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Veröffentlicht am 30.05.2023

der größte Feind des Menschen - ist der Mensch

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Die Welt steht nicht am Abgrund, sie ist schon einen Schritt weiter.

Großstädte sind in den Fluten versunken, Ernten ausgefallen und Milliarden Menschen verhungert. Und trotzdem findet kein Umdenken ...

Die Welt steht nicht am Abgrund, sie ist schon einen Schritt weiter.

Großstädte sind in den Fluten versunken, Ernten ausgefallen und Milliarden Menschen verhungert. Und trotzdem findet kein Umdenken statt. Stattdessen versuchen findige Wissenschaftler, die Geschicke des Planeten selbst in die Hand zu nehmen.
Bei einem Einsatz wird Logan Ramsay von einem unbekannten Virus infiziert, der ihn besser macht. Er wird schneller, stärker, denkt schneller und logischer. Also kein bösartiger Virus? Um das herauszufinden wird Logan gefangen genommen und untersucht. Bis ihm die Flucht gelingt. Doch da scheint es fast zu spät zu sein, für die Menschheit.

Cover und Klapptext des Buches von Blake Crouch zogen mich magisch an. Es klang spannend, mitreißend und wissenschaftlich fundiert. Irgendwie stimmt auch alles von diesen ersten Eindrücken, denn die Handlung war packend und die Wendungen, die der Roman nahm, hielten mich oft in Atem. Voller Spannung irrte und kämpfte ich mich an der Seite Logans durch die Geschehnisse und versuchte dem Geheimnis auf den Grund zu gehen. Blake Crouch versucht die gentechnischen Einspieler einfach zu erklären, damit auch Menschen wie ich dem Hintergrund folgen konnten. Es gelang, keine Frage, aber die endlosen Abkürzungen und Gen-Erklärungen fand ich ermüdend und stellenweise zu viel des Guten.
Die Beschreibung der durch den Klimawandel veränderten Natur und das Leben im Allgemeinen kam für meinen Geschmack hingegen zu kurz. Sehr gerne hätte ich den bildlichen Schilderungen des Autors weiter gelauscht und mir die Welt in der Zukunft noch mehr und deutlicher ausgemalt. Das versunkene New York oder das in der Wüste erstickte Las Vegas fand ich schier magisch, da es nicht überzogen wirkte, sondern wie eine einfache Gleichung: Meeresspiegel steigt, also versinkt eine Stadt. Die Erde trocknet aus, also weiten sich Wüsten aus und auch die unterirdischen Seen sind endlich. Doch was macht das mit Flora und Fauna? Da Blake Crouch ein ungebremst starkes Erzähltalent hat, fand ich es mehr als schade, dass hier so sparsam drauf eingegangen wurde.

Der Held der Geschichte, Logan Ramsay war mir sofort sympathisch. Interessante Kindheit an der Seite einer Wissenschafts-Mutter, die fast dem Wahnsinn verfallen ist mit ihren Idee und selber im Gefängnis landete. Jetzt glücklich verheiratet und bei einer Behörde beschäftigt, vor dessen Einsätzen er sich übergeben muss. Ein Kraut und Rüben Leben, aus dem er mit Logan mit seinem sonnigen Gemüt, stets das Beste machte. Für mich ein toller Mann, der der Handlung Charakter und Stärke verleiht. Ohne so einen starken, unbeugsamen und in sich ruhenden Helden mit kleinen Fehlern, wäre das Buch nur halb so schön gewesen.

Mein Fazit
Tolle Handlung, tolle Geschichte, tolle Charaktere. Stellenweise etwas umständlich, aber eine echt packende Sommer-Spannungs-Lektüre!

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  • Handlung
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Veröffentlicht am 26.03.2023

für Knobelfreunde eine Knobelfreude

Das Geheimnis des Duke
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Schon immer schlägt Charlets Herz für ihren Jugendfreund Jasper Godwins. Seit ihrer Kindheit und über das Erwachsenwerden hinaus, halten sie Kontakt; Und hoffen auf mehr. Doch Charlets Eltern haben andere ...

Schon immer schlägt Charlets Herz für ihren Jugendfreund Jasper Godwins. Seit ihrer Kindheit und über das Erwachsenwerden hinaus, halten sie Kontakt; Und hoffen auf mehr. Doch Charlets Eltern haben andere Pläne für die junge Frau. Sie soll Jaspers älteren Bruder Arthur ehelichen, der ihr zutiefst zu wieder ist. Als die beiden endlich persönlich aufeinandertreffen, verläuft es anders, als Charlet es sich erträumte. Kann sie ihre Liebe retten?

