Hunderten stürzt die Fallschirmspringerin Veslemøy Liland in den Tod, da sich ihr Fallschirm ...

Das Buch beginnt mit einem Paukenschlag, der den Leser genau in die richtige Stimmung versetzt.Vor den Augen von Hunderten stürzt die Fallschirmspringerin Veslemøy Liland in den Tod, da sich ihr Fallschirm nicht öffnet. Agnes ist Reporterin und wird beauftragt, über diesen tragischen Unfall zu schreiben. Doch das reicht ihr nicht, sie beschließt Nachforschungen über das Warum und vor allem das Wer anzustellen.

Was eigentlich als interessanter, spannender Plot beginnt, flacht leider im Verlauf immer wieder ab. Der kriminalistische Teil gerät immer weiter in den Hintergrund, während sich die Autorin zu viel in Kleinigkeiten und der Gefühlswelt der Hauptfigur verzettelt. Das tut dem Handlungstempo und der Spannung nicht gut und es kommt zu unnötigen Längen.

Auch fand ich jetzt die Hauptfigur Agnes nicht wirklich sympathisch. Sie ist zwar in ihrem Job findig und clever, aber das geht ihr im Privaten irgendwie vollkommen ab. Was die Charaktere betrifft, so gibt es eindeutig genügend Luft nach oben für weitere Bücher, denn für mich waren sie allesamt zu stereotyp gezeichnet.

Fazit: Als Serienauftakt ist „Todesfall“ ein durchaus gelungener Krimi, der zwar die Spannung nicht durchgängig halten konnte, aber hinsichtlich Täter und Motiv eine Überraschung für mich war. Somit konnte mich das Ende doch noch mit dem Buch versöhnen. Ich hoffe an dieser Stelle auf mehr Action und Tempo im zweiten Teil und bewerte „Todesfall“ mit 3 von 5 Sternen und vergebe auch eine Leseempfehlung.

Veröffentlicht am 03.10.2022

Solide Krimis

Zwei Fälle für Thomas Andreasson (2in1-Bundle)
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Dies sind die ersten beiden Fälle der Sandhamn-Reihe mit Thomas Andreasson und Nora Linde als freiwillig/unfreiwilliges Ermittlergespann. Die Stories sind so angelegt, dass es reichlich Verdächtige gibt ...

Dies sind die ersten beiden Fälle der Sandhamn-Reihe mit Thomas Andreasson und Nora Linde als freiwillig/unfreiwilliges Ermittlergespann. Die Stories sind so angelegt, dass es reichlich Verdächtige gibt und man als LeserIn kräftig mitraten kann, wer, wieso, wie. Alle dabei auftretenden Charaktere sind einnehmend, sehr menschlich, teils unvollkommen und damit glaubwürdig.

Neben den Ermittlungen werden auch die Privatleben der beiden Hauptcharaktere thematisiert. Die Erkenntnisse pro Fall aus welcher Motivation der Täter mordete wird letztlich glaubhaft erzählt und die Eheprobleme von Nora und Hendrik werden wohl auch im nächsten Band noch weitergehen.

Alles in allem zwei Krimis die jetzt nicht unbedingt mit großen Knalleffekten punkten können, sondern eher beschaulich daherkommen, aber doch einen interessanten Plot und Figuren haben.