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Veröffentlicht am 07.05.2023

Ein wunderbarer zweiter Band, der seinem Vorgänger in nichts nachsteht!

Die Geheimnisse von Birdwood - Die Rettung
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Da mir der erste Band von „Die Geheimnisse von Birdwood“ so gut gefallen hat, habe ich der Fortsetzung sehnsüchtig entgegen gefiebert. Auf mein Wiedersehen mit Twitch und seinen Freunden habe ich mich ...

Da mir der erste Band von „Die Geheimnisse von Birdwood“ so gut gefallen hat, habe ich der Fortsetzung sehnsüchtig entgegen gefiebert. Auf mein Wiedersehen mit Twitch und seinen Freunden habe ich mich tierisch gefreut!

Als Jack einen verwundeten Kater rettet und wenig später erfährt, dass in letzter Zeit mehrere Katzen aus seiner Nachbarschaft verletzt wurden, wittert er einen neuen Fall für sich und seine Freunde. Sie sind schließlich die Twitcher, eine Bande aus naturverbundenen Kindern, deren Ziel es ist die Tierwelt, allen voran die Vogelwelt, zu beschützen. In Briddvale scheint ein Tierquäler sein Unwesen zu treiben und für Jack steht sofort fest, dass er ihm das Handwerk legen muss. Sein vogelverrückter Freund Twitch interessiert sich allerdings gerade viel mehr für den seltenen Lämmergeier, der in der Nähe des Naturschutzgebiets Birdwood gesichtet wurde. Zum Glück sind die anderen Twitcher direkt bereit Jack bei seinen Ermittlungen zu helfen. Ein gefährliches Abenteuer beginnt...Ob es den Kindern wohl gelingen wird, das Verbrechen rechtzeitig aufzuklären?

Wie oben bereits erwähnt, handelt es sich hierbei um den zweiten Teil der „Die Geheimnisse von Birdwood“ – Serie. In meinen Augen ist das Buch auch ohne Vorkenntnisse gut lesbar, allerdings würde ich persönlich von einem Quereinstieg abraten. Die Geschichten sind zwar recht abgeschlossen und besitzen verschiedene Hauptpersonen, aber da die Bände trotz allem aufeinander aufbauen, empfiehlt es sich, mit dem Auftakt zu starten. Ich denke, dass die Lesefreude dann einfach um einiges höher ist.

Bei mir ließ es sich nun natürlich nicht vermeiden, dass meine Erwartungen an den zweiten Band ziemlich hoch waren – der erste war schließlich ein echtes Highlight für mich. Was die Gestaltung anbelangt, hat er jedenfalls schon mal gänzlich bei mir punkten können. Mich freut es nach wie vor sehr, dass man die Cover der Originalausgaben übernommen hat, gezeichnet von Paddy Donnelly. Die Bücher sehen einfach so hübsch aus, auch bei Band 2 war es bei mir Liebe auf den ersten Blick. Ganz angetan bin ich auch von den detailreichen Karten des Settings auf den Vorsatzpapieren, dank denen man den Schauplatz noch besser nachvollziehen kann.

Die Aufmachung des Buches sollte mir zum Glück auch nicht zu viel versprochen haben. Ich habe problemlos in die Geschichte hineingefunden und einmal mit dem Lesen begonnen, wollte ich am liebsten gar nicht mehr damit aufhören.
Die Handlung setzt einige Wochen nach dem Ende des Vorgängers an und man ist direkt wieder mittendrin im Geschehen. Anders jedoch als im Vorgänger, in welchem Twitch unser Protagonist war, schlüpft dieses Mal sein Freund Jack in die Rolle des personalen Erzählers. Mir hat es sehr gut gefallen, dass der Fokus diesmal auf Jack liegt und wir ihn in diesem Band noch besser kennenlernen dürfen. Jack ist einfach ein toller Charakter, er ist mutig, entschossen, tierlieb und sympathisch und ein treuer Freund. Aber auch mit den weiteren Figuren hat die Autorin wundervolle Persönlichkeiten erschaffen. Ob alte Bekannte oder neue Gesichter – alle sind sie authentisch und facettenreich gezeichnet und auf ihre Art und Weise liebenswert und einzigartig.

