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Veröffentlicht am 30.05.2023

Gib mir mein Geld zurück

Germany, oh Germany
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Alte Ciao Rezi

Lesezeichenfee erzählt, was sie auf dem Buchrücken las
Die Rückseite des Buches las sich optimistisch. Deutschland macht Spaß und es gibt amüsante Einsichten ist lehrreich und unterhaltsam. ...

Alte Ciao Rezi

Lesezeichenfee erzählt, was sie auf dem Buchrücken las
Die Rückseite des Buches las sich optimistisch. Deutschland macht Spaß und es gibt amüsante Einsichten ist lehrreich und unterhaltsam. Er stopft Bildungslücken, von denen man nicht wusste, das man sie hatte und es gibt eine Reise durch „unsere“ Vergangenheit.
Lesezeichenfees Meinung
Ehrlich, das las sich so lustig und ich dachte, das ist ein Buch für mich. Geschichte an sich ist schon nicht so mein Fall, jederzeit zog ich Gemeinschaftskunde vor und Erdkunde sowieso.
Dann fing ich an, das Buch zu lesen. Ich langweilte mich von der ersten Seite und wünschte mir mein Geschichtsbuch von der Schule zurück, DAS nämlich wurde wenigstens durch meist farbige Bilder aufgelockert. Die 14 Bilder hier in schwarz-weiß, sind nicht so mein Fall. Hier erzählt der Autor – meiner Meinung nach – stupide und ohne Witz, wie ER unsere Geschichte sieht. Teilweise fällt sogar mir auf, dass einiges nicht stimmen kann und einfach so irgendwie zusammengeschustert ist. Kein einziges Mal konnte ich lachen oder schmunzeln. Ich fand's einfach noch schlimmer, als Geschichte in der Schule. Und ehrlich, irgendwann las ich drüber und nicht mehr Wort für Wort. Mein Problem ist, dass ich von 100 % Büchern die ich anfange zu lesen auch 99,9 % auslese! Ich kann einfach nicht davon lassen, selbst wenn es Tage, Wochen, Monate, Jahre dauert, ICH muss es lesen, es könnte ja besser werden. So eigensinnig wie der Autor schrieb, so verzweifelt wurde ich und um so glücklicher war ich, als ich endlich beim Ende ankam. Es war eins der schlimmsten Bücher, durch die ich mich gequält hatte. Ich kann mich nur an 2 Bücher erinnern, die ich nicht ganz gelesen habe, und die ich danach entsorgt habe, eins davon war ein „Katzen-Sex-Roman“, der mich tödlich bei meiner Schwester und meinen Kollegen blamiert hatte. Ich hatte ihn in der Buchhandlung meines – damaligen – Vertrauens gekauft und die Verkäuferin sagte, das wäre ein Katzenroman und die seien alle toll. Selber hätte sie es jetzt nicht gelesen…. Na ja, es war ein Geschenk für meine Schwester. Blöderweise sagte ich ihr, ich möchte das Buch auch noch lesen und als sie es mir gab, lieh ich es erst meiner Kollegin aus. Nach dem Tempo das beide beim Lesen anschlugen, dachte ich, Mensch, das Buch muss doch gut sein. Ich las es bis zur Hälfte und wusste warum mich meine Schwester und meine Kollegin blöd ansahen. Meine Kollegin wollte kein Buch mehr von mir geliehen und meine Schwester verzichtete auf Buchgeschenke….
