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Veröffentlicht am 08.12.2019

Wenn Mauern bröckeln ...

Sinking Ships
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Inhalt:

Carla lässt keine Schwächen zu, sie darf keine Schwächen haben, zu viel steht auf dem Spiel. Sie kümmert sich alleine um ihre zwei Brüder. Ihr Vater ist im Gefängnis und ihre Mutter ist tot. Als ...

Inhalt:

Carla lässt keine Schwächen zu, sie darf keine Schwächen haben, zu viel steht auf dem Spiel. Sie kümmert sich alleine um ihre zwei Brüder. Ihr Vater ist im Gefängnis und ihre Mutter ist tot. Als Kind musste sie dabei zusehen, wie ihre Mutter ertrank. Davon kommt auch ihre panische Angst vor Wasser. Und Männer lässt sie auch nicht an sich ran, schon gar nicht den nervigen Bruder Mitchel ihrer besten Freundin.
Doch als sie bei einer Party unglücklicherweise in den Pool fällt, rettet gerade Mitchel sie in letzter Sekunde vor dem Ertrinken. Und irgendwie schafft er es, dass ihre Mauern zu bröckeln beginnen ...

Meinung:

Schon der erste Teil der Fletcher-University-Reihe Burning Bridges hat mir gut gefallen (Rezension). Also war klar, dass ich auch das zweite Buch von Tami Fischer lesen werde. Noch dazu ist es in einer meiner Lieblingsfarben gehalten und sieht richtig hübsch aus.

Carla ist kein einfacher Charakter. Ich muss sogar zugeben, dass sie mir anfangs etwas auf die Nerven ging. Teilweise reagierte sie mir zu zickig oder zu schroff. Doch mit der Zeit habe ich sie doch lieb gewonnen. Sie hat definitiv ihre Gründe, warum sie ihre Mauern hochgezogen hat und niemanden an sich heranlässt - nicht einmal ihre besten Freundinnen.

Umso schöner ist es zu lesen, wie Mitchel es langsam aber sicher schafft, diese Mauern bröckeln zu lassen. Wie Carla ihm immer mehr vertraut und sich ihm öffnet. Allzu viel Zeit können sie aber leider nicht miteinander verbringen, weil sie das Leben rundherum komplett einspannt. Carla kümmert sich um ihre Brüder, studiert, arbeitet in einer Bar und hilft im Frisörsalon ihrer Tante aus - uff, wie sie das schafft, wurde mir im ganzen Buch nicht klar ...

Dass irgendwann auch etwas Drama in die Geschichte gehört, war klar und so habe ich das ganze Buch nur darauf gewartet. Als es dann kam, war es eigentlich ziemlich vorhersehbar gewesen. Ich bin nur froh, dass es nicht allzu lang gedauert hat, da ich es nicht mag, wenn zwei Liebende getrennt sein müssen ...

Der Schluss war mir dann fast ein bisschen zu kurz. Da hätte noch gut ein Epilog gepasst, um ein paar Fragen bzw Erzählstränge so richtig zu beenden. ... aber vielleicht passiert das ja noch im dritten Band, der aber natürlich wieder von anderen Charakteren handelt.

Burning Bridges war spannender, mit seinen Thrillerelementen hat es sich von der breiten Masse der New Adult Romane abgehoben. Sinking Ships hat zwar auch seine Besonderheiten, aber es hebt sich nicht ganz so ab. Wobei man aber schon sagen muss, dass Tami Fischer auf jeden Fall ein Talent zum Schreiben und zum Geschichten erzählen hat.

Fazit:

Solide New Adult Geschichte, die zeigt, dass man auch Hilfe annehmen kann/soll.

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Veröffentlicht am 23.01.2026

Leider nicht überzeugend

The Woman in Suite 11
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Inhalt:

Lo Blacklock will ins Leben einer Reisejournalistin zurückkehren, nachdem sie mehrere Jahre zu Hause bei ihren Kindern verbracht hat. Als sie zur Neueröffnung eines Hotels am Genfer See eingeladen ...

Inhalt:

Lo Blacklock will ins Leben einer Reisejournalistin zurückkehren, nachdem sie mehrere Jahre zu Hause bei ihren Kindern verbracht hat. Als sie zur Neueröffnung eines Hotels am Genfer See eingeladen wird, ist sie voller Tatendrang.
Das Hotel ist wunderschön - sowohl von der Lage her als auch von der Ausstattung.
Um diese Reise wirklich erfolgreich abschließen zu können, braucht Lo aber ein Interview mit dem Hotelbesitzer Marcus Leidmann. Als sie in der Nacht überraschend in sein Zimmer eingeladen wird, ist sie zwar skeptisch, gibt aber ihrer beruflichen Neugier nach. Doch in dem Zimmer wartet nicht der Millionär, sondern eine Frau, die behauptet dessen Geliebte zu sein und sich in Lebensgefahr zu befinden ...