Auch handlungstechnich kann das Buch überzeugen. M. G. Leonard hat erneut einen sehr vielfältigen, originellen und klugen Roman für Leserinnen ab 10 Jahren geschrieben, in dem so viel mehr steckt als nur ein Kinderkrimi. Neben einem packenden Detektivfall erzählt die englische Schriftstellerin auch gekonnt von Freundschaft, Zusammenhalt und Vertrauen, von Umweltschutz und die Liebe zu Vögeln und zur Natur. Ohne mahnenden Zeigefinger wird ein respektvoller Umgang mit Mensch und Tier vermittelt und interessante ornithologische Fakten fließen ebenfalls wieder ganz nebenbei in die Handlung mit ein. Vor allem über den Lämmergeier erfährt man so einiges. Im Vergleich zum Vorgänger fällt das Vogelwissen diesmal allerdings etwas geringer aus, da Jack längst nicht so ein großer Experte in diesem Gebiet ist wie der vogelverrückte Twitch. Er hat die Ornithologie schließlich erst seit kurzem für sich entdeckt und hat noch eine Menge zu lernen.

Ich mochte den gesamten Aufbau der Handlung wirklich sehr, dieser Mix aus spannend, lustig, informativ und inspirierend ist der Autorin einfach wieder perfekt gelungen. Jack, Twitch und ihre Freunde – die Twitcher – werden junge Leser
innen hoffentlich dazu anregen, mehr Zeit draußen im Freien zu verbringen, die Natur, insbesondere Vögel, zu beobachten und Flora und Fauna zu achten und zu schützen.
Unsere jungen Twitcher sind einfach so eine tolle Truppe, man wäre nur zu gerne ein Teil von ihnen. Es ist wieder die reinste Freude, sie auf ihren Erlebnissen zu begleiten und mitzuverfolgen wie sie in diesem Band noch enger zusammenwachsen und immer zueinander halten. Wie sie gemeinsam ein unschlagbares Team ergeben und für das Einstehen, was ihnen wichtig ist. Vor allem die Entwicklung von Jacks und Twitchs Beziehung, die besonders im Vordergrund steht, wird wunderschön beschrieben.

Was genau die Kinder alles erleben werden, wird hier in meiner Rezension nicht verraten, das gilt es schon selbst herauszufinden. Es erwartet einen auf jeden Fall ein rasantes Abenteuer voller überraschender Wendungen und Entdeckungen und mit viel detektivischem Mitrate-Spaß und ein wenig Halloween-Feeling. Langeweile kommt beim Lesen an keiner Stelle auf. Auch ich, als Erwachsene, bin ordentlich ins Mitfiebern geraten und nur so durch die Seiten geflogen.

Das Ende lässt ebenfalls keine Wünsche offen. Alles wird zufriedenstellend geklärt, gleichzeitig wird aber genügend Spielraum für weitere Folgebände gelassen. Auf Goodreads habe ich gesehen, dass es im Englischen bereits einen dritten Teil gibt und da hoffe ich nun sehr, dass auch dieser noch ins Deutsche übersetzt werden wird, ich bin so gespannt wie es wohl mit Jack, Twitch und Co. weitergehen wird.

Fazit: Mit dem zweiten Teil von „Die Geheimnisse von Birdwood“ beschert uns die englische Autorin M. G. Leonard ein weiteres fesselndes und brillant erzähltes Mystery-Abenteuer voller Freundschaft, Natur und Überraschungen. Mich hat auch dieser Band der Reihe absolut begeistern können. „Die Geheimnisse von Birdwood – Die Rettung“ ist ein wunderbares Buch für Vogelliebhaber*innen und Naturfreunde und für alle, die gerne spannende Krimigeschichten lesen. Es ist unterhaltsam und lehrreich zugleich und auch für Erwachsene ein echter Lesegenuss. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 05.05.2023

Eine wunderbare Familien- und Abenteuergeschichte voller Geheimnisse & mit einem Hauch Magie

Die Einsteins und der geheimnisvolle Turm
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Endlich gibt es neues Lesefutter von Ben Guterson! Da seine Winterhaus-Trilogie echte Herzensbücher von mir sind, habe ich mich gefreut wie ein Schneekönig als ich hörte, dass dieses Jahr ein neues Buch ...

Endlich gibt es neues Lesefutter von Ben Guterson! Da seine Winterhaus-Trilogie echte Herzensbücher von mir sind, habe ich mich gefreut wie ein Schneekönig als ich hörte, dass dieses Jahr ein neues Buch von ihm im Verlag Freies Geistesleben erscheinen wird. „Die Einsteins und der geheimnisvolle Turm“ war natürlich ein großes Muss für mich.

