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Veröffentlicht am 30.05.2023

No Escape

Verschlossen
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„Verschlossen“ von Nika Michaelis ist der zweite Band ihrer spannenden Krimireihe um die toughe Hauptkommissarin Carmen Kollinger und ihre Kollegen in Hamburg.
Carmen ist stinksauer, als sie statt ihres ...

„Verschlossen“ von Nika Michaelis ist der zweite Band ihrer spannenden Krimireihe um die toughe Hauptkommissarin Carmen Kollinger und ihre Kollegen in Hamburg.
Carmen ist stinksauer, als sie statt ihres geplanten Dates nun frierend an einem vereisten See stehen muss, während die Kollegen eine Frauenleiche bergen. Doch bei der vermeintlichen Leiche handelt es sich um eine täuschend echte Puppe, die jedoch der echten Studentin Nala, deren Ausweis bei der Puppe gefunden wurde, erschreckend ähnelt. Carmen ahnt schlimmes und leider hat sie recht, denn nur 48 Stunden später findet die Polizei die echte Nala ermordet auf. Die fieberhafte Suche nach dem Täter beginnt, denn es taucht eine weitere Puppe auf und Carmen und ihr Team wollen unbedingt verhindern, dass es ein neues Opfer gibt.

Mir hat schon der Auftaktband sehr gut gefallen, also war ich gespannt, was sich die Autorin für den nächsten Fall überlegt hat. Ich mag die kurzen Kapitel und die wechselnden Perspektiven, denn dadurch bin ich pausenlos motiviert, weiterzulesen. Die Story konnte mich auch diesmal packen, was nicht zuletzt an den sympathischen Ermittlern und deren privatem Umfeld liegt.
Carmen hat das richtige Auge für Details und den perfekten Spürsinn für ihren schwierigen Job. Da ihre Visitenkarte am See platziert wurde, wird der Fall sehr schnell persönlich und damit natürlich hochspannend. Ich finde das Verhältnis von privaten Verwicklungen der Ermittler und eigentlichem Fall in dieser Reihe generell sehr gut gelungen. Man kann zu den Charakteren eine Verbindung aufbauen und trotzdem überlagern diese Teile nicht die gesamte Story.
Die Handlung ist fesselnd konstruiert und bietet jede Menge unerwartete Twists. Die Perspektivwechsel zwischen den unterschiedlichen Protagonisten kurbeln die Dynamik zusätzlich an und doch kann man die Figuren nie hundertprozentig durchschauen. Die Grundidee ist absolut interessant und wurde von Nika Michaelis gekonnt umgesetzt. Ich freue mich jetzt schon auf den nächsten Fall.

Mein Fazit:
Eine tolle Krimireihe, von der ich gern mehr lesen würde. Von mir daher eine klare Empfehlung!

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Veröffentlicht am 29.05.2023

Unerwarteter Volltreffer

Rockstars küsst man nicht
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„Rockstars küsst man nicht“ von Kylie Scott ist der vierte Band ihrer Stage Dive Reihe, in der der letzte Single einen unerwarteten Volltreffer landet.
Lizzy Rollins landet durch ihre Schwester und deren ...

„Rockstars küsst man nicht“ von Kylie Scott ist der vierte Band ihrer Stage Dive Reihe, in der der letzte Single einen unerwarteten Volltreffer landet.
Lizzy Rollins landet durch ihre Schwester und deren neuen Freund und Stage Drive Drummer Mal unfreiwillig in der wilden Welt der Rockstars. Das ist für die Psychologiestudentin auch kein Problem, bis sie Bandmitglied Ben Nicholson kennenlernt. Lizzy ist auf den ersten Blick hin und weg von Ben, aber der macht klar, dass er niemals eine Beziehung möchte. Trotzdem freunden sich beide an und auf der Hochzeit von Lizzys Schwester mit Mal kommt es zu einer folgenreichen Nacht in Vegas. Leider bleibt diesmal nicht alles, was in Vegas passiert, auch in Vegas zurück, denn Lizzy ist schwanger und Ben immer noch der Bindungsphobiker, der er immer war.

Das Knistern zwischen Lizzy und Ben war schon den vorangegangenen Teilen quasi der Running Gag und nun muss sich herausstellen, ob daraus etwas ernsthaftes entstehen kann. Ernster als die Elternschaft kann es eigentlich gar nicht werden, aber wird es auch für ein Happy End für Mom und Dad reichen? Kylie Scott erzählt auch diese turbulente Lovestory mit viel Humor und komplett aus der Perspektive der weiblichen Hauptfigur. Da Ben nicht ganz so extrovertiert wie Mal ist, kommt er deshalb stellenweise ein wenig blass weg, was schade ist.
Lizzy ist zum Glück kein naiver Teenager, der sich pausenlos in rosaroten Schwärmereien über einen Rockstar ergeht. Ja, sie hat einen Crush auf Ben, aber sie unterzieht diesen regelmäßig einem Realitätscheck, der Ben nicht immer gut wegkommen lässt. Mir gefällt, dass Lizzy tough und selbstbewusst bleibt und nicht ihre ganzen Hoffnungen auf Ben als Retter setzt. Eher das Gegenteil ist der Fall und Ben muss definitiv seinen Hintern schnellstens hochbekommen, wenn er nicht seine Chance auf Glück verpassen will.
Ben und seine Bewegründe bleiben, wie gesagt, ein bisschen undurchschaubar. Dadurch büßt er einige Sympathiepunkte ein. Seine Unentschlossenheit hat mich oft sauer gemacht, denn ich bin eindeutig Team Lizzy.
Ob Ben noch die Kurve bekommt und am Ende eine kleine happy Family steht, sollte man unbedingt selbst herausfinden. Kylie Scott hat auf jeden Fall ein Händchen für unterhaltsame Rockstar Romances.

