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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 01.06.2023

einfach ein Muss, für Thriller-Fans

Der Follower (Tom-Bachmann-Serie 3)
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Dieser 3. Teil ist wieder so richtig nach meinem Geschmack. Allerdings ist es nichts für zarte Nerven. Denn was dieser Täter seinen Opfern antut ist so grausam wie unvorstellbar blutig.
Also wieder genau ...

Dieser 3. Teil ist wieder so richtig nach meinem Geschmack. Allerdings ist es nichts für zarte Nerven. Denn was dieser Täter seinen Opfern antut ist so grausam wie unvorstellbar blutig.
Also wieder genau der richtige Fall für den Seelenleser Tom Bachmann vom BKA. Der wird von einer alten Bekannten um Unterstützung gebeten nachdem ihre Freundin Melinda verschwunden ist. Als die dann durch Zufall tot und verstümmelt gefunden wird, ist sich Tom Bachmann sicher, dass dieser Täter nicht das erste Mal zugeschlagen hat. Schon bald werden Parallelen zu ähnlichen Todesfällen hergestellt. Alle waren Influencerinnen. Ist der Täter unter ihrem tausenden von Followern? Keine einfache Ermittlung. Für den Leser aber umso spannender.
Interessant und gleichzeitig auch schockierend fand ich in diesem Thriller die Abschnitte in denen von Toms Zeit im Heim berichtet wird. Was dort der Heimleiter von den Schülern gefordert, worin er sie ausgebildet hat, ist so grausam wie abartig. Wen wundert es da, dass seine Mitschüler so seltsame Lebenswege eingeschlagen haben.
Ich habe mich mit diesem Thriller wieder sehr spannend unterhalten gefühlt und gebe daher 5 Lese-Sterne, eine 100%ige Leseempfehlung eingeschlossen.

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Veröffentlicht am 30.05.2023

gelungener, spannender Krimi

Akte Nordsee - Der Teufelshof
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Hochzeit auf dem Dorf heißt, eine riesige Feier mit vielen Gästen, ausgelassene Stimmung. Auch Fentje Jacobsen ist zur Feier von Anna und Henning, den sie bereits seit Kindertagen kennt, eingeladen, verlebt ...

Hochzeit auf dem Dorf heißt, eine riesige Feier mit vielen Gästen, ausgelassene Stimmung. Auch Fentje Jacobsen ist zur Feier von Anna und Henning, den sie bereits seit Kindertagen kennt, eingeladen, verlebt eine tanzreiche Nacht. Doch am nächsten Morgen wird der Bräutigam angeschossen im Wohnhaus und seine Eltern erschossen im Bett aufgefunden. Seine frisch angetraute Frau wird später in der Scheune unverletzt entdeckt. Die Polizei sieht in beiden mögliche Tatverdächtige. Fenja glaubt nicht, dass Hennig seine Eltern ermordet hat und sich anschließend selbst verletzt hat, um seine Täterschaft zu vertuschen. Fentje vertritt die Rechte von Henning und unternimmt selbst Anstrengungen ein Mordmotiv zu finden. Auch Niklas John, der Journalist mit dem Fentje bereits zusammengearbeitet hat, hat ein Interesse an der Aufklärung. War doch die Braut vor 15 Jahren seine erste große Liebe und dass sie zu so einer Tat fähig ist, daran glaubt Niklas nicht. So beginnen Fentje und Niklas unabhängig voreinander die Hintergründe der Morde aufzudecken. Beide bringen sich damit aber auch in Lebensgefahr. Es ist von der Autorin wieder ein wunderbar spannend aufgebauter Krimi, dessen Spannung immer mehr ansteigt. Ich habe das Buch verschlungen und kann es zu 100% weiterempfehlen. 5 Lese-Sterne sind da absolut verdient.

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Veröffentlicht am 23.05.2023

ein wunderbarer Schicksalsroman

Der Duft der schwarzen Erde
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In Buenos Aires erhält die bereits hochbetagte und schwerkranke Alma Steiner Besuch von ihrer Nichte, der Tochter ihres siebzehn Jahre jüngsten Bruders Albert. Bisher hatten beide keinen Kontakt. Doch ...