Eine süße und geheimnisvolle Rätselreise wartet in diesem neuen und spannenden Regency-Escape-Roman von Stefanie Neeb. Neben dem spannenden Krimi und der Herzschmerz Liebesgeschichte um Charlet und Jasper, warten viele Rätsel auf den Leser.
Ich kenne bereits eine Adventskalender Edition der Rätselromane und freute mich sehr auf diese Art der Liebesgeschichte. Aber um ehrlich zu sein, war der angegeben Schwierigkeitsgrad 4 für mich zu heftig. Ich hoffe, dass ich nicht zu viel spoilere, aber ich scheiterte schon am Anfang gnadenlos. Voller Freude löste ich das erste Rätsel und fand das angegeben Bild weit hinten im Buch. Dass es noch eine andere Möglichkeit gab, nahm ich mit einem Schmunzeln zur Kenntnis. Doch leider wurde es für mich nicht wirklich besser. Einige Rätsel bekam ich mit Knobeln und Überlegen raus, andere verstand ich noch nicht mal mit der Erklärung. Trotzdem machte es sehr viel Spaß und ich genoss das Rätselabenteuer in vollen Zügen. Ok, oft verzweifelte ich auch und musste das Buch eine Zeitlang weglegen.
Besonders gut haben mir die vielen phantasievoll gestalteten Zeichnungen gefallen. Detailgetreu, voller Liebe zur Geschichte und mit Ideenreichtum sorgten sie dafür, dass der Roman von Stefanie Neeb so einen ganz besonderen Kick erhielt.

Das einzige, was ich wirklich sehr schade finde, dass diese Aufschneid-Romane nicht nochmal gelesen werden können. Ja, zur Not kann man sie mit einem Klebestreifen oder einer Büroklammer erneut verschließen, aber es ist eben nur eine Notlösung.

Mein Fazit

Ich liebe Escape-Romane, sollte aber mehr auf den Schwierigkeitsgrad achten. Zum Knobeln, nicht nur für kalte Winterabende, hervorragend geeignet. Alleine, zu zweit oder auch mit mehreren ein echter Genuss!

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Veröffentlicht am 08.08.2018

Schlaf nicht ein

Das Morpheus-Gen
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Die Nacht soll wieder mal lang werden, weil der junge Anwalt David Berger von seinem Chef dazu verdonnert wird, einen Fall durchzuarbeiten. Da fallen ihm die Tabletten gegen Müdigkeit ein, die ihm sein ...

Die Nacht soll wieder mal lang werden, weil der junge Anwalt David Berger von seinem Chef dazu verdonnert wird, einen Fall durchzuarbeiten. Da fallen ihm die Tabletten gegen Müdigkeit ein, die ihm sein bester Freund und Kollege Alexander Bishop gegeben hat. Und mit der Einnahme beginnen Davids Probleme: Er verspürt tagelang keine Müdigkeit mehr, seine Verlobte und sein Freund werden ermordet und er gerät als Verdächtiger in den Fokus der Polizei. Zudem machen mehrere Organisationen Jagd auf ihn. Doch was steckt wirklich dahinter?

Tibor Rode hat kein Buch erschaffen, sondern ein Rätselpuzzle. Denke ich einen Faden gefunden zu haben, kappt er diesen und es geht in eine andere Richtung weiter. Nur langsam und teilweise auch mühsam erschließt sich mir der Sinn hinter den Geschehnissen, da Rode mehr Andeutungen macht, statt Fakten präsentiert. Und dies alles in einem wahnwitzigen Tempo, der das Geschriebene spannend und lebendig hält. Es fiel mir schwer, das Buch aus der Hand zu legen, da ich immer dachte, dass sich auf der nächsten Seite die Wahrheit offenbart! Während in der einen Ecke ein Stück der Lösung offenbart wird, taucht hinter dem nächsten Vorsprung ein weiterer Feind auf. Der Spannungsbogen ist enorm straff gespannt und es machte mir einfach Spaß, der Handlung zu folgen. Führte sie mal hier und mal dorthin, aber kontinuierlich nach vorne.
Nach der Einnahme einer mysteriösen Tablette, dessen Zusammensetzung und Hersteller unbekannt sind, kann David ohne Ausfallerscheinungen unbegrenzt wach bleiben. Ein gefundenes Fressen für militärische Organisationen weltweit, die stets bemüht sind, Super-Soldaten zu erschaffen. Doch noch eine weitere Organisation, die Bruderschaft, jagt David und diese sind viel älter, als es auf den ersten Blick scheint.
Die Mischung aus Mythologie, politischem Ränkespiel und Agententhriller ist Rode gut gelungen!

