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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.09.2017

Spannender Südtirol-Krimi!

Nachts am Brenner
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Commissario Grauner und Ispettore Saltapepe werden an den Brenner zu einer grausam zugerichteten Leiche eines alten Mannes gerufen. Dann wird ein weiterer Mann und Freund des Toten ebenfalls ermordet gefunden. ...

Commissario Grauner und Ispettore Saltapepe werden an den Brenner zu einer grausam zugerichteten Leiche eines alten Mannes gerufen. Dann wird ein weiterer Mann und Freund des Toten ebenfalls ermordet gefunden. Grauner findet im Haus des Opfers einen Hinweis auf einen anderen, noch ungeklärten Doppelmord - den an seinen eigenen Eltern. Dadurch wird dieser Fall für ihn belastend und persönlich wie bisher kein anderer. Er muss mit seinen Dämonen kämpfen und ermittelt im Alleingang, mit Unterstützung von Saltapepe.

Dieser dritte Fall um das ungleiche, sehr sympathische, Ermittlerpaar Grauner/Saltapepe ist sehr spannend geschrieben. Die Landschaft am Brenner wird sehr detailliert, wenn auch manchmal etwas düster beschrieben. Ich hatte sofort den Ort bildlich vor Augen, sind wir doch auch schon etliche Male durch gefahren und haben auch schon mal das ominöse Outlet angeschaut. Die Morde sind Folgen von bösen Taten, die vor langer Zeit in der Nachkriegszeit begangen wurden. Eine böse Tat von damals zieht viele neue umso schlimmere Taten nach sich. Auch die Ermordung von Grauners Eltern zählt dazu. Doch Grauner schafft es, sich seiner Dämonen zu entledigen. Eine unerwartete Wende am Ende lässt auf eine spannende Fortsetzung hoffen. Interessant auch die Karten vom Brenner und von Südtirol im Innendeckel des Buches.

Veröffentlicht am 25.09.2017

Rachefeldzug in Island!

SOG
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In Reykjavik wird ein kleines Mädchen missbraucht und umgebracht. Zwölf Jahre später wird in einer Zeitkapsel ein Brief eines Schülers gefunden, der darin schreibt, dass 2016 bestimmte Personen ermordet ...

In Reykjavik wird ein kleines Mädchen missbraucht und umgebracht. Zwölf Jahre später wird in einer Zeitkapsel ein Brief eines Schülers gefunden, der darin schreibt, dass 2016 bestimmte Personen ermordet werden, er nennt allerdings nur ihre Initialen.

Kommissar Huldar soll sich um den Verfasser dieses Briefes kümmern, die Psychologin Freyja soll ihn dabei unterstützen. Beide sind seit ihrem letzten gemeinsamen Fall degradiert worden, weil einiges schief gelaufen ist, wofür Freyja Huldar verantwortlich macht. Darunter leidet auch ihre zwischenmenschliche Beziehung, die Huldar gerne etwas vertiefen würde - aber da ist auch noch Erla, seine Chefin ...

Es werden zwei, mit der Kettensäge abgetrennte Hände gefunden und lange ist unklar, wo der Rest des Körpers ist, es wird auch niemand vermisst. Es tauchen noch mehr Leichen auf und es wird klar, dass es sich um einen lange geplanten Rachefeldzug handelt, der erbarmungslos durchgezogen wird. Das Motiv dafür wird schnell klar - nur wer steckt dahinter?

"Sog" ist der zweite Fall für die beiden Ermittler Huldar und Freyja, leider habe ich den ersten noch nicht gelesen und weiß daher nicht, warum und wie die beiden Mist gebaut haben und daher zurück gestuft wurden. Die Beziehung zwischen den beiden hat darunter wohl sehr gelitten und trotz ständiger Annäherungsversuche sind die Beiden auch am Ende des Buches noch kein Paar, was sie aber natürlich nicht daran hindert, erfolgreich zusammen zu arbeiten.

Die besonderen Charaktere in diesem immer spannender werdenden Thriller sind sehr gut beschrieben. Es ist erschreckend und erschütternd zu lesen, welche furchtbaren Folgen die Fehler der Väter nach sich ziehen. Dazu spielt das alles in der düsteren Stimmung eines bitterkalten Winters in Island.

Veröffentlicht am 14.09.2017

Cosy Krimi, der in den Goldenen Zwanzigern spielt

Miss Daisy und der Tote auf dem Eis
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Die junge verarmte Adelige Daisy Dalrymple will nicht als arme Verwandte bei ihren Angehörigen enden. Daher zieht sie mit einer Freundin zusammen und beginnt als Journalistin zu arbeiten, um für sich selbst ...

Die junge verarmte Adelige Daisy Dalrymple will nicht als arme Verwandte bei ihren Angehörigen enden. Daher zieht sie mit einer Freundin zusammen und beginnt als Journalistin zu arbeiten, um für sich selbst sorgen zu können. Für "Town and Country" soll sie eine Reportage über Wentwater Court und deren Bewohner schreiben und auch Bilder dazu schießen.

Sie wird dort freundlich empfangen, sie kennt einige der Bewohner und Gäste schon. Als sie gemeinsam zum Eislaufen gehen, finden sie die Leiche eines weiteren Gastes, der nicht so beliebt war. Ein Detective von Scotland Yard, Alec, nimmt sich des Fallles an und Daisy darf ihm bei den Ermittlungen helfen.

