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Veröffentlicht am 06.06.2023

Der rote Faden fehlt (wieder mal)

The Atlas Paradox
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"The Atlas Paradox" ist der zweite Band der The Atlas Trilogie von Olivie Blake. Nachdem ich im April dieses Jahres "Atlas Six" gelesen hatte, war ich voller Vorfreude auf den zweiten Band, und ich wurde ...

"The Atlas Paradox" ist der zweite Band der The Atlas Trilogie von Olivie Blake. Nachdem ich im April dieses Jahres "Atlas Six" gelesen hatte, war ich voller Vorfreude auf den zweiten Band, und ich wurde nicht enttäuscht. Diese Buchreihe passt meiner Meinung nach perfekt in den Herbst, da sie eine starke akademische Atmosphäre hat.

Erneut hat es mir gefallen, dass Illustrationen sogar im E-Book enthalten waren. Der Schreibstil war genauso gut wie im ersten Buch. Ich mag die wissenschaftlichen Aspekte und obwohl ich vielleicht nicht alles verstanden habe, habe ich dennoch meine Zeit genossen. Allerdings gab es zu viele akademische Themen, aber zu wenige Erklärungen, wie sie für die Handlung relevant sein könnten.

Das größte Problem für mich war, dass ich die Chemie zwischen bestimmten Paaren nicht vollständig gespürt habe. Bereits im ersten Buch hatte ich dieses Problem mit einer bestimmten Gruppenszene. Generell konnte ich mich auch im zweiten Buch nicht wirklich mit den Charakteren anfreunden. Die Antagonisten werden mir langsam sympathischer, während viele der eigentlichen Protagonisten mich mit ihrem Egoismus und ihrer Selbstverliebtheit nur genervt haben. Charakterlich sind sie bis auf wenige Ausnahmen alle nicht mein Geschmack, weshalb es mir schwerfällt, mich mit ihnen zu identifizieren.

Der Schreibstil ist auch dieses Mal an vielen Stellen zäh, und die Handlung ist zwar actionreich, aber trotzdem langatmig und langweilig. Meiner Meinung nach schafft es die Autorin erst am Ende, wirklich Spannung aufzubauen, obwohl schon zu Beginn so viel Interessantes passiert! Leider gelingt es ihr nicht, dies angemessen rüberzubringen, und man taumelt von Plot-Twist zu Plot-Twist, fühlt sich aber dabei irgendwie gleichgültig.

Der Cliffhanger war gelungen und ich freue mich auf den dritten Band.

"The Atlas Paradox" von Olivie Blake ist ein Buch, das trotz einiger positiver Aspekte auch mit einigen negativen Punkten zu kämpfen hat. Die zu vielen akademischen Themen ohne ausreichende Erklärungen und die mangelnde Chemie zwischen den Charakteren waren für mich enttäuschend. Der Schreibstil war an einigen Stellen zäh, und die Handlung konnte mich nicht immer fesseln. Trotzdem war der Cliffhanger am Ende des Buches vielversprechend und lässt mich gespannt auf den dritten Band warten.

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Veröffentlicht am 15.05.2023

Eine vielversprechende Idee, aber mit Schwächen in der Umsetzung

A Whispered Curse
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„A whispered Curse“ von Livia Haydon hat mich zunächst mit einer spannenden Idee und einem angenehm lockeren Schreibstil begeistert, konnte mich jedoch letztendlich nicht vollständig überzeugen. Aufgrund ...

„A whispered Curse“ von Livia Haydon hat mich zunächst mit einer spannenden Idee und einem angenehm lockeren Schreibstil begeistert, konnte mich jedoch letztendlich nicht vollständig überzeugen. Aufgrund des Klappentextes und des Covers hatte ich andere Erwartungen an das Buch. Ich hatte mehr Mystery und Fantasy mit einer gehörigen Portion Spannung erwartet, aber letztendlich wurde mir viel Romance und wenig Spice geboten. Das war nicht unbedingt schlecht, aber der Klappentext war doch etwas irreführend und sorgte deshalb für Verwirrung.

Der Love Interest Darien hat mir sehr gut gefallen, da er nicht dem typischen Klischee des Bad Boys entsprach. Stattdessen war er charmant, fürsorglich und verständnisvoll. Obwohl er nach außen hin wie ein Weiberheld wirkt, offenbarten seine Handlungen schnell eine andere Seite. Die Protagonistin hingegen konnte bei mir viele Sympathiepunkte verspielen, als sie mit dem Satz „du ekelst mich an“ auf Dariens Geheimnis reagierte. Dies war weder besonders erwachsen, sondern einfach unglaublich toxisch und definitiv nicht die Antwort, die man sich von einem Partner wünschen würde.

