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Veröffentlicht am 28.07.2024

Freundschaft und Bücher

Der Club der Bücherfreundinnen
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Zwei Frauen stehen vor einem Fenster und schauen hinaus, an den Wänden sind Bücher in Regalen aufgereiht zu sehen. Dieses Cover bietet ein perfektes Äußeres für ein Buch in dem es Büchern und ihre Leserinnen ...

Zwei Frauen stehen vor einem Fenster und schauen hinaus, an den Wänden sind Bücher in Regalen aufgereiht zu sehen. Dieses Cover bietet ein perfektes Äußeres für ein Buch in dem es Büchern und ihre Leserinnen geht, um Freundschaft und das gemeinsame Ertragen von Verlusten und Schrecken. Der Titel schaffte für mich sofort die Verbindung meiner ganz eigenen Bücherfreundinnen Geschichte- Dies war einer der Gründe warum ich dieses Buch unbedingt lesen wollte. Aber auch der Klappentext verspricht eine tiefgehende und berührende Geschichte unterschiedlicher Frauen.

Der Club der Bücherfreundinnen von Amy Lynn Green hat mich bewegt, an manchem Stellen tiefer und an anderen weniger tief aber niemals gefühllos zurückgelassen. Amy Lynn Green erzählt die Geschichte von Louis, Avis, Ginny und Martina im Jahr 1942 in Derby, Maine. Es ist keine schöne Zeit, die Männer kämpfen im Krieg der auch das Leben in Amerika verändert. Gefühlvoll ohne dabei naiv zu wirken mit der vollen Macht von Verlusten und dem simplen Wunsch nach Ablenkung.



Louis, die eine private Bücherei geerbt hat aber nichts damit anfangen kann. Bücher sind nicht so wirklich ihr Leben und lesen naja. Sie liest zwar aber hat nicht diese tiefe Bindung zu Büchern.
Avis interessiert sich ehr für Zeitschriften. Dort sucht und findet sich Tipps für ihre noch junge Ehe, aber Bücher sind auch nicht wirklich ihre bevorzugte Lektüre.
Ginny und ihre Arbeitskollegin Martina besuchen die Bücherei eigentlich nur zur Ablenkung und wegen der dort gereichten leckeren Kekse.
Langsam merken die vier Frauen das sie doch alle eine gewissen Faszination am lesen und an Büchern haben. Sie haben ihren ganz eigenen Zufluchtsort gefunden und noch viel mehr. Je öfter sie sich treffen umso vertrauter werden sie und tauschen Geheimnisse, Sehnsüchte und geheime Wünsche miteinander.

Es ist sehr bewegend mit den vier Freundinnen diese Zeit des Schrecken, der Angst und Hoffnung zu erleben. Am Ende des Buches fühlt man sich wie eine weitere Freundin von Louis, Avis, Ginny und Martina. Durch den ergreifenden und dennoch lockeren Schreibstil von Amy Lynn Green kommt niemals Langeweile auf.. Sie erschafft eher das Gefühl als Leser ist man Teil dieses ganz besonderen Bücherclubs. Ein absolutes Muss für jeden Buchliebhaber und jeden Lesebegeisterten.

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Veröffentlicht am 28.07.2024

Wie unschuldig ist schlafen?

Anna O.
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Das Cover ist simpel und prägnant gestaltet. Zu sehen ist ein geschlossenes Auge. Der Buchtitel in orange gehalten wobei zu erwähnen ist, dass in dem O das Wort Thriller steht und der Name des Autors. ...

Das Cover ist simpel und prägnant gestaltet. Zu sehen ist ein geschlossenes Auge. Der Buchtitel in orange gehalten wobei zu erwähnen ist, dass in dem O das Wort Thriller steht und der Name des Autors. Anna O verfügt über einen orangen Farbschnitt. Der Farbschnitt variiert ja nach Erscheinungsland und nur die deutsche Ausgabe hat den orangen Farbschnitt. Dies ist genauso besonders wie das gesamte Buch.

Anna O. von Matthew Blake gehört definitiv ins Genre Thriller, aber es ist auch ein Buch über den Schlaf, über Schlafwandeln , über das Resignationssyndrom und die Frage nach der Schuldfähigkeit für begangene Taten im Schlaf oder beim Schlafwandeln. Für mich ist dieses Buch eine gut gelungene Mischung aus Thriller und Sachbuch. Aber auch ein Buch das am Ende noch einige Fragen offen lässt.

Matthew Blake weiß den Leser in die Geschichte um Anna Ogilvy, die Beantwortung der Frage nach ihrer Schuld zu verwickeln und gleichzeitig so viel Wissen über den Schlaf zu vermitteln. Man könnte nun denken, ach das ist eigentlich eine Geschichte ohne Tiefe oder gar langweilig. Dem ist auf keinen Fall so! Durch geschickte Vertuschung und Häppchenweise gestreute Hinweise bleiben bis zum Schluss Fragen unbeantwortet, was einen besonderen Reiz des Buches ausmacht.
Geschickt webt er Verweise auf bekannte Fälle und Literatur wie Truman Capotes ‚Kaltblütig‘, Medea aus der griechischen Mythologie aber auch Siegmund Freunds Der Fall der Anna O.. John Milton und Shakespeare dürfen da natürlich nicht fehlen. Für mich habe ich an dieser Stelle beschlossen, dass ich mich damit noch etwas weiter befassen möchte.

