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Veröffentlicht am 03.07.2023

Auch Teil 2 überzeugt

Die Unverbesserlichen - Die Revanche des Monsieur Lipaire (Die Unverbesserlichen 2)
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Die unverbesserliche Gaunertruppe rund um Monsieur Lipaire genießt die Sonne der Côte d‘Azur in Port Grimaud, als Lieblingsfeind Familie Vicomte den nächsten Coup plant. Die Adelsfamilie will die ganze ...

Die unverbesserliche Gaunertruppe rund um Monsieur Lipaire genießt die Sonne der Côte d‘Azur in Port Grimaud, als Lieblingsfeind Familie Vicomte den nächsten Coup plant. Die Adelsfamilie will die ganze Stadt unter ihre Herrschaft bringen! Um ihr gemütliches Ganovenleben weiterführen zu können, muß sich die Gang etwas einfallen lassen. Mit wenig Ahnung aber vielen Ideen geben sie alles...

Volker Klüpfel und Michael Kobr schließen mit "Die Unverbesserlichen - Die Revanche des Monsieur Lipaire" nahtlos an den ersten Band an. Trotzdem ist es ihnen gelungen, daß man auch mit diesem zweiten Teil in die Serie einsteigen kann, denn bereits zu Beginn erhält man alle wichtigen Informationen. Wer den ersten Teil bereits kennt, wird sich freuen, hier erneut auf all die bekannten und sympathischen Charaktere zu treffen. Die Unverbesserlichen sind mit ihren Ecken und Kanten so richtig liebenswert. Man mag sie, lacht und zittert mit ihnen und wünscht sich, daß für sie alles gut ausgeht. Die Gang funktioniert gerade durch die unterschiedlichen Fähigkeiten jedes Einzelnen perfekt. Sie greifen ineinander wie Zahnräder, würde einer fehlen - es wäre eine Katastrophe. Das Autorenduo sorgt auch hier wieder für Spannung, die von Beginn bis Ende konstant aufrecht gehalten wird. Unterbrochen wird sie eigentlich nur von humorvollen Szenen, wenn mal wieder voll in ein Fettnäpfchen getreten wird. Bei diesem Buch bekommt man einfach gute Laune. Angefangen beim schönen Setting der Côte d‘Azur, über die liebenswerten Charakter bis zum wunderbaren Schreibstil paßt hier einfach alles!

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Veröffentlicht am 02.07.2023

Ganz toller Nordseekrimi

Akte Nordsee - Der Teufelshof
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Rechtsanwältin Fentje Jacobsen ist zur Hochzeit Ihres alten Freundes Henning eingeladen. Doch das Glück währt nicht lange. Am nächsten Morgen findet eine Nachbarin auf dem Hof der Familie Hennings Eltern ...

Rechtsanwältin Fentje Jacobsen ist zur Hochzeit Ihres alten Freundes Henning eingeladen. Doch das Glück währt nicht lange. Am nächsten Morgen findet eine Nachbarin auf dem Hof der Familie Hennings Eltern ermordet vor, Henning selbst wurde schwer verletzt. Nur Hennings Frau konnte sich retten. Die Polizei geht von einem Familiendrama aus, Fentje will nun Hennings Unschuld beweisen. Sie trifft auf den Journalisten Niklas John, der diesmal jedoch auf der anderen Seite seine Ziele verfolgt - er steht auf der Seite der Ehefrau. Jedoch wird auf ihn ein Anschlag verübt und er muß bei Fentje um Hilfe bitten.

