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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 13.09.2017

Fesselnder Psychothriller

Ich soll nicht lügen
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Anwältin Mags hat den Kontakt zu ihrem Bruder Abe schon vor langer Zeit abgebrochen. Doch nun ist sie zurück in London, denn Abe liegt nach einem Treppensturz im Koma. Seine Verlobte Jody behauptet Abe ...

Anwältin Mags hat den Kontakt zu ihrem Bruder Abe schon vor langer Zeit abgebrochen. Doch nun ist sie zurück in London, denn Abe liegt nach einem Treppensturz im Koma. Seine Verlobte Jody behauptet Abe hätte versucht sich umzubringen. Auch wenn Mags Abe jahrelang nicht mehr gesehen hat, kann oder will sie Jody nicht glauben. Nachdem Mags in Abe's Wohnung gezogen ist, fängt sie an der Wahrheit auf den Grund zu gehen. Jody verstrickt sich immer mehr in Lügen und auch Abe's Nachbarn wollen nichts gesehen oder gehört haben. Mags scheint der Wahrheit immer näher zu kommen und wird dabei sowohl mit ihrer eigenen, als auch Jody Vergangenheit konfrontiert...

Das Buch wird aus der Sicht von Mags, Jody und Abe's Nachbarin Mira erzählt. Nach und nach kommen so immer mehr Details der Nacht ans Licht. Die Charaktere machen im Laufe der Geschichte eine ziemliche Wandlung durch. Zu Beginn wirken sie kühl und skrupellos, aber zum Ende hin blickt man immer mehr hinter diese Fassade. Auch die Nebencharaktere passen sich sehr gut in die Geschichte ein und es bleiben bis zum Schluss keine Fragen über sie offen. Sarah Naughton schafft es die Spannung bis zum Schluss zu halten und man wird häufig in die falsche Richtung geführt. Ihr Schreibstil ist trotz des schweren Themas flüssig und man liest das Buch zügig durch. Einzig die Kirche in der die Charaktere wohnen, mag man sich nicht so recht vorstellen können.

Ich soll nicht lügen ist ein fesselnder Psychothriller mit einem überraschendem und schlüssigem Ende. Man darf gespannt sein auf die weiteren Romane von Sarah J. Naughton.

Veröffentlicht am 30.08.2017

Berührende Sommergeschichte

Der Sommer der Inselschwestern
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Nach ihrer zehnjährigen Beziehung beschließt Andi Gordon ihre Zelte in Seattle abzubrechen und einen Neuanfang auf Blackberry Island zu wagen. Schnell lebt sie sich ein; findet Freunde und auch der Umbau ...

Nach ihrer zehnjährigen Beziehung beschließt Andi Gordon ihre Zelte in Seattle abzubrechen und einen Neuanfang auf Blackberry Island zu wagen. Schnell lebt sie sich ein; findet Freunde und auch der Umbau ihrer eigenen Praxis in ihrem Haus geht zügig voran. Nach und nach lernt sie auch ihre Nachbarn Boston und Deanna näher kennen. Boston muss den Kindstod ihres Sohnes verarbeiten und Deanna holt immer wieder ihre Vergangenheit ein. Schnell wird den drei Frauen klar, dass sie ihre Probleme nicht allein bewältigen können! Auch nicht als Andi's Bauunternehmer Wade ein Auge auf sie geworfen hat...

Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht der drei Frauen erzählt. Dadurch kann man den Hintergrund ihrer Ängste und Probleme nachvollziehen. Der Schreibstil ist flüssig und das Buch lässt sich in einem Rutsch lesen. Auch die Verwandlung der Charaktere ist sehr gut gelungen und man ändert seine Meinung über sie sehr schnell. Über weite Strecken ist die Geschichte sehr bewegend und trotzdem kommt auch die Komik nicht zu kurz. Susan Mallery hat es geschafft immer authentisch zu erzählen und ist nicht ins kitschige abgedriftet. Man hatte nie das Gefühl von Liebe und Freundschaft zu viel zu haben. Das Ende des Buches kam viel zu schnell, hat aber wunderbar zur Geschichte gepasst. Auch die Charaktere sind einem alle ans Herz gewachsen.