Nach dem tragischen Unfalltod der jüngsten Tochter Susan zieht die sechsköpfige Familie Einstein in die abgelegene Kleinstadt Vista Point. Hier wollen sie einen Neuanfang wagen, diesen brauchen sie einfach nach diesem schweren Schicksalsschlag. In ihrem neuen Zuhause, eine große stattliche Villa, möchten die Eltern ein Bed&Breakfast eröffnen. Da noch Ferien sind, helfen die Einstein-Kinder bei den Renovierungen und Vorbereitungen tatkräftig mit – bis auf den 11-jährigen Zack, der sich meist auf sein Zimmer zurückzieht, um seine Lieblingsbuchreihe „Falken & Banditen“ zu lesen. Als er mal wieder am Fenster sitzt, entdeckt er plötzlich ein Mädchen am Waldrand, das seiner verstorbenen Schwester Susan verblüffend ähnlich sieht und in Richtung Turm läuft. Der alte Turm befindet sich ebenfalls auf dem Gelände der Einsteins, steht aber schon seit vielen Jahren leer. Als Zack dem Mädchen folgt, stellt er zu seiner Verblüffung fest, dass der Turm gar nicht abgeschlossen ist. Neugierig tritt er ein und trifft erneut auf das mysteriöse Mädchen, das sich ihm als Ann vorstellt. Die Kinder verstehen sich auf Anhieb, allerdings gewinnt Zack zunehmend den Eindruck, dass Ann etwas vor ihm verbirgt. Aber nicht nur sie umgibt etwas Rätselhaftes – auch der Turm steckt voller Geheimnisse. Zusammen mit seinen Geschwistern versucht Zack dem Ganzen auf den Grund zu gehen. Ein aufregendes Abentuer beginnt, bei dem die Kinder so einige Rätsel lösen müssen.

Auf das neue Werk von Ben Guterson war ich wirklich wahnsinnig gespannt. Es klang einfach so gut und wie oben bereits erwähnt, habe ich seine Winterhaus-Reihe richtig geliebt. Meine Erwartungen waren dementsprechend natürlich ziemlich hoch und um es kurz zu machen: An Winterhaus reicht „Die Einsteins und der geheimnisvolle Turm“ für mich nicht heran, aber ich habe dennoch bekommen, was ich mir erhofft habe und meine Zeit zwischen den Seiten in vollen Zügen genossen.

Was die Atmosphäre und den Schauplatz anbelangt, kommt die Geschichte in gewohnter Ben-Guterson-Manier daher. Ich muss zwar sagen, dass mich das Hotelambiente in Winterhaus mehr verzaubern konnte, aber mit dem Örtchen Vista Point, allen voran mit dem mysteriösen Turm hat Ben Guterson ebenfalls eine faszinierende Kulisse erschaffen, in die man nur zu gerne eintaucht. Der US-amerikanische Autor versteht sich einfach bestens darin, von Beginn an eine besondere magische Wohlfühlstimmung zu erzeugen und alles so bildlich zu beschreiben, dass man durchweg das Gefühl hat, selbst vor Ort zu sein.
Untermalt wird das Ganze durch die tollen schwarz-weiß Illustrationen von Lobke van Aar. Ihre Zeichnungen haben etwas richtig Geheimnisvolles an sich und passen somit perfekt zu der mystisch angehauchten Geschichte.

Hinsichtlich der Charaktere knüpft Ben Guterson in gleicher Weise gekonnt an seine dreibändige Reihe an. Zack, der uns als personaler Erzähler von den Ereignissen berichtet, ist ein sympathischer, aufgeweckter und neugieriger Junge, den man als Leserin sehr schnell ins Herz schließt. In meines hat er sich jedenfalls sofort geschlichen, genauso wie seine drei älteren Geschwister Ethan, Miriam und Ruth, die ebenfalls zentrale Rollen einnehmen und auf ihre Art und Weise einzigartig sind. Die Einstein-Kinder könnten unterschiedlicher wohl kaum sein, sie können sich aber stets aufeinander verlassen und ergeben gemeinsam ein starkes Team. Aber auch die Eltern der Geschwister sind außergewöhnliche Persönlichkeiten und immer für ihre Kinder da. Ich fand es total schön zu sehen, wie herzlich, offen und ehrlich die Sechs miteinander umgehen und wie sie zusammenhalten in dieser schweren Zeit. Die Einsteins sind einfach eine großartige Familie, man begleitet sie als Leserin nur zu gerne auf ihrem Weg, auch wenn dieser kein leichter ist.