Eva Almstädt hat mit "Der Teufelshof" den zweiten Teil ihrer Serie "Akte Nordsee" veröffentlicht. Man trifft hier auf die bereits bekannten Fentje Jacobsen und Niklas John, die auch hier wieder absolut sympathisch sind. Beide finden den jeweils anderen sehr anziehend, kommen jedoch nicht auf die Idee, eine Beziehung zu beginnen. Ich bin schon gespannt, wie lange es dauert, bis sie in dieser Hinsicht wach werden. Der Fall selbst ist so, wie man es von Eva Almstädt gewohnt ist. Es gibt viele Verdächtige, somit wird die Spannung hoch gehalten. Jedoch hat man es eher mit ruhiger Spannung zu tun. Der Krimi lebt durch das Flair eines kleinen norddeutschen Dorfes, dessen Atmosphäre sehr gut dargestellt wird. Hier hat man das Gefühl, ein Teil des Dorfes und des Landlebens zu sein. Ebenso trifft man immer wieder auf Regionen, die als Urlaubsregionen bekannt sind und somit ohnehin Wiedererkennungswert haben. Eva Almstädt schreibt auch hier wieder auf ruhige, leichte Art und erzielt trotzdem den Effekt, daß man an jede Seite gefesselt wird. Mir fällt es immer sehr schwer, mich von ihren Büchern zu lösen. Die Fälle selbst sind übrigens alle in sich abgeschlossen, lediglich das private Drumherum wird in jedem Buch weiterentwickelt. Dies macht allerdings einen Einstieg mit diesem Band nicht unmöglich, denn diese Themen werden am Rande erläutert, so daß man auch diesem Geschehen ohne Vorkenntnisse sehr gut folgen kann.

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Veröffentlicht am 01.07.2023

Eine Familie überwindet alle Hindernisse

Café Engel
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Im Jahr 1961 muß sich das Café Engel in Wiesbaden gegen eine große Konkurrenz wehren. Hilde will mit der Zeit gehen, doch ihre Mutter Else will das Zepter nicht aus der Hand geben. Hildes Bruder Willi ...

Im Jahr 1961 muß sich das Café Engel in Wiesbaden gegen eine große Konkurrenz wehren. Hilde will mit der Zeit gehen, doch ihre Mutter Else will das Zepter nicht aus der Hand geben. Hildes Bruder Willi ist mit seiner Schauspielkarriere und auch mit seiner Ehe am Tiefpunkt angekommen. Deshalb zieht er wieder zu seinen Eltern und läßt sich bemitleiden. Da kommt Mutter Else auf die Idee, ihren Liebling Willi als Geschäftsführer im Café anzustellen. Das bringt nicht nur Ärger mit Hilde, sondern auch Chaos im Café. Hildes Ehemann Jean-Jaques hat sich auf sein Weingut zurückgezogen. Er braucht dort dringend Hilfe. Svetlanas Sohn Mischa springt ein und findet Gefallen an der Arbeit und auch an Simone, die ebenfalls dort arbeitet. Luisa hat heftige Geldsorgen, denn ihr Mann Fritz lebt nur in der Welt der Musik. Er drillt ihre Tochter Petra unerbittlich, denn er sieht in ihr die kommende Stargeigerin. Es muß erst Weihnachten werden, damit die große Familie wieder zusammenfinden kann.

Es war schön, nach längerer Zeit wieder etwas vom "Café Engel" zu lesen. Marie Lamballe beschreibt in der neuen Folge "Ein frischer Wind" die 1960er Jahre. Die Menschen wollen sich endlich wieder etwas gönnen. Diese Stimmung spürt man ganz deutlich, doch man merkt auch, daß dies nicht für alle gilt. Viele müssen den Pfennig umdrehen. Diese Unterschiede gibt es auch in der großen Familie Koch. Es macht riesigen Spaß, die Geschichten der Menschen mitzuerleben. Man kennt sie aus den drei vorherigen Büchern schon so gut, daß man sich wie ein Teil der Familie fühlt. Daß es in dieser großen Familie einmal zu Unstimmigkeiten kommen kann, ist nur natürlich. Die Menschen sind doch sehr unterschiedlich. Sie werden von Marie Lamballe sehr lebensnah beschrieben und man kann eigentlich keinem böse sein. Auf ihre Art sind sie alle sympathisch- trotz ihrer Macken.

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Veröffentlicht am 25.06.2023

Wunderschön und bewegend

Eifelfrauen: Das Haus der Füchsin
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Im Jahr 1920 lebt Johanna Fuchs als Tochter eines wohlhabenden Fabrikanten in Trier. Eines Tages erbt sie von ihrer Tante Lisbeth unerwartet einen alten Bauernhof in dem Eifeldorf Altenburg. Johanna hat ...

