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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.12.2023

Ein Buch für Nerds

Armada
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Wenn das Lieblingsgame Wirklichkeit wird… Ein Buch voller Anspielungen auf Games und anderen Nerd-Stuff. Dabei trifft Sci-Fi auf Freundschaft, Liebe und Moral.

Zack Lightman kommt als Vollblut-Nerd ganz ...

Wenn das Lieblingsgame Wirklichkeit wird… Ein Buch voller Anspielungen auf Games und anderen Nerd-Stuff. Dabei trifft Sci-Fi auf Freundschaft, Liebe und Moral.

Zack Lightman kommt als Vollblut-Nerd ganz nach seinen Eltern. Die meiste Zeit verbringt er damit, Armada zu zocken. Eines Tages sieht er dann ein echtes Alien-Raumschiff; aus dem Videospiel wird ernste Realität. Zack erfährt, dass alles aus seinem Lieblingsgame einzig dem Trainieren neuer Soldaten dient, die einen echten Kampf gegen die Aliens ausfechten sollen. Zusammen mit seinen Videospiel-Freunden soll Zack von der Mondbasis der Earth Defense Alliance aus die Erde gegen die Alieninvasion verteidigen.

Gut geschriebene Sci-Fi mit cooler Handlung, die einen in die fantastische Welt eines real gewordenen Videospiels zieht. Vor allem weil Gerrit Schmidt-Foß‘ Stimme gut zu Zack passt.

Veröffentlicht am 29.10.2023

Packender Psychothriller mit faszinierendem Verwirrspiel

Finde mich - bevor sie es tun
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Fünf Jahre nach Rosas Tod glaubt ihr Freund Jar immer noch nicht an einen Selbstmord - ja, nichtmal daran, dass Rosa wirklich tot ist. Als er dann eine Nachricht von ihr bekommt, beginnt er abermals Nachforschungen ...

Fünf Jahre nach Rosas Tod glaubt ihr Freund Jar immer noch nicht an einen Selbstmord - ja, nichtmal daran, dass Rosa wirklich tot ist. Als er dann eine Nachricht von ihr bekommt, beginnt er abermals Nachforschungen anzustellen. Von anderen für verrückt erklärt und unter Selbstzweifeln gibt Jar dennoch nicht auf die Wahrheit über Rosas Schicksal zu erfahren. Rosa kann nicht tot sein, schließlich hinterlässt sie ihm Nachrichten … oder?

Die Beschreibung „Ein sensationelles Verwirrspiel – spannend, schnell, überzeugend!“ ist wirklich sehr passend. Immer wieder tauchen neue Verdächtige und merkwürdige Gestalten auf. Dazu noch wechselt die Perspektive zwischen der Begleitung von Jar und seinen Ermittlungen in der Jetzt-Zeit des Buches und Rosas Tagebuch-Einträgen von vor fünf Jahren. Ein faszinierender und packender Schreibstil mit großer Wendung am Ende.

Veröffentlicht am 28.05.2023

Unvorhergesehene Entwicklung

Flammenbrut
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Voyeur, Tiere, Flammenbrut und Obsession sind anders als die übrigen Simon Beckett-Bücher. Sie fallen unter die Psychothriller, wobei sie keine klassischen Thriller sind. Die Geschichten beginnen nicht ...

Voyeur, Tiere, Flammenbrut und Obsession sind anders als die übrigen Simon Beckett-Bücher. Sie fallen unter die Psychothriller, wobei sie keine klassischen Thriller sind. Die Geschichten beginnen nicht mit einer Leiche und einer darauf folgenden Ermittlung. Außerdem bekommt man viele überzeugende Einblicke in das kranke Gehirn der Protagonisten.

Die Geschichte fängt wie ein Drama oder eine Hollywood-Romanze an - eine nun seit Jahren alleinstehende Frau mit einem Arschloch von Ex-Freund, die nun feststellt, dass sie ein Baby will bevor ihre biologische Uhr endgültig abläuft; sie erkundigt sich über künstliche Befruchtung und sucht über eine Anzeige persönlich einen Spender aus. Was nun wohl passiert?

Man wartet die ganze Zeit auf den Auftritt des psychisch Kranken, auf das Ausrasten des Ex-Freundes, auf die für Simon Beckett typische Wendung. Und diese Wendung ist durchaus überraschend. Bei sämtlichen Theorien kann man damit nicht (oder zumindest nicht in diesem Ausmaß) damit gerechnet haben.

