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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 24.05.2023

Ein Auszug aus dem Leben der Hildegard von Bingen

Die Heilerin vom Rhein
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Als 10. Kind der "Edelfreien von Hosenbach" wurde Hildegard von Bingen am 01.05.1098 geboren. Sie wuchs bei ihre Eltern auf, bevor sie als "Zehnt" mit 8 Jahren dem Kloster für ihr restliches Leben übergeben ...

Als 10. Kind der "Edelfreien von Hosenbach" wurde Hildegard von Bingen am 01.05.1098 geboren. Sie wuchs bei ihre Eltern auf, bevor sie als "Zehnt" mit 8 Jahren dem Kloster für ihr restliches Leben übergeben wurde.
Während dieser Zeit beschäftigte sie sich damit, Pflanzen zu beschreiben und ihre Wirkung auf Menschen zu erforschen. Sie stellte Arzneien zusammen, die ihr einen Ruf als Heilerin einbrachten.
Der Verfasser beschreibt in seinem Buch die hierarchischen Strukturen der damaligen Zeit mit klaren Worten und zeichnet die sich allmähliche Änderung der Einstellung dazu im Verhalten der Titelperson. In fünf zeitlich deutlich abgegrenzten Teilen, in denen die Erlebnisse mit diversen Personen geschildert werden, wird diese Wandlung anschaulich dargestellt.
Die Handlung lässt den Leser nur ungern das Buch aus der Hand legen, da sich immer wieder neue Problematiken ergeben, die in einem Neugierde erwecken, denn viele Lebensgeschichten sind eng mit der der Titelheldin verbunden.
Der Roman endet im Jahre 1163, obwohl Hildegard erst am 17.09.1179 in ihrem Kloster Rupertsberg bei Bingen verstarb.
Diesem Roman gebe ich 5 Sterne und ein ausdrückliche Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 16.05.2023

Ein Roman, der tief ins Herz trifft. Ein absolutes Lesehighlight

Sehnsuchtsjahre (Band 1)
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Erzählt wird die Geschichte von Helene, Daniel und Ulrich, die bis zu dem Zeitpunkt, an dem Ulrich ein bekennender Nazi wurde, unzertrennliche Freunde waren. Da Daniel Jude ist, droht ihm jetzt auch von ...

Erzählt wird die Geschichte von Helene, Daniel und Ulrich, die bis zu dem Zeitpunkt, an dem Ulrich ein bekennender Nazi wurde, unzertrennliche Freunde waren. Da Daniel Jude ist, droht ihm jetzt auch von Ulrich Gefahr. Als Daniel in Gefahr gerät, bleibt Helene nichts anderes übrig, als Ulrich um Hilfe zu bitten. Und dieser fordert dafür einen sehr hohen Preis von Helene.
Dieser Roman geht dem Leser unter die Haut. In kurzen Kapiteln wird, zum Teil zeitgleich, das Handeln und die Gefühle der einzelnen Protagonisten beschrieben. Dabei werden die schrecklichen und grausamen Begebenheiten der Nazizeit deutlich herübergebracht. Die Handlung ist dramatisch und durch immer wieder unvorhersehbare Wendungen steigt der Spannungsbogen bis zum Ende kontinuierlich an. Mehr als einmal musste ich beim Lesen eine kurze Pause einlegen, um meine Nerven wieder zu beruhigen. Eindrucksvoll hat die Autorin die relevanten Charaktere beschrieben und so fiel es mir leicht, mich in sie hineinversetzen zu können. Mit einem flüssigen und sehr fesselnden Schreibstil führt Claudia Meimberg durch dieses Buch.
Mein Fazit:
Ein absolutes Lesehighlight, das noch lange nach Beendigung des Buches nachwirkt. Für Liebhaber dieses Genres absolut empfehlenswert. 5 Sterne.

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Veröffentlicht am 13.05.2023

Was nicht sein darf, das gibt es auch nicht

Katharsis. Drama einer Familie
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Um es gleich vorweg zu nehmen, dieser Roman mit autobiografischen Zügen ist keine leichte Kost. Denn es geht um Kindesmissbrauch innerhalb der Familie durch eine Frau. Dazu kommt die Lieblosigkeit des ...

Um es gleich vorweg zu nehmen, dieser Roman mit autobiografischen Zügen ist keine leichte Kost. Denn es geht um Kindesmissbrauch innerhalb der Familie durch eine Frau. Dazu kommt die Lieblosigkeit des Vaters, der bis zum Schluss die Wahrheit nicht akzeptieren will und kann. Teilweise musste ich das Buch kurz zu Seite legen und kräftig durchatmen, so sehr nahm mich dieses Thema mit.
Michael Reh erzählt in einer sehr packenden Schreibweise aus verschiedenen Perspektiven über die brutalen familiären Geschehen. Nach etwa der Hälfte des Buches wird es zu einem Krimi, der die Gänsehaut auf der Haut nicht stoppen kann.
Meine Hochachtung vor dem Autoren, dass er den Mut aufbrachte, seine Erlebnisse in einem Roman mit teilweise fiktivem Inhalt auf Papier zu bringen.
Mein Fazit:
Ein bestürzendes Familiendrama, welches 5 dicke Sterne und eine ganz klare Leseempfehlung verdient.

