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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 20.06.2023

Ein Bakteriologe ermittelt

Tödlicher Schlaf
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Dieser spannende historische Kriminalroman führt uns nach Hamburg zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Dies ist nach „Hafenmörder“ wohl der zweite Teil der Reihe. Ich kenne das erste Buch nicht, habe aber nun ...

Dieser spannende historische Kriminalroman führt uns nach Hamburg zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Dies ist nach „Hafenmörder“ wohl der zweite Teil der Reihe. Ich kenne das erste Buch nicht, habe aber nun Lust bekommen, auch dieses zu lesen.
Ein Bakteriologe als Ermittler und das zu einer Zeit, in der es immer wieder spannende neue naturwissenschaftliche Entdeckungen gibt. Das hat sofort meine Interesse geweckt. Der Protagonist Carl-Jakob Melcher bekommt es hier mit einem rätselhaften Fall zu tun. Er besucht seinen Freund, der im Krankenhaus liegt, da er an der Schlafkrankheit leidet. Von diesem erfährt er äußerst mysteriöse Details über Versuche, die Robert Koch durchgeführt hat. Bevor Melchers jedoch mehr erfahren kann, stirbt sein Freund. Und er ist davon überzeugt, dass es sich um Mord handelt.Ein weiterer Mord geschieht, scheinbar gibt es keine Verbindung.
Neben der Mordermittlung geht es hier jedoch vor allem darum, ein lebendiges Bild der damaligen Zeit vor unseren Augen entstehen zu lassen. Gute historische Recherche und mit dem Tropeninstitut und der Bakteriologie kein alltägliches Thema - dies ist jedoch nur ein Aspekt unter vielen. So erhalten wir beispielsweise auch Einblicke in einen Gefängnisaufenthalt oder eben das normale Alltagsleben.
Mir hat dieser Krimi gut gefallen und das Verhältnis von Ermittlung und historischem Kontext war gut ausgewogen.

Veröffentlicht am 20.06.2023

Phönixkrieger

Die Legende des Phönix, Band 1 - Dunkelaura
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Ich mag die Farbgebung des Covers sehr; dadurch wirkt das Cover unglaublich intensiv und es gibt viele Details zu entdecken. Für dieses Genre ist es meiner Meinung nach ein nahezu perfektes Cover.
Bisher ...

Ich mag die Farbgebung des Covers sehr; dadurch wirkt das Cover unglaublich intensiv und es gibt viele Details zu entdecken. Für dieses Genre ist es meiner Meinung nach ein nahezu perfektes Cover.
Bisher habe ich noch kein Buch gelesen, bei dem Phönixe im Mittelpunkt stehen und es hat mir gut gefallen, dass es mal einmal keine Drachen oder andere Wesen waren. Gerade im Bereich Fantasy wird dies ja zunehmend schwieriger, da ständig neue Bücher herauskommen, die untereinander konkurrieren.
Die Protagonistin Eden ist eine junge Frau, die sich um andere kümmert, in einem Jugendzentrum sich um die Belange der Jugendlichen kümmert und die den Traum hat, Sozialpädagogik zu studieren. Doch dafür braucht sie ein Stipendium, da ihre Mutter die Familie schon vor langer Zeit verlassen hat und sie nur mit ihrem Vater aufwächst. Eden ist sehr empathisch und immer für andere da. Quasi über Nacht muss sie sich jedoch neuen Gegebenheiten anpassen, als nämlich die Phönixkrieger kommen.
Der Roman wird auch noch aus anderen Perspektiven erzählt, Edens ist allerdings die Hauptperspektive.
Die magische Welt mit ihren Ritualen hat mir gut gefallen, wie auch die Freundschaft von Eden, Kane, Victoria, Lennox und Aaron. Nur schade, dass wir keinen direkten Einblick in die Gedanken der Gegner, der Rogues, erhalten.
Die Geschichte an sich ist jetzt nicht so revolutionär neu, sie bedient sich vielerlei Altbekanntem, aber es ist ja auch schwierig, immer wieder etwas ganz Neues zu erschaffen. Ich freue mich jedenfalls schon auf den zweiten Teil der Dilogie.

Veröffentlicht am 09.06.2023

Drachenreiter

Fourth Wing – Flammengeküsst
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Ich bin ja ehrlich gesagt immer ein wenig skeptisch, wenn es um so sehr gehypte Bücher geht, aber hier hat mich der Klappentext sofort angesprochen.
Zuerst einmal kurz zur Aufmachung des Buches. Der äußere, ...

