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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.06.2023

Slow Burn trifft Spice

Twisted Games
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Ich mochte schon den ersten Band der Reihe ganz gern, aber „Twisted Games“ hat mir nochmal besser gefallen, weil die Story interessanter und die Charaktere vielschichtiger waren. Außerdem hat mir die Mischung ...

Ich mochte schon den ersten Band der Reihe ganz gern, aber „Twisted Games“ hat mir nochmal besser gefallen, weil die Story interessanter und die Charaktere vielschichtiger waren. Außerdem hat mir die Mischung aus Slow Burn Romance und Spice sehr gut gefallen.

Zum Inhalt: Prinzessin Bridget von Eldorra war nicht darauf vorbereitet zu reagieren. Doch dann dankte ihr Bruder aufgrund seiner Liebe zu einer Bürgerlichen ab und plötzlich Bridget steht kurz vor dem Empfang der Krone. Doch sieht hat ein Problem: auch sie entwickelt Gefühle für einen Bürgerlichen- ihren Bodyguard Rhys.

Wie auch im ersten Band der Reihe wird auch hier die Geschichte aus der Perspektive der beiden Protagonisten erzählt. Besonders ist, dass sich die Handlung über vier Jahre erstreckt und sich teils mit Buch 1 überschneidet. Trotzdem muss man dieses nicht zwingend gelesen haben, um hier in die Story reinzukommen.

Die Prinzessin und der Bodyguard- es könnte ein einziges Klischee sein, aber die Story funktioniert sehr gut, nicht zuletzt weil Rhys als Ex Navy-Seal eine interessante Background-Story mitbringt, von der ich gerne noch mehr gelesen hätte. Besonders das Thema PTBS wird nur kurz angeschnitten und dann nicht weiter beachtet, was ich fast schon unrealistisch finde.

Die Lovestory selbst hat mir dieses Mal deutlich besser gefallen als in Band 1 und war in meinen Augen auch deutlich authentischer. Die Spannung zwischen den beiden war von Beginn an greifbar. Es hat mir gefallen, wie beide mit ihren Gefühlen gehadert haben und es viel um Frage "Pflichtgefühl oder Liebe" ging.

Ich habe Bridget als Protagonistin echt geliebt. Obwohl sie so mit ihrem eigenen Schicksal überrumpelt wird, beißt sie sich durch und nimmt ihr Schicksal selbst in die Hand und gibt ganz nebenbei „plötzlich Prinzessin“-Vibes. Eine hinreißend leichte, herzliche und humorvolle Geschichte, die ich gerne weiterempfehle.

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Veröffentlicht am 31.05.2023

Absolut spannender Jugendroman

Tristan Mortalis
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Ich liebe Jugend-Thriller, weil die Spannung subtiler ist und sie meistens absolut unblutig daherkommen. Deshalb war ich auch total neugierig auf „Tristan mortalis“, denn dieses Buch spielt den Geheimnissen ...

Ich liebe Jugend-Thriller, weil die Spannung subtiler ist und sie meistens absolut unblutig daherkommen. Deshalb war ich auch total neugierig auf „Tristan mortalis“, denn dieses Buch spielt den Geheimnissen der Protagonisten und Freunde werden plötzlich zu Fremden. Ein absolut gelungenes Buch, das eine grandiose Kettenreaktion lostritt.

Zum Inhalt: Schulfreunde leben sich auseinander, daran ist nichts ungewöhnliches. Doch als eine Leiche im Morr ihres Heimatortes gefunden wird, wissen Alice, Damien, Bene und Claire, dass sie nach Hause kommen müssen. Denn dort haben sie sich alle zum letzten mal gesehen und ihren Schulabschluss gefeiert. Und die Leiche trägt ein Kostüm der Theater-AG. Ein Kostüm, dass zuletzt ihr Freund Trsitan anhatte. Tristan, von dem seitdem niemand mehr etwas gehört hat.

Wie auch schon beim letzten Buch des Autorinnen-Duos wird auch hier die Geschichte aus der Perspektive der verschiedenen Protagonisten erzählt. So bekommt der Leser umfassenden Einblick in die Gedanken der Figuren und erfährt schnell, dass jeder von ihnen etwas vor seinen Freunden verbirgt, was ihn sehr verdächtig aussehen lassen wird. Es wird viel mit den Sympathien und Erwartungen des Lesers gespielt, was ich toll umgesetzt finde.Alle Figuren werden mit kleinen Eigenheiten und pikanten Background-Geschichten ausgestattet, wirken authentisch und haben mich als Leser mitfiebern lassen, was sie in ihrer letzten gemeinsamen Nacht erlebt haben.