Ja, das war es, was mir wieder einfiel, als ich mich durch das Buch quälte, ich machte mir viiiiiiiiiiiiiele Gedanken. Und warum? Weil es für mich eine sehr, sehr, staubtrockene Lektüre ohne Witz, Sinn und Verstand hatte. Der Autor beschreibt seine Meinung und seine Art des „Sehens“ oder wie man das nennt. Seine eigene Meinung? Allerdings kann ich doch auch nicht schreiben, wie MEINER Meinung nach die deutsche Geschichte war. Glücklicherweise vergesse ich Sachen, die mich nicht interessieren schnell. An Hermann konnte ich mich nicht mehr erinnern, an die Schlacht im Teutoburger Wald nur noch ganz dunkel, aber das Hermannsdenkmal ist schön und beeindruckend war vor allem der Bau und das ganze anzugucken. Ich glaube, ich hab das nun schon 10 mal gesehen und gehe wieder hin um zu gucken. Die Externsteine gefallen mir auch sehr gut, landschaftlich wirklich toll, zum Wandern, mit dem Wald drumherum. Warum stehen die noch mal da rum? Erdkunde? Ist schon so lang her. Aber Hermann, der war wenigstens Geschichte und man weiß nicht mal sicher, obs ihn gab, genau so wenig wie bei Tell.
Ich glaube, meine Abschweifungen zeigen euch, was ich über das Buch denke und wie schwierig ich es fand, das Buch zu lesen. Dieser Engländer versetzt die Geschichte dahin in Deutschland, wo es ihm grad gefällt oder auch von anderen Ländern, was halt grad so „reinspielt“. Ich kam weder mit ihm, noch mit seiner Art klar. Ich fand das Buch so tödlich langweilig, dass ich froh bin, wenn es wieder „außer Haus“ ist. Wahrscheinlich stopfe ich es in den nächsten Bücherschrank oder Tauschbörsen? Aber dann müsste ich es fotografieren, beschreiben etc. Es ist einfacher es im Bücherschrank zu „entsorgen“. Vielleicht gibt’s ja einen Liebhaber dafür.
Ich kenne Engländer mit Humor und auch Autoren, aber dieses Buch hat mich gelangweilt, enttäuscht und ich fand's einfach gruselig. Vielleicht hat der Autor deutsche Schlösser besucht, allerdings ohne Führung, denn deutsch kann er nicht und englische Führungen scheint es nicht überall zu geben. Ich habe schon einige deutsche Schlösser und Burgen besichtigt, aber ich habe eine andere Erinnerung daran, als er. Vor allem frage ich mich, woher hat er seine Geschichtskenntnisse? Ich (ja ich, die Geschichte hasst) kenne mich teilweise besser aus, um zu erkennen, dass etwas nicht stimmt.
Wahrscheinlich stellt er sich auch unsere „alten“ Vorfahren vor, denn normale Menschen kommen in seinem Buch nicht vor. Und für unsere Vorfahren hat er kein „Verständnis“. Ich hatte den Eindruck, wir heutigen Deutschen werden als unsere Vorfahren angesehen, als schlimmeres als Krauts. Ich mag kein Kraut, hab ich das schon mal gesagt?
Er springt auch immer hin und her und hält sich an keine Linie. 1800, 1955, 1765… Was weiß ich, alles ist so durcheinander. Und Bildungslücken, ich? Also ich glaube, ich könnte einige von seinen noch stopfen. Und das finde ich schlimm!! Da habe ich mir was anderes erwartet! Sogar „Die scheußlichsten Länder der Welt - Mrs. Mortimers übellauniger Reiseführer“ war dagegen beste Literatur und sehr lustig!!
Jedenfalls ist das ein Buch, wo ich gerne mein Geld zurück haben möchte. Da kann ich ja echt selber noch ein Buch schreiben. Bei dem, was ich in den letzten Monaten alles an „schlechten“ Büchern gelesen habe, sollte ich es so langsam (wieder) mal versuchen, statt mich mit solchen Büchern herumzuquälen. Aber so Lektoren sind echt teuer und einen Verlag zu finden ist nicht so einfach. Und wenn man mal Autoren bei Ciao kennen lernt, dann melden die sich ab und gehen auf und davon, wie meine Namensvetterin.
Lesezeichenfees Fazit
Fee rät allen, dass sie die Finger von dem Buch lassen. Das Leben ist zu kurz für solche Bücher. Leider muss ich einen Stern geben, was in diesem Fall furchtbar traurig ist!