Im Mittelpunkt der Geschehnisse steht der Anwalt David Berger. Aufgewachsen bei seinem Großvater, der ihm Vater und Mutter ersetzte, sucht er Liebe und Geborgenheit bei seiner Verlobten Sarah. David ist für mich ein gelungener Charakter, da er bodenständig und besonnen ist, was sein Beruf mit sich bringt. Gleichzeitig genießt er sein Leben und schätz die üblichen Werte wie Familie, Treue und Fleiß; eigentlich recht konservativ, ist David doch offen für Neues. Die Geschehnisse drohen ihn zu zerbrechen, wenn der brennende Wunsch des Verstehens nicht wäre. Warum mussten die wichtigsten Menschen in seinem Leben sterben und was hat das alles mit Schlaf zu tun?
Gestört hat mich einzig die Verbindung zu Nina. Plötzlich taucht sie auf und David vertraut ihr bedingungslos und ohne Zögern. Gerade in seiner Situation als Gejagter, sollte Misstrauen an erster Stelle stehen und so fiel es mir denkbar schwer, das nachvollziehen zu können! Nina ist ein undurchsichtiger Charakter, mit dem ich nicht warm wurde. Ihre wirklichen Beweggründe blieben lange im Dunkel und so konnte ich ihren Handlungen nur schwer folgen.

Mein Fazit
Durchweg spannend und fesselnd!

Veröffentlicht am 08.02.2026

Protagonist in der eigenen Geschichte

Böser, böser Wolf
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Der Grimm-Ripper geht um. Ein besonders grausamer Mörder, der seine Opfer gleich Grimm-Märchen hinrichtet.
Ein Fall für Detective Inspector Lyla Rondell, die immer tiefer und tiefer in die Ermittlugen ...

Der Grimm-Ripper geht um. Ein besonders grausamer Mörder, der seine Opfer gleich Grimm-Märchen hinrichtet.
Ein Fall für Detective Inspector Lyla Rondell, die immer tiefer und tiefer in die Ermittlugen eindringt. Und bald schon feststellen muss, dass der Mörder eine enge Verbindung zu ihr und ihrer Vergangenheit hat. Ein wahrhaft mörderisches Katz und Maus Spiel beginnt.

Das Cover ist sehr dunkel gehalten. Es zeigt Rotkäppchen, das in ihrem blutroten Mantel mutig durch die Dunkelheit geht. Umgeben von Rosenranken, die ebenfalls blutrot sind. Ich mag das Cover, da es von Dunkelheit und Blut kündet, genauso, wie ich Thriller liebe.

Alexandra Benedict konnte mich mit der Idee des Grimm Ripper ködern und für ihr Buch begeistern. Die Morde sind perfide, die Ermittler intelligent und authentisch und die Idee, dass ein Autor entführt wird und der Mörder die blutigen Taten nach dessen Regieanweisungen ausführt interessant. Die Autorin schreibt lebendig und absolut mitreißend! Jede Seite flog an mir vorbei und ich steckte tief in den Ermittlungen drin.

Bis, ja bis ca. zur Hälfte des Buches. Dann offenbarte sich langsam aber sicher, was hinter den Morden und dem Täter steckt. Leider muss ich gestehen, dass mich Alexandra Benedict dann verloren hat. Mir wurde die Handlung zu abstrus, zu verwirrend und auch zu durcheinander. Sie verlor mich in dem Moment, als sie das erste Mal von der Zahnfee schrieb. Statt einem packenden Thriller rutscht die Handlung für mich ins Unglaubwürdige ab. Zudem schien sich der Schreibstil zu ändern, denn ich fühlte mich lange nicht mehr so gut unterhalten, wie zu Beginn des Buches. Immer öfter musste ich zurück blättern, weil mir Zusammenhänge fehlten.

