Fie steckt kurz vor Weihnachten in einer Lebenskrise. Ihre Schwester Sara möchte sie aus ihrem Loch wieder herausholen und stellt Fie immer wieder neue Tagesaufgaben. Findet ...
Der Adventskalender zum Glück
Fie steckt kurz vor Weihnachten in einer Lebenskrise. Ihre Schwester Sara möchte sie aus ihrem Loch wieder herausholen und stellt Fie immer wieder neue Tagesaufgaben. Findet Fie zurück ins Leben? Ist sie vielleicht garnicht die einzige, die ihr Leben in den Tagen vor Weihnachten überdenkt?
Geschrieben wurde das Buch von Siri Østli. Sie gilt als Norwegens „Feel Good Autorin“ und dies ist ihr erster Roman, der ins Deutsche übersetzt wurde.
Das Cover könnte auch ein Geschenkpapier von IKEA sein. Es ist pur, skandinavisch weihnachtlich und hat mich gleich angesprochen. Auch die kleinen weihnachtlichen Symbole zu Beginn jedes Kapitels, die an die Täfelchen von klassischen Schokoladenadventskalender erinnern, gefallen mir.
Das Buch ist aufgeteilt in 44 kurze Kapitel und zählt ab Kapitel 4 vom 2. Tag im Advent bis Weihnachten hoch.
Das Buch hat mich ab der ersten Seite ins vorweihnachtliche Oslo entführt und bei 25 Grad herrlichem Spätsommerwetter in vorweihnachtliche Stimmung versetzt. Die Charaktere sind so liebevoll angelegt, man muss sie einfach gerne haben. Siri Østli erzählt einfühlsam und bezaubernd.
Fazit: Ganz klare Leseempfehlung für alle Vorweihnachtszeit- und Weihnachtsliebhaber und alle, die es dieses Jahr werden wollen.
Indica Lumina Stern wird zwar ohne Eltern, aber liebevoll von ihrem Großvater und einer kunterbunten Hausgemeinschaft mitten in Berlin großgezogen. Sie hält sich als Licht- und Lampenkünstlerin ...
Sterne über Berlin
Indica Lumina Stern wird zwar ohne Eltern, aber liebevoll von ihrem Großvater und einer kunterbunten Hausgemeinschaft mitten in Berlin großgezogen. Sie hält sich als Licht- und Lampenkünstlerin über Wasser. Bei einem ihrer legendären Lichterfeste trifft sie auf den ehemaligen Kriegsreporter René. Er zieht bei ihr als Untermieter ein und die beiden verlieben sich ineinander. Belastet wird die junge Liebe aber von den Kämpfen beider gegen die Schatten der persönlichen Vergangenheiten.
Das Buch, in dem dunklen Blau und mit den bunten Lampignons, ist schon optisch ein echtes Schmuckstück, wunderschön und stimmungsvoll.
Geschrieben wurde das Buch von Daniela Aring. Ich finde, man merkt, dass sie die Umgebung sehr gut kennt und spürt, wie sehr sie sie liebt. Als Leser bin ich förmlich dort und erlebe das bunte Treiben. Der Erzählstil ist bezaubernd. Die Autorin beschreibt so einfühlsam und detailreich, dass ich mitten im Geschehen war. Ich habe die Lichter vor meinem inneren Auge gesehen, mit Indi und René getanzt, getrunken und gelitten.
Die Charaktere sind ausnahmslos schön angelegt und sehr liebenswert. In jeden einzelnen konnte ich mich einfühlen. Als ich gelesen haben, dass der männliche Part Kriegsreporter ist, hatte ich mir bereits erhofft, dass die Handlung einen gewissen Tiefgang hat und keine seichte Liebesgeschichte wird und dem war zum Glück auch so. Mich fasziniert, wie es Daniela Aring schafft, die teilweise schon schwere Kost aus der Vergangenheit der beiden mit einer warmen Liebesgeschichte in einen Guss zu bringen, ohne dass es zu schwer oder zu schwülstig wird.
In einem angenehmen Fluss entwickelt sich die Handlung und wird die Vergangenheit eingeflochten. Weder geht dem Buch die Puste aus, noch verstolpert sich der Handlungsfluss zum Ende hin. Das Tempo ist von Anfang bis Ende perfekt.