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Veröffentlicht am 30.05.2023

Wohl fühlen mit Feng Shui

Wohnen mit Feng Shui
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Alte Ciao Rezi von 2014

Fee erzählt vom Inhalt
Die Autoren bringen einem das Basiswissen des Feng Shuis nach westlicher Art nahe. Damit man sich in seiner Wohnung wohler fühlt und dort auch entspannen ...

Alte Ciao Rezi von 2014

Fee erzählt vom Inhalt
Die Autoren bringen einem das Basiswissen des Feng Shuis nach westlicher Art nahe. Damit man sich in seiner Wohnung wohler fühlt und dort auch entspannen kann. Thomas Fröhling und Katrin Martin, Leiter des Deutschen Feng Shui-Instituts und inzwischen verheiratet, stellen uns verschiedene Variationen der Lehre vor und man bekommt gezeigt, wie man das in die Praxis umsetzen kann. Es gibt Fragebögen, Checklisten und natürlich auch die Übersicht über Glücks- und Schutzsymbole.
Fees Meinung
Ich habe das Buch gerne gelesen, was mir nicht so gefiel war, dass noch Fragen offen waren und ich gerne mal gehabt hätte, dass die Autoren meine Wohnung besuchen und sich dort mal „ausleben“, d. h. die Umsetzung von ihrem Feng Shui in unserer Wohnung. Es ist nicht so, dass ich daran glaube, aber ich habe festgestellt, dass man sich wohler fühlt, wenn man die Wohnung so oder so eingeräumt hat. Dabei verstehe ich das mit dem Bagua wohl nie. Ja, das war eigentlich das einzig negative, dass ich mir einen Besuch in unserer Wohnung wünschte. Die Autoren würden sicher kommen, wenn ich das alles bezahle, aber daran hapert es, denn das kann ich mir nicht leisten und die meisten der Leser sicher auch nicht, warum sollten wir uns sonst das Buch kaufen?
Positiv zu vermerken ist bei den beiden Autoren, dass sie einem nicht das ursprüngliche Feng Shui auf die Nase drücken wollen, sondern eine abgewandelte Form in westlich gekleidet. Das bedeutet, ein westliches Feng Shui, so wie es bei uns einfach besser passend ist.
Das Buch ist sehr gut geschrieben. Es ist leicht verständlich und vieles ist auch so nachvollziehbar und kann nicht mal ich in Frage stellen. Die meisten Autoren von Feng Shui Büchern kann ich nicht leiden, weil ich es einfach nicht nachvollziehen kann, nicht begreife und auch nicht einsehe. Hier finde ich, dass einiges sehr brauchbar und umsetzbar ist. Auch einige Beispiele gibt es und es ist für mich klar, dass sich diese Leute nun viel wohler in ihrer Wohnung fühlen. Aber eins ist klar, hier, wie auch bei Karen Kingston, die Wohnung sollte aufgeräumt sein, also es sollte genügend Platz geben, sauber sein und wenn man sich irgendwo nicht wohlfühlt, sollte man umstellen oder einfach schauen, an was es liegen könnte. Es gibt auch viele Tipps.
Erstaunlich finde ich, dass das Buch für Laien und für Experten ist. Denn es ist „einfach“ geschrieben und doch sehr mit Fachwissen gespickt. Zu den Autoren kann ich auch noch sagen, dass sie sich mit Freiburg eine der schönsten Ecken Deutschlands ausgesucht haben. Denn dort gibt es die meisten Sonnenstunden, so wie auch auf Fehmarn, durch das Klima des Rheins ist dort früher Frühling (was ich selbst auch schon bemerkt habe) und es ist dort angenehm und nicht zu feucht. Also passend zu ihrem Feng Shui Thema.
Fees Fazit
Wer sich wirklich umfassend informieren möchte, ist bei den Büchern dieser Autoren sehr gut aufgehoben. Hier wird einem nichts „aufgeschwätzt“ wie es auf schwäbisch heißt, sondern nur einfach erklärt, warum manche Sachen einfach besser sein können. Man muss nichts tun, man kann was tun. Das ganze ist verständlich erklärt und so beschrieben, dass man es versteht. Daher kann ich hier eine Kaufempfehlung geben und alle 5 Sterne.