Im Jahr 1920 lebt Johanna Fuchs als Tochter eines wohlhabenden Fabrikanten in Trier. Eines Tages erbt sie von ihrer Tante Lisbeth unerwartet einen alten Bauernhof in dem Eifeldorf Altenburg. Johanna hat bisher gar nicht gewußt, daß sie eine Tante dort hat, denn in der Familie wurde nicht über sie gesprochen. Als Johanna ihr Erbe besichtigt, ist sie begeistert von der Schönheit der Landschaft und beschließt, in das Haus einzuziehen. Ihre Eltern sind entsetzt und es kommt zum Streit. Johanna setzt sich durch und überwindet alle Schwierigkeiten, denn das neue Leben als einfache Bäuerin ist nicht leicht. Sie findet im Dorf neue Freundinnen, aber von einigen Bewohnern wird sie offen angefeindet. Als in den 1930er Jahren die politische Lage eskaliert, bleibt auch das Dorf Altenburg nicht davon verschont. Für Johanna gibt es aber kein Zurück mehr, denn sie hat hier längst ihre Heimat gefunden.

Der Roman "Eifelfrauen - Das Haus der Füchsin" von Brigitte Riebe ist eine wunderschöne Geschichte über eine junge Frau, die aus ihrem vorgezeichnet Leben ausbricht und stattdessen mit der Natur im Einklang leben will. Brigitte Riebe beschreibt dies sehr lebensnah. Das Dorf Altenburg entsteht beim Lesen vor den Augen. Die Bewohner wirken manchmal grantig, aber wenn man genauer hinsieht, meinen sie es nicht böse. Natürlich gibt es auch Typen, auf die man verzichten könnte, aber leider findet man diese in jeder Gemeinschaft. Durch sie wird die Handlung so richtig glaubwürdig. Man erlebt mit den Menschen die unruhige Zeit der 1930er Jahre und kann durch diese Geschichte gut nachvollziehen, wie es vielen von ihnen ergangen ist. Ihre Schicksale gehen sehr zu Herzen. Brigitte Riebe beweist mit diesem Buch wie vielseitig sie ist. In ihrer Reihe "Die Schwestern vom Ku'damm" tobt das Großstadtleben und in diesem Buch stellt sie die Ruhe der Eifel in den Vordergrund. Ich bin schon sehr auf den zweiten Teil gespannt

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Veröffentlicht am 24.06.2023

Urlaubsflair inklusive

Ostseenebel
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Im Garten des Ferienhauses von Alva Dohrmann wird die Leiche des Bürgermeisters gefunden. Die Einwohner von Stüvensee sind nicht wirklich traurig um ihn - war er doch sehr umstritten. Als auch noch Alva ...

Im Garten des Ferienhauses von Alva Dohrmann wird die Leiche des Bürgermeisters gefunden. Die Einwohner von Stüvensee sind nicht wirklich traurig um ihn - war er doch sehr umstritten. Als auch noch Alva Dohrmann spurlos verschwindet und eine weitere Leiche gefunden wird, muß Pia Korittki in einem Dorf voller Geheimnisse ermitteln!

Mit "Ostseenebel" hat Eva Almstädt mich nun bereits zum 18. mal komplett mit dieser Serie begeistert. Ihre Fälle spielen stets an wunderschönen Orten in Schleswig-Holstein, was mich immer wieder in Urlaubsstimmung versetzt. Durch die Detailtreue merkt man, daß Eva Almstädt diese Orte kennt und dort recherchiert hat. Und sie mag ihre Heimat - dies ist überdeutlich zu spüren. So toll kann man sonst diese Landschaft nicht beschreiben. Die Autorin schafft es auch nach nun schon 18 Bänden, noch immer richtig gute Ideen zu haben und daraus spannende Fälle zu kreieren. Langeweile kommt hier definitiv nicht auf. Ganz im Gegenteil. Immer wieder wird man ganz geschickt in die Irre geleitet und bekommt einen überraschenden und furiosen Schluß präsentiert. Natürlich entwickelt sich Pias Privatleben mit jedem Band. Aber da hierauf nicht das Hauptaugenmerk der Serie liegt, stellt dies auch kein Problem dar, wenn man mitten in der Serie einsteigt. Die Fälle selbst sind stets in sich abgeschlossen. Begeistern wird wohl jeden der frische Schreibstil von Eva Almstädt. Er ist so frisch wie eine Ostseebrise und macht einfach genauso viel Spaß wie ein Tag an der Ostsee, wohin man mit dieser Serie immer wieder versetzt wird!

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