Mein Fazit:
Auch wenn mich Ben nicht hundertprozentig überzeugen konnte, gibt es von mir für das Gesamtpaket eine klare Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 26.05.2023

Suche nach der Wahrheit

In jedem Atemzug nur Du
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„In jedem Atemzug nur Du“ von Jennifer Wiley ist der erste Teil ihrer emotionalen New Adult Reihe, die an der Lullaby University spielt.
Hazel beginnt etwas verspätet ihr Studium an der Lullaby University ...

„In jedem Atemzug nur Du“ von Jennifer Wiley ist der erste Teil ihrer emotionalen New Adult Reihe, die an der Lullaby University spielt.
Hazel beginnt etwas verspätet ihr Studium an der Lullaby University im Fach Umweltwissenschaften und hat sogar eins der begehrten Red-Stipendien ergattert. Nach ihrer Lungentransplantation vor zwei Jahren ist dies ein erster Schritt in die Unabhängigkeit, denn lange genug war Hazel in Krankenhäusern und abhängig von anderen. Doch unabhängig davon hat Hazel noch einen anderen Grund, der sie speziell nach Lullaby geführt hat und den sie lieber verheimlicht. Nur der zurückhaltende Lewis besitzt von Anfang an ihr Vertrauen, so dass Hazel ihm ihre Pläne offenbart. Lewis unterstützt sie in ihren Bemühungen, aber auch er hat unausgesprochene Probleme, die ihn fast zerstören.

Das malerische Setting des Modoc National Forest bildet den traumhaften Hintergrund für diese berührende Geschichte. Die Natur spielt hier nicht nur eine untergeordnete Nebenrolle, sondern die Autorin spricht viele dringliche Probleme an und verknüpft sie gelungen mit ihrer Story. Der Schreibstil liest sich leicht und locker, so dass der Einstieg trotz der schweren Themen leichtfällt. Die gesamte Handlung wird aus Hazels Perspektive erzählt, wobei ich mir manchmal auch ein paar Kapitel aus der Sichtweise von Lewis gewünscht hätte.
Ich kann Hazel und ihre Motivation verstehen, aber anderseits wirkt sie in ihrer Mission oft verbissen und stellt ihre Wünsche über die Gefühle von anderen. Im Laufe der Story entwickelt sich aber auch Hazel weiter und reflektiert ihr Handeln, was ich gut fand. Ich mag Hazels Direktheit bezüglich ihrer Krankheit und verstehe ihren Drang, gerade in ihrer Situation so viel wie möglich vom Leben mitzunehmen.
Lewis ist in seiner Meinung manchmal genauso festgefahren wie Hazel. Wenn die beiden zusammen sind, springt bei mir der Funke ganz klar über und ich finde ihre zarte Lovestory total süß.
Der Naturbezug ist hier einfach großartig mit der übrigen Handlung verknüpft, so man am liebsten sofort selbst nach Lullaby reisen würde. Ich bin jetzt schon gespannt auf die Geschichte von Jasper und Lou, die sich bereits in mein Herz geschlichen haben.

Mein Fazit:
Ich gebe sehr gern eine Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 24.05.2023

Götterkind

Kairra. Geschenk der Götter
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„Kairra. Geschenk der Götter“ von Asta Müller ist eine mitreißende Fantasy, in der das Schicksal die Heldin vor ungeahnte Herausforderungen stellt.
Kairra lebt auf einem Wüstenplaneten, der zwei tödliche ...

„Kairra. Geschenk der Götter“ von Asta Müller ist eine mitreißende Fantasy, in der das Schicksal die Heldin vor ungeahnte Herausforderungen stellt.
Kairra lebt auf einem Wüstenplaneten, der zwei tödliche Sonnen besitzt, die jedes Leben im Tageslicht unmöglich machen. Nur für die Stadt und ihre privilegierten Bewohner gibt es einen Schutzschild. Kairra und ihr kleiner Bruder gehören jedoch zu den Verdammten, die in Höhlen unter dem Sand außerhalb der Stadt hausen müssen. Eines Tages wendet sich jedoch das Schicksal, denn Kairra wird plötzlich als Auserwählte der Zugang zum Palast gewährt. Sie soll ein Kind der Götter sein und dem grausamen Herrscher Zekoll bei seinen finsteren Plänen helfen. Ihr kleiner Bruder fungiert als Druckmittel, aber Kairra lässt sich nicht einschüchtern und nimmt den Kampf gegen den scheinbar übermächtigen Gegner auf.