Wer gerne bewegende Familiengeschichten liest, wird hier garantiert auf seine Kosten kommen, denn der Zusammenhalt der Einsteins und die Geschwisterliebe nehmen viel Raum ein. Auch ernste Themen werden angesprochen wie Verlust, Trauerbewältigung, Schuldgefühle, Abschied nehmen und Neuanfang. All dies wurde geschickt in einer abenteuerlichen Story eingebettet, die trotz der traurigen Grundstimmung viel Trost, Hoffnung und Wärme enthält und zum Mitfiebern und Mitraten einlädt. Es muss allerdings dazu gesagt sein, dass die Handlung insgesamt sehr ruhig erzählt wird und mit nicht allzu vielen unerwarteten Wendungen aufwarten kann. So hatte ich recht früh eine Vermutung, was es mit der mysteriösen Ann auf sich haben könnte, die sich dann auch bestätigt hat. Was das Geheimnis um Ann anbelangt, wurde ich am Ende somit nicht groß überrascht, was ich zwar ein kleines bisschen schade fand, was mich letztendlich aber nicht gestört hat. Was ich dafür aber nicht habe kommen sehen, war die Auflösung der Rätsel rundum den Turm. Wie ich es aus „Winterhaus“ kenne, sind die codierten Geheimbotschaften mal wieder äußerst knifflig, ich zumindest hätte sie allein niemals entschlüsseln können. Knobelfans dürfen sich also freuen, auch wenn die Menge an Rätselaufgaben deutlich geringer ausfällt als die in „Winterhaus“.
Trotz der für mich manchmal etwas vorhersehbaren Handlung haben mich die Geschehnisse aber durchgehend fesseln können. Ich habe auch dieses Buch von Ben Guterson nahezu in einem Rutsch durchgelesen und hatte einfach nur unheimlich viel Spaß dabei.

Fazit: Eine wunderbare atmosphärische Familien- und Abenteuergeschichte voller Rätsel und Geheimnisse und mit einem Hauch Magie. Spannend, berührend und zeitlos.
Mit „Die Einsteins und der geheimnisvolle Turm“ stellt der US-amerikanische Autor Ben Guterson erneut unter Beweis, was für ein fantastischer Erzähler er ist. „Die Einsteins und der geheimnisvolle Turm“ ist ein ganz besonderes Buch, das trotz der ernsten und komplexen Themen sehr tröstlich und positiv daherkommt und gleichermaßen unterhält und nachdenklich stimmt. Ich kann den neuen Roman von Ben Guterson nur empfehlen, sowohl Jugendlichen ab 12 Jahren als auch Erwachsenen. Von mir gibt es 4,5 von 5 Sternen!


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Veröffentlicht am 03.05.2023

Ein wunderbarer Roman über Freundschaft, das Erwachsenwerden und Veränderungen

Derselbe Mond
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Von Lara Schützsack habe ich bereits ihre beiden Kinderbücher „Sonne, Moon und Sterne“ und „Tilda, ich und der geklaute Dracula“ gelesen und sehr geliebt. Meine Freude war daher groß als ich hörte, dass ...

Von Lara Schützsack habe ich bereits ihre beiden Kinderbücher „Sonne, Moon und Sterne“ und „Tilda, ich und der geklaute Dracula“ gelesen und sehr geliebt. Meine Freude war daher groß als ich hörte, dass dieses Jahr ein neues Buch von ihr im Fischer Sauerländer Verlag erscheinen wird. Da musste ich mir gar nicht erst den Klappentext durchlesen, für mich stand einfach sofort fest, dass ich auch „Derselbe Mond“ unbedingt kennenlernen möchte.

Die 12-jährige Magdalena hängt wie alle aus der Klasse nach der Schule oft im Skaterpark ab, zusammen mit ihren besten Freunden Sofia und Flips. Eigentlich hat sie aber gar keine Lust darauf. Sie fühlt sich von den beiden immer öfters ausgeschlossen und Sofias Anhimmelei für den coolen Felix und ihr ständiges Gerede übers Küssen gehen ihr ziemlich auf den Keks. In der letzten Zeit hat sich etwas verändert, irgendwie ist ihre Freundschaft nicht mehr so wie früher. Auch ihre Familie fühlt sich seit der Trennung ihrer Eltern fremd an, nicht mehr wie ein richtiges Zuhause. Magdalena hat gerade das Gefühl, nirgendwo hinzugehören und niemanden zu haben, der sie versteht und ihr zuhört. So würde sie so gerne an dem Schreibwettbewerb in der Schule teilnehmen und ihren Freunden von ihrer Leidenschaft für Gedichte erzählen, traut sich aber nicht. Doch dann taucht eines Tages plötzlich November an der Halfpipe auf – ein Mädchen mit seltsamen Klamotten und blauen Haaren. Während Sofia sie als „räudig“ bezeichnet, ist Magdalena ganz fasziniert von diesem fremden Mädchen, dem es völlig egal zu sein scheint, dass alle sie für einen Freak halten. Sie beginnt sich mit November anzufreunden und wird sich dank ihr endlich wieder freier und leichter fühlen und mehr wie sie selbst.

