Profilbild von bblubber

bblubber

Lesejury Star
offline

bblubber ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit bblubber über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.03.2018

unterhaltsam

Die Kamelien-Insel
0

Sylvia ist erfolgreich in ihrem Job. Sylvia ist seit über 10 Jahren mit einem Wohnungsmakler verheiratet. Sylvia könnte es eigentlich gut gehen. Sie merkt gar nicht, dass sie von Job zu Job hetzt, ihre ...

Sylvia ist erfolgreich in ihrem Job. Sylvia ist seit über 10 Jahren mit einem Wohnungsmakler verheiratet. Sylvia könnte es eigentlich gut gehen. Sie merkt gar nicht, dass sie von Job zu Job hetzt, ihre Ehe nur noch eine Farce ist und das Leben eigentlich schon lange an ihr vorbei rauscht. Dann stirbt ihre Tante, die sie seit vielen Jahren nicht mehr gesehen hat. Und Syliva fährt in die Bretagne um zu sehen, was sie geerbt hat, bevor ihr Mann auf ihren Wunsch alles verkauft.

Von da an ändert sich alles schlagartig. Sie landet auf einer wunderschönen kleinen Privatinsel, die nun ihr gehört. Hier hatte ihre Tante eine Kameliengärtnerei. Sylvia spürt plötzlich, dass hier etwas Wertvolles und Unveräußerliches auf sie wartet. Hals über Kopf verliebt sie sich auch in den Gärtner auf der Insel und sie beschließt, dass sie ihr Erbe nicht veräußern sondern es antreten will. Ihr Mann hat aber inzwischen ganz andere eigene Pläne und verhandelt bereits mit einem interessierten Käufer, der auf der Insel eine Feriensiedlung anlgegen will.

Tabea Bach erzählt die Geschichte einer Frau, die wie aus einem langen Dornröschenschlaf erwacht. Die plötzlich die wirkliche Liebe findet und Geheimnisse aus ihrer Vergangenheit aufdeckt, die so manches in einem neuen Licht erscheinen lassen. Sie macht eine Kehrtwende in ihrem Leben und ihr Ehemann wird vom Freund zum Feind.

Die Sprache ist angenehm und einfühlsam. Vor allem Sylvia macht eine Entwicklung durch und verändert sich zum Ende hin sehr. Die weiblichen Charaktere sind stark und interessant. Bei den Männern hatte ich aber das Gefühl, sie wären doch ein bisschen eindimensional geraten. Der eine ist ein wirklich rund herum mieser Kerl und der andere einfach zu perfekt und fast zu gut. Die Geschichte ist auch etwas vorhersehbar aber das ist vielleicht auch dem Genre geschuldet. Unterhaltsam und gut lesbar.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Atmosphäre
  • Erzählstil
  • Gefühl
  • Geschichte
Veröffentlicht am 23.10.2017

Die Gabe der Auserwählten

Die Gabe der Auserwählten
0

Die Chroniken der Verbliebenen von Mary E. Pearson geht in die dritte Runde. „Die Gabe der Auserwählten“ schließt nahtlos an den Vorgängerband an. Nach einer kurzen Zeit der Flucht erreichen Lia und Rafe ...

Die Chroniken der Verbliebenen von Mary E. Pearson geht in die dritte Runde. „Die Gabe der Auserwählten“ schließt nahtlos an den Vorgängerband an. Nach einer kurzen Zeit der Flucht erreichen Lia und Rafe und ihre Getreuen eine halbwegs sichere Unterkunft. Hier können sie sich dem Versorgen der Verletzten und dem Schmieden von Zukunftsplänen widmen. Und hier brechen auch die ersten Differenzen zwischen den beiden auf. Rafe hatte wohl erwartet, dass Lia ihm bedingungslos vertrauen würde und sich ganz in seine beschützenden Hände begibt. Aber sie erkennt, dass sie etwas anderes möchte. Es kommt schließlich zum Bruch.

Das Buch hat ein tolles Cover, welches zu den beiden ersten Teilen passt. Der Schreibstil ist auch so, dass man den Roman nicht aus der Hand legen kann, bis das Ende erreicht ist. Das ist allerdings ziemlich abrupt und wenn ich diesen dritten Teil so Revue passieren lasse, passiert wenig außer, dass Lia und Rafe nicht mehr das naive Liebespaar sind sondern sich immer mehr zu Anführern entwickeln und Lia sich langsam auf ihre Gabe besinnt – was auch mal Zeit wird.

Natürlich ist auch Kaden immer noch mit von der Partie. Dadurch wird eine Art Dreiecksbeziehung aufgebaut – wie meistens in dieser Art von Geschichten. Allerdings auf sehr unterschwellige Art, was ich sehr angenehm finde. Erinnert ein bisschen an die Tribute von Panem. Ähnlich unsicher bin ich auch hier, wer denn nun der Richtige für Lia wäre und ob Kaden nicht doch falschspielt.

Ich kann die Geschichte sehr empfehlen. Wer etwas Geduld hat, sollte vielleicht mit dem dritten gleich warten, bis der Vierte herauskommt, denn nach diesem unbefriedigenden Ende kann ich es kaum mehr erwarten. Und da es noch eine ganze Weile dauert, bis diese Story ihr Ende findet, werde ich den dritten vielleicht in Teilen nochmal lesen, wenn es soweit ist.