Johannes Steck ist dabei der perfekte Leser für das kranke Gehirn. Man hört seine Freude beim lesen. Die Illusion muss wohl durch viel Zeit und Mühe zur Perfektion getrieben worden sein.

Veröffentlicht am 28.05.2023

Bis dass der Psycho euch scheidet

Voyeur
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Voyeur, Tiere, Flammenbrut und Obsession sind anders als die übrigen Simon Beckett-Bücher. Sie fallen unter die Psychothriller, wobei sie keine klassischen Thriller sind. Die Geschichten beginnen nicht ...

Voyeur, Tiere, Flammenbrut und Obsession sind anders als die übrigen Simon Beckett-Bücher. Sie fallen unter die Psychothriller, wobei sie keine klassischen Thriller sind. Die Geschichten beginnen nicht mit einer Leiche und einer darauf folgenden Ermittlung. Außerdem bekommt man viele überzeugende Einblicke in das kranke Gehirn der Protagonisten.

Man wird mitten in das alltägliche Geschehen einer Kunstgalerie, ihres Besitzers und seiner Assistentin geworfen. Dabei hat sich der sich sonst nie von Frauen sexuell angesprochene Galerist Donald Ramsey in seine Assistentin Anna verliebt. Sie erzählt regelmäßig von ihrem festen Freund, den sich Donald bildlich gutaussehend vorstellt. Als er den kleinen Mann mit der Brille, der Anna wohl durch seinen Intellekt und nicht durch sein Aussehen angesprochen haben muss, kennenlernt, ist Donald so enttäuscht und gar persönlich angegriffen, dass er Beppo darauf ansetzt die zwei zu trennen.

Es bleibt immer spannend welche Pläne Donald und Beppo als nächstes austüfteln um das treue Paar voneinander zu trennen. Dass die Obsession Donalds diese Pläne immer kränker und abgefahrener werden lässt, steht außer Frage.

Johannes Steck ist dabei der perfekte Leser für das kranke Gehirn. Man hört seine Freude beim lesen. Die Illusion muss wohl durch viel Zeit und Mühe zur Perfektion getrieben worden sein.

Veröffentlicht am 28.05.2023

Interessantes, neuartiges Szenario - wenige Figuren, viele Flashbacks

Der Hof
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Dieses Buch unterschiedet sich wirklich sehr von allen anderen Simon Becketts. Nicht nur, weil zu Beginn keine Leiche gefunden wird, woraufhin eine Ermittlung startet, oder weil es nicht um ein „krankes ...

Dieses Buch unterschiedet sich wirklich sehr von allen anderen Simon Becketts. Nicht nur, weil zu Beginn keine Leiche gefunden wird, woraufhin eine Ermittlung startet, oder weil es nicht um ein „krankes Gehirn“ geht, sondern allein schon, weil der Schauplatz andersartig ist. Alles spielt auf einem französischen Hof innerhalb eines kleinen Kreises - da wäre zunächst Sean als „Eindringling“ in das System des Hofs, der Besitzer Arnaud, seine zwei Töchter, ein kleiner Enkelsohn und lediglich noch ein Arbeiter. Sehr interessantes, eigentlich neuartiges Szenario. Was aber auch dazu führt, dass es sich hier eher nicht um einen Thriller, sondern um ein Krimi handelt.

Hier wird (am ähnlichsten zu „Die Verlorenen“) viel mit Rückblicken gespielt. Sean muss viel an die Geschehnisse vor nicht allzu langer Zeit denken; der Leser muss sich erstmal alles selbst zusammenreimen. Es sind immer kleine Flashbacks, die die Spannung und die Neugier aufrecht erhalten.

Dazu kommt die rätselhafte Vergangenheit und die seltsame Atmosphäre auf dem Hof. Warum ist Arnaud so aggressiv, geradezu angriffslustig gegenüber dem verletzten Sean? Warum verhält sich die jüngere Tochter so merkwürdig? Wer ist eigentlich der Vater des kleinen Jungen? Und was ist mit ihm geschehen?

Was allerdings an ein paar Stellen auffällt, ist, dass sich Sean mit den anderen größtenteils auf französisch unterhält - nur die ältere Tochter spricht Englisch. Dabei ist es doch zweifelhaft, dass er als Nicht-Muttersprachler Wörter wie „Braunfäule“ kennt. Vor allem da er ja zuvor einige Jahre lang nicht mehr in Frankreich war.