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Veröffentlicht am 30.05.2023

~~~ Shinto you are a Sunofagun ~~~

Zwei Esel auf dem Jakobsweg
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Eine alte Ciao Rezi von 2012

Nach Hape Kerkelings Buch stieß ich auf dieses Buch von Tim Moore und fand, das muss ich auch mal lesen. Andere Leser empfehlen Tony Hawks' Mit dem Kühlschrank durch Irland, ...

Eine alte Ciao Rezi von 2012

Nach Hape Kerkelings Buch stieß ich auf dieses Buch von Tim Moore und fand, das muss ich auch mal lesen. Andere Leser empfehlen Tony Hawks' Mit dem Kühlschrank durch Irland, aber das gefiel mir ebensowenig, wie My dear Krauts von Roger Boyes. Vielleicht habe ich einfach Probleme mit dem englischen Humor dachte ich und gab dem Buch von Tim Moore eine Chance.
Die Meinung von zwei Zeitungen

»›Zwei Esel auf dem Jakobsweg‹ ist nicht nur schreiend komisch, sondern bietet einen nüchternen, von jeder esoterischen Peinlichkeit befreiten Blick auf das Geschehen.« Die Presse »Diese tragikomische Verbindung von Mensch und Tier hat höchsten Unterhaltungswert.« Nürnberger Zeitung
Klappentext

Was passiert, wenn ein Engländer, ausgestattet mit einer großen Portion britischen Humors, sein Herz und die Zügel in die Hand nimmt und sich mit einem französischen Esel auf heiliges spanisches Terrain begibt? Genau, der Esel ist störrisch, der Weg nach Santiago de Compostela lang, und Tim Moore findet in seinem Pilgerführer aus dem 12. Jahrhundert auch nicht immer die passenden Tipps. Dafür findet er etwas anderes: den Weg in sein eigenes Herz.
Der Autor

Tim Moore wurde 1964 in Chipping Norton geboren. 1998 schiffte er auf eine Seereise in die Arktis ein. Aus dem Zufall wurde ein Reisebuch, dass die Kritiker liebten: "Frost on my Moustache". Das Buch wies eine Menge Humor auf. Danach wandelte Tim Moore in "Continentel Drifter" auf den Spuren der ersten britischen Touristen. Das Buch "French Revolutions" bescherte ihm zahlreiche neue Fans und Preise. Seinen Ruf als Thor Heyerdahl der humorigen Reiseliteratur hat Tim Moore mit weiteren Büchern bestätigt. Der Autor lebt lebt mit seiner Familie im Westen von London.
Fees Inhaltsangabe

Der Kauf eines Esels war nicht gerade einfach, aber er fand dann doch einen, der ihn auf dem Jakobsweg begleiten sollte. Shinto ist ein störrischer Esel und Tim Moore hat alle Hände voll zu tun. Ab und zu haut Shinto auch mal ab. Tim Moore ist sehr bekannt unter den anderen Pilgern, denn Shinto erobert die Herzen im Sturm. Er begegnet sehr vielen anderen Pilgern und es gibt sehr viele Begegnungen in diesem Buch. Mit seinem Pilgerführer wandert er den Weg und sucht sich seine Herbergen. Gegen Schluss der Reise wandert er Stückweise mit seiner Familie.
Fees Meinung

Tim Moores Buch hat mich im Sturm erobert und ich bin ein Fan von Shinto geworden. Es war absolut lustig und ich konnte es gar nicht mehr abwarten, abends das Buch weiterzulesen. Es waren lange Lesenächte und es gab nur wenig Schlaf. Es war so kurzweilig beschrieben, einfach schön.
Ich fand die Begegnungen mit den anderen Pilgern so einfühlsam und schon beschrieben. Sie gefielen mir und man hatte die ganze Zeit den Eindruck, dass man mitgewandert ist. Er beobachtete die anderen Pilger und beschrieb sie so, dass man sie praktisch vor sich sah.
Die historischen Zusammenhänge wurden so bildlich beschrieben, dass ich sie plötzlich ganz spannend fand. Diese Geschichte hatte Humor und diese Geschichte war ganz und gar nicht trocken. Tim Moore hat sie dermaßen humorvoll erzählt, dass ich diese Sachen gern gelesen habe und sie haben im Buch nicht gestört.
Zuerst dachte ich, seine Familie würde stören, als sie den letzten Rest mit ihm mitwanderte. Es gab auch plötzlich eine Distanz zum Autor und zur Geschichte, aber es gehörte irgendwie dazu und ohne das würde etwas fehlen.

Die detaillierte Beschreibung der Landschaft war wunderschön und man wäre gerne mitgepilgert. Allerdings ist der Jakobsweg so überlaufen und auch bei Tim Moore waren schon so viele Leute unterwegs, dass es nicht mehr so schön ist. 200.000 Pilger sollen es sein. Es gab auch bei Hape Kerkeling und Tim Moore ab und zu Probleme eine Unterkunft zu finden und auch Carmen Rohrbach hat darüber berichtet.
