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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 11.04.2023

Auszeit in SPO

Strandgeflüster in St. Peter-Ording
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Betty erhält einen seltsamen, besorgniserregenden Anruf von ihrer Mutter. Diese ist anscheinend in St. Peter-Ording, und irgendetwas muss passiert sein. Besorgt macht sie sich auf den Weg, um ihre Mutter ...

Betty erhält einen seltsamen, besorgniserregenden Anruf von ihrer Mutter. Diese ist anscheinend in St. Peter-Ording, und irgendetwas muss passiert sein. Besorgt macht sie sich auf den Weg, um ihre Mutter zu finden. In SPO angekommen findet sie nur das Auto ihrer Mutter, mit einer Notiz an sie. Ihre Mutter hat sie dorthin gelockt, damit sie in deren Ferienwohnung Urlaub macht. Seit wann hat ihre Mutter eine Ferienwohnung, und wo steckt sie?
Betty versucht, herauszufinden, was passiert ist. Bei ihrer Suche trifft sie Noah wieder, ihn hat sie auf ihrer Fahrt nach SPO kennengelernt. Er bringt ihre Gefühlswelt durcheinander, etwas, das sie gerade nicht gebrauchen kann. Sie sucht ihre Mutter, ihre Lektorin sitzt ihr wegen des nächsten Buches im Nacken, und dann taucht auch noch ihr Vater überraschend auf.

Dies ist eine locker leichte Geschichte aus der Feder von Anni Deckner, man merkt, dass sie SPO sehr gut kennt. Erst langsam klärt sich auf, was es mit dem Verschwinden von Bettys Mutter auf sich hat. Die Geschichte ist sehr vielseitig, es gibt Spannung, Gefühl und auch einiges zum Schmunzeln. Eine gute Mischung.

In manchen Situationen konnte ich das Verhalten von Betty und auch ihrem Vater überhaupt nicht nachvollziehen, das war mir zu übertrieben. Trotzdem hatte ich eine schöne Auszeit in SPO und empfehle das Buch zu lesen.

Von mir gibt es 4 Sterne

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Veröffentlicht am 07.02.2023

Gelungener Reihenauftakt

Overkill
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In dem sonst so ruhigen Berg am Starnberger See tauchen immer wieder schrecklich verstümmelte Hasenkadaver auf und sorgen in der friedlichen Gemeinde für Aufruhr. Dann geschieht in einem Mehrfamilienhaus ...

In dem sonst so ruhigen Berg am Starnberger See tauchen immer wieder schrecklich verstümmelte Hasenkadaver auf und sorgen in der friedlichen Gemeinde für Aufruhr. Dann geschieht in einem Mehrfamilienhaus in der Johannesgasse 17 ein Mord. Niemand von den Nachbarn will etwas gehört haben und das, obwohl die Wände sehr hellhörig sind und die Haustüre nur mit einem Code geöffnet werden kann. Plötzlich herrscht überall Misstrauen, denn der Mörder muss jemand aus dem Haus sein.

Die Geschichte wird hauptsächlich aus der Sicht von Julia erzählt. Sie leidet besonders unter dem Mord und kann es nicht zeigen. Sie hat ein Geheimnis, das niemand wissen darf. Durch ihre Gedanken, die sie immer wieder durchspielt, ist irgendwie jeder im Haus verdächtig. Ich konnte niemanden ausschließen und habe mitgerätselt.

Bei der zweiten Perspektive weiß man nicht, um wen es sich handelt. Die Person ist sehr bedrohlich und sie kennt Julias Geheimnis. Diese Kapitel sind verstörend und erschreckend. Wer ist es und warum befindet sich die Person auf einem Rachefeldzug?

Die Autorin schafft es hier den Leser immer wieder auf die falsche Fährte zu schicken. Beim Lesen hat sich bei mir ein Misstrauen gegenüber allen aufgebaut. Die beklemmende Atmosphäre ist dauerhaft spürbar. Durch die kurzen Kapitel bleibt die Spannung konstant hoch. Das Ende hat mich total überrascht.

Dies ist der erste Fall der Hauptkommissarin Mo Celta wobei ich sagen muss das hier die Ermittlungen nicht im Vordergrund stehen und ich sie nicht gut kennenlernen konnte. Ich bin gespannt, ob man von ihr in den folgenden Teilen mehr erfährt.

Von mir gibt es 5 Sterne und eine Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 28.08.2022

Eine facettenreiche Geschichte

Scherbensommernacht
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Die fünfzehnjährige Imen verschwindet nach einer Schulparty spurlos. Niemand hat etwas gesehen. Die Familie kommt nicht mit der Ungewissheit klar, und zerbricht daran.
Doch irgendwie muss das Leben weiter ...

Die fünfzehnjährige Imen verschwindet nach einer Schulparty spurlos. Niemand hat etwas gesehen. Die Familie kommt nicht mit der Ungewissheit klar, und zerbricht daran.
Doch irgendwie muss das Leben weiter gehen. Ella denkt immer wieder darüber nach, was mit ihrer Schwester passiert ist. Wird sie jemals erfahren, was Imen zugestoßen ist?