Fazit: ganz klare Leseempfehlung von mir und bitte mehr von Daniela Aring
Das Buch spielt in der wilhelminischen Ära und startet im Senckenberg Museum in Frankfurt. Die junge Sophie, mittlere von drei Töchtern aus gehobenem Elternhaus, träumt von einem ...
Spuren einer fernen Zeit
Das Buch spielt in der wilhelminischen Ära und startet im Senckenberg Museum in Frankfurt. Die junge Sophie, mittlere von drei Töchtern aus gehobenem Elternhaus, träumt von einem Paläontologie Studium. Wie ihre ältere Schwester Marianne soll Sophie aber standesgemäß verheiratet werden.
Sophie gelingt es, im Senckenberg Museum zu arbeiten. Dort trifft sie auf den Doktoranden Paul Klüver, der aus einfachen Verhältnissen stammt. Paul hat sich seinen Weg hart erkämpft und nimmt Sophies Leidenschaft anfangs nicht ernst. Durch Beharrlichkeit gelingt es ihr, an der Universität in Marburg zu studieren und auf eine, für Frauen dieser Zeit, nahezu unmögliche Reise nach Afrika aufzubrechen.
Geschrieben wurde „Spurten einer fernen Zeit“ von Birgit Borchert. Dies ist mein erstes Buch, das ich von ihr gelesen habe. Sie hat unter dem Namen Bibo Loebnau schon einige Werke, wie „Schorsch Clooney, die Landluft und ich“ und „Gut in Schuss mit leichten Macken“ veröffentlicht. Frau Borchert ist gelernte Journalistin und PR Redakteurin. Ihre Erfahrungen zeigen sich in durchgängig genauster Recherche in allen Bereichen. Das Buch ist durchzogen von historischem, gesellschaftspolitischem und fachlichem Wissen. Dies erschlägt aber in keinster Weise, sondern fließt mit ein, um die Geschichte zu bereichern und dem Leser besser verständlich zu machen. Jetzt weiß ich beispielsweise endlich woher der Frankfurter Kranz kommt und was er symbolisiert. In einem Kapitel wird ein Weihnachtsfest im gehobenen Kreis von Sophies Familie so facettenreich beschrieben, dass ich förmlich mit am Tisch saß.
Rein optisch ist das Buch noch schöner, als ich es mir vorgestellt habe. Das Cover ist wunderschön und die erhobenen Buchstaben machen es edel. Auch der Einband mit den Fotos und dem Grußwort der Autorin gefällt mir. An das Ende des Buches wurde noch eine Aufstellung der historischen Ereignisse der betreffenden Jahre und eine Übersicht der historischen Personen im Roman gefügt.
Reale und fiktive Personen verschmelzen, die erfundenen Personen könnten genau so auch gelebt haben. Ich habe bei jeder neu auftauchenden Person zur Sicherheit im Anhang nachgeschlagen, ob sie echt oder von Frau Borchert erschaffen ist. Die Figuren sind so liebevoll angelegt und ausgestaltet, dass sie mir ans Herz gewachsen sind. In einen habe ich mich mit Sophie „verliebt“.
Am Anfang habe ich mir mit dem vielen Text pro Seite ein bisschen schwer getan, ich konnte mich aber in das Buch immer besser reinlesen.
Komplettiert wird die wunderschöne Handlung der liebenswerten Personen durch die genaue Schilderung der damaligen Zeit. Ich habe ein genaues Bild bekommen, wie das Frauenbild damals war, wie die Gesellschaft funktionierte und wie sich das Leben durch die rasante Industrialisierung verändert hat. Auch da wurde die Handlung an reale Ereignisse, wie die Internationale Luftschifffahrt-Ausstellung im Juli 1909 angeknüpft.
Fazit: Brilliant recherchiert und erzählt. Ganz klare Leseempfehlung nicht nur für Dinosaurierfreunde, sondern für alle Liebhaber historischer Romane. Es handelt sich ja um die „Senckenberg-SAGA“. Dürfen wir uns auf einen zweiten/dritten Teil freuen???? Bitte mehr von Sophie, Charlotte, Richard und Paul!