Das Ende des Buches kam dann sehr abrupt, und es wurden interessante neue Charaktere eingeführt, von denen ich gerne mehr erfahren hätte (z.B. Darien Familie), da sie mein Interesse geweckt hatten. Leider wurde dies nicht weiter ausgeschöpft. Es ist schade, dass dieses Buch ein Einzelband ist, denn ich hätte es besser gefunden, wenn die Welt noch weiter ausgearbeitet worden wäre. Die paranormalen Elemente treten außerdem erst sehr spät auf, die Liebesgeschichte hingegen entwickelt sich sehr schnell und froh, was dafür sorgt, dass das Verhältnis für mich nicht ausgeglichen war.

Mein Fazit lautet: Die Idee hinter „A whispered curse“ finde ich wirklich gut, und auch der Schreibstil hat mir gefallen. Dennoch wurden einige Möglichkeiten verschenkt, und die Protagonistin wurde zum Ende hin eher nervig. Die Geschichte selbst hat eine großartige Idee, jedoch wurde das volle Potential meiner Meinung nach nicht ausgeschöpft. Für mich persönlich wirkte es eher wie ein New Adult Buch mit einigen paranormalen Elementen. Daher gebe ich dem Buch 3 von 5 Sternen.

Dieses Buch ist etwas für Leserinnen und Leser, die Geschichten wie „Dark Elements“ oder „Kingdom of the Wicked“ mögen und vielleicht auch mal eine paranormale Geschichte mit einfachem Plot ausprobieren möchten.

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Veröffentlicht am 16.01.2023

Zu wenig Spannung

Das Reich der Klingen - Realm Breaker 2
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Victoria Aveyard hat mich mit ihrer Red-Queen-Reihe schon vor Jahren begeistert und ihre neue Fantasy-Reihe ist ein echter Epos geworden. Die Reale-Breaker-Reihe hat ein unfassbares Potential – was jedoch ...

Victoria Aveyard hat mich mit ihrer Red-Queen-Reihe schon vor Jahren begeistert und ihre neue Fantasy-Reihe ist ein echter Epos geworden. Die Reale-Breaker-Reihe hat ein unfassbares Potential – was jedoch leider etwas verschenkt wurde. Bereits Band 1 konnte mit faszinieren, aber nicht fesseln und landete deshalb auf meiner Liste der großen Enttäuschungen in 2022. Band 2 macht es nicht unbedingt besser: Es gibt viele Längen, anstrengende Passagen und viel gewollte Spannung, die aber bei mir nicht wirklich ankam. Alles in allem war auch Reals Brecher 2 wieder eine Enttäuschung. Allein das Ende bringt mich noch dazu, dran bleiben zu wollen. Aber ob sich das wirklich lohnen wird?

Was ist an der Reihe grundsätzlich sehr schätze, ist die detaillierte Ausarbeitung der Charaktere und ihre Entwicklung: Hier hat Aveyard sehr deutlich viele Gedanken und viel Zeit hinein investiert und das hat sich teilweise auch gelohnt. Wenn man konzentriert ist und bei der Sache bleibt, kann man sehr gut in die verschiedenen Personen und ihre Gedanken eintauchen und fiebert auch mit ihnen mit. Leider hat es mir die Vielzahl an Ereignissen, Beschreibungen und auch anderen Figuren sehr erschwert, da bei der Sache zu bleiben. Ein 600 Seiten dickes Buch braucht eine Gewisse Grundspannung, damit man eben am Ball bleibt und das hat diese Reihe leider bisher so gar nicht. Immer wieder bin ich beim Lesen gedanklich abgeschweift und musste so manche Passage mehrmals lesen. Der Schreibstil ist so detailreich, dass einem vieles nicht sinnvoll vorkommt und manche simplen Handlungsstränge werden so unnötig in die Länge gezogen. Nach den ersten 300 Seiten möchte man wirklich nicht mehr weiterlesen. Ich bin dran geblieben, weil ich ungerne Bücher abbreche, aber ich denke, nicht alle werden diese Ausdauer besitzen. Wirklich gut gefielen mir nur die letzten 200 Seiten, denn hier war alles so, wie es im gesamten Buch hätte sein müssen: Es gab Spannung, weniger unnötige Details, tolle Charakterentwicklungen und einen Menge Emotionen. Ob ich auch Band 3 lesen werde? Ich bin mir noch nicht sicher…

3/5 Sterne

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Veröffentlicht am 13.11.2022

Ganz anders, als erwartet

Die Bibliothek von Edinburgh
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„Die Bibliothek von Edinburgh“ hat mich einen ganzen Monat lang begleitet, denn ich habe drei Wochen gebraucht, um in das Buch hineinzufinden – um es dann in nur zwei Tagen komplett zu beenden. Anhand ...