Der Schauplatz ist wirklich wieder sehr atmosphärisch gewählt und ein paar Mal hat es mich beim Lesen richtig geschaudert.
Die Dramatik der Handlung spitzt sich bis zum Schluss zu und endet in einem großen Finale, bei dem ich um die Protagonisten gebangt habe. Zudem wird ein ganz schön großes moralisches Dilemma aufgeworfen, was ich aber einen genialen Twist finde.

Mir hat das Buch wieder richtig gut gefallen, ich habe mitgefiebert und mitgerätselt, was sich wohl tatsächlich zugetragen hat. Spannend bis zum Schluss und wirklich genial konstruiert.

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Veröffentlicht am 20.05.2023

Heftiger dritter Band

The Fourth Monkey - Das Haus der bösen Kinder
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Nachdem ich von Band 2 nicht ganz so überzeugt war, war ich neugierig, wie Band 3 nun die Handlungsstränge zusammenführen und die Story um den Fourth Monkey Killer abschließen würde. Und dieser Band hat ...

Nachdem ich von Band 2 nicht ganz so überzeugt war, war ich neugierig, wie Band 3 nun die Handlungsstränge zusammenführen und die Story um den Fourth Monkey Killer abschließen würde. Und dieser Band hat richtig abgeliefert.

Zum Inhalt: der Fourth Monkey Killer ist immer noch auf freiem Fuß und es tauchen weitere Opfer auf. Gleichzeitig begibt sich Sam Porter, der zunehmend ins Visier der Ermittlungen gerät, auf eine Reise in seine eigene Vergangenheit und entdeckt, dass da mehr ist, als seine Erinnerungen zunächst offenbarten.

Diese Reihe ist eine der wenigen, wo ich am Ende ehrlich sagen muss, dass ich bisschen auf der Seite des Täters stehe. Denn dessen Geschichte ist so furchtbar und so ergreifend, dass ich seine Beweggründe nicht nur nachvollziehen kann, sondern auch seine Vision von Gerechtigkeit verstehe.

Auch in diesem Buch wird wieder viel über die Tagebucheinträge vermittelt, die man schon aus den anderen Bänden kennt. Hier offenbart sich endlich die vollständige Wahrheit. Und schon relativ schnell lässt sich erahnen, wo die Story damit hin will.

Das Katz-und-Maus-Spiel zwischen Sam und Anson ist wirklich packend, vor allem weil in diesem Band enthüllt wird, dass es weitere Komplizen geben muss, wobei lange unklar bleibt, wer in welchem Team spielt und wer in dieser Geschichte eigentlich „die Guten“ sind.

Für mich wieder ein kleines Manko: die Story wirkt sehr zerpflückt dadurch, dass das Team getrennt ist und wir zusätzlich zum Tagebuch die drei Ermittlerperspektiven mit ihren jeweiligen Handlungsorten haben. Da die Teams nur unvollständig kommunizieren können, werden manche Erkenntnisse mehrmals geteilt, was für mein Dafürhalten unnötig war.

Großartig umgesetzt finde ich die Zweifel, die der Autor dem Leser hinsichtlich Sams Motiven und Vergangenheit einpflanzt, denn Sam wird im Verlauf der Handlung immer unzuverlässiger.

Ein gelungener Abschluss der Reihe, der alle losen Fäden verknüpft und ein schlüssiges Gesamtbild ergibt

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Veröffentlicht am 13.05.2023

Spannend bis zum Schluss

The Fourth Monkey - Geboren, um zu töten
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Ich liebe ja die drei Affen aus dem Konfuzius Sprichwort. Dass sie nun Teil eines Thrillers sind, hat mir richtig gut gefallen und ich wollte das Buch unbedingt lesen. Eine spannend konstruierte Jagd gegen ...

Ich liebe ja die drei Affen aus dem Konfuzius Sprichwort. Dass sie nun Teil eines Thrillers sind, hat mir richtig gut gefallen und ich wollte das Buch unbedingt lesen. Eine spannend konstruierte Jagd gegen die Zeit, packend bis zum Schluss.