Weil mir die beiden vorherigen Kinderromane von Lara Schützsack so gut gefallen haben, ließ es sich bei mir nun natürlich nicht vermeiden, dass ich mir von ihrem neuen Werk ziemlich viel erhofft habe. Was die äußere Gestaltung anbelangt, hat es jedenfalls schon mal direkt bei mir punkten können. Ich bin richtig froh darüber, dass man sich auch diesmal für die Illustratorin Regina Kehn entschieden hat – zum einen, weil ich ein großer Fan ihrer Bilder bin und zum anderen, weil das Buch optisch somit sehr schön mit Lara Schützsacks anderen zwei Kinderbüchern harmoniert...Und da ich inzwischen die Geschichte kenne, kann ich obendrein sagen, dass das Cover auch perfekt zum Inhalt passt. Ein genauso überzeugender und ganz toller Inhalt.

Meine Erwartungen an das Buch waren zum Glück nicht zu hoch geschraubt. Lara Schützsack hat es auch zum dritten Mal geschafft, mich von Anfang bis Ende zu begeistern. Der deutschen Schriftstellerin ist es in meinen Augen erneut erstklassig gelungen, sich in die Gefühlswelt eines jungen Menschen hineinzudenken und mit viel Empathie und Leichtigkeit über die Wünsche, Sorgen und alltäglichen Probleme eines Teeangers zu schreiben. Sie hat mal wieder den Nerv der Zielgruppe getroffen und Themen aufgegriffen, mit denen sich Leserinnen ab 11 Jahren identifizieren können.
„Derselbe Mond“ erzählt eine berührende und lebensnahe Geschichte über Freundschaft und Vertrauen, über das erste Verliebtsein, die Trennung der Eltern und Veränderungen. Sie handelt von dem Beginn der Pubertät, die wohl aufregendste, verwirrendste und auch schwierigste Zeit des Lebens. Eine Zeit, in der auf einmal alles anders ist und man sich oft ziemlich verloren und irgendwie überall dazwischen fühlt.

Lara Schützsack lässt uns in ihrem neuen Buch in das Seelenleben der 12-jährigen Magdalena eintauchen und hautnah miterleben, was diese denkt und empfindet. Als Leser
in fühlt man sich von Beginn an mit Magdalena verbunden und kann ihr Emotions- und Kopfchaos nur zu gut nachvollziehen kann, ihre innere Zerrissenheit als Scheidungskind und ihre Unsicherheit, weil sich plötzlich so vieles zu verändern beginnt, sowohl ihr Körper, als auch ihre langjährige Freundschaften.
Ich habe unsere junge Ich-Erzählerin mit ihrer sympathischen und schüchternen Art direkt in mein Herz geschlossen und mich auch als Erwachsene jederzeit in sie hineinversetzen können. Meiner Ansicht nach ist es Lara Schützsack wirklich meisterhaft geglückt, aus dem Blickwinkel eines 12-jährigen Mädchens zu schreiben, es wirkt einfach alles so echt. So überzeugen auch die weiteren Charaktere mit viel Authentizität und Vielfältigkeit. November zum Beispiel.

Mit der blauhaarigen November hat die Autorin einen ziemlichen Gegensatz zu unserer Hauptprotagonistin entworfen. Während Magdalena meist schweigt, obwohl sie eigentlich etwas sagen möchte, spricht November aus, was sie denkt. Während Magdalena sich nicht traut, wirklich sie selbst zu sein, scheint es November überhaupt nicht zu kümmern, was andere von ihr halten. November macht einfach ihr Ding und ist auf ihre schräge Art und Weise cool. Kein Wunder, dass die unsichere Magdalena so fasziniert von diesem selbstbewussten Mädchen ist.

Es ist herzerwärmend zu sehen, wie sich die beiden Mädchen annähern, wie sie sich bei der jeweils anderen geliebt, frei und verstanden fühlen und Madgalena dank ihrer neuen Freundin erkennt, dass es egal ist, was andere von ihr denken. Wie sie den Mut findet, neue Dinge auszuprobieren und endlich mehr sie selbst zu sein.
Genauso glaubhaft, wunderschön und zufriedenstellend wie die Handlung ist auch der Ausgang der Geschichte. Es bleibt zwar manches offen, aber gerade das macht es so zu einem guten und passenden Schluss. Mir jedenfalls hat er gefallen, ich habe das Buch am Ende glücklich wieder zuklappen können.