Zwar habe ich nach wie vor Fragen, die das Buch nicht klären konnte. Es ist die Frage nach der (eigenen) Kontrolle über das Handeln im Schlaf. Ist dies möglich ohne das wir es wissen, welche Auswirkungen hat diese Möglichkeit auf den eigenen Schlaf?
Ich würde schon gern wissen was passiert während des Schlafes und kann es sein dass wir unsere Träume direkt beeinflussen können. Zentral drängt sich hier die Frage auf, ob sie direkt oder indirekt von anderen beeinflusst sind und welche Folgen es für uns hat.

Die Geschichte von Anna Ogilvy
Die 29 jährige Anna Ogilvy soll vor vier Jahren ihre zwei besten Freunde getötet haben. Nach dem Mord erreichte ihre Eltern eine Nachricht geschickt. Diese fanden Anna in blutverschmierter Kleidung und einem blutigen Küchenmesser in der Hand zwischen den Leichen. Schlafend und nicht ansprechbar verbachte Anna O. wie sie fortan in den Schlagzeilen und Verschwörungstheorien genannt wird. Ist Anna schuldig?
Das Justizministerium lässt Anna in die Schlafklinik The Abbey verlegen, denn sie wollen dass Anna endlich angeklagt werden kann.

Dr. Benedict Prince ist Psychologe und Experte für Verbrechen, die im Schlaf begangen werden und fortan für Anna zuständig. Dr. Prince verfolgt eine gewagte Theorie um Anna aufzuwecken. Eigentlich sollte er sehr vorsichtig sein, denn er jedes Handeln und jeder seiner Schritte wird beobachtet.

Ob es ihm gelingen wird Anna zu erwecken, die Identität des mysteriösen Patient X zu klären und wie wer mit der Geschichte verbunden ist aufzuklären lasse ich an dieser Stelle offen. Es lohnt sich in Anna O.s Geschichte einzutauchen und den Fall zu lösen.

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Veröffentlicht am 14.06.2023

Top Aktuell, bedrückend und die Chronik ungeheuerlichen Vergehen bis hin zum Tod um ein trügerisches Stück der Befreiung zu erlangen.

Mit zitternden Händen
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Zwei Jungen treffen sich heimlich an dem Ort an dem sie sich vor Jahren anfreundeten und zu Beste Freunde wurden. Es ist 22:55 Uhr am Donnerstag den 6. Dezember. Es fallen Schüsse auf einem Spielplatz ...

Zwei Jungen treffen sich heimlich an dem Ort an dem sie sich vor Jahren anfreundeten und zu Beste Freunde wurden. Es ist 22:55 Uhr am Donnerstag den 6. Dezember. Es fallen Schüsse auf einem Spielplatz in einem Stockholmer Vorort. Ein Junge läuft weg. Kurze Zeit später erfolgt ein telefonischer verwirrter Notruf.

Es ist das Ende der Freundschaft von Billy und Douglas, nur Dogge genannt, zweier Jugendlicher die nicht unterschiedlicher nicht sein könnte. Der eine aus reichem aber lieblosen Zu Hause, der andere wohlbehütet aus ärmlicheren Verhältnissen stammend und Immigrant. Beide begaben sich mit kleinen Laufarbeiten in die Fänge des Kleinkriminellen Mehdi. Schon in der zweiten Klasse begannen sie ihn förmlich anzuhimmeln und wollten unbedingt Teil seiner Gang sein. Sie beginnen Drogen zu nehmen und sich teilweise sinnlose zu betrinken. Immer wieder muss der Polizist Farid sie nach Hause bringen und doch begehen sie immer wieder, immer schlimmere Taten. Irgendwie scheint es wie ein Hobby zu sein in dem kleinen Laden des Einwanderers Sudden zu randalieren, zu klauen bis zu einem schrecklichen Übergriff von Dogge auf die kleine Tochter von Sudden. Denn auch Dogge will dieses „Glück“ bei den Mädchen haben, so wie es Billy hat.

Eigentlich sollen Dogge und Billy einen Auftrag von Mehdi ausführen, doch Billy erscheint nicht! Aus gutem Grund, denn er will aus der Gang aussteigen und entfernt sich immer mehr von Dogge.

Das Ende des Buches ist ein wenig überraschend aber dennoch unausweichlich! Es stellt sich die Frage wieviel von den Ereignissen haben dazu geführt, dass es so kommen musste und vor allem WARUM ist Niemand vorher eingeschritten?