Dieser gemütliche Krimi spielt in England 1923 und ich fand es sehr interessant zu lesen, wie es damals auf einem Landgut bei der vornehmen Gesellschaft zuging. Die junge Daisy ist sehr mutig und couragiert, was für die damalige Zeit wohl nicht normal war. Sie ist sehr sympathisch dargestellt. Dies ist der erste Band einer ganzen Reihe und ich werde sicher noch mehr davon lesen, da mir der Schreibstil gut gefallen hat.

Veröffentlicht am 29.08.2017

Die Geschichte einer langen besonderen Freundschaft!

Die Geschichte der getrennten Wege
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Der dritte Teil der großen neapolitanischen Saga um Elena und Lila spielt in den wilden 70er Jahren. Die beiden Freundinnen sind erwachsen. Lila hat sich nach ihrer allzu frühen Heirat von ihrem ...

Der dritte Teil der großen neapolitanischen Saga um Elena und Lila spielt in den wilden 70er Jahren. Die beiden Freundinnen sind erwachsen. Lila hat sich nach ihrer allzu frühen Heirat von ihrem reichen Mann getrennt und wohnt nun mit Enzo und ihrem Sohn Gennaro zusammen in der Nähe von Neapel. Sie arbeitet unter schwierigen Bedingungen in der Fleischfabrik von Bruno und ruiniert sich damit ihre Gesundheit. Sie engagiert sich in der Gewerkschaft für bessere Lebensumstände und reibt sich bis zur totalen Erschöpfung auf.

Elenas weiteres Leben ist dagegen weitaus besser verlaufen. Nach ihrem Studium und der Veröffentlichung ihres Buches hat sie eine gewisse Berühmtheit erlangt. Sie heiratet den Sohn einer angesehenen Familie, der Professor an der Universität ist. Sie lebt in Florenz und bekommt zwei Töchter, die ihre ganze Aufmerksamkeit brauchen. Dennoch ist sie mit ihrem Leben nicht zufrieden. Sie erkennt, dass sie ihren Mann vor der Hochzeit so gut wie nicht gekannt hat. Die Familie kostet sie viel Zeit und ihre ganze Kraft und sie kommt nicht mehr zum Schreiben.

Da taucht plötzlich Nino Sarratore, der Schwarm ihrer Jugendtage und Lilas früherer Geliebter, in Florenz auf. Sie konnte ihn nie ganz vergessen, wahrscheinlich ebensowenig wie Lila. Nino hat auch eine Familie und wohnt wieder in Neapel, kommt aber häufig nach Florenz und freundet sich mit Elenas Mann Pietro an. Er bringt Elena dazu, endlich wieder zu schreiben. Dann nimmt das Schicksal seinen Lauf ...

Die beiden Freundinnen haben nur noch wenig gemeinsam und oft verschiedene Meinungen. Sie streiten sich, aber Elena steht Lila bei, als es ihr so schlecht geht und schleppt sie zu verschiedenen Ärzten. Auch kümmert sie sich eine Zeitlang um Gennaro, als Lila sie darum bittet. Ihre Freundschaft bleibt trotz der Entfernung und der unterschiedlichen Lebensumstände weiter bestehen.

Was mir manchmal etwas zu viel wurde, waren die vielen politischen Diskussionen und Versammlungen. Sicher spielt die politische Lage in Italien in dieser Zeit eine große Rolle, auch der Kampf der Gewerkschaften für bessere Arbeitsbedingungen, aber das nahm oftmals zu viel Raum ein. Ansonsten hat mir auch der dritte Teil wieder sehr gut gefallen. Die Protagonisten und ihre Umgebung in dieser schwierigen Zeit, die von Unruhen geprägt war, werden sehr gut beschrieben. Nun freue ich mich auf den vierten und letzten Teil, der im Februar 2018 erscheinen soll und in dem das Rätsel um das Verschwinden von Lila aufgeklärt wird.

Veröffentlicht am 21.08.2017

Ziemlich grausam und brutal!

Die Fährte des Wolfes
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Zack Herry, 27, ist Kommissar bei der Stockholmer Polizei und Ermittler bei einer Sondereinsatztruppe. Nachts treibt er sich auf illegalen Partys herum, konsumiert allerhand Drogen und tags befürchtet ...

Zack Herry, 27, ist Kommissar bei der Stockholmer Polizei und Ermittler bei einer Sondereinsatztruppe. Nachts treibt er sich auf illegalen Partys herum, konsumiert allerhand Drogen und tags befürchtet er, damit aufzufliegen. Dann macht er sich müde und übernächtigt auf die Verbrechersuche. Eigentlich ist er ja ein guter Polizist, doch seine innere Unruhe lässt ihn nachts nicht schlafen. Er hatte keine gute Kindheit. Die Mutter wurde im Polizeidienst ermordet - der Mörder nie gefunden. Der Vater war schwer krank, so war Zack schon als Kind auf sich allein gestellt.

In einem Massagesalon werden vier brutal hingerichtete Asiatinnen aufgefunden und Zacks Truppe ermittelt. Lange tappen die Polizisten im Dunkeln. War es die Tat eines einzelnen Rassisten? Steckt eine Rockerbande dahinter? Oder die türkische Mafia?

Das Buch ist spannend und temporeich geschrieben, der Schreibstil hat mir gut gefallen. Allerdings ging es oft grausam und brutal zu, also nichts für zartbesaitete Gemüter.