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Veröffentlicht am 24.06.2023

Was würde Tokio tun?

Choujin X – Band 1
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Wenn man von Sui Ishida spricht, kommt man auch nicht an Tokyo Ghoul herum. Immerhin ist es eine der erfolgreichsten Reihen (alleine in Deutschland sind 1,4 Mio. Exemplare aus diesem Universum im Umlauf, ...

Wenn man von Sui Ishida spricht, kommt man auch nicht an Tokyo Ghoul herum. Immerhin ist es eine der erfolgreichsten Reihen (alleine in Deutschland sind 1,4 Mio. Exemplare aus diesem Universum im Umlauf, Band 1 ist bereits in 12 Auflagen erschienen). An diesen Erfolg anzuknüpfen, ist schwierig. Das wusste auch der Mangaka und ging erst einmal für 3 Jahre anderen Projekten nach. Auch, weil ihm der Druck der wöchentlichen Veröffentlichungen im japanischen Magazin Young Jump körperlich und geistig zugesetzt haben. Aber wie ist nun der Nachfolger?

Tatsächlich finde ich nicht, dass sich Sui Ishida groß an etwas Neues herangewagt hätte. Ken wirkte vielleicht etwas souveräner am Anfang, als Tokio in dieser Geschichte. Doch ansonsten bleibt der Schuster hier größtenteils bei seinen Leisten. Ich persönlich finde es gut, da dieser markante Zeichenstil wunderbar zu düsteren und gesellschaftskritischen Themen passt. Denn diese werden augenscheinlich auch hier wieder behandelt, wie gewohnt recht subtil, aber erkennbar wenn man es sehen möchte.

Tokio hat sich immer in den Schatten seines besten Freundes Azuma gestellt. Noch nicht einmal sein Mittagessen hat er selbst ausgesucht. Plötzlich auf sich alleine gestellt, muss er selbst Lösungen finden und kämpft mehr oder weniger aktiv gegen seine Selbstzweifel und Lethargie. Azuma hingegen hat offensichtlich andere Baustellen, über die man aber selbst noch ein bisschen spekulieren darf.

Über Ely ist, außer über ihren Hintergrund, etwas weniger bekannt. Dafür leistet sie sich erst einmal eine sehr kuriose Verfolgungsjagd. Auch sie ist ein Charakter, auf deren Entwicklung ich sehr gespannt bin.

Generell haben wir hier von allem etwas, eine bunte Mischung aus der Genre-Tüte. Wobei durch die Ausrichtung der Choujin wesentlich mehr Platz für Fantasy-Elemente ist. Die Möglichkeiten sind hier gefühlt endlos und es kann in jede Richtung gehen. Situationskomik ist auch vorhanden und lockert das Ganze etwas auf (Hoshi Sandek hat mich kalt erwischt, ich fand das urkomisch).

Unterm Strich war es ein guter Auftakt, der Lust auf mehr macht aber auch noch etwas Luft nach oben hat. Allerdings bin ich mir ziemlich sicher, dass diese Reihe noch richtig durchstarten.

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Veröffentlicht am 29.03.2023

Die Liebe ist tot. Lang lebe die Liebe.

Dead Romantics
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Liebe, Happy Ends und der Tod. Das passt jetzt mal weniger gut zusammen. Zumindest würde man das meinen. Doch Ashley Poston zeigt uns, dass es eben doch geht. Mit, zum Teil, seh4är berührenden Sätzen. ...

Liebe, Happy Ends und der Tod. Das passt jetzt mal weniger gut zusammen. Zumindest würde man das meinen. Doch Ashley Poston zeigt uns, dass es eben doch geht. Mit, zum Teil, seh4är berührenden Sätzen. Da es am Ende so viele waren, spare ich mir das mühsame Auswählen und sage einfach: Bitte lest selbst.

Nun, die Sache mit Geister und Liebe ist zwar nicht so häufig zu finden, aber die Autorin hat hier die Genre natürlich nicht neu erfunden. Dennoch gelingt ihr der Spagat recht gut. Sie verliert sich nicht in den Fantasie-Elementen, sondern bleibt immer fest mit einem Fuß bei dem realistischerem Teil der Geschichte.

Dennoch war das erste knappe Drittel für mich echt zäh. Mit Florence wurde ich nur wenig warm und der Aufbau der Welt war für mich recht langatmig. Das kam dann erst so richtig ab dem zweiten Drittel und nahm mich dann auf eine Achterbahnfahrt der Gefühle mit.

Vor allem Ben hat die Geschichte enorm bereichert. Aber auch die Nebencharaktere und die Entwicklung von Florence haben das Buch lebendig gemacht. Und dass es am Ende dann tatsächlich ein Happy End für die beiden gibt, ist sicherlich für niemanden eine Überraschung.

Einzig die Ausarbeitung, was ein Geist in dieser Welt kann und was nicht, war mir zu pragmatisch gewählt. Wenn es passt, konnte Ben Dinge berühren (z. B. Türklingel oder auf dem Bett liegen) und dann wieder nicht (durch Wände gehen, Florence nicht anfassen können).

Der Schreibstil war sehr gut und angenehm. Hier und da vielleicht ein bisschen zu versessen in Details.

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Veröffentlicht am 20.03.2023

Humorvolle und schöne Geschichte zweiter Hebammen

Storchenherzen
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Dass in diesem Buch zum Teil der Beruf als Hebamme im Vordergrund steht, dürfte nicht überraschen. Positiv überrascht hat mich allerdings die Liebe zum Detail und das ganze Insiderwissen. Auch wenn ich ...

