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Veröffentlicht am 20.02.2022

Liebenswertes Ermittlertrio aus Marlow

Mrs Potts’ Mordclub und der tote Nachbar
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An einem drückend heißen Tag geht die 77jährige Judith Potts nackt in der Themse schwimmen. Dabei wird sie Ohrenzeugin, als auf dem Grundstück ihres Nachbars Stefan Dunwoody erst ein Schrei ertönt und ...

An einem drückend heißen Tag geht die 77jährige Judith Potts nackt in der Themse schwimmen. Dabei wird sie Ohrenzeugin, als auf dem Grundstück ihres Nachbars Stefan Dunwoody erst ein Schrei ertönt und dann ein Schuss fällt. Die von ihr herbei gerufene Polizei kann aber keinen Verletzten, Toten oder Stefan finden. Da sich Mrs. Potts ihrer Sache aber ganz sicher ist, beginnt sie selbst mit der Suche auf dem Grundstück und findet ihren Nachbarn mit einem Einschussloch in der Stirn im Teich. Die Polizei in Form von DS Tanika Malik zweifelt aber an der Mordtheorie von Mrs. Potts, was diese zur weiteren Eigenrecherche anspornt.

Dem Autor, Robert Thorogood, ist es wunderbar gelungen die einzelnen Protagonisten bildhaft darzustellen. Besonders gut gefällt mir die liebenswert exzentrische Mrs. Potts, die immer noch als Kreuzworträtsel-Autorin arbeitet und in einem heruntergekommenen und chaotischen Herrenhaus wohnt. Aber auch die anderen Personen wie Becks die neurotische Pfarrersgattin oder Elliot, der undurchsichtige Galleriebesitzer und Mordverdächtige Nr. 1 mit wasserfestem Alibi sind gut getroffen.

Der Schreibstil ist sehr angenehm und flüssig, was das Buch zu einem schönen und leichten Lesevergnügen macht.

Das Buchcover verkörpert für mich ein typisches kleines englisches Dorf und passt sehr gut zur Geschichte.

Mrs. Potts erinnert mich in der Tat an eine modernere Version der von Margaret Rutherford verkörperten Miss Marple. Als großer Agatha Christie Fan muss ich aber zugeben, dass es leider nicht 100%ig an die Raffinesse / Klasse dieser für mich sensationellen Bücher heranreicht.

Mein Resümee für das Buch ist, dass es sich um einen sehr guten britischen Krimi mit einer amüsanten Mordermittlung und einem liebenswerten Ermittler-Trio handelt und ich freue mich sehr, dass es nächstes Jahr einen 2. Band geben wird wo wir hoffentlich noch mehr Details von den 3 Mädels erfahren werden.

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Veröffentlicht am 07.11.2021

Gelungener Wohlfühlroman

Das kleine Chalet in der Schweiz
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„Das kleine Chalet in der Schweiz“ war mein erstes Buch aus der Romantic-Escapes-Reihe von Julie Caplin.

In der Geschichte geht es um Mina, die „erfolgreich“ als Lebensmittelentwicklerin arbeitet. Privat ...

„Das kleine Chalet in der Schweiz“ war mein erstes Buch aus der Romantic-Escapes-Reihe von Julie Caplin.

In der Geschichte geht es um Mina, die „erfolgreich“ als Lebensmittelentwicklerin arbeitet. Privat aber erlebt sie eine große Enttäuschung. Um alles für eine Weile hinter sich zu lassen, reist sie zu ihrer Patentante in die Schweiz. Dort angekommen fühlt sie sich sehr wohl und auch ein attraktiver Mann lässt nicht lange auf sich warten.

Der Autorin ist es wunderbar gelungen die einzelnen Charaktere authentisch und sehr sympathisch darzustellen. Man kann sie sich lebhaft vorstellen. Besonders treffend ist für mich vor allem Johannes beschrieben.

Dank des angenehmen Schreibstils war das Buch sehr flüssig zu lesen.

Das Buchcover ist mit den vielen schweizerischen Symbolen liebevoll gestaltet und passt ausgezeichnet zur Geschichte und Reihe.