Wegen des offenen Endes und der etwas dürftigen Action ziehe ich ein kleines Pünktchen ab.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Charaktere
  • Atmosphäre
  • Erzählstil
  • Gefühl
Veröffentlicht am 14.09.2017

Market Day

It's Market Day
0

Optik:
Die Aufmachung von "It's Market Day" hat mich sehr angesprochen. Viele Bilder, viele Rezepte immer mit Bild, robustes Papier - für ein Kochbuch eine gute Idee, denn den ein oder andern Fleck kann ...

Optik:
Die Aufmachung von "It's Market Day" hat mich sehr angesprochen. Viele Bilder, viele Rezepte immer mit Bild, robustes Papier - für ein Kochbuch eine gute Idee, denn den ein oder andern Fleck kann es schon mal geben. Sowohl die Fotos der Gerichte als auch der Märkte und Menschen sind natürlich, nicht extrem gestellt oder fotogeshoppt. Sehr sympathisch.

Idee:
Da ich wahnsinnig gerne auf Märkte gehe, genau mein Ding diese Idee. Die Berichte sind gut geschrieben und unterhaltsam. Man erfährt tatsächlich etwas über die verschiedenen Länder und Sitten und Menschen. Die Gerichte waren teilweise etwas überraschend und hätte ich nicht unbedingt den jeweiligen Städten zugeordnet. Ich mag Kochbücher, die auch Geschichten erzählen.

Rezpete:
Eine kunterbunte Mischung an Rezpeten. Sicherlich werde ich nicht alle nachkochen aber es sind einige dabei, die mich angesprochen haben. Vor allem, dass sie nachkochbar und eher bodenständig daherkommen, gefällt mir gut.

Fazit:
Ein unterhaltsames Kochbuch. Für junge Leute auf jeden Fall ein guter Tipp.

Veröffentlicht am 14.09.2017

gute Strandlektüre

Nothing Like Us
0

ch hatte mal Bedürfnis nach leichter Strandlektüre für meinen Urlaub. Also nix wie auf den Tolino geladen und ab damit nach Italien.
Die Geschichte spielt ja im fernen New York und passte also nicht ganz ...

ch hatte mal Bedürfnis nach leichter Strandlektüre für meinen Urlaub. Also nix wie auf den Tolino geladen und ab damit nach Italien.
Die Geschichte spielt ja im fernen New York und passte also nicht ganz an den Strand der Toskana. Aber ansonsten wurde ich gut unterhalten.

Lena ist ein nettes Mädel - aus Deutschland, das war überraschend - die in einem großen Hotel ein Praktikum beginnt und hofft, in der Küche die großen Koch- und Backgeheimnisse zu erschnuppern. Aber erst läuft mal alles nicht so rund. Nur der etwas großspurige Sander holt sie aus dem Stimmungstief. Sie weiß nicht, dass er der Sohn vom Hotelbesitzer ist.

Natürlich, die Geschichte ist nicht wahnsinnig überraschend gestrickt. Und von New York erfährt man für meinen Geschmack auch etwas wenig. Aber ansonsten war es witzig zu lesen. Die Dialoge sind frisch und witzig und das Pärchen hatte durchaus Potential.

Besonders hat mir das Ende gefallen, welches nicht weichgespült war und fast schon neugierig auf eine Fortsetzung machen würde.

Veröffentlicht am 17.08.2017

Selbstfindung

Manchmal musst du einfach leben
0

„Manchmal musst du einfach leben“ war mein erstes Buch von Gayle Forman.
Maribeth Klein steckt bis über beide Ohren in ihrer ganz persönlichen Tretmühle. Zwischen Arbeit, Zwillingen und Haushalt hetzt ...

„Manchmal musst du einfach leben“ war mein erstes Buch von Gayle Forman.
Maribeth Klein steckt bis über beide Ohren in ihrer ganz persönlichen Tretmühle. Zwischen Arbeit, Zwillingen und Haushalt hetzt sie durch den Tag, versucht alles zu organisieren, versucht perfekt zu sein. Nur sehr widerwillig und nach dem Anraten ihrer Ärztin sich Durchchecken zu lassen, lässt sie sich im Krankenhaus die Diagnose leichter Herzinfarkt geben und zu einer dringenden Operation überreden. Als diese mit Komplikationen beendet ist, spürt sie plötzlich, dass sie nicht mehr so weitermachen kann und verlässt Mann und Kleinkinder mit unbekanntem Ziel.

Einerseits kann man nicht fassen, mit welcher Unachtsamkeit für die eigene Gesundheit Maribeth durchs Leben ging. Ihre Art nervte mich etwas, da ich selber aus Erfahrung weiß, dass man auf seinen Körper hören und ihm Auszeiten gönnen muss. Das muss Maribeth erst lernen und erst der Warnschuss bringt sie dazu. Dass sie so radikal einen Schlussstrich zieht und den Kindern erst mal auch nicht nachweint, da sie sie ja gut aufgehoben weiß, ist sicherlich für manchen befremdlich. Vor allem, wenn die Mutter so einen Schritt tut. In der Gesellschaft ist es noch immer so, dass Mütter auf ihre Art perfekt und gut organisiert sein müssen. Und sie dürfen nicht krank werden und schon gar nicht einmal nur an sich selber denken.

Also habe ich nach und nach erkannt, dass Maribeth trotz allem eine liebende Mutter ist. Aber halt eine, die sich erst mal selber lieben muss, bevor sie ihre Familie lieben kann und ihre Kraft wieder auf Mann und Kinder bündeln wird. Ihre Entwicklung wird gut beschrieben und war glaubwürdig und nachvollziehbar. Eine schöne Geschichte.

Das Cover lässt ja eher eine Liebesgeschichte vermuten, das ist es aber ganz und gar nicht.