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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.05.2023

Leider enttäuschend

Doc Caro – Einsatz fürs Herz
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Dr. Carol Holzner war mir aus den Medien bereits bekannt, und so war ich gespannt auf das Hörspiel "Einsatz fürs Herz", von dem ich mir kindgerecht und unterhaltsam aufbereitete Informationen versprach. ...

Dr. Carol Holzner war mir aus den Medien bereits bekannt, und so war ich gespannt auf das Hörspiel "Einsatz fürs Herz", von dem ich mir kindgerecht und unterhaltsam aufbereitete Informationen versprach.

Leider erfüllt das Hörspiel meine Erwartungen nicht. Laut Kurzbeschreibung handelt es sich um ein Hörspiel zu Herz, Kreislauf und Erste Hilfe. In den knapp 60 Minuten Spielzeit vermittelt das Hörspiel jedoch kaum nennenswerte Informationen. Wir erfahren im Grunde lediglich, dass das sauerstoffreiche Blut aus der Lunge mit Hilfe der Erythrozyten über die linke Herzseite in den Körper gepumpt wird und das sauerstoffarme, aber kohlendioxidreiche Blut über die rechte Herzseite wieder zurück zur Lunge gelangt. Das Hörspiel geht noch kurz auf die Verengung von Blutgefäßen und das Setzen eines Stents ein, und das war es dann. Zum Thema Erste Hilfe kommen lediglich zum Schluss auf gerade einmal 20 Sekunden ein paar dürre Sätze, die sich im Wesentlichen darauf beschränken, Ruhe zu bewahren und die 112 zu wählen. Kinder im Grundschulalter sind durchaus in der Lage, deutlich detailliertes Wissen über Herz, Kreislauf und Erste Hilfe aufzunehmen, wenn es richtig aufbereitet wird. Dieses Potenzial wurde hier leider verschenkt.

Auch die Umsetzung des Hörspiels empfanden mein Sohn und ich als wenig gelungen. Der fiktive "Klugscheißeralarm" an Doc Caros Handgelenk hat eine äußerst schrille Stimme, ebenso die Erythrozyten, und das ständige Gekreische ist richtig unangenehm. Die Idee, Wissen über Songs zu vermitteln, ist gut, jedoch wirken auch die Lieder musikalisch und inhaltlich einfallslos und stumpf.

Nach dem Hörspiel blieben wir leider enttäuscht zurück. Hier wäre inhaltlich, musikalisch und konzeptionell wesentlich mehr drin gewesen.

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Veröffentlicht am 24.04.2023

Nette Geschichte

Der Tag, an dem ich in ein Märchen fiel
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"Der Tag an dem ich in ein Märchen fiel" von Ben Müller ist eine nette Geschichte um die Geschwister Lana und Harrison, die mitten in ein  phantasievolles Abenteuer geraten, bei dem  mehrere Märchen der ...

"Der Tag an dem ich in ein Märchen fiel" von Ben Müller ist eine nette Geschichte um die Geschwister Lana und Harrison, die mitten in ein  phantasievolles Abenteuer geraten, bei dem  mehrere Märchen der Gebrüder Grimm eine Rolle spielen.

Das Buch ist sehr gut geeignet für erfahrene Erstleser ab ca. 9 Jahren. Das Buch ist in mehrere kürzere Kapitel unterteilt und etwas größer geschrieben. Die Märchenpassagen sind durch eine etwas kunstvollere, aber dennoch leicht lesbare Schriftart abgesetzt.

Die Geschichte ist sehr unterhaltsam und auch spannend geschrieben, konnte mich aber dennoch nicht ganz überzeugen. Sie wirkt doch etwas künstlich und hat für mich zu viele innere logische Ungereimtheiten, selbst für ein Märchen, und gerade der Schluss ist in sich widersprüchlich (vom Autor beabsichtigt, aber ich empfinde es als störend).

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Veröffentlicht am 11.01.2023

Skurriler Dorfkrimi - Hörversion

Volksfest
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Suchanek, dem Müßiggang und dem Kiffen zugetan, kehrt für ein paar Tage in sein Heimatdorf zurück und gerät dort unversehens mitten in einen Mordfall.

Das Buch verbindet einen Krimi mit skurrilem Humor ...

Suchanek, dem Müßiggang und dem Kiffen zugetan, kehrt für ein paar Tage in sein Heimatdorf zurück und gerät dort unversehens mitten in einen Mordfall.

Das Buch verbindet einen Krimi mit skurrilem Humor und einer pointierten Zeichnung des niederösterreichischen Dorflebens. Hier sprang der Funke bei mir leider gar nicht über, da ich Sprache und Humor als zu derb, oberflächlich und bemüht witzig empfand. Wirklich alles, selbst das Aussehen der Mordopfer, wird flapsig und vermeintlich komisch beschrieben. Wer subtilen Wortwitz und feine Komik erwartet, wird mit diesem Buch eher nicht warm werden.

Der Mordfall selbst bleibt bis zum Showdown am Schluss spannend, aufgrund der Vielzahl an handelnden Personen aber auch etwas unübersichtlich und langatmig.