Fazit: Mit ihrem vierten Buch beschert uns die deutsche Autorin Lara Schützsack einen weiteren großartig geschriebenen Roman ab 11 Jahren, den ich jedem, egal ob Jung oder Alt, nur ans Herz legen kann. „Derselbe Mond“ ist eine wundervolle Geschichte über Freundschaft und die herausfordernden Seiten des Erwachsenwerdens. Einfühlsam, authentisch und wie aus dem Leben gegriffen. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 02.05.2023

Ein so schönes Bilderbuch! Herzerwärmend, liebevoll und zeitlos.

Wird alles gut?
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Da ich den Zeichenstil von der US-amerikanischen Illustratorin Jessica Love sehr gerne mag, war meine Neugierde sofort geweckt, als ich zum ersten Mal von dem Buch „Wird alles gut?“ hörte, welches von ...

Da ich den Zeichenstil von der US-amerikanischen Illustratorin Jessica Love sehr gerne mag, war meine Neugierde sofort geweckt, als ich zum ersten Mal von dem Buch „Wird alles gut?“ hörte, welches von ihr bebildert wurde. Die Inhaltsangabe konnte mich auf Anhieb überzeugen. Ich ließ das Buch daher nur zu gerne bei mir einziehen lassen.

Als ein kleines Mädchen ängstlich seine Mutter fragt, ob alles gut werden wird, versichert diese ihr: Ja, das wird es! Aber was ist, wenn ein Gewitter kommt? Dann setzt du dich gemütlich ans Fenster und siehst dem Regen dabei zu, wie er auf die Straße prasselt und den Blitzen, wie sie den dunklen Himmel erleuchten. Und wenn ich von einer Biene gestochen werde? Dann kommst du zu mir und ich lege eine Zwiebel auf deinen Stich. Aber was ist, wenn ich auf alle sauer bin? Wenn mich jemand nicht mag oder ich meinen Text bei der Theateraufführung vergesse? Was ist, wenn du stirbst? Wird auch dann alles gut? Ja, das wird es. Es wird immer alles gut, versprochen!

Wird alles gut? Aber was ist, wenn…? Diese angstvollen Fragen haben bestimmt schon viele Erwachsene von ihren Kindern vernommen, gerade in der heutigen Zeit, in der die junge Generation durch die vielen Krisen stark verunsichert ist. Dieses Buch könnte daher wichtiger wohl kaum sein. Es mag 1977 geschrieben sein, es ist aber genauso relevant und aktuell wie damals und sollte meiner Meinung nach in keiner Familie fehlen.
„Wird alles gut?“ von Crescent Dragonwagon und Jessica Love behandelt auf eine kindgerechte Art und Weise das große Thema Ängste. Es ist ein wunderbares Buch, um mit Kindern Gespräche über beängstigende Dinge zu beginnen und über Problemlösungen zu reden und ein echter Trostspender in unruhigen Zeiten.

Die Mama in diesem Buch ist ein Vorbild für den Umgang mit den Unsicherheiten von Kindern, mit ihrem beispielhaften Verhalten führt sie uns vor Augen, wie man den Kleinen ihre Angst nehmen kann. Sie hört ihrer Tochter aufmerksam zu, nimmt deren sorgenvollen Gedanken ernst und antwortet auf die vielen verschiedenen Fragen, die sie ihr stellt. Von leichteren Fragen über das Wetter bis zu der schwierigen über den Tod. Die Mutter spielt dabei nichts herunter, ist immer ehrlich, zugleich ist sie aber auch sehr sanft und behutsam, baut Vertrauen auf und findet immer die richtigen Worte. Die Antworten, die sie gibt, sind wirklich großartig. Manche sind lustig, manche fantasievoll und ein bisschen verrückt, und alle stets vernünftig und mutmachend. Mit jedem Ratschlag ermuntert sie ihre Tochter dazu, positiv zu denken, zeigt ihr, dass sie nicht alleine ist und versichert ihr, dass immer alles gut werden wird, auch in den schwersten Momenten des Lebens.

Es ist einfach zu schön die Unterhaltung zwischen der Mama und ihrem Kind mitzuverfolgen. Ihre Dialoge lesen sich herzerwärmend und tröstlich und so poetisch wie ein Gedicht. Zum Vorlesen ab 4 Jahren ist das Buch in meinen Augen ideal geeignet. Da die Sätze ausschließlich aus wörtlicher Rede bestehen und nicht zu lang sind, lässt sich die Geschichte prima vortragen.