Der Sommer der Inselschwestern ist eine berührende Sommerlektüre über die Liebe und das Leben, aber vor allem über die Freundschaft die in diesem Buch besonders gefeiert wird.

Veröffentlicht am 18.08.2017

Spannender Krimi mit ernstem Hintergrund

Finster ist die Nacht
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Machtlos muss Detectiv Macy Greeley mit ansehen, wie vor ihren Augen Entführungsopfer Philip Long von einem Motorradfahrer erschossen wird. Bei den Ermittlungen wird schnell klar, dass Long einer großen ...

Machtlos muss Detectiv Macy Greeley mit ansehen, wie vor ihren Augen Entführungsopfer Philip Long von einem Motorradfahrer erschossen wird. Bei den Ermittlungen wird schnell klar, dass Long einer großen Sache auf der Spur war. Doch keiner will was gesehen oder gehört haben. Emma Long kehrt nach Jahren zurück in ihre ungeliebte Heimatstadt. Schnell wird ihr klar, dass die Leute die Vergangenheit nicht wirklich vergessen haben. Da sie ihrem Vater sehr nahe stand, ist sie sehr überrascht als Macy Greeley ihr einige brisante Details über ihren Vater erzählt. Und dann ist da noch das verschwundene Tagebuch, welches viele Geheimnisse über Stadt und Leute beinhaltet...

Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht von Macy und Emma erzählt. Mit jedem Kapitel erfährt man mehr über die Stadt und ihre Einwohner und beide kommen der Lösung des Falls unabhängig voneinander immer näher. Die Spannung hält sich bis zum Schluss und erst am Ende wird wirklich klar, wer Täter und Opfer ist. Der Schreibstil ist flüssig und aufgrund der Spannung ist das Buch schnell gelesen. Auch die Beschreibungen der Stadt und Landschaft sind sehr gut gelungen. Man kann sich richtig gut hineinversetzen und auch die verschwiegenen Bewohner und ihr Misstrauen ist zu spüren. Einzig die vielen Verdächtigen und Zeugen sind manchmal ein wenig verwirrend, passen sich am Ende aber schlüssig in die Geschichte ein. Besonders das Thema Drogen und Medikamentenmissbrauch zieht sich wie ein roter Faden durch das gesamte Buch. Es ist immer wieder erschreckend was das Zeug aus einem Menschen macht. Auch die Weichen zu einem nächsten Teil wurden in diesem Buch schon gestellt und man kann gespannt sein wie sich das weiter entwickelt!

Finster ist die Nacht ist ein packender Kriminalroman, der ohne viel Blut und Gewalt, eine schockierende Geschichte mit ernstem Hintergrund erzählt.

Veröffentlicht am 07.08.2017

Romantischer und kitschiger geht es nicht

Herzkonfetti und Popcornküsse
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Kenzi liebt romantische Komödien und träumt von filmreifer Liebe. Mit Bradley scheint sie ihren perfekten Traummann gefunden zu haben. Doch plötzlich taucht ihr untreuer ex Shane auf. Er ist ihr neuer ...

Kenzi liebt romantische Komödien und träumt von filmreifer Liebe. Mit Bradley scheint sie ihren perfekten Traummann gefunden zu haben. Doch plötzlich taucht ihr untreuer ex Shane auf. Er ist ihr neuer Kunde in ihrer Werbeagentur. Kenzi fällt aus allen Wolken, denn ausgerechnet sie soll mit ihm zusammen arbeiten. Zehn romantische Komödien soll sie mit Shane nachspielen. Mehr und mehr beginnt Kenzi Gefühle zu entwickeln, doch kann sie Shane wirklich vertrauen? Und was wird mit Bradley?