Das Buch ist auch nicht zu christlich angehaucht und ist sehr schön und unterhaltsam beschrieben. Der Schreibstil des Autor ist gut zu lesen oder zumindest die Übersetzung. Man hat aber bemerkt, dass der Autor Engländer ist und kein Deutscher. Es gab da viele Kleinigkeiten. Auch wie er manche deutschen Pilger beschrieben hat, manchmal fand ich Deutsche schon beschämend. Trotzdem es war flockig leicht zu lesen und ich musste öfters lachen. Also kein Buch für die Öffentlichkeit.
Shinto fand ich total lustig und es war sehr interessant, wie störrisch er ab und zu war. Die Verzweiflung des Autors war zwischen den Zeilen zu spüren, als Shinto nicht mehr weiterlaufen wollte. Doch irgendwie ging es dann immer weiter. Aber manchmal mussten sie doch weite Umwege in Kauf nehmen, denn Shinto geht nicht über jede Brücke. Schon alleine die Idee, einen Esel zu kaufen und keine Ahnung zu haben, wie man mit ihm umgeht ist völlig verrückt. Tim Moore meistert alles nachvollziehbar, erfolgreich und manchmal auch ungewöhnlich. Allerdings kommt dadurch Spannung auf, denn es ist nicht sicher, dass beide unbeschadet ankommen. Der Esel Shinto ist einfach unberechenbar. Man erfährt so vieles über die Schwierigkeiten des Abenteuers.
Es gibt viele Querverweise zu anderen Büchern. Leider gibt es hinten im Buch kein Extra-Verzeichnis dafür. Als Reiseführer ist dieses Buch auch total ungeeignet. Es ist einfach nur zum Lesen und amüsieren.
Der Autor ist durchaus realistisch in seinen Einschätzungen, des Ergebnisses, den der Weg auf den Autor macht. Die Erkenntnis, dass jeder Einzelne mit anderen Motiven losmarschiert ist und andere Ergebnisse erzielt, sind jetzt nicht sehr überraschend, aber gut beschrieben und herausgearbeitet. Es ist auch gut, dass man erfährt, dass wenn man solch einen schwierigen Weg pilgert, was Tim Moore dem Leser nicht unterschlägt, viel Optimismus, Durchhaltevermögen und Vorbereitung erfordert.
Fees Fazit

Dieses Buch hat mir sehr gut gefallen, so dass ich ihm gerne 5 Sterne gebe. Ich werde auch noch weitere Bücher des Autors lesen. Es könnte auch sein, dass ich mir dieses Buch irgendwann mal wieder ertausche, denn dieses Buch kann man auch ein zweites Mal lesen. Das von Hape Kerkeling war gut, aber einmal Lesen reicht.

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Veröffentlicht am 30.05.2023

So ein tolles Buch...

Urlaub mit Papa
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Ich habe das Buch damals total genossen und war megabegeistert. Also bitte das Buch lesen und keinesfalls den Film!!

Dann hab ich den Film angeguckt und war total entsetzt. Weil da alles anders war. Das ...

Ich habe das Buch damals total genossen und war megabegeistert. Also bitte das Buch lesen und keinesfalls den Film!!

Dann hab ich den Film angeguckt und war total entsetzt. Weil da alles anders war. Das ist jetzt die Filmrezi, die ich mal bei Ciao eingestellt hatte, aber mit vielen Vergleichen zum Buch, das mir total gefallen hat. Daher nicht wundern, das Buch hat seine 5 Sterne wirklich verdient!!!

Story:
Christine möchte nach ihrer Scheidung von ihrem Mann mit ihrer Freundin Dorothea Urlaub auf Norderney machen. Außerdem sollen sie Marleen, der Pensionswirtin, beim Umbau helfen. Da Christines Mama ins Krankenhaus kommt, muss sie wohl oder übel ihren Vater mitnehmen, da dieser nicht alleine zurecht kommt. Da er aber denkt, sie kommt nicht zurecht, versucht er sich in ihr Leben einzumischen. Sogar seinen Freund spannt er damit ein. Christine lernt Johann kennen und ihr Vater lädt ihren Ex-Mann ein. Marleen möchte heiraten, daher ist es ihr wichtig, dass die Pension bzw. die Bar rechtzeitig umgebaut wird und ist natürlich sauer, dass ihre Pläne und Wünsche ignoriert werden.
Meine Meinung:

Durchgefallen!!!
Wer die Bücher von Dora Heldt kennt, der wird total enttäuscht sein, so wie ich auch. Da kann ich auch keine Milde walten lassen und Sterne zuschustern, wo es keine gibt. Ich kann gar nicht alles aufzählen was alles nicht glaubwürdig war oder vom Buch abweicht.
