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freddyschlaubi

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 22.05.2023

Absolutes Must-Read

Unsichtbar
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"Unsichtbar" ist ein wirklich beeindruckendes Buch und gewissermaßen ein echtes Must-Read. Das allgegenwärtige und zeitlos wichtige Thema Mobbing wurde sehr emotional, persönlich und doch universell behandelt, ...

"Unsichtbar" ist ein wirklich beeindruckendes Buch und gewissermaßen ein echtes Must-Read. Das allgegenwärtige und zeitlos wichtige Thema Mobbing wurde sehr emotional, persönlich und doch universell behandelt, sodass sich garantiert jeder etwas daraus mitnehmen kann.

Das Cover ist schlicht und dennoch schön gestaltet und greift vor allem den sehr bedeutsamen Buchtitel auf, welcher sich dem Leser allerdings erst im Laufe der Geschichte in voller Gänze erschließen wird und der Erzählung hinsichtlich seiner Interpretation sogar eine neue Wendung verleiht. Das Thema erstreckt sich über Mobbing und Ausgrenzung hin zu Freundschaft, Identität und verschiedensten zwischenmenschlichen Beziehungen, da die wahre Geheimwaffe des Romans sich durch die Figuren auszeichnet. Alle Charaktere fügen sich in eine logische Konstellation und erfüllen eine essentielle Rolle für das gesamte Geschehen, wobei man auch sehr schnell in die Hauptcharaktere eintaucht und deren Sicht auch immer nachvollziehen kann.

Im Laufe des Romans finden sich immer wieder Passagen, welche vor allem von der Lehrerin ausgehen, die einen allgemeineren Blick auf die Thematik werfen und mir noch einmal besonders im Kopf geblieben sind, weil sie sich leicht als Moral entnehmen lassen und die Geschichte zusätzlich dramatisieren.

Ich kann den Roman nur wärmstens empfehlen, ohne dabei einen gewissen Leserkreis eingrenzen zu wollen, da er vielleicht sogar dazu geeignet wäre, in den Kanon der Schullektüre aufgenommen zu werden. Vielleicht ist er allerdings auch besonders interessant für (angehende) Lehrkräfte, da sich die Handlung vorrangig im schulischen Kontext abspielt und auch durchaus realistisch wäre.

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Veröffentlicht am 11.04.2023

Einzigartig schöner Roman

22 Bahnen
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"22 Bahnen" ist ein Roman, der sich durch seinen Erzählstil von der Masse abhebt und durch eine einzigartige Geschichte einen Diskurs zwischen einengender Verantwortung und unbeschwerter Selbstbestimmung ...

"22 Bahnen" ist ein Roman, der sich durch seinen Erzählstil von der Masse abhebt und durch eine einzigartige Geschichte einen Diskurs zwischen einengender Verantwortung und unbeschwerter Selbstbestimmung eröffnet. Vor allem durch die jungen Charaktere und die immer präsente Thematik der Freiheit wurde ich beim Lesen oft an den Roman Tschick erinnert.

Das Cover finde ich sehr gelungen, da es zwar einen Aspekt der Geschichte widerspiegelt und somit die Neugier weckt, aber von der eigentlichen Handlung eigentlich gar nichts preisgibt. Außerdem hat mir auch der außergewöhnliche Stil ohne Kapitel und stattdessen lediglich einer Dreiteilung des Romans sehr gefallen, da trotzdem zahlreiche Absätze bestanden und damit inhaltliche Sprünge und "Szenenwechsel" sehr deutlich wurden. Allgemein zeichnet sich der Roman durch einen sehr klaren Stil aus, da der Schreibstil der Autorin viele Aufzählungen vorsieht und auch die wörtliche Rede immer direkt und ohne weitere Kommentare zitiert wird. Eben dieser Stil hat für mich einen wesentlichen Reiz des Romans ausgemacht und ich würde mir wünschen, viel mehr Bücher in diesem Stil lesen zu können.

Doch auch die Geschichte selbst und die Figuren haben mich definitiv überzeugt. Tilda und ihre Schwester Ida werden sofort zu Sympathieträgerinnen, da man durch die Situation ihrer alkoholkranken Mutter Mitleid empfindet und auch die etwas schrägen Seiten der Geschwister gut finden muss. Besonders schön ist es, am Ende der Geschichte auch eine Entwicklung der Charaktere und der gegenseitigen Beziehung wahrzunehmen.

Abschließend kann ich den Roman nur wärmstens empfehlen, da hier in erfrischender und ganz individueller Weise eine mitreißende Geschichte erzählt wird, die alle Emotionen abdecken kann. Mit seinen ca. 200 Seiten ist dieser Roman auch sehr gut schnell wegzulesen und damit bestimmt für alle offenen und interessierten Leser:innen ein guter Tipp.

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Veröffentlicht am 28.03.2023

Eine Liebeserklärung an guten Journalismus!

Whistleblower – Between Love and Truth
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"Whistleblower" ist ein New Adult Rom im College-Umfeld und thematisiert eine spannende Geschichte um journalistische Herausforderungen, einen Kampf um Gerechtigkeit und eine ganz besondere Love-Story. ...