Dass in diesem Buch zum Teil der Beruf als Hebamme im Vordergrund steht, dürfte nicht überraschen. Positiv überrascht hat mich allerdings die Liebe zum Detail und das ganze Insiderwissen. Auch wenn ich weiß, dass über das ein oder andere meine Hebamme nur die Augenbrauen heben würde. Da hat aber sicher jeder die ein oder andere Methode und Meinung, wie überall auch. Die Kaffeekompresse ist aber auch ein Tipp, den ich von hier bekommen habe (und über den schmunzelt z. B. Hauptfigur Madita).

Helga ist recht resolut und direkt. Manchmal wirkt es sogar unfreundlich bis unhöflich. Gerade ihre Entwicklung im Laufe des Buches ist bemerkenswert.

Madita ist eine absolute Chaotin. Manchmal war mir das schon etwas zu viel. Gerade ihre Geschichte mit Silas fand ich sehr träge und wenig zufriedenstellend.

Zudem hab es den ein oder anderen Nebenkriegsschauplatz, den ich persönlich nicht gebraucht hätte und mir lieber zugunsten eines Fortschritts in der persönlichen Beziehung von Helga oder Madita gespart hätte.

Gut fand ich, dass nicht nur alles rosarot gezeichnet wurde und so auch die Schattenseiten des Berufs aufgezeigt wurden. Da haben auch mal meine Schwangerschaftshormone dafür gesorgt, dass ich das Buch einen Moment aus der Hand legen musste.

Alles in allem war es ein schönes Buch, das mich - mit sehr aktuellem Thema - in einer besonderen Phase meines Lebens ein Stück begleitet hat. Dennoch wird es für mich nicht für Band 2 reichen.

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Veröffentlicht am 20.03.2023

Der Kampf gegen die Nyx geht ins Finale

Night Shadow 2. She Who Alights The Night
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Nachdem der erste Band so spannend geendet ist, habe ich Band 2 entgegen gefiebert. Zu viele Fragen standen im Raum.

Ein bisschen überrascht war ich dann aber doch Menge an Fantasy-Elementen, die noch ...

Nachdem der erste Band so spannend geendet ist, habe ich Band 2 entgegen gefiebert. Zu viele Fragen standen im Raum.

Ein bisschen überrascht war ich dann aber doch Menge an Fantasy-Elementen, die noch in Band 2 hinzugefügt wurden. Auch, wenn sie recht gut integriert waren, fand ich sie manchmal nicht so gut gelungen.

Der Kampf gegen die Nyx und die Entwicklung von ebendiesem hat mir sehr gut gefallen und war wirklich spannend.

Auch die Entwicklung der Figuren war gut und stimmig war, dass die Liebesgeschichte zwischen Odette und Eugène nicht alles überlagert hat.

Auch wie viele der Figuren noch einmal eingebunden wurden, hat mir gut gefallen. Wobei mich die Rolle der ein oder anderen dann aber nicht sehr überrascht hat.

Ob die ein oder andere Rolle bei den Nyx überraschend verteilt war oder nicht, ist vermutlich von der lesenden Person abhängig.

Der Schreibstil war sehr angenehm zu lesen, doch auch hier hätte ich mir gewünscht, dass weniger französische Wörter im beschreibenden Text verwendet worden wären. Im Dialog kann ich das nachvollziehen, auch bei Wörtern, die sich nicht richtig übersetzen lassen, aber im Allgemeinen war es ein bisschen viel.

Insgesamt hat mir der Abschluss der Dilogie sehr gut gefallen, auch wenn sie nicht ganz an Band 1 heranreicht. Die zwei kleinen Unstimmigkeiten, die ich gefunden habe, sind da für mich nicht weiter ins Gewicht gefallen. Zumal die Szenen auch nur zur Nebenhandlung gehören.

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Veröffentlicht am 08.03.2023

Nicht nur auf der Suche nach dem Seelenpferd

Die Seelenpferde von Ventusia, Band 1 - Windprinzessin
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Das Buch ist mehr oder weniger in 2 Handlungssträngen aufgeteilt, die sich die meiste Zeit abwechseln. In dem einen spielt Fiona aus Irland die Hauptrolle. Im andern Riana aus Ventusia.

Fiona ist ein ...

Das Buch ist mehr oder weniger in 2 Handlungssträngen aufgeteilt, die sich die meiste Zeit abwechseln. In dem einen spielt Fiona aus Irland die Hauptrolle. Im andern Riana aus Ventusia.

Fiona ist ein aufgewecktes, wildes aber auch recht vernünftig Mädchen. Eine Pferdenärrin, aber auch ein Mensch mit dem Herz am rechten Fleck.

Doch eigentlich kommt sie aus Ventusia und dort braucht man sie nun. Ganz so einfach ist es natürlich nicht. Das müssen auch die beiden Kronprinzen feststellen, die Fiona aufsuchen. Die Suche und ihre Rückkehr war durchaus spannend.

An Rianas Handlungsstrang ist im Grunde schon mal gar nichts einfach. Er ist wesentlich magischer und es dauert, bis man sich viele der Dinge zusammengereimt hat. Das fand ich mitunter nicht ganz so gut gelungen. Generell blieb für mich am Ende die Frage, welche Rolle sie überhaupt spielt.

Generell führte der tolle Schreibstil sehr gut durch die magischen Abenteuer und hat Lesefreude vermittelt. Für Jugendliche macht das Buch sicher noch mehr Freude.

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