1. Die Filmemacher haben immer noch nicht kapiert, dass Christine über 40 ist. Da können sie doch die Hauptrolle nicht mit einem „blonden-Pilcher-Model“ mit geschätzten 29 Jahren besetzen. Es wirkt einfach nicht glaubwürdig und der Witz entfällt.
2. Die Geschichte ist total wirr und hat mit dem Buch irgendwie nicht mehr so viel zu tun. Das Buch behält seine Spannung, während im Film wird alles total wirr.
3. Im Buch spielt die Geschichte in Norderney, gedreht wurde auf Sylt. Es war wenig Urlaubs- oder Strandfeeling zu sehen, dazu war der Film zu kurz, aber dann hätte ja jeder bemerkt, dass das Norderney ist, so konnte man vielleicht manchem was vorgaukeln.
4. Das Buch ist total lustig, aber der Film wird trotz „Opa Addi von der Lindenstraße“ bierernst und ist nicht mehr lustig. Der Witz geht total verloren. Opa Addi darf auch nicht viel sagen, da sein bayrischer Dialekt unüberhörbar ist.
5. Wenn ich Rosamunde Pilcher ansehen möchte, dann seh ich mir das an, da ich diese Filme nicht mag, mag ich auch diesen Film nicht. Ich dachte echt, das wäre der falsche Film mit einer ähnlichen Story, denn das hat mich total an Rosamunde Pilcher erinnert.
Dass Christines Vater Heinz und sein Freund alles auf der Baustelle durcheinander bringen, wirkt nicht so charmant wie in Dora Heldts Büchern, nein, es ähnelt eher einem Familiendrama.
Es wird auch ziemlich viel weggelassen, was natürlich nicht gut für die Geschichte ist und es ist teilweise total verwirrend und man kommt manches Mal nicht gut mit.
Ich glaube, bei Christine stellt sich jeder eine Frau vor, die ein wenig mollig ist und keine Modelmaße hat. Die Christine im Film – Julia Stinshof – ist eine glatte Fehlbesetzung.
Bei ihrem Vater – gespielt von Lambert Hamel musste ich immer an Lou Grant von der Los Angeles Tribune denken. Irgendwie hat er mich in diesem Film total irritiert, schließlich sagte ich zu meinem Mann, der hat schwäbische Züge und passt gar nicht nach Norddeutschland, also auch die klassische Fehlbesetzung. Dabei kann ich mir gut vorstellen, dass er ein sehr guter Schauspieler ist, nur das, was da von ihm verlangt wurde, das hat einfach nicht gepasst. Vielleicht merkte er das selbst?
Das ganze ist eine absolut seichte Nichtunterhaltung. Es fehlte jede Glaubwürdigkeit. Die Leichtigkeit des Buches versteckte sich hinter steif agierenden Schauspielern (Opa Addi). Johann war auch plötzlich nicht mehr Johann, sondern hatte einen anderen Namen. So gegen Ende des Films. Das Ende war sowieso noch verwirrender und das ganze total durchschaubar.
Nein, also bei mir ist der Film total durchgefallen und ich bin wahnsinnig enttäuscht. Ich liebe das deutsche Meer wahnsinnig, die Dünen, der Strand, das Meer, das Ambiente, das Feeling, alles hat in diesem Film gefehlt. Es war absolut lieblos zusammengeschustert. Wahrscheinlich hatte ich, da ich schon einige Bücher der Autorin kenne und mich sehr amüsiert habe, was mit lauten Lachattaken fast jeder mitbekam, einfach zu hohe Erwartungen gehabt.
Die Extras reißen das ganze auch nicht raus. Der Film hat zu sehr enttäuscht, so dass man dem nix mehr abgewinnen kann.
Sorry, also so lang die Macher (es wundert keinen, dass das ZDF dahintersteckt) einfach nicht auf die Bedürfnisse des älter werdenden Hauptteils der Bevölkerung eingehen, wird das nix mit dem deutschen Film. Wir sind alt genug und wissen, dass kaum einer in unserem Alter Modelmaße hat und haben es im Alltag schwer genug, so muss man uns nicht vorführen, was wir verloren haben. Wir haben dafür Altersweisheit und sind klüger als mit unter 30. Wir akzeptieren einige Pfunde zu viel und können auch mal schlemmen, ohne dass wir Gewissensbisse haben. Wir sind nicht unmüdig, nein, wir sind volljährig und wissen das!
Fazit:

Wer Dora Heldt nicht kennt und Rosamunde Pilcher liebt, der wird vielleicht begeistert sein, aber alle anderen: Hände weg von diesem Film.

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Veröffentlicht am 30.05.2023