Mit zitternden Händen ist Top Aktuell, bedrückend und die Chronik ungeheuerlichen Vergehen bis hin zum Tod um ein trügerisches Stück der Befreiung zu erlangen.
Der Autorin Malin Persson Giolito ist es gelungen gefühlvoll Aufzurütteln und auf die Unzulänglichkeiten der Gesellschaft hin zu weisen. Ihren Protagonisten verleiht sie Fülle und lässt doch dem Leser den nötigen Platz mögliche Sympathien zu entwickeln, mit ihnen zu leiden und doch beschreibt sie das Geschehene aus dem nötigen Abstand.

Billy, Dogge, Mehdi, Farid und Sudden haben in dem Buch ihren nötigen und zwingend erforderlich Platz für ihre ganz eigene Geschichten.
Ich bin der Meinung, wir alle -die Gesellschaft allgemein- sollte mehr die Augen öffnen und nicht immer zur Seite schauen!

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Veröffentlicht am 05.01.2025

Frauenpower des Mittelalters

Die Tochter der Drachenkrone
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Das rote Cover mit dem Wappen und der goldenen Schrift ist sehr schön und passt perfekt zu einem historischen Roman. Da mir die Autorin unbekannt ist und auch selten historische Romane lese war ich sehr ...

Das rote Cover mit dem Wappen und der goldenen Schrift ist sehr schön und passt perfekt zu einem historischen Roman. Da mir die Autorin unbekannt ist und auch selten historische Romane lese war ich sehr neugierig auf dieses Buch.

Zu Beginn des Buches erhält er Leser eine Einführung in die Vielzahl von Protagonisten, seinen es die großen und wichtigen Personen oder nur die kleinen Nebenrollen. Auch wird die Aussprache der walisischer Namen , Orte und Begriffe. Gängige Begriffe des Walisischen werden ebenfalls erklärt. Das ist duch aus hilfreich, aber im Laufe des Buches habe ich mich immer weniger auf die gedanklich korrekte Aussprache der Namen und Orte konzentriert. Denn die Geschichte von Gwenllian und ihren Kampf für Unabhängigkeit und Einheit war wesentlich spannender. Den Intrigen und Bedrohungen trotzend eine Bündnisehe eingehend bleibt sie doch immer eine starke und mutige Frau, die ihre eigenen Brüder bis aufs Blut bekämpft nur um sich und das Volk in Sicherheit und Unabhängigkeit zu wissen.

Ein wenig hinderlich und doch auch passend empfand ich die Gefühle, die in der ungeliebten Bündnisehe aufkamen. Auch hier beweist Gwenllian ganz und gar ihre Stärke. Ein Leben für Liebe und Unabhängigkeit.

Die Tochter der Drachenkrone von Sabrina Qunaj ist trotz der über 610 Seiten zu keiner Zeit langweilig geworden, im Gegenteil ich hatte das Gefühl es wird von Seite zu Seite immer spannender. Alles wirkte realistisch und zeigt ein großartiges Bild einer mutigen Frau und ihren Kampf für ein g Leben für sich und ihrem Volk.

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Veröffentlicht am 24.02.2026

viel Romance wenig Assassine

Empire of Whispers and Shadows
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Empire of Whispers and Shadows ist mit seinem fliederfarbigen Cover auf dem eine Pagode und Kirschblüten zusehen sind, ein Hingucker. Das Katana in der Mitte stimmt auf die Geschichte von Saya und Teno ...

Empire of Whispers and Shadows ist mit seinem fliederfarbigen Cover auf dem eine Pagode und Kirschblüten zusehen sind, ein Hingucker. Das Katana in der Mitte stimmt auf die Geschichte von Saya und Teno ein. Auch der Farbschnitt der Erstauflage mit der im Cover angedeutete Pagode und den Kirschblüten ist so schön.

Gleich zu Beginn erleben wir eine der sieben Prüfungen, die Saya bestehen muss. Wobei ich zugeben muss, ich habe nicht wirklich den Sinn dieser Prüfung verstanden zu haben. Leider zog sich dieses Unverständnis für weiter durch die Prüfungen. Einige habe ich überhaupt nicht und andere nur halbwegs verstanden. Dies mag wohl daran liegen, dass irgendwie der Fokus der Geschichte auf die Romance sprang.
Ich hätte mir mehr Details über die Prüfungen gewünscht.

Das japanische Setting ist detailreich und atmosphärisch gestaltet. Dieser Punkt hat mir sehr gefallen. Auch der Zwiespalt zwischen Saya und Teno war gut zu spüren. Es war schön zu sehen wie bemüht Teno ist Saya zu beschützen und ihr zu helfen. Zwar sind diese zarten Bande toll, aber für mich nicht so wirklich zum doch sehr kämpferischen Klappentext passend.

Empire of Whispers and Shadows von Ursa Jaumann hat mich recht gut unterhalten, aber nicht so ergriffen wie der Klappentext. Das ist schade, denn im Grunde lese wirklich sehr gern Bücher im asiatischen Setting. Ob ich den zweiten Teil lesen möchte weiß ich noch nicht. Aber für den Start einer Reihe war es okay, nur leider nicht mein Favorit. Romance Leser*innen werden diese Reihe bestimmt lieben.

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