Die Geschichte von Kenzi wird aus ihrer Sicht erzählt. Man kann sich sehr gut in sie hineinversetzen und all ihre Gefühle und Entscheidungen nachempfinden. Kenzi ist ein herzensguter Mensch mit sehr viel Humor, die aber auch den Spagat zwischen dem perfekten Liebesleben und der Anerkennung ihrer Familie meistern will. Auch die Nebencharaktere kommen nicht zu kurz und man lernt sie alle kennen und lieben, aber auch hassen. Das Buch ist in Kapitel unterteilt und jedes Kapitel hat eine Überschrift die auf romantische Komödien hindeuten. Allgemein muss man sagen, dass in dem Buch viele bekannte Filme erwähnt werden. Man kennt sie fast alle und hat sofort die Filmszenen vor Augen. Besonders die Momente wenn Kenzi und Shane diese nachspielen sind unglaublich romantisch und witzig beschrieben. Während des gesamten Lesens hat man ein Lächeln auf den Lippen und es geht einem das Herz auf. Wünschen wir uns schließlich nicht alle solche filmreifen Momente?

Herzkonfetti und Popcornküsse ist definitiv nur ein Roman für Frauen die romantische Komödien lieben, alle anderen werden definitiv nach dem Lesen romantische Komödien lieben.

Veröffentlicht am 17.07.2017

Einblicke in einen irischen Familienclan!

Shutter Man
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Detective Byrne und sein Ermittlerteam werden zu einem grausamen Tatort gerufen. Laura Rousseau und ihre Familie wurden erschossen. Zudem wurde Lauras Gesicht verstümmelt und ihre Geburtsurkunde ist unauffindbar. ...

Detective Byrne und sein Ermittlerteam werden zu einem grausamen Tatort gerufen. Laura Rousseau und ihre Familie wurden erschossen. Zudem wurde Lauras Gesicht verstümmelt und ihre Geburtsurkunde ist unauffindbar. Kaum sind die Ermittler mit dem Tatort fertig, werden sie zum nächsten Mord gerufen. Edwin Channing wurde auf die selbe grausame Weise getötet wie Laura Rousseau. Schnell wird Byrne klar, dass es sich um einen Serientäter handeln muss. Als die Ermittler auch noch an beiden Tatorten mit Blut geschriebene Botschaften finden, wird klar, dass es ein Spiel gegen die Zeit wird. Des weiteren muss dich Detective Kevin Byrne mit seiner Vergangenheit auseinandersetzen, die etwas mit dem berüchtigten Farrenclan zu tun hat...

Die Hauptgeschichte um die Morde spielt im Jahr 2015, aber es gibt auch viele Rückblenden sowohl von Byrne als auch der Familie Farren. Man bekommt immer mehr einen Einblick in ihr früheres Leben und es offenbart sich Stück für Stück eine ganze Geschichte. In dem Buch bekommt man sehr viel Eindrücke von der Polizeiarbeit und wie alle miteinander zusammen arbeiten. Aber man bekommt auch Einsicht in das Leben der Opfer und Täter. Durch das Cover, welches ein altes Klappmesser zeigt, kann man schon schließen dass die Geschichte viel mit der Vergangenheit zu tun hat. Auch wenn es manchmal ziemlich viele Namen gibt, merkt man am Ende schnell welche Personen für die Handlung relevant sind. Richard Montanaris Schreibstil ist angenehm zu lesen. Er schafft es, dass man sich sowohl in die Vergangenheit als auch die Gegenwart gut hineinversetzen kann. Man muss die vorherigen Teile nicht unbedingt gelesen haben um diese Geschichte zu verstehen, aber die nachfolgenden Teile werden um so wichtiger sein.

Shutter Man ist ein gut konstruierter und durchdachter Thriller der einem bis zum Schluss in Atem hält.

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