Das Wordbuilding in dieser dystopischen Fantasy hat mir gut gefallen und ich konnte relativ schnell in die Handlung abtauchen. Im Fokus steht Kairra, die auch die meiste Zeit Erzählerin ist. Ihr Gegenpart ist anfangs die undurchschaubare Cesszia, aber auch Kairras Bruder Lorrin darf ab und zu zu Wort kommen. Mit dem Schreibstil kam ich gut klar und auch der rote Faden geht zwischendrin nie verloren.
Kairra hat mir als Heldin ziemlich gut gefallen, auch wenn sie manchmal naiv erscheint. Ihre Entwicklung im Laufe der Zeit ist für mich glaubhaft erzählt und ich mochte ihre unerschütterliche Loyalität und ihren Mut.
Cesszia und ihre Motive sind nicht ganz so klar, wobei ich ihre offensichtlichen Beweggründe letztendlich nachvollziehen konnte. Ihre Rolle ist fast noch gefährlicher als die von Kairra und sie ist auf jeden Fall eine spannende Figur.
Was mich nicht so abholen konnte, sind die nur nebensächlich eingebauten Romanzen, bei denen ich ehrlicherweise überhaupt keine Funken oder echte Gefühle spüren konnte. Er oder sie mag ihn oder sie und dann sind sie zusammen. Das war einfach zu platt.
Wenn ich die zum Glück winzigen romantischen Beiträge ausblende, ist die komplexe Story absolut gelungen. Es gibt viele Punkte, die zum Nachdenken anregen und die dieses Buch ganz klar lesenswert machen.

Mein Fazit:
Von mir gibt es insgesamt 4,5 Sterne und natürlich eine Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 21.05.2023

Ein Mord und ein Rabe

Der Mordclub von Shaftesbury – Ein Herz und eine tote Seele
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„Der Mordclub von Shaftesbury – Ein Herz und eine Tote“ von Emily Winston ist der zweite Band ihrer amüsanten Cosy Crime Reihe über die unfreiwillige Detektivin Penelope St. James.
Im beschaulichen und ...

„Der Mordclub von Shaftesbury – Ein Herz und eine Tote“ von Emily Winston ist der zweite Band ihrer amüsanten Cosy Crime Reihe über die unfreiwillige Detektivin Penelope St. James.
Im beschaulichen und eigentlich friedlichen Shaftesbury wird es nicht langweilig, denn erneut gibt es einige Aufregung. In letzter Zeit terrorisiert ein Rabe die Einwohner, der gleichzeitig verdächtigt wird, für die zahlreichen Silberdiebstähle verantwortlich zu sein. Zusätzlich scheint es einen mysteriösen Wohltäter zu geben, der den Bewohnern, die sich in finanziellen Nöten befinden, heimlich Geldgeschenke hinterlässt. Als wäre das nicht genug, hat ein geheimnisvoller Unbekannter, um den sich wilde Gerüchte ranken, das imposante Highgrove Hall gekauft. Penelope hat also alle Hände voll zu tun, als sie zu allem Überfluss den neuen und unbeliebten Pfarrer erschlagen in der Kirche auffindet.

Die Wohlfühl-Cosy-Crime-Story, die im wunderschönen Südengland spielt, geht in die zweite Runde und ich muss ehrlicherweise zugeben, dass mir die Fortsetzung besser als der Auftakt gefallen hat. Das kann daran liegen, dass die Charaktere mittlerweile keine Unbekannten mehr sind und ich mit der dörflichen Dynamik in Shaftesbury inzwischen warmgeworden bin. Der Schreibstil liest sich leicht und flüssig und sowohl das Setting als auch die skurrilen und schrulligen Einwohner erinnern irgendwie an eine Folge Inspector Barnaby.
Penelope bringt ihre exklusive Partnervermittlung langsam in Schwung, wobei ich mich immer noch frage, wie sie ihren Lebensunterhalt bestreitet. Ihre Rolle als Hobbydetektivin wird sie in der Dorfgemeinschaft einfach nicht los und so hat sie sich damit abgefunden, für sämtliche ungelöste Fragen in Shaftesbury verantwortlich zu sein.
Ihre Beziehung zum sympathischen Tierarzt Sam kommt auch endlich voran und Penelope legt ihre Abneigung gegen Vierbeiner sogar ein wenig ab. Ein Highlight ist wie immer die süße Lilly, die mit ihren acht Jahren reifer als mancher Erwachsener ist.
Die humorvolle und unterhaltsame Story fließt leicht dahin und bleibt auch mit ein paar blutigen Szenen ganz klar im Wohlfühlbereich. Ich hatte Spaß beim Lesen und freue mich auf ein Wiedersehen in Shaftesbury.

Mein Fazit:
Von mir gibt es sehr gern eine Leseempfehlung!

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