In Buenos Aires erhält die bereits hochbetagte und schwerkranke Alma Steiner Besuch von ihrer Nichte, der Tochter ihres siebzehn Jahre jüngsten Bruders Albert. Bisher hatten beide keinen Kontakt. Doch nun besucht ihre Nichte sie und möchte mehr über die Familie und ihr bewegendes Schicksal erfahren. So beginnt Alma zu erzählen und taucht gemeinsam mit ihrer Nichte wieder in die Vergangenheit ein. Und hier muss ich sagen, dass es der Autorin sehr gut gelingt auch den Leser eintauchen zu lassen in das Jahr 1940 in Bessarabien. Hier hat die Familie Steiner ein Weingut und Alma lebt dort mit Vater, Stiefmutter und 5 Brüdern. Die Autorin beschreibt, eingebettet in die historischen Hintergründe die Mühsal der aus dem Württembergischen umgesiedelten Deutschen. Trotz der harten Arbeit kann man beim Lesen die Liebe zur neuen, liebgewordenen Heimat spüren. Aber auch ihre Unsicherheit nach Hitlers ersten Kriegserfolgen, seinen Umsiedlungsplänen, insbesondere seinem Pakt mit Stalin trauen die Deutschen nicht.
Es ist nur das Jahr 1940, das hier von Alma geschildert wird. Doch dieses Jahr hat es in sich. Hitlers Pläne, die eine Umsiedlung aller Deutschen zurück nach Deutschland vorsieht, hat gravierende Auswirkungen auf die Familie Steiner. Innerhalb kürzester Zeit müssen sie ihre Sachen packen und die lieb gewordene Heimat verlassen. Ihnen werden Entschädigungen in Aussicht gestellt, an die diese Familie während der strapaziösen Reise immer weniger Glauben kann. Jeder von Almas Brüder geht mit dem Verlust, der Unsicherheit und den Strapazen anders um. So ist August, Almas 17jähriger Bruder, noch immer versucht mit Charme und Tricks die Reise zu überstehen. Spielen und Wetten sind Augusts große Leidenschaft. Doch nun muss auch er bittere Erfahrungen machen. Ganz anders ergeht es ihrem großer Bruder Alwin. Der war in Bessarabien ein frommer, gütiger Mensch. Doch hier auf der Reise verliert sich seine Frömmigkeit und Nächstenliebe. Er setzt sich zu Almas Entsetzen mit Fäusten durch. Alma selbst hatte einen Traum. Sie will Winzerin werden. Doch ob sie das in der neuen Heimat, wo auch immer die sein wird, werden kann, wird sich erst in der Fortsetzung dieses Romas herausstellen. Ich finde dieses Buch sehr, sehr lesenswert und gebe daher 5 Lese-Sterne.

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Veröffentlicht am 15.05.2023

wieder spannend bis zum Schluss

Die Tote am Fastensee
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Merle Harmsen, Polizistin aus Schleswig, ist seit einigen Wochen krankgeschrieben. Born Out. Sie versucht auf dem elterlichen Hof in Fehmarn wieder ins Gleichgewicht zu kommen. Zuvor hatte sie auf ihrer ...