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Veröffentlicht am 09.05.2023

Eine aufwühlende Lebensgeschichte

Der Duft der schwarzen Erde
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Dieser Roman führt den Leser in das Jahr 1940 nach Bessarabien. Hier lebt die 18jährige Alma mit ihren fünf Brüdern auf einem Weingut. Sie liebt dieses Leben, die Steppe, die Freiheit. die Weinberge und ...

Dieser Roman führt den Leser in das Jahr 1940 nach Bessarabien. Hier lebt die 18jährige Alma mit ihren fünf Brüdern auf einem Weingut. Sie liebt dieses Leben, die Steppe, die Freiheit. die Weinberge und ihren besten Freund Gregor und träumt davon, selber einmal Winzerin zu sein und das Gut zusammen mit ihren ältesten Bruder führen zu können. Doch dann kommen die Nazis und alle Volksdeutschen müssen umsiedeln, das Land, das seit Generationen ihre Heimat geworden ist, verlassen und „heim ins Reich“ ziehen. Auch Alma und Gregor wird es ein Abschied, vielleicht für immer?
Diese Geschichte, die auf Tatsachen beruht, ist aufwühlend und geht unter die Haut. Die Geschehen im heutigen Moldawien waren mir bisher unbekannt und mehr als einmal zog sich eine Gänsehaut über meinen Rücken. Die relevanten Protagonisten hat Sibel Daniel gefühlvoll und authentisch beschrieben und so war es mir möglich mich jederzeit in die junge Alma hineinversetzen zu können. Die Handlung ist fesselnd und dramatisch. Der Spannungsbogen steigt während des Lesens kontinuierlich an und bleibt bis zum Ende des Buches erhalten. Durch den flüssigen, bildhaften und packendem Schreibstil der Autorin flogen die Seiten nur so dahin.
Da zum Schluss sehr viele Fragen offen blieben, fiebere ich jetzt dem zweiten Teil entgegen, der im Dezember 23 erscheinen soll.
Mein Fazit:
Für mich zählt dieser erste Band der Reihe „Fremde Heimat“ zu einem absoluten Lesehighlight. Er ist ein Stück Zeitgeschichte, spannend, aufwühlend und voller Dramatik. Mit Überzeugung empfehle ich ihn weiter und vergebe 5 dicke Sterne.

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Veröffentlicht am 08.05.2023

Die Queen – Ihr erstes Jahrzehnt als Königin

Die Queen
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In diesem zweiten Teil der Romanbiografie um Elizabeth II. erzählt Eva-Maria Bast über die Jahre 1956 bis 1966 im Leben der englischen Königin. Mit einem erfrischenden und ruhigen Schreibstil berichtet ...

In diesem zweiten Teil der Romanbiografie um Elizabeth II. erzählt Eva-Maria Bast über die Jahre 1956 bis 1966 im Leben der englischen Königin. Mit einem erfrischenden und ruhigen Schreibstil berichtet sie über die politischen Ereignisse, die detailliert und nachvollziehbar beschrieben sind. So erfährt der Leser über ihre Treffen mit Nikita Sergejewitsch Chruschtschow und John F. Kenndey, um nur zwei zu nennen. Auch die Suezkrise, die ihr erhebliche politische Sorgen bereitet bleibt nicht unerwähnt. Ihre Schwester Margaret möchte einen Bürgerlichen heiraten, was jedoch nicht im Sinne der britischen Krone ist. Auch in Elizabeths Ehe ist nicht alles Sonnenschein, denn es geht das Gerücht herum, Prinz Philip würde sich außerehelich vergnügen.
Auch diesen Band hat die Autorin hervorragend und penibel recherchiert. In 54 kurzen Kapiteln sind die ersten 10 Jahre der Regentschaft kurzweilig und lebendig dargestellt. Dadurch war es möglich, mich in die Protagonistin hineinversetzen zu können. Und mehr als einmal stellte ich mir die Frage, wie eine junge Frau die vielen Probleme bewältigen konnte.
Mein Fazit:
Eine Romanbiografie, die ich kaum aus der Hand legen konnte. Jetzt freue ich mich auf die Fortsetzung über die nächsten Jahre der Monarchin. 5 Sterne und eine ganz klare Leseempfehlung.

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