Meinung:

Als ich mit dem Buch begonnen habe, wusste ich leider nicht, dass es sich hier quasi um eine Fortsetzung handelt. Wenn ich The Woman in Cabin 10 gelesen hätte, wäre mir der Einstieg wahrscheinlich leichter gefallen und vielleicht würde meine Meinung zu dem Buch auch anders aussehen.

Die Idee von der Geschichte finde ich wirklich gut und es hätte ein sehr spannendes und aufregendes Buch werden können. Meiner Meinung nach ist es das aber nicht. Es dauert sehr, sehr lang bis zumindest etwas Spannung auftritt. Ja, ein leicht kribbelndes Gefühl hat man schon eine Weile vorher, man ahnt, dass etwas im Busch ist. Aber trotzdem kommt sehr lang keine Spannung auf.

Und auch als die Geschichte dann an Fahrt aufnimmt, fand ich es nicht so spannend, wie sie sein hätte können. Ich finde, Ruth Ware verschenkt hier viel Potenzial und wir wissen, sie kann es besser. Das finde ich etwas schade.

Lo Blacklock ist zwar eine recht liebenswerte Protagonistin, aber sie trifft fortwährend unglaublich dumme Entscheidungen, bei denen man sich nur an den Kopf greifen kann. Ihre Leichtgläubigkeit und Naivität ist teilweise wirklich unglaublich. Wenn man den Vorgänger nicht kennt, bleiben die meisten Charaktere relativ flach. Wie gesagt, wie es wäre, wenn ich vorher das erste Buch gelesen hätte, kann ich nicht sagen. Und von der Spannung habe ich ja schon geschrieben, dass mich das Buch leider nicht überzeugt hat.

Fazit:

Ruth Ware kann es wesentlich besser.

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Veröffentlicht am 07.05.2023

Eine nette Geschichte

Proof of Faith
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Inhalt:



Sierra arbeitet gemeinsam mit ihren Schwestern in der Proof of Love Agentur. Eines Tages bekommt sie den Auftrag, die Treue eines Mannes zu testen. Mit Schrecken erkennt sie, dass sie diesen ...

Inhalt:



Sierra arbeitet gemeinsam mit ihren Schwestern in der Proof of Love Agentur. Eines Tages bekommt sie den Auftrag, die Treue eines Mannes zu testen. Mit Schrecken erkennt sie, dass sie diesen Mann flüchtig kennt und er ihr sehr sympathisch war. Mit jedem Detail, das sie über ihn herausfindet, verliebt sie sich mehr in ihn. Dabei ist es eine der obersten Regeln der Agentur, sich nicht in eine Zielperson zu verlieben. Sierra übergibt die Beweise seiner Treue und versucht in den nächsten Wochen bzw Monaten, ihn zu vergessen.

Sie staunt nicht schlecht, als in die Wohnung neben ihr ausgerechnet Caleb einzieht, der Mann, den sie schon seit Monaten nicht vergessen kann. Und anscheinend ist er Single! Da sie einen gemeinsamen Balkon haben, kommen sie sich auch schnell näher. Doch Caleb weiß noch nicht, dass Sierra in der Agentur arbeitet, der er die Schuld am Scheitern seiner vorigen Beziehung gibt.

Meinung:

Mich hat vor allem das Thema der Treue-Test-Agentur angesprochen, darauf war ich sehr neugierig. Da hätte ich mir auch noch mehr Beispiele davon gewünscht. Denn im großen und ganzen haben wir nur die Testung von Caleb wirklich mitbekommen. Fand ich schade, weil ich gerade dieses Thema sehr spannend fand.

Sierra ist eine sehr nette Protagonistin. Sie gefiel mir gut, ich konnte mich in sie hineinversetzen, konnte gut mit ihr mitfühlen. Leider habe ich aber nicht alle ihre Entscheidungen verstanden. Warum sagt sie nicht gleich die Wahrheit - ja klar, ich hätte auch Angst, dass er dann wegläuft. Aber diese ganzen Unwahrheiten, Lügen und Halbwahrheiten machen die Beziehung nicht besser.

Caleb ist auch nett. Ein Kinderarzt, der wunderbar mit seinen kleinen Patienten umgehen kann. Er ist ein Charakter, den man einfach gern haben muss.

Tja, die ganze Geschichte ist nett - mehr leider aber auch nicht. Sie konnte mich nicht unbedingt fesseln. Ich habe einige Entscheidungen bzw Verhaltensweisen nicht verstanden. Dennoch hat mich das Buch ganz gut unterhalten.

Fazit:

Eine nette Geschichte, die mich zwar nicht wahnsinnig fesseln aber trotzdem unterhalten konnte.

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Veröffentlicht am 29.07.2021

Gute - aber viele Fragen offen

Partem. Wie die Liebe so kalt
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Inhalt:

Wenn Xenia jemanden berührt, hört sie Geräusche. Deshalb versucht sie zu allen Abstand zu halten, was nicht immer so leicht ist. Als sie zufällig Jael berührt, hört sie jedoch nichts und ist total ...