Genauso rührend und liebevoll wie der dialogische Text sind auch die Illustrationen von Jessica Love. Wie schon in ihren Julian-Bilderbüchern, so ist es ihr auch hier unglaublich gut gelungen, die Stimmung und Emotionen der Figuren in ihren zarten, humorvollen und ausdrucksstarken Bildern einzufangen. Vor allem die unterschiedlichen Gesichtsausdrücke sind herrlich. Jessica Love besitzt einfach eine unvergleichliche und hinreißende Art, Gefühle, Liebe und Zuneigung zeichnerisch darzustellen. Ihr vielfältiger, kreativer Stil passt absolut perfekt zu Crescent Dragonwagons Text und ergibt gemeinsam mit ihm ein zauberhaftes Gesamtkunstwerk.

Fazit: „Wird alles gut?“ geschrieben von Crescent Dragonwagon und illustriert von Jessica Love, ist ein wundervoller Bilderbuchklassiker im neuen Gewand, den ich aus vollem Herzen nur empfehlen kann. Ich bin richtig begeistert von diesem Schätzchen. Es schenkt besorgten Kindern Zuversicht und Mut und hilft Erwachsenen dabei, mit den Nöten ihrer Schützlinge umzugehen. Ein wirklich tolles Bilderbuch über Sorgen und Ängste. Einfühlsam, zeitlos und voller Herz und Wärme. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 01.05.2023

Eine rundum gelungene Fortsetzung!

Die Gilde der Kartenmacher (Die magischen Gilden, Band 2) - Abenteuer aus Tinte und Magie
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Da mir Tamzin Merchant mit ihrem Debütroman im vergangenen Jahr ein echtes Lesehighlight beschert hat, habe ich dem zweiten Band mit großer Vorfreude entgegen gefiebert. Ich war so gespannt wie es wohl ...

Da mir Tamzin Merchant mit ihrem Debütroman im vergangenen Jahr ein echtes Lesehighlight beschert hat, habe ich dem zweiten Band mit großer Vorfreude entgegen gefiebert. Ich war so gespannt wie es wohl mit Cordelia und den magischen Gilden weitergehen wird!

Die 12-jährige Cordelia Hatmaker ist nach wie vor fest davon überzeugt, dass ihr Vater nicht auf hoher See ertrunken ist. Sie setzt daher alles daran, die rätselhafte Karte zu entschlüsseln, die er ihr hinterlassen hat. Denn dann würde sie ihren Vater bestimmt endlich wiederfinden und könnte allen beweisen, dass er wirklich noch am Leben ist. Hinter das Geheimnis der Karte zu kommen, erweist sich allerdings als schwieriger als zunächst gedacht. Die junge Hutmacherin gibt aber nicht auf und stößt während ihrer Recherche auf eine geheime Bibliothek und dessen Bibliothekar. Von diesem erfährt sie nicht nur, dass ihr Vater Mitglied der geheimen Gilde der Kartenmacher war, sondern auch, dass sie seine Nachfolge antreten soll. Die gesamte magische Welt schwebt in großer Gefahr, Lord Witloff ist immer noch nicht besiegt und verfolgt nach wie vor finstere Pläne. Es liegt nun wieder an Cordelia und ihren Freunden, die zerstrittenen Gilden zur Zusammenarbeit zu bringen, damit sie gemeinsam das retten können, was ihnen wichtig ist. Ob es ihnen wohl gelingen wird?

Wie oben bereits erwähnt, handelt es sich hierbei um die Fortsetzung zu „Die Gilde der Hutmacher – Geheimnisse aus Stoff und Seide“. Da die Bände aufeinander aufbauen, kann ich nur raten, mit dem Reihenauftakt zu starten. In meinen Augen braucht man das Vorwissen, um der Handlung in Band 2 problemlos folgen zu können.
Bei mir ist es nun schon ein gutes dreiviertel Jahr her, dass ich zum ersten Teil gegriffen habe. Obwohl mir die Geschehnisse mittlerweile nicht mehr im Detail präsent waren, fiel mir der Einstieg in das Buch sehr leicht und ich war im Nu wieder mittendrin im Geschehen.

Gleich das erste Kapitel beginnt ereignisreich und zieht einen mit seiner magischen Atmosphäre direkt in den Bann. Gemeinsam mit Cordelia Hatmaker, unserer Hauptprotagonistin und personalen Erzählerin, streifen wir nachts durch das damalige London, mit dem Ziel, hinter das Rätsel der Karte zu kommen, die ihr verschwundener Vater ihr hinterlassen hat. Unsere junge Heldin muss dabei nicht nur viel Mut und Entschlossenheit beweisen, sie wird auch so einige interessante und überraschende Dinge herausfinden und neue faszinierende Orte entdecken. Es macht einfach nur großen Spaß, Cordelia auf ihrer Suche nach Antworten zu begleiten und ihre Welt dabei noch besser kennenzulernen.
Für ihre erste Kinderbuchreihe hat Tamzin Merchant einfach ein geniales Setting kreiert. Schon im Vorgängerband war ich von dieser Verknüpfung aus historischen Schauplatz mit phantastischen Elementen ganz angetan und auch diesmal hat es die Autorin geschafft, mich mit ihrem großen Ideenreichtum zu begeistern. So werden natürlich auch in diesem Band verzauberte Kleidungsstücke entworfen, gefertigt aus lauter wundersamen Zutaten. Eine Schlafmütze zum Beispiel, die einen augenblicklich einschlummern lässt, sobald sie den Kopf berührt, oder Schuhe, mit denen man nicht mehr aufhören kann zu tanzen.