Durch das Buch bekommt man richtig Lust aufs Backen und ich werde definitiv das im Buch aufgeführte Rezept für die „Basler Kirsch-Brottorte“ ausprobieren. Gerne hätten es noch ein paar mehr der leckeren Rezepte beigefügt werden dürfen, sowas finde ich immer eine sehr schöne Idee.

„Das kleine Chalet in der Schweiz“ ist für mich eine klare Kaufempfehlung, für alle die Lust auf eine schöne Liebesgeschichte bzw. Wohlfühlroman haben.

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Veröffentlicht am 15.08.2021

Einfach fantastisch!

Die Stadt ohne Wind 1 – Arkas Reise
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Arka ist ein 13-jähriges Mädchen das alleine in die Stadt ohne Wind Hyperborea reist, um dort ihren Vater zu finden. Auf der Suche nach ihm trifft Arka auf den jungen, ehrgeizigen Magier Lastyanax, der ...

Arka ist ein 13-jähriges Mädchen das alleine in die Stadt ohne Wind Hyperborea reist, um dort ihren Vater zu finden. Auf der Suche nach ihm trifft Arka auf den jungen, ehrgeizigen Magier Lastyanax, der sich auf der Suche nach dem Mörder seines Mentors Palates befindet. Die beiden schließen sich zusammen, um ihr jeweiliges Ziel zu erreichen.

Ich bin normalerweise kein allzu großer Fan von Fantasie – Romanen, aber „Die Stadt ohne Wind - Arkas Reise“ von Éléonore Devillepoix ist ein wirklich phantastisches Buch. Der Autorin ist eine geniale und spannende Geschichte gelungen. Die von ihr erschaffene Fantasie-Welt (Schildkröten als Transportmittel, Flügelarmband, Anima..) ist vermutlich für alle Leser völliges Neuland. Die Geschichte reflektiert aber auch immer wieder das wahre Leben. Es gibt z.B. die 1. Ebene in der Armut, Elend, Schmutz und Gewalt regieren. Je weiter man die Ebenen hochkommt, umso wohlhabender sind die Leute und angenehmer ist das Leben.

Arka und Lastyanax sind die Hauptprotagonisten der Geschichte und waren mir sofort auf ihre jeweilige ganz spezielle Art sehr sympathisch. Aber auch bei den vielen anderen Protagonisten wie z.B. Zwerg, Kaul, Phreton .. wurden die einzelnen Charaktere und Details sehr gut herausgearbeitet, man kann sich die Personen sehr bild-/lebhaft vorstellen.

Am Anfang des Buches habe ich mich mit all den neuen und außergewöhnlichen Fantasie-Namen und -Begriffen etwas schwer getan, aber nach kurzer Zeit hatte ich mich rasch an diese besondere Kreativität gewöhnt. Der Schreibstil war nach der kurzen Eingewöhnungsphase sehr angenehm und flüssig zu lesen.
Trotz der 560 Seiten war das Buch nie langatmig oder gar langweilig, im Gegenteil für mich bestand Suchtgefahr. Ich fand die Geschichte von Arka super spannend und konnte das Buch teilweise kaum aus den Händen legen. Deshalb warte ich sehnsüchtig auf die Veröffentlichung des 2. Bandes und bin sehr gespannt wie es mit Arka und Lastyanax weitergeht. Für mich ist das Buch eine klare Kaufempfehlung.

Das Buchcover ist auf den ersten Blick schlicht, aber das Bild in schwarz-weiß und ein wenig Gold passt hervorragend zur Geschichte und ist für mich ein gelungener Einstieg in das Buch.

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Veröffentlicht am 21.07.2025

Ein Strickclub auf Abwegen

Mörderisch verstrickt – Ein Strickclub ermittelt
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Auf der Nordseeinseln Lüttjekoog treffen sich wöchentlich im Strickladen von Mette die vier Mitglieder des Strickclubs: Pastorin Anne, Friseurin Brunhilde, Bootsverleiher Gustavsen und Mette, zum gemeinsamen ...