~~~ Moorleichen, Schwule, Verflossene und alte Schinken ~~~

Das Moor des Vergessens
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Alte Ciao Rezi von 2011

Heute möchte ich euch von meinem Thriller berichten, den ich vor kurzem gelesen habe.
Inhalt

Im Moor wird eine Leiche gefunden. Ist es der berühmte Christian Fletcher von der ...

Alte Ciao Rezi von 2011

Heute möchte ich euch von meinem Thriller berichten, den ich vor kurzem gelesen habe.
Inhalt

Im Moor wird eine Leiche gefunden. Ist es der berühmte Christian Fletcher von der Meuterei auf der Bounty?
Jane Gresham vermutet dies und lässt sich freistellen, um die vermissten Wordsworth Papiere zu finden. Es gab Hinweise, aber keiner glaubt so recht daran, dass diese noch existieren. Jane macht sich eine Liste von den Nachkommen des Dienstmädchens von Wordsworth und besucht sie alle. Doch nach ihrem Besuch sterben sie alle. Sterben sie, weil sie alt sind oder werden sie umgebracht? Jane ist das nicht so ganz geheuer.
Und da ist dann noch Tenille, die sich bei ihr versteckt, weil sie angeblich den Freund ihrer Tante umgebracht hat. Dan hat eine Affäre mit Jimmy und betrügt seinen Freund, statt Jane die ganze Zeit zu helfen. Nun taucht auch noch Janes Ex-Freund auf, der nun für Caroline arbeitet und mit ihr ins Bett geht. Jane weiß gar nicht mehr, wem sie glauben und vertrauen soll. Doch dann hat sie – zumindest teilweise – die richtige Spürnase. Trotzdem lässt die Polizei sie vorführen und verhaftet die arme Tenille. Aber immerhin kommt sie lebendig aus dem brennenden Haus heraus, wenn auch jemand darin stirbt.
In kursiver Schrift kommt immer so etwas wie ein altes Tagebuch des Meuterers auf der Bounty.
Meine Meinung

Das ganze hört sich nun verworren an, sorgt aber für Megaspannung und ein überraschendes Ende. Es ist wie immer ein Happy-End, aber nicht so perfekt, wie es sein könnte. Für mich kam das sehr überraschend und ich hab fast mit Jane mitgefühlt und hätte sie am liebsten getröstet.
Das Buch war so spannend, das gibt’s nicht oft. Manchmal wollte ich es gar nicht mehr weglegen, doch irgendwann war ich dann so müde, dass mir die Buchstaben vor den Augen verschwammen.
Der Spiegel meint, dass das Buch einen gehörigen Gruselanteil hat, was ich nicht bestätigen kann. Ich fand das Buch überhaupt nicht gruselig, nur wegen so einer uralten Moorleiche.
Ich fand, die Autorin, die ich zuerst für einen Mann gehalten hatte, hat die Fäden sehr geschickt zusammen gesponnen und nie hätte ich vermutet, wer der Mörder ist, erst so nach und nach ahnte ich einiges und dann war's doch ein wenig anders. Dieses Mal war der Gärtner total unschuldig .
Das ganze Thema fand ich sehr interessant und so war ich total fasziniert von dem ganzen Buch.
Die Autorin schreibt einfach, aber genial und so habe ich das Buch nur so verschlungen. Man kann sich sofort mit dem Schreibstil der Autorin anfreunden und mit ihren Figuren, man sieht sie fast vor Augen. Man leidet mit ihnen mit oder freut sich mit ihnen.
Das Buch geht ein wenig traurig aus, was ich einerseits schade fand, aber ich mag ja auch keine Liebesromane und nur immer Friede-Freude-Sonnenschein, daher finde ich das Buch toll.
Also es ist keine Liebesgeschichte, es gibt nur ein halbes Happy-End, manchmal denkt man, es ist total verworren, doch es ergibt alles einen Sinn. Sie schreibt einfach anders, als andere. Anders als skandinavische Autoren oder alte Klassiker wie Agatha Christie, teilweise finde ich schreibt sie viel besser, spannender, moderner. Das faszinierende daran ist, es könnte tatsächlich Wirklichkeit sein. Es ist ein super toller Thriller, den ich nur empfehlen kann.
Das einzige, was mir nicht so gut gefiel war das in kursiv geschriebene Tagebuch des Meuterers auf der Bounty. Damit konnte ich nicht viel anfangen und die Spannung war so groß, dass ich dann das nicht mehr so gern gelesen habe, aber ich hab's dann auch geschafft.
WICHTIG