Das Buch ist in unterschiedliche Teile aufgeteilt, und die Seiten sind sehr liebevoll gestaltet. Es gibt viele verschiedene Handlungsstränge, das hat mich teilweise etwas verwirrt. Erst zum Ende zeigt sich, wie sie alle zusammen hängen. Zwischendurch ging mit der Wechsel zwischen den Protagonisten zu schnell.
Die Autorin hat hier die verschiedenen Charaktere gut ausgearbeitet, ich konnte mich in sie hineinversetzen. Besonders die Gefühlswelt der Familie nach Imens verschwinden, hat die Autorin authentisch dargestellt.
Wie schrecklich muss es sein, so im Ungewissen zu sein. Immer in der Hoffnung, dass der geliebte Mensch unversehrt wieder auftaucht. Wie kann man weiterleben, ohne zu wissen, was passiert ist?
Diese Geschichte vereint verschiedene Genres, Spannung, Liebe, Mystik.

Von mir gibt es 4 Sterne und eine Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 01.09.2022

Eine schräge Geschichte

Klabauternächte
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Nico ist in eine fremde Stadt gezogen. Er will einfach nur abtauchen, und ein neues Leben anfangen. Er verbringt mit seinen Freunden Floyd, Eddy und Dani sehr viel Zeit in der Kultkneipe Klabautermann. ...

Nico ist in eine fremde Stadt gezogen. Er will einfach nur abtauchen, und ein neues Leben anfangen. Er verbringt mit seinen Freunden Floyd, Eddy und Dani sehr viel Zeit in der Kultkneipe Klabautermann.
Plötzlich bekommt er anonyme Briefe, die ihn mit seiner Vergangenheit konfrontieren. Als auch noch Menschen auftauchen, die längst verstorbenen Musikikonen zum Verwechseln ähnlich sehen, beginnt die Situation zu eskalieren. Wer hat es auf ihn abgesehen, und was hat es mit Kurt Cobain, Amy Winehouse und den anderen auf sich?
Puh ich muss sagen, das ist eine echt schräge, abgefahrene Story. Mich haben das Cover und der Klappentext sofort angesprochen. Zwischendurch wurde es mir fast etwas zu schräg.
Die Idee der Geschichte gefällt mir gut. Das ist wirklich mal etwas ganz anderes. Ich musste mich teilweise etwas durchkämpfen, doch die Auflösung was hinter dem ganzen steckt hat mir gut gefallen.
Von mir gibt es für die etwas andere Geschichte 4 Sterne und eine Leseempfehlung

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Veröffentlicht am 12.06.2023

Konnte mich leider nicht überzeugen

Sehnsucht nach dem Dünenhof
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Anni ist Kinderkrankenschwester in der Charité. Sie soll eine Gruppe Kinder, die zur Erholung auf die Insel Föhr sollen, begleiten. Anni kennt die Insel sehr gut, denn hier hat sie ihre Kindheit verbracht, ...

Anni ist Kinderkrankenschwester in der Charité. Sie soll eine Gruppe Kinder, die zur Erholung auf die Insel Föhr sollen, begleiten. Anni kennt die Insel sehr gut, denn hier hat sie ihre Kindheit verbracht, bevor ihre Eltern mit ihr die Insel Hals über Kopf verlassen haben. Kaum dort angekommen stirbt ihr Opa und sie erbt seinen Friesenhof. Bald keimt in ihr der Gedanke, ein Kinder-Erholungsheim zu eröffnen. Die Dorfbewohner unterstützen sie bei allem, und sie verliebt sich.

Anni war mir leider gar nicht sympathisch. Ich konnte ihr handeln oft nicht nachvollziehen. Die Handlung weist bedauerlicherweise sehr viele Längen auf, sodass es mir zwischendurch schwerfiel weiter zu lesen. Wenn dann einmal etwas Spannung aufkam, war das Kapitel zu Ende und die Geschichte ging zu einem späteren Zeitpunkt weiter, der Verlauf wurde dann im Rückblick erzählt. Das verstehe ich nicht, und es hat mich immer weiter aus der Geschichte herausgerissen.

Die Charaktere der Dorfbewohner wurden sehr gut dargestellt, ich konnte mir jeden einzelnen sehr gut vorstellen. Alle sind von dem Projekt Kinder-Erholungsheim begeistert und helfen tatkräftig mit. Für meinen Geschmack war auch das zu viel des guten. Die Insel und die Umgebung wurde sehr gut beschrieben und das hat mir einen guten Eindruck von Föhr zur damaligen Zeit verschafft.

Die Geschichte lässt mich sehr zwiegespalten zurück, denn das Grundgerüst der Story gefällt mir sehr, die Umsetzung leider nicht so gut. Hier ist für mich noch Luft nach oben.

Ich kann leider nur 3 Sterne vergeben

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