Merle Harmsen, Polizistin aus Schleswig, ist seit einigen Wochen krankgeschrieben. Born Out. Sie versucht auf dem elterlichen Hof in Fehmarn wieder ins Gleichgewicht zu kommen. Zuvor hatte sie auf ihrer Dienststelle noch Anzeige gegen einen Kollegen erstattet. Ihr Vorwurf lautet Bestechung im Amt und Korruption. Die Untersuchungen dazu laufen noch in der Kripo Schleswig. Doch nun wird Merle erstochen im Gebüsch am Fastensee auf Fehmarn gefunden. Lena Lorenzen, LKA-Kiel, wird mit den Ermittlungen beauftragt….
Auch in diesem Fall mit Lena Lorenzen beweist die Autorin, dass sie spannende Krimis schreiben kann und dabei den menschlichen Teil der Figuren nicht außer Acht lässt. Wieder muss Lena den Spagat zwischen Mann, Kleinkind und Beruf bewerkstelligen. Das wirkte auf mich sehr lebensecht. Zusätzlich bekommt Lena auch noch die neue, wenig erfahrene Kollegin Naya Olsen als Unterstützung. Es heißt für beide sich erst einmal als Team zu finden und die Stärken und Schwächen auszuloten. Aber zum Glück steht Ole Kotten, ihr Kollege und Freund, bei der Ermittlung zur Seite. Diesem erfahrenen Kollegen vertraut Lena blind.
Doch der Fall stellt sich zunehmend als schwierig heraus. Während ihrer Krankschreibung hatte Merle verstärkt wieder Kontakt zu ihrer Jugendclique gesucht. Ob einer der ehemaligen Freunde dahintersteckt oder Merles Nachforschungen zu dem in der Nähe des elterliches Hofes geplanten Windparkneubaus zu ihrer Ermordung geführt haben, bleibt lange im Dunkeln. Es gibt einige Indizien, die aber insgesamt kein abgerundetes Bild des Tathergangs ergeben. Somit bleibt der Krimi spannend bis zum Schluss und endet mit einer so nicht vorhersehbaren Auflösung.
Ich fand den Krimi super und gebe darum auch 5 Lese-Sterne.

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Veröffentlicht am 11.05.2023

rundum gelungener Lesestoff

Die Elbflut
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1784, Jacob Ehrmann ist erfahrener Elbfischer und seine geräucherten Fische wird er wegen seines Geheimrezeptes reißend los. Aber seit seine Frau Barbara vor 15 Jahren verschwand, musste er sich allein ...

1784, Jacob Ehrmann ist erfahrener Elbfischer und seine geräucherten Fische wird er wegen seines Geheimrezeptes reißend los. Aber seit seine Frau Barbara vor 15 Jahren verschwand, musste er sich allein um die beiden kleinen Kinder Luise und Georg kümmern. Seit damals ist er ein grummeliger Mann. Gibt er sich doch selbst die Schuld an Barbaras Verschwinden. Noch immer hofft er, dass sie wieder zurückkommt, denn ihre Leiche wurde nie gefunden. Im Moment hat Jacob aber ganz andere Sorgen. Nach eisigem Winter kommt es auf der Elbe bei nun langsam steigenden Temperaturen zu Eisverwerfungen. Dick und scher türmen sie sich auf. Sie können, wenn auch noch Schmelzwasser aus dem Gebirge dazukommt, die Gegend überschwemmen, Brücke beschädigen wie auch die Deiche. Doch keiner nimmt seine Warnungen ernst in Dresdens Amtsstuben. Hier lernt er den einzigen Gleichgesinnten den Geologen Conrad Meinel kennen…..
Ich fand diesen historischen Roman sehr unterhaltsam. Dazu beigetragen haben die liebevoll entwickelten Charaktere. So fand ich Luise, die unermüdlich für Vater und Bruder den Haushalt führt und zusätzlich noch für reichere Dresdener die Wäsche reinigt und flickt, sehr sympathisch. Luises größter Traum und sogleich ihr größtes Talent, ist das filigrane Besticken von Stoffen. Nur leider findet sie niemanden, der solche Aufträge an eine arme Fischerstochter vergeben will. Als die vornehme Angelique La Trebe während des Hochwassers in ihrer Fischerhütte strandet, schöpft sie neue Hoffnung. Nur leider hat die edle Dame ganz andere Ziele und Interessen.
Herrlich fand ich die Beschreibungen zu Jacobs Arbeit in der Kommission zur Nachbereitung der Elbflut. Das hat mich mehrmals zum Schmunzeln gebracht und erinnerte mich an die auch heute noch oft behäbige Bürokratie sowie der Verschwendung von Geldern. Gespickt mit Tragik, Komik und Verbrechen ist dieses Buch einfach lesenswert. Ich gebe 5 Lese-Sterne und eine uneingeschränkte Leseempfehlung.

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