Ich bin ja ehrlich gesagt immer ein wenig skeptisch, wenn es um so sehr gehypte Bücher geht, aber hier hat mich der Klappentext sofort angesprochen.
Zuerst einmal kurz zur Aufmachung des Buches. Der äußere, goldfarbene Umschlag ist schön gestaltet; unter dem Schutzumschlag gibt es keine Wiederholung, sondern er ist ganz schwarz und enthält Details eines Drachens. Dann gibt es zu Beginn des Buches noch zwei liebevoll gestaltete Karten; einmal eine über die beiden verfeindeten Länder und das Ödland, also über die gesamte Welt. Dann eine Karte über die Quadranten, auf die ich immer wieder geschaut habe und sie allerdings auch erst nach und nach erfasst habe.
Violet ist körperlich eingeschränkt und schwach, deshalb hat sie vor, Schriftgelehrte zu werden, wie auch ihr geliebter Vater einer war. Allerdings hat ihre Mutter andere Pläne: sie soll - wie ihre Schwester Mira und der verstorbene Bruder Brennan - eine Drachenreiterin werden. Aber wird sie sie es überhaupt über den Viadukt in 60 Meter Höhe schaffen, die erste Hürde auf dem Weg?
Überhaupt sterben unglaublich viele Anwärter und dann ist es auch noch fraglich, ob überhaupt ein Drache sie erwählen wird.
Das Buch hat immer wieder eine Richtungsänderung vorgenommen. Einiges habe ich mir so oder so ungefähr gedacht, anderes wiederum konnte mich überraschen.
Oben auf einer Seite macht Violet sich über Romantasy lustig und ein paar Zeilen später schwärmt sie, wie toll der Typ doch riecht - das hat für mich den Witz wieder kaputt gemacht. Aber insgesamt waren das doch nicht so viele Stellen und das hat mich dann darüber hinweg sehen lassen.
Ein Buch bei dem trotz der vielen Seiten keine Langeweile aufkam, mit interessanten Charakteren, die alle nicht perfekt sind.

Veröffentlicht am 09.06.2023

Poetisch

Die letzte Erzählerin
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Bei diesem Buch hat mich zuerst das Cover gewissermaßen "angezogen", denn bei dieser schönen Gestaltung war ich einfach neugierig auf den Inhalt. Ich hatte hierbei allerdings nicht mit einer ungewöhnlichen ...

Bei diesem Buch hat mich zuerst das Cover gewissermaßen "angezogen", denn bei dieser schönen Gestaltung war ich einfach neugierig auf den Inhalt. Ich hatte hierbei allerdings nicht mit einer ungewöhnlichen Science Fiction Geschichte gerechnet, aber ich finde es immer wieder gut, wenn es gelingt, mich zu überraschen und zu unterhalten und ich meine Erwartungen anpassen muss. Allerdings natürlich nur, wenn es positive Überraschungen sind und das war hier genaus so.
Ein wunderbarer, poetischer Schreibstil und die Bedeutung von Geschichten und dem Erzählen derselben, die in einer langen Tradition stehen.
Wir begleiten Petra auf ihrer langen Reise in einem Raumschiff auf dem Weg zu einem neuen Planeten. Denn auf der Erde können sie und ihre Familie nicht mehr bleiben und so beginnt dieser besondere Exodus. Die Geschichte einer Flucht, die Einbindung von Geschichten - eine schöne Idee mit durchaus sozialkritischen Elementen.

Veröffentlicht am 09.06.2023

Tolle Ergänzung

Der Lotuskrieg: Last Stormdancer
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Dieses relativ kurze Buch beginnt mit der Kurzgeschichte "Wollte es doch regnen", die mich ein wenig traurig gestimmt hat, aber dennoch auch wiederum sehr schön war. Es geht um Vertrauen, die Liebe und ...

Dieses relativ kurze Buch beginnt mit der Kurzgeschichte "Wollte es doch regnen", die mich ein wenig traurig gestimmt hat, aber dennoch auch wiederum sehr schön war. Es geht um Vertrauen, die Liebe und (verbotene) Magie.
Und dann geht es im Hauptteil des Buches um die Vorgeschichte der Reihe. Wir reisen zu den Donnertigern und erfahren viel über die Ursprünge der Gilde, aber auch mehr über Donnertiger.
Ich habe die Reihe gelesen und finde die Reihenfolge so perfekt, auch wenn dieser Teil davor spielt. Aber die Begrifflichkeiten und die Welt sind bekannt und somit konnte ich mein Wissen um diese Welt erweitern.