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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.07.2023

Geschichte einer mutigen und zupackenden Frau

Das Mädchen im Zitronenhain
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Antonia Brauer legt mit ihrem Roman "Das Mädchen im Zitronenhain" die Lebens- und Liebesgeschichte der gebürtigen Münchnerin Vicki vor.
Vicki schlägt sich im München der Nachkriegszeit durch und entdeckt ...

Antonia Brauer legt mit ihrem Roman "Das Mädchen im Zitronenhain" die Lebens- und Liebesgeschichte der gebürtigen Münchnerin Vicki vor.
Vicki schlägt sich im München der Nachkriegszeit durch und entdeckt ihre Liebe und Begabung zur Kunst. Schließlich vermag sie gegen alle Widerstände ein Kunststudium erfolgreich zu absolvieren. Bald stellt sich der Erfolg ein und als Gewinnerin eines Wettbewerbs fährt sie gemeinsam mit ihrer Freundin an den Gardasee. Dort verliebt sie sich in den attraktiven Sproß des Hotelbesitzers.
Die Autorin beschreibt die Geschichte abwechslungsreich und anschaulich. Dabei ist die Enwicklung manchmal etwas vorhersehbar. Der Roman erscheint mir jedoch durchaus lesenswert als Lebensgeschichte einer mutigen und zupackenden Frau, die recht zielstrebig und erfolgreich ihren Weg geht. Es ist eine unterhaltsame "Wohlfühlgeschichte".

Veröffentlicht am 08.05.2023

Manipulation von Erinnerungen

Erinnere dich!
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Das Thema von Max Reiters Thriller "Erinnere dich!" ist die Erinnerung und die Manipulation derselben. Arno, Dozent an einer Hochschule in Berlin wird zu einem 20-jährigem Jubiläums Abiturtreffen in seiner ...

Das Thema von Max Reiters Thriller "Erinnere dich!" ist die Erinnerung und die Manipulation derselben. Arno, Dozent an einer Hochschule in Berlin wird zu einem 20-jährigem Jubiläums Abiturtreffen in seiner Heimat eingeladen. Dabei wird wieder an die von ihm verdrängte Geschichte seiner damaligen Freundin Maja erinnert. Maja verschwand spurlos auf einer Bergtour der 4 Freunde der Abitourklasse und sollte nie wieder auftauchen.
Auf dem Treffen erscheint überraschend Majas Schester Anja, die in vielem ihrer Schwester ähnelt. Die Vier vereinbaren eine gemeinsame Wiederholung der Bergtour.
Gleichzeitig beginnen SMS-Nachrichten und anonyme Anrufe Arno zu bedrängen, sich an die damaligen Ereignisse zu erinnern und sich seiner Verantwortung zu stellen.
Der Roman erhält seine Spannung aus dem Wechsel von verschwommenen sich verändernden Erinnerungen sowie einer undeutlicher werdenden Sicht auf die Realität.
Interessanter Ansatz für einen Thriller, der meiner Meinung nach jedoch zu konstruiert und wenig glaubhaft ist. Deshalb vergebe ich 3,5 Sterne.

Veröffentlicht am 08.06.2023

Buch über Buchläden

Die Tage in der Buchhandlung Morisaki
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Das Buch handelt von Büchern und der Liebe zu Antiquariaten. Takako ist unglücklich: sie wird von Ihrem Freund verlassen, der eine andere Frau heiraten wird, kündigt ihren Job und versinkt in ihrem Kummer. ...

Das Buch handelt von Büchern und der Liebe zu Antiquariaten. Takako ist unglücklich: sie wird von Ihrem Freund verlassen, der eine andere Frau heiraten wird, kündigt ihren Job und versinkt in ihrem Kummer. Da bietet ihr Onkel ihr eine Zuflucht in seinem Antiquariat an, wo sie eine Weile unterkommen und aushelfen kann. Zunächst eher widerwillig fühlt sie sich in der neuen Umgebung zunehmend wohl. Schließlich genießt sie ihre neue Umgebung mit den verschrobenen Stammkunden, den Büchern der japanischen Frühmoderne und der nachbarschaftlichen Umgebung des Geschäftes. Sie kommt auf andere Gedanken und findet den Weg zurück ins Leben.
Der Onkel hat selbst das Verschwinden seiner Ehefrau Momoko zu bewältigen, und hilft Takako mit Empathie auf ihrem Weg. Schließlich kehrt Momoko überraschend zurück.
Das kleine Buch (189 S.) soll eine positive Sicht auf Kummer und Schmerz und den dessen Bewältigung vermitteln. Und die stets vorhandene Chance auf Besserung durch eine wache und positive Wahrnehmung.
Das Buch ist gut und einfühlsam geschrieben, mir erscheint es mit seinen Alltagsweisheiten stellenweise etwas banal.