Franca hat schon früh Verluste erlebt und trifft auf Andrew an einem Zeitpunkt in ihrem Leben, an dem sie sich nur zugern unter die Arme greifen lässt. Aber ist das wirklich Liebe oder ...
Die Dinner Party
Franca hat schon früh Verluste erlebt und trifft auf Andrew an einem Zeitpunkt in ihrem Leben, an dem sie sich nur zugern unter die Arme greifen lässt. Aber ist das wirklich Liebe oder gefällt Andrew die Position nicht doch zu gut, die Franca in ihrer Beziehung spielt?
Geschrieben wurde das Buch von Viola de Sandt, einer in den Niederlanden lebenden Journalistin. Dies ist ihr Debütroman.
Erschienen ist das Buch im pola-Verlag. Es umfasst 333 Seiten und ist eingeteilt in sehr lange, nicht nummerierte mit Überschriften versehene Kapitel, womit ich mich am Anfang schwer tat. Zudem wird innerhalb der Kapitel noch in der Zeit und in der Perspektive gewechselt. Am Anfang war das für mich schon eine Challenge und hat meine volle Konzentration gefordert. Im Laufe der Geschichte habe ich mich damit dann aber gut arrangiert. Ausgeglichen wird der Anspruch durch eine sehr gefällige, relativ einfache Erzählweise, mit der ich von der ersten Zeile an ganz wunderbar zurecht kam.
Die Autorin schafft es ganz wunderbar, mit Franca einen echten Charakter zu schaffen, der so weit weg von perfekt ist und mit dem man gerade deshalb so mitfühlen kann. Viele Tatsachen werden in eigentlich ganz banalen Szenen wie unter einem Brennglas deutlich. Viele Situationen waren verstörend und mancher Twist für mich nicht vorher sehbar. Insgesamt lässt mich das Buch fasziniert, irritiert und auch ein Stück unzufrieden zurück und ich glaube, genau das wollte die Autorin. Es wirkt in mir nach, ich denke drüber nach und kann es deshalb empfehlen. Aber ein Buch für den Strand ist es nicht. Man braucht schon Raum und muss die Schwere aushalten können und auch wollen. In jede Situation passt es ganz sicher nicht.
Die vierzehnjährige Aria Loveridge ist Trägerin des Dreamslinger Gens. Sie verfügt über Traumkräfte, die gefährlich sein können. Ist Aria eine Gefahr für die Gesellschaft ...
Dreamslinger – Der Ruf des Drachen
Die vierzehnjährige Aria Loveridge ist Trägerin des Dreamslinger Gens. Sie verfügt über Traumkräfte, die gefährlich sein können. Ist Aria eine Gefahr für die Gesellschaft und müssen die Menschen vor ihr beschützen werden? Oder hat sie ihren Platz noch nicht gefunden?
Geschrieben wurde das Buch von Graci Kim, einer neuseeländischen Bestsellerautorin für Kinder- und Jugendbücher.
Rein optisch ist das Buch schon der absolute Knaller: tolle Farben, mit Goldornamenten, passendem Farbschnitt und einer Charakterkarte als Bonbon.
Es ist bei Baumhaus erschienen und umfasst 324 Seiten. Eingeteilt ist es in 30 überschaubar lange Kapitel.
Das Buch ist für Kinder und Jugendliche ab 10. Ich würde es ab 12 Jahren empfehlen. Auch als Mutter des eigentlichen Zielpublikums hatte ich viel Freude an der Lektüre. Die Autorin hat eine wirklich faszinierende Szenerie erschaffen und diese so bildhaft beschrieben, dass das Kopfkino heiß lief. Ein bisschen Harry Potter ist dabei und ein Hauch „Schule der magischen Tiere“. Dennoch wurde eine ganz eigene Welt erschaffen. Mehr als einmal dachte ich, man müsse diese Welt doch verfilmen. Aria ist eine sympatische Protagonistin. Das ganze Konstrukt ist gemacht für so viel mehr. Da können noch einige Bände folgen und Graci Kim verspricht ja auch, es ist nur der Anfang. Ich freue mich drauf und bin bei Band 2 auf jeden Fall wieder mit von der Partie.