Ich mochte die ganze Thematik rund um die Gilden erneut sehr, sie ist einfach so kreativ und außergewöhnlich. Ich fand es wunderbar, dass wir noch mehr über die verschiedenen Familien mit ihren jeweiligen besonderen Handwerksfähigkeiten erfahren und die Bekanntschaft mit neuen Mitgliedern machen dürfen. Es wird zudem gekonnt der Konflikt zwischen den verfeindeten Gilden fortgeführt, was das Lesen nicht nur sehr aufregend gestaltet, sondern auch lehrreich. Die Gilden werden schließlich noch erkennen, dass sie ihrem gefährlichen Gegner nur dann besiegen können, wenn sie zusammenarbeiten und zueinander halten. Sie werden damit beginnen, ihre gegenseitige Abneigung abzulegen und gemeinsam versuchen, ihre Welt zu beschützen. Zusammen ist man stark und kann viel mehr schaffen als alleine, diese Message wird hier unter anderem vermittelt, und auch die Themen Freundschaft, Familie und Vertrauen sind ein wichtiger Bestandteil der Geschichte.

Auch mit den vielen unterschiedlichen Figuren kann dieser Band überzeugen. Cordelia ist mir schon längst ans Herz gewachsen, ich mag ihre mutige und willensstarke Art. Aber auch ihre Freunde, den Zeitungsjungen Sam und den Stiefelmacher Goose, habe ich richtig liebgewonnen. Es ist einfach total schön zu sehen was für ein großartiges Team die Drei ergeben und wie sie in diesem Band noch enger zusammenwachsen.

Für mich kam an keiner Stelle Langeweile auf, mich hat die Handlung mit ihren vielen erstaunlichen Enthüllungen und unvorhersehbaren Wendungen durchweg mitgerissen und bestens unterhalten, und der flüssige Schreibstil und die kurzen Kapitel haben mich nur so durch die Seiten fliegen lassen.
Das Ende hat mich ebenfalls zufriedenstellen können. Es ist herzerwärmend, actionreich und ergreifend und schließt das Abenteuer gelungen ab, lässt gleichzeitig aber auch genügend Spielraum für weitere Bände. Auf Goodreads habe ich zu meiner Freude entdeckt, dass es mit der Reihe weitergehen wird. Die englische Ausgabe vom dritten Teil soll voraussichtlich Anfang nächsten Jahres erscheinen und da hoffe ich nun sehr, dass auch dieser Band ins Deutsche übersetzt werden wird. Auf mein nächstes Wiedersehen mit Cordelia und Co. freue ich mich schon sehr!

Was dann natürlich nicht unerwähnt bleiben darf, ist die Gestaltung des Buches. Das Cover ist ein echter Hingucker, mir gefällt es genauso gut wie das vom Vorgänger, und das Innenleben kann sich gleichermaßen sehen lassen. Die kolumbianische Illustratorin Paola Escobar hat auch diesen Band wunderschön und liebevoll bebildert. Das Vorsatzpapier enthält eine detailreiche Karte vom Setting, auf der die wichtigsten Schauplätze eingezeichnet sind; die Kapitelanfänge sind mit süßen Vignetten geschmückt und auch die Erzählung enthält einige schwarz-weiß Illustrationen. Diese nehmen stets eine ganze Seite ein und fangen die magische Stimmung der Geschichte perfekt ein.

Fazit: Ein zauberhafter Lesegenuss für Jung und Alt!
Mit „Die Gilde der Kartenmacher – Abenteuer aus Tinte und Magie“ hat die englische Autorin Tamzin Merchant eine gelungene Fortsetzung aufs Papier gebracht, die ihrem Debüt in nichts nachsteht. Auch der zweite Band steckt voller Geheimnisse, Witz und Überraschungen, voller Freundschaft, Herz und Abenteuer. Er erzählt eine spannende, fesselnde und fantasievolle Geschichte mit charmanten Charakteren und einer tollen Botschaft und sprüht nur so vor Magie und Einfallsreichtum. Von mit gibt es 5 von 5 Sternen!

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