"Whistleblower" ist ein New Adult Rom im College-Umfeld und thematisiert eine spannende Geschichte um journalistische Herausforderungen, einen Kampf um Gerechtigkeit und eine ganz besondere Love-Story. Schon das Cover lässt in seiner Gestaltung einen kleinen Ausblick auf die Handlung zu, ist schön anzuschauen und lädt gleich zum Lesen ein.
Besonders beeindruckt haben mich beim Lesen die bedeutenden Themen und deren Umsetzung in der Geschichte. Obwohl für die Hauptfigur Laurel einiges zusammenkommt, wirkt die Erzählung dennoch realistisch und es fällt nicht schwer sich in die Rolle der Charaktere zu versetzen. Dabei ist auch der Spannungsaufbau gut gelungen und man erfährt gemeinsam mit Laurel Stück für Stück ein wenig mehr. Für die Entwicklung der Geschichte war es dafür auch zentral und spannend zu beobachten, welche der anderen Nebenfiguren sich mit der Zeit an Laurels Seite stellen oder versuchen, gegen sie vorzugehen.
Bei "Whistleblower" sehe ich vor allem die Gestaltung der Charaktere als größte Stärke der Handlung und als Grund für die Qualität dieses Romans. Von Zeit zu Zeit konnte ich mich so gut mit Laurel identifizieren, dass es beim Lesen ein Leichtes war, die Realität zu vergessen und ich ihre Emotionen sehr gut selbst nachempfinden konnte. Ebenso verliebt man sich mit ihr mit und erwartet die zwar vorhersehbare, aber dennoch in einer Weise überraschende Love-Story.
Der Schreibstil ist wenig besonders, aber unterstreicht zum einen die immer wieder spannenden und schwierigen Situationen und unterstützt zum anderen den genialen Spannungsaufbau. Ich würde diesen Roman vor allem jungen Lesern und Fans des Genres empfehlen, aber auch allen, die auf der Suche nach einer Liebesgeschichte sind, welche nicht die gesamte Handlung übernimmt und eher am Rande entsteht. Sofern man sich auf Laurels Charakter einlässt, wird einen dieses Buch von selbst in seinen Bann ziehen.

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Veröffentlicht am 27.03.2023

Mehr Selbstachtung im Blumenbeet.

Blumen im Kopf. Opa Günther pflanzt gute Gedanken
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"Blumen im Kopf" ist ein wirklich schönes Kinderbuch zum Thema Selbstachtung und dem Umgang mit negativen Erfahrungen. Anhand von sehr einfachen, aber gut vorstellbaren Bildern wird eine Botschaft vermittelt, ...

"Blumen im Kopf" ist ein wirklich schönes Kinderbuch zum Thema Selbstachtung und dem Umgang mit negativen Erfahrungen. Anhand von sehr einfachen, aber gut vorstellbaren Bildern wird eine Botschaft vermittelt, deren Gefühlsgrundlage gut nachvollziehbar ist. Sicherlich kann dieses Buch einigen Kindern helfen, schwierige Momente besser zu bewältigen und außerdem macht das Lesen bei diesen schönen Zeichnungen einfach Spaß.

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Veröffentlicht am 30.05.2023

Klima-Dystopie

Blue Skies
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"Blue Skies" ist ein dystopischer Roman, der den Leser in eine gar nicht so weit entfernte Zukunft entführt und die möglichen Einflüsse des Klimawandels auf das Wetter und den Alltag der Menschen beschreibt. ...

"Blue Skies" ist ein dystopischer Roman, der den Leser in eine gar nicht so weit entfernte Zukunft entführt und die möglichen Einflüsse des Klimawandels auf das Wetter und den Alltag der Menschen beschreibt. Das Cover gefällt mir mit seinen leuchtenden Farben sehr gut und gibt dadurch auch zusammen mit dem Titel einen schönen Kontrast zum Inhalt ab. Auch die Gestaltung der Deckblätter für die drei Teile des Romans hat mir sehr gefallen.

Das Thema des Klimawandels ist im Laufe der Geschichte in verschiedenen Facetten und Ausprägungen immer präsent, weshalb die Zukunft sehr greifbar wird und es keiner großen Vorstellungskraft bedarf, was mich wiederum sehr beeindruckt hat. Stürme, Überschwemmungen und Brände bestimmen immer wieder enorm das Leben der Romanfamilie und beängstigen auch einen selbst ein wenig.

Die Geschichte der drei Hauptfiguren, zwischen deren Perspektiven man nach jedem Kapitel wechselt, ist zudem auch sehr spannend, da sich die Dramatik der Klimaerscheinungen auch in der Geschichte widerspiegelt. Man beobachtet eine sich stetig verschlimmernde Handlung, die immer neue positive und negative Überraschungen bereithält, welche zuletzt jedoch kein gutes Ende ermöglichen konnten. Dabei sind die Figuren auch sehr authentisch und je nach Charakter kann man sich in den einen oder anderen mehr oder weniger hineinversetzen. Insgesamt verfügt die Geschichte also über eine sehr gelungene Spannungskurve und Dramaturgie sowie einige Wendungen.

Mir hat das Buch besonders aufgrund seiner Zukunftsvorstellung gefallen, da mir diese sehr realistisch und damit zugleich bedrohlich, aber nicht überzogen vorkam, da die Situation auch von den Figuren in einer Weise als Normalität wahrgenommen wurde und sie doch noch viele Parallel zu unserer Perspektive aufweisen können. Ich würde "Blue Skies" daher allen empfehlen, die sich diesbezüglich eine anschauliche Vorstellung der Zukunft einholen möchten und andererseits vielleicht auch einfach an einer sehr dramatischen Geschichte interessiert sind.

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