Leider konnte mich der Sprecher des Hörbuchs nicht überzeugen. Er liest für mein Empfinden zu schnell und uninspiriert. Die verschiedenen Personen werden stimmlich nicht differenziert, öfters stimmt die Betonung nicht und es fehlt an Sinnabschnitten und Pausen.

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Veröffentlicht am 25.02.2025

Wirre Handlung bar jeder Logik

Die Bibliothek der Wahren Lügen
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Mein Sohn (11) und ich lesen gerne gemeinsam fantasievolle Romane voller Magie und Abenteuer, und so waren wir sehr neugierig auf die „Bibliothek der Wahren Lügen“.
Oskar, 14 Jahre alt, lebt nach dem Tod ...

Mein Sohn (11) und ich lesen gerne gemeinsam fantasievolle Romane voller Magie und Abenteuer, und so waren wir sehr neugierig auf die „Bibliothek der Wahren Lügen“.
Oskar, 14 Jahre alt, lebt nach dem Tod seines Vaters zusammen mit seiner Schwester Bibi, seiner im Rollstuhl sitzenden Mutter und deren neuem Freund. In der Schule wird er gemobbt, und am liebsten zieht er sich zuhause mit einem Buch von Simon Bruma zurück, der bereits der Lieblingsautor seines Vaters war, und schreibt Fanfiction. Als er den Schreibwettbewerb von Simon Bruma gewinnt, und zu ihm nach Hause eingeladen wird, um vom Bruma im Schreiben unterrichtet zu werden, ist er überglücklich. Doch im Hause des Autors passieren seltsame Dinge. Seine Tochter November ist schwer krank und kann nur durch Oskar gerettet werden…
Uns ist bereits der Einstieg in das Buch sehr schwer gefallen, da von Anfang an nicht klar ist, was real ist und was Phantasie. So bezeichnet Oskar seine kleine Schwester als Maus, sieht ihre Schnurrhaare, und auch Simon Bruma bezeichnet sie so, streicht ihr über die Schnurrhaare und gibt ihr Käse. Seine Mutter sieht Oskar als Eiskönigin, den Stiefvater als Echse. Im Verlauf der Geschichte vermischen sich Fiktion und Realität immer mehr. Die Handlung wird zunehmend verworrener bis hanebüchen, und es ist weder ein roter Faden noch ein schlüssiges Gesamtkonzept erkennbar, von Logik ganz zu schweigen. Mein Sohn hat bereits nach zwei Kapitel aufgegeben, ich habe das Buch beendet, muss aber sagen, dass es letztendlich ein Durchquälen war. Im Nachhinein bin ich froh, dass mein Sohn abgebrochen hat, da im Verlauf des Buches viele Kamphandlungen und Gemetzel stattfinden, hinzu kommen ekelhafte, gruselige Szenen, die Kinder verstören könnten. Das ständige Gezanke zwischen November und Oskar nervt zusätzlich.
Ich halte dem Autor zugute, dass es sich um ein sehr fantasievolles, sprachlich gewandtes Buch handelt, doch leider schießt er übers Ziel hinaus und verliert sich in einem wirren Wust verschiedener Handlungs- und Metaebenen. Leider konnten mich weder die Handlung noch die Charaktere überzeugen, und die Altersempfehlung ist mit 11 Jahren meines Erachtens zu niedrig angesetzt. Ich sehe die Zielgruppe bei 13 Jahren aufwärts.
Meinen Sohn und mich hat dieses Buch leider komplett enttäuscht.

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Veröffentlicht am 06.08.2023

Völlig überzogen

Ein mörderisches Paar - Das Versprechen
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Nachdem mich Ostfriesengier nicht überzeugen konnte, wollte ich Klaus-Peter Wolf noch eine Chance geben und habe "Ein mörderisches Paar" gelesen. Leider war das komplett verschwendete Lebenszeit, da genau ...

Nachdem mich Ostfriesengier nicht überzeugen konnte, wollte ich Klaus-Peter Wolf noch eine Chance geben und habe "Ein mörderisches Paar" gelesen. Leider war das komplett verschwendete Lebenszeit, da genau wie bei Ostfriesengier völlig kopflos und realitätsfern ermittelt wird. Dass Krimis nicht die Wirklichkeit abbilden, ist klar, aber eine derart hanebüchene Handlung ist mir bisher noch nie untergekommen. Die Charaktere sind unsympathisch, unglaubwürdig und völlig überzogen. Tiefsinniger Humor geht ebenfalls anders, das ist bestenfalls Klamauk. Das Buch wirkt uninspiriert und routiniert runtergeschrieben ohne irgendwelche Raffinessen, was angesichts der hohen Frequenz an Neuerscheinungen des Autors nicht verwundert. Ich kann den Hypeum die Bücher von Klaus-Peter Wolf in keinster Weise nachvollziehen. Ab der Hälfte hatte ich genug und habe den Rest nur noch quergelesen. Ich werde zukünftig sicher kein Buch dieses Autors mehr lesen.

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