Inhalt:

Wenn Xenia jemanden berührt, hört sie Geräusche. Deshalb versucht sie zu allen Abstand zu halten, was nicht immer so leicht ist. Als sie zufällig Jael berührt, hört sie jedoch nichts und ist total überrascht. Jael merkt auch, dass an Xenia etwas anders ist, dass sie besonders ist und möchte das für sich nützen. Doch beide haben nicht mit ihren Gefühlen gerechnet ...

Meinung:

Mir hat das Buch recht gut gefallen. Es ist ein sehr interessantes Konzept, das die Autorin hier entwickelt hat.

Am Anfang tappt man ziemlich lange im Dunkeln, was hier eigentlich vor sich geht, worum es überhaupt genau geht. Da die Geschichte aus vier Perspektiven geschrieben ist, braucht es eine Weile bis man alle Protagonisten kennt und bis man versteht, was hier eigentlich passiert.

Gerade der Fantasyanteil gefällt mir besonders gut, denn in der Art habe ich noch nichts gelesen. Für mich war das also eine ziemlich neuartige Idee, die mir sehr gefiel. Aber auch die Gefühlswelt der Protagonisten fand ich spannend. Diese bekommt man besonders gut mit, da die Geschichte ja aus den Blickwinkeln der wichtigsten Protagonisten geschrieben ist.

Leider fehlt es teilweise an Erklärungen, was auch nach dem Ende des Buches viele Fragen aufwirft. Es wurden auch so wichtige Dinge, wie zb was PARTEM überhaupt ist, nicht geklärt. Natürlich war dies erst der erste Band der Reihe, trotzdem wäre eine gewisse Aufklärung schon nett gewesen.

Auch wenn mir die vier Sichtweisen gut gefielen, so kam dadurch einfach manches zu kurz, da nicht genug Zeit blieb, alles zu erklären oder auch die Charaktere lebendiger zu gestalten.

Fazit:

Trotzdem ein gutes Fantasybuch, das ich nur so verschlungen habe.

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Veröffentlicht am 20.06.2021

Hat seine Stärken und Schwächen

Die Hexenjägerin - Der Zirkel der Nacht
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Inhalt:

Robin reist mit ihrem Lieferwagen durch das ganze Land und jagt Hexen. Dies verfolgen Millionen Zuschauer auf ihrem Youtubekanal Malus Domistica, nicht wissend, dass diese Hexenjagden nicht inszeniert ...

Inhalt:

Robin reist mit ihrem Lieferwagen durch das ganze Land und jagt Hexen. Dies verfolgen Millionen Zuschauer auf ihrem Youtubekanal Malus Domistica, nicht wissend, dass diese Hexenjagden nicht inszeniert sondern echt sind. Die junge Hexenjägerin hat zum Ziel, den Hexenzirkel auszulöschen, der ihre Mutter getötet hat. Nun ist sie ihrem Ziel so nah wie nie, da erkennt sie, dass die wahre Bedrohung nicht von den Hexen ausgeht, sondern vom Roten Lord. Und dieser hat anscheinend mehr mit ihrer Familiengeschichte zu tun als ihr lieb ist.

Meinung:

Was für ein Buch. Einerseits wunderbar verrückt, humorvoll, gut geschrieben, andererseits etwas wirr und es hat ein paar Längen.

Es ist auf jeden Fall einmal etwas anderes. Man sollte neben ein paar Gruselszenen auch mit ein paar ekligen Szenen rechnen, die es wirklich in sich haben.

Neben Robin lernen wir noch weitere Charaktere kennen. Manche Kapitel werden sogar aus der Sicht von zwei von ihnen geschrieben. Einmal handelt es sich um einen Jungen und dessen Vater, die in das alte Haus von Robin gezogen sind und einmal um die Sicht der Hexen, durch die man deren Vorgehensweise besser kennenlernt.

Durch diese drei sehr unterschiedlichen Sichten wirkt das Buch manchmal etwas wirr. Es dauert auch länger bis man die Handlungsstränge miteinander verbinden kann, deshalb fragt man sich immer wieder, warum man das gerade liest, was daran für die Geschichte wichtig sein soll.

In der Mitte des Buches gab es ein paar Längen, bei denen man schon wartet, dass endlich etwas passiert. Dafür überschlagen sich am Ende dann die Ereignisse.

Wie schon oben erwähnt, es gibt humorvolle Dialoge und auch sonst ein paar eingestreute Schmankerln. Was mir ein bisschen fehlte, waren mehr Informationen zu den Charakteren, auch zu Robin, obwohl wir von ihr natürlich am meisten wissen.

Da es sich hier aber um eine mehrteilige Reihe handelt, hoffe ich hier auf die nächsten Bände, die ich auf jeden Fall lesen werde.

Fazit:

Verrückt, humorvoll, gruselig, teilweise etwas wirr und ein paar Längen.

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