Ich muss noch etwas dazu fügen. Die Rezensionen von Amazon.de habe ich gelesen und die stimmen teilweise gar nicht. Erst mal, Jane hat mit einigen Leuten geredet und dann ERST wurden sie umgebracht.
Dann finde ich es doof, dass man zum Buch – Hörbuchreszensionen dazu genommen hat. Wenn das Hörbuch wirklich schlecht ist, kann die Autorin nichts dafür, finde ich. Ein Hörbuch und ein Buch sind Unterschiede, da liegen Welten dazwischen. Manche mögen auch den Vorleser nicht oder seinen Stil oder seine Stimme. Ich höre seit dem Sommer auch öfter mal Hörbücher, aber lesen finde ich noch immer viel besser.
Was mir nun auch wieder auffiel ist folgendes: Ich mag Leute nicht, die ein Buch nur teilweise lesen oder ein Hörbuch nur teilweise hören und dann schreiben, es ist „sch****“. Also das kann's echt nicht sein! Manche Bücher finde ich so langatmig und dann gegen Mitte/Ende werden sie doch noch spannend und toll.
Mir kommt das vor wie bei Ciao. Jemand kauft einen Joghurt, weil die Verpackung toll aussieht, dann macht er ihn auf und oh, was für eine Schande, der sieht nicht schön aus, also probiere ich ihn erst gar nicht. Der Joghurt hat keine Chance und wird schon verdammt.
Wie kann jemand einen Bericht über ein Produkt schreiben, das er gar nicht kennt? Also ich wundere mich immer wieder. Ich ahnte es ja schon lange, aber nun weiß ich es sicher: Amazon-Rezensionen kann man auch nicht glauben.
Neulich kam ein Bericht im Fernsehen, dass es Menschen gibt, die Hauptberuflich „Werbe-Spam“ schreiben, bei Meinungsforen, bei Online-Shops. Genauso wie es gekaufte Testsiegel gibt.
Daher sollte man sich immer gut und bei mehreren Quellen informieren! Menschen, denen man vertraut, sollte man zum Beispiel glauben können.
Neulich wurde drauf hingewiesen, wenn man irgendwo was kaufen will oder so, sollte man erst mal mindestens 3 Internetseiten zu Rate ziehen und dann schauen, was ist für mich glaubwürdig. Seid KRITISCHER und lest genau, was euch vorgesetzt wird!!! Je teurer das Produkt, desto kritischer solltet ihr Berichte darüber unter die Lupe nehmen.
Der Autor

ist eine Autorin. Val McDermid hat eine eigene Homepage unter ihrem Namen und ist eine bekannte Thriller-Autorin. Ihre Bücher werden in 20 Sprachen übersetzt. Sie wuchs in einer kleinen schottischen Stadt auf und lebt nun abwechselnd in Manchester und einem kleinen Dorf an der englischen Nordseeküste. Sie ist eine Autorin, die man sich merken sollte. Ein Tipp von Lesezeichenfee.
Fazit

5 Sterne und eine sofortige Kaufempfehlung. Wer dieses Buch nicht liest, hat einfach was verpasst.

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