„Die Bibliothek von Edinburgh“ hat mich einen ganzen Monat lang begleitet, denn ich habe drei Wochen gebraucht, um in das Buch hineinzufinden – um es dann in nur zwei Tagen komplett zu beenden. Anhand meines Leseverhaltens merkt man vielleicht: Dieses Buch lässt mich im Zwiespalt zurück. Denn die ersten 100 Seiten waren leider wirklich nicht mein Ding, ich musste mich durch die Seiten zwingen. Ich hatte so meine Sympathie-Probleme mit der Protagonistin, aber ganz besonders mit dem Schreibstil. Dieser ist kurz, emotionslos und sehr direkt, manchmal etwas direkt und umcharmant. Das passte für mich am Anfang so gar nicht zu der Erwartung, die ich aufgrund des Klappentextes an das Buch hatte. Ich hatte mir eine gemütliche Atmosphäre in einem verregneten Edinburgh vorgestellt, mit kleinen gruseligen Geistermomenten und ganz viel Magie und Geheimnissen in einer alten Bibliothek.

Tatsächlich ist das Edinburgh, dass wir hier kennenlernen, scheinbar geprägt von einer weltweiten Katastrophe. Konkret wird nicht angesprochen was passiert ist, jedoch lebt seitdem ein Großteil der Bevölkerung in Armut und nur ein kleiner Teil der Gesellschaft profitiert von Strom oder genug Essen. Ropa und ihre kleine Familie sind auch betroffen von jener Armut, und diese Bitterkeit des Lebens scheint sich eben auch auf Ropas Gemüt ausgewirkt zu haben. Je besser man ihre Umstände und ihre Welt kennenlernt, desto besser versteht man sie und ich fand sie am Ende dann doch ein Stück sympathisch. Bis dahin hat es aber eine ganze Weil gedauert. Sie verrichtet verschiedene Jobs die mit der Geisterwelt in Verbindung stehen und bringt sich dabei regelmäßig in Gefahr. Diese Jobs nehmen einen Großteil des Buches ein und führen am Ende auch zu einem großen und spannenden Finale, das ich so nicht erwartet hätte. Jedoch war der Anteil der Bibliothek der Toten (nach der das Buch ja auch benannt ist) wirklich extrem gering, und das hat mich sehr enttäuscht. Denn die paar kleinen Häppchen die ich über diese Bibliothek und die Magie zu lesen bekomme habe, waren seeehr vielversprechend.

Da mich das Ende dann doch noch fesseln konnte, möchte ich doch gerne noch Band 2 lesen. Denn zum einen hoffe ich hier auf noch mehr Magie und zum anderen scheint Ropa bald eine interessante Entwicklung durchzumachen, die sich hier schon etwas andeutet. Und das möchte ich mir dann doch nicht entgehen lassen. Insgesamt war der erste Band aber doch sehr schwach und führt mit seinem Titel und dem Klappentext doch auf eine völlig falsche Fährte.

Wenn ihr offen für eine etwas andere Geistergeschichte mit ein bisschen Magie seid, dann versucht euch gerne an diesem Buch. Ich habe das Gefühl, es hat Potential – ob es das auch ausschöpft, sehe ich hoffentlich dann in Band 2.

3/5 Sterne

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Veröffentlicht am 04.05.2020

Nicht so gut wie Teil 1

Wayward
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Blake Crouch hat einen unglaublichen Schreibstil. Wenn man seine Bücher der Wayward-Pines-Reihe liest, fliegt man nur so durch die Seiten. Die Geschichte in der amerikanischen Kleinstadt Hayward wird in ...

Blake Crouch hat einen unglaublichen Schreibstil. Wenn man seine Bücher der Wayward-Pines-Reihe liest, fliegt man nur so durch die Seiten. Die Geschichte in der amerikanischen Kleinstadt Hayward wird in diesem Buch weitererzählt, nachdem Band 1 mit einem Knall endete. Nach dieser bombastischen Auflösung fiel mir der Einstieg in die Geschichte zwar wieder leicht, aber das gleiche Spanungsgefühl wie beim vorherigen Band wollte sich dann doch nicht ganz einstellen.
Mit dem Leichenfund in der Stadt kommt dann schließlich wieder Schwung in die Handlung. Wir begleiten Ethan und seine Frau dabei, wie sie versuchen zu rebellieren und jede Tat der beiden könnte ihre letzte sein. Das an sich war dann schon super spannend und fesselnd und man konnte dann doch schließlich das Buch nicht mehr zur Seite legen. Was mir an Spannung auf den ersten Seiten fehlte, bekam ich am Ende doppelt zurück.

Außerdem lernen wir als Leser die anderen Personen aus Wayward Eines endlich genauer kennen. Besonders die Vergangenheit von Pilcher war sehr interessant und einleuchtend. Hier zeigt sich, dass Crouch sich bei seiner Charakterentwicklung sehr viel Zeit genommen haben muss, denn diese ist gut durchdacht. Außerdem lernen wir Tobias kennen, der wohl für Band drei eine große Rolle spielen wird.

Auch wenn ich anfangs etwas skeptisch war und sorge hatte, dass dieser zweite Band ein Flop für mich wird, konnte Wayward mich dann doch überzeugen. Ich bin gespannt auch Band 3!

4/5 Sterne

Vielen Dank an der Goldmann Verlag und das Bloggerportal für das Rezensionsexemplar

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