Eine tragische Geschichte
Die Tänzerin von Paris"Die Tänzerin von Paris" aus der Feder der Autorin Annabel Abbs ist ein äußerst gelungener Debütroman. Dieser Roman beruht auf der wahren Geschichte von Lucia Joyce und ihrem tragischen Schicksal. Die ...
"Die Tänzerin von Paris" aus der Feder der Autorin Annabel Abbs ist ein äußerst gelungener Debütroman. Dieser Roman beruht auf der wahren Geschichte von Lucia Joyce und ihrem tragischen Schicksal. Die Autorin entführt und nach Paris und nach London und hier dürfen wir am Leben der Künstlerin teilhaben.
Der Inhalt: Wir befinden uns in Paris im Jahr 1928. Die junge Lucia wird in der Behéme als Tänzerin gefeiert. Der neue Stern am Tanzhimmel. Doch wärde da nicht ihr Vater, der berühmte James Joyce, der als Schriftsteller seiner modernen Werke für manchen Wirbel sorgt. Lucia steht ständig im Schatten ihres Vater, dem auch das Streben seiner Tochter nach Selbstständigkeit nicht sonderlich gefällt. Lucia begegnet dem Schriftsteller Samuel Beckett, der ihre große Liebe wird. Doch ihre Hoffnungen, ihren eigenen Weg gehen zu können, drohen schon bald zu scheitern.
Wieder ein toller Roman. Der Schreibstil der Autorin gefällt mir wirklich sehr gut. Man taucht sofort ein in die Geschichte von Lucia, die abwechseln von ihrer Zeit in Paris um 1928 erzählt und uns dann wieder nach Zürich entführt, hier befinden wir uns im Jahr 1934.
Doch zuerst nach Paris. Hier wächst Lucia im Kreise ihrer Familie mit ihrem Bruder auf. Sie will eine berühmte Tänzerin werden und steht auch kurz vor ihrem Durchbruch als Ikone des Mondern Dance. Irgendwie fand ich es traurig, das Lucia nicht ihrern eigenen Weg gehen kann und ständig von ihren Eltern gebremst wird. Sie kann sich überhaupt nicht richtig entfalten, oft scheint es so, als würde ihr Vater ihr den Erfolg nicht gönnen. Ständig muss sie für ihn irgendwelche Aufgaben erledigen. Irgendwie habe ich mich für Lucia gefreut, als Sam in ihr Leben getreten ist. Aber das Schicksal schlägt oft andere Wege ein. Und dann ist da noch ihr Bruder, der eine ganz besondere Stellung in der Familie einnimmt und das hat mich manchmal geärgert. Ich denke, letztendlich ist es den ganzen Lebensumständen geschuldet, dass Lucia dann 1934 in Zürich landet. Aber ich will nicht zuviel verraten.
Begeistert war ich auch von ganzen historischen Anmerkungen am Ende des Buches. Es war wirklich alles hochinteressant. Ein tolles Leseerlebnis, das mich begeistert hat. Auch das Cover ist für mich ein echter Hingucker. Gerne vergebe ich für dieses Lesehighlight 5 Sterne.