Auf der Nordseeinseln Lüttjekoog treffen sich wöchentlich im Strickladen von Mette die vier Mitglieder des Strickclubs: Pastorin Anne, Friseurin Brunhilde, Bootsverleiher Gustavsen und Mette, zum gemeinsamen Stricken und Klönen.
Die Idylle gerät allerdings ins Wanken als Anne im Watt eine altertümliche Goldfigur entdeckt und im Anschluss daran überfallen wird. Als es dann auch noch Gustavsen einen unbekannten Toten in einem seiner Boote findet, ist es ganz aus mit der Ruhe. Mette und ihre Freunde beginnen mit den Ermittlungen, um die Welt auf der Insel wieder in Ordnung zu bringen.

„Mörderisch Verstrickt - Ein Strickclub ermittelt“ war mein erstes Buch von Susanne Oswald und ich war gespannt, wie mir der norddeutsche Strick-Cozy-Krimi gefallen würde. Dank des angenehmen und flüssigen Schreibstils hatte ich das Buch rasch gelesen.

Für meinen Geschmack ist der Autorin ein wunderbarer Wohlfühl-Krimi gelungen, der ohne blutrünstige Details auskommt. Wer nach einer leichten und angenehmen Lektüre sucht, ist hier genau richtig. Die Hauptprotagonisten sind absolut liebenswürdig und sehr gut getroffen. Genauso stelle ich mir die Bewohner einer Nordseeinsel vor.

Schön fand ich auch die mitgelieferten Strickanleitungen. Da kann man sein Hobby gleich ausprobieren

Das farbenfrohe und liebevoll gestaltete Buchcover passt perfekt zur Story.

Für mich ist das Buch eine klare Kaufempfehlung und bekommt von mir die volle Punktzahl.

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Veröffentlicht am 01.05.2023

Hawthorne & Horowitz - ein sehr ungleiches Duo

Wenn Worte töten
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Der Ex-Polizist und heutige Privatdetektiv Daniel Hawthorne wird zusammen mit seinem „Assistent“ dem Buchautor Anthony Horowitz zu einem Literaturfestival auf die beschauliche Kanalinsel Alderney eingeladen. ...

Der Ex-Polizist und heutige Privatdetektiv Daniel Hawthorne wird zusammen mit seinem „Assistent“ dem Buchautor Anthony Horowitz zu einem Literaturfestival auf die beschauliche Kanalinsel Alderney eingeladen. Aber anstatt dort das neueste Buch zu promoten, werden die beiden in eine Mordermittlung verwickelt. Wer hat den Mäzen des Festivals ermordet? War es einer der völlig zerstrittenen Inselbewohner oder vielleicht sogar einer der anderen illustren Buchautoren-Kollegen?

„Wenn Worte töten“ war mein erstes Buch von Anthony Horowitz. Ich kannte den Autor hauptsächlich von diversen TV-Produktionen, für die er die Drehbücher geschrieben hat. Horowitz gelingt es in meinen Augen sehr gut die einzelnen Charaktere der Protagonisten leb-/bildhaft darzustellen. Man spürt förmlich die Frustration von ihm, die er Dank dem eigenwilligen Hawthorne erlebt.

Das Buchcover mit dem Blick aus der dunklen Höhle hinaus auf das blaue Meer und den Vögeln passt zur Story. Schön und hilfreich finde ich auch die Karte von Alderney, an Hand der man sich gut orientieren kann und einen guten Eindruck für die Größe der Insel bekommt.

In der Vergangenheit habe ich die Bücher von Horowitz nicht gelesen, da ich Bedenken bezüglich der Erzählart hatte. Leider behielt ich recht, denn das Buch konnte mich nicht zu 100 % überzeugen, da mir der Schreibstil nicht liegt. Zu Beginn fand ich das Buch etwas langatmig bzw. stellenweise etwas zu lang. Der Plot selber hat mir sehr gut gefallen. Ich denke das Buch ist für Leser, die mit der Erzählform keine „Probleme“ haben, eine gute Kaufentscheidung.

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