Kinderwunsch mit Hindernissen
BABY BLUES - Ich trage dich durch den SchmerzGerade erschienen ist der Roman "Baby Blues - ich trage dich durch den Schmerz" von Sarah Sommer. Bisher gibt es das Buch aus dem Vajona Verlag nur als E-Book. Erzählt wird die Geschichte von Marie und ...
Gerade erschienen ist der Roman "Baby Blues - ich trage dich durch den Schmerz" von Sarah Sommer. Bisher gibt es das Buch aus dem Vajona Verlag nur als E-Book. Erzählt wird die Geschichte von Marie und Marc, ihrer großen Liebe. Die Beiden kennen sich schon seit der Schulzeit und sind jetzt seit ein paar Jahren verheiratet. Ihr großer Wunsch: eine richtige Familie werden. Das junge Paar lebt im Spreewald, in guten Verhältnissen. Marc ist Anwalt, Marie Zahnarzthelferin in der Praxis ihres Vaters. Sie nennen schon ein gemütliches Reihenendhaus ihr Eigen. Alles, was zum Glück fehlt, ist ein Kind. Marie hatte schon unzählige Fehlgeburten. Nun scheint es endlich mit einer Adoption zu klappen und gleichzeitig wird sie wieder schwanger.
Die Protagonisten Marie und Marc sind sehr sympathisch, genau, wie Maries beste Freundinnen, mit denen sie früher in einer WG gelebt hat und noch immer einen guten Kontakt pflegt. Ihre allerbeste Freundin ist aber Anna. Zu ihr hat sie ein ganz inniges Verhältnis, so dass Marc schon ein wenig eifersüchtig werden kann. Ihr erzählt Marie auch von der erneuten Schwangerschaft, die sie ihrem eigenen Mann vorenthält. Ihre eigene Familie ist auch ziemlich authentisch, wo hingegen Marcs Eltern einfach nur unmöglich sind. Sein Vater legt ein Verhalten an den Tag, was ich überhaupt nicht nachvollziehen kann. Marc versucht sich immer wieder zu beweisen und wird von seinem Vater trotzdem mit Nichtachtung gestraft. Ist es realistisch, wenn man sich als Erwachsener so behandeln lässt und anscheinend nicht einmal ein vernünftiges Gespräch sucht? Mag sein. Ich kann es aber nicht nachvollziehen. Genauso wenig, wie ich nicht verstehen kann, dass Marie ihrem Marc nicht von der Schwangerschaft erzählt. Sie hat Angst, dass das dann mit der Adoption nicht mehr klappt. Aber gerade wenn man als Eheleute ein so gutes Verhältnis hat, muss man das doch miteinander besprechen!
In den Text habe ich sehr gut hineingefunden. Die Autorin hat einen klaren, gut zu verstehenden Schreib- und Erzählstil. In Rückblicken wird auch vieles noch deutlicher gemacht. Die Geschichte ansich hatte mich neugierig gemacht, leider ist mir persönlich die Geschichte zu traurig. Wer hat soviel Pech auf einmal? Sicher gibt es das, aber dann hätte ich mir ein grandioses Happy End gewünscht! Ich könnte mir vorstellen, dass Frauen, die noch keine Babys bekommen haben, gar nicht so genau wissen möchten, wie schmerzhaft so ein Kaiserschnitt wirklich ist. Inhaltlich ist alles richtig, soweit ich das (aus eigener Erfahrung) beurteilen kann, aber für mich könnte es eine fröhlichere Geschichte sein.
Das Cover gefällt mir gut ... in Pastellfarben aquareliert.