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Veröffentlicht am 16.11.2025

KI und Klimakriese

2050 – Überleben hat einen Preis
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Die Klimakriese hat ihren Preis gefordert. Hunderte, tausende, hunderttausende Menschen sind gestorben, Millionen auf der Flucht und noch immer ist die Erde nicht fertig mit ihrer Rache an der Spezies ...

Die Klimakriese hat ihren Preis gefordert. Hunderte, tausende, hunderttausende Menschen sind gestorben, Millionen auf der Flucht und noch immer ist die Erde nicht fertig mit ihrer Rache an der Spezies Mensch. Zu viel wurde abgebaut, zu viel verbraucht, zu viel Schindluder mit Mutter Erde getrieben. Und der Preis war hoch. Sehr hoch. Jetzt, wo es fast zu spät ist, will sich die Welt endlich zusammen schließen und gegen den Klimawandel vorgehen und retten, was noch zu retten ist.
Ein schier aussichtsloser Kampf, den entweder eine KI oder ein ehemaliger Präsident bestreiten soll. Gewählt von der Weltbevölkerung, ausgestattet mit der gesamten Macht aller.

Das Cover zeigt eine Großstadt. Versunken in einem Sand- und Feuersturm, ist ein Überleben nicht mehr möglich. Das Ende ist nicht nah. Es ist da!
Dieses Bild, zusammen mit dem Klapptext haben mich zu dem Buch greifen lassen.

Thomas R. Weaver zeichnet ein Szenario, das mir unter die Haut geht. Er lässt jede Katastrophe vor meinem inneren Auge erscheinen, auf die wir tatsächlich zu steuern. Nur wann ist gerade die Frage, die der Autor für sich schon beantwortet hat. Nicht irgendwann, sondern 2050 sind schon Hunderttausende an den Folgen des Klimawandel und den selbst herbeigeführten Katastrophen gestorben. Über den ganzen Globus rasen nicht nur Naturgewalten, sondern auch die Trauer über die verstorbenen.
Endlich scheint es ein Einsehen zu geben! Die Menschheit schließt sich zusammen, um eine Art Weltenherrscher zu wählen, der die Kriese endlich beenden soll. Ein Weg in eine lebenswerte Zukunft muss gefunden werden! Zusammen! Für jeden und nicht nur für die Superreichen! Das alles zeigt Thomas R. Weaver schonungslos auf. Es macht mich wütend, das zu lesen!
Und doch konnte mich das Gelesenen nicht wirklich an das Buch fesseln. Mir war es einfach viel zu politisch. Die Ränkespiele, so durchdacht sie auch waren, ermüdeten mich. Ich hatte mit einem Aktion geladenen Endzeit-Thriller gerechnet und mich auch darauf gefreut. Leider wurde ich von Politik und dem ewigen Hin und Her, den Spielchen der Reichen und Mächtigen überrascht. Oder eher heimgesuchte, denn das haben wir auch jetzt schon.

Die Protagonisten sind Thomas R. Weaver authentisch gelungen. Ich konnte mich ohne Probleme in sie hineinversetzen und ihren Handlungen folgen. Wobei hier Können nicht gleich Wollen war. Ich liebte die Reisen und die Beobachtungen, wie sich die Welt verändert hat. Die Cocktailpartys und Diskussionen hingegen nicht.
Die Idee, die Weltherrschaft einer KI zu überlassen und sie gegen einen alternden US Präsidenten antreten zu lassen, hat mir sehr gut gefallen! Denn gerade jetzt, im Hinblick auf die albanische Ministerin Diella, die ebenfalls eine KI ist, scheint die Zukunftsmusik gar nicht mehr so weit entfernt zu sein. Und ja, ich bin in vielen Bereichen ein Befürworter, denn rein objektiv betrachtet, wird eine KI bessere Entscheidungen treffen. z.B. im Baugewerbe, ob dort ein Haus entstehen darf oder nicht; oder wenn es um Berechnungen der Statik oder der gleichen geht. Sobald jedoch ein emotionaler Aspekt hinzukommt, verliert die KI. Dieses ungleiche Gleichgewicht in einem Buch herauszuarbeiten ist dem Autor sehr gut gelungen, vor allem im Hinblick auf den teils korrupten Gegner. Mir macht es Freude, die Gedanken schweifen zu lassen und mir Szenarien auszudenken, zu erweitern und weiter zu spinnen.

So spannend das Thema auch ist; mich konnte der Autor leider nicht abholen.

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