Zum Inhalt: sieben Opfer in fünf Jahren, 21 Päckchen, die die Morde ankündigten. Als erneut ein Päckchen auftaucht ist sich Detective Porter sicher: der Forth Monkey Killer ist wieder aktiv. Es gibt nur ein Problem: der Mann mit dem Päckchen ist tot.

Die Handlung ist aufgeteilt in den eigentlichen Fall und eine Rückblende, in Form eines Tagebuchs, das die Ermittler finden und aus der Kindheit des Forth Monkey Killers erzählt. Das fand ich unglaublich interessant, da das Tagebuch eine Sicht des erwachsenen Täters auf seine eigene Kindheit wiedergibt. Und diese wird eindringlich und unglaublich spannend erzählt und hat mir fast noch besser gefallen, als der eigentliche Fall. Und es gibt noch eine dritte Nebenhandlung, die den ermittelnden Polizisten Porter und sein Privatleben betrifft. Ich finds immer gut, wenn die Geschichte einen Sympathieträger hat und Porter ist definitiv so jemand.

Der Fall ist fast schon wie eine Art Schnitzeljagd angelegt, auch wenn die Polizei das zuerst gar nicht so wahrnimmt. Aber die Hinweise sind clever gestreut und führen schlüssig zum Ergebnis. Mir gefällt das in Thrillern immer total, wenn ich die Ermittlung nachvollziehen kann und nicht einfach nur viele zufällige Beweise vom Himmel fallen.

Komisch ist, dass ich durch das Tagebuch fast schon Verständnis für den Täter entwickelt habe und seine Motive sogar ein Stück weit nachvollziehen konnte. Das passiert mir echt selten, dass mich die Täterperspektive so derartig catcht.

Ich fand die Geschichte durchweg spannend und genial erzählt. Alles passt zusammen und der Showdorn am Ende hat mir gut gefallen.
Ich werde direkt im Anschluss Band 2 lesen.

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Veröffentlicht am 03.05.2023

Wow, wow, wow

SORRY. Ich habe es nur für dich getan
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Ich kannte Bianca Iosivoni bisher eher aus dem Fantasy-Sektor und war total gespannt darauf, jetzt diesen Spannungsroman mit dem Thema Romantic Suspense zu lesen. Und der liefert einfach richtig ab. Ich ...

Ich kannte Bianca Iosivoni bisher eher aus dem Fantasy-Sektor und war total gespannt darauf, jetzt diesen Spannungsroman mit dem Thema Romantic Suspense zu lesen. Und der liefert einfach richtig ab. Ich konnte das Buch nicht weglegen so sehr hat mich die Handlung gefangen genommen.

Zum Inhalt: als Robyn Julian in einer Bar kennenlernt, scheint einfach alles zu passen. Das Timing, die Chemie, alles ist genau so, wie Robyn es sich immer vorgestellt hat, sogar besser. Zwei Jahre später steht die Polizei vor Robyns Tür, denn Julian wird vermisst. Und Robyn schwankt zwischen Schock und Erleichterung.

Das Buch wird abwechselnd in der Gegenwart und der Vergangenheit, beginnend beim Treffen der Beiden vor zwei Jahren, erzählt, wobei sich der rückblickende Handlungsstrang der Gegenwart annähert. So bekommt man tiefere Einblicke in die Beziehung zwischen Robyn und Julian. Robyn mutiert zwischenzeitlich zur unzuverlässigen Erzählerin, zerrüttet von Selbstvorwürfen, Schuld und Verzweiflung, was dem ganzen einen besonderen Twist gibt.

Generell gibt es wahnsinnig viele überraschende Momente, die Story ist sehr wendungsreich erzählt und bleibt kontinuierlich spannend. Was mit unterschwelligen Andeutungen beginnt, entwickelt sich sehr schnell in Richtung einer toxischen Beziehung, die alles andere als perfekt ist, auch wenn Robyn lange versucht, sich etwas anderes zu Reden.

Gerade wenn man als Leser das Gefühl bekommt, man wüsste nun, wo es mit der Handlung hingehen soll, passiert etwas völlig unvorhergesehenes, fast schon abwegiges. Iosivoni erschafft ein Umfeld, in dem plötzlich jeder verdächtig oder zumindest unzuverlässig wirkt und man nicht so richtig weiß, welchen Aussagen man trauen kann und die Story entwickelt eine düstere Sogwirkung.

Mich hat die Geschichte völlig in ihren Bann geschlagen und ich wage zu behaupten, es ist die beste Romantic Suspense Story, die ich bisher gelesen habe.

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