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Veröffentlicht am 09.08.2023

Die Verräterin von Dortmund

Der Verrat der Kaufmannswitwe
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Die Autorin Silke Elzner, erzählt in ihrem neuen historischen Roman „Der Verrat der Kaufmannswitwe“ eine historische Geschichte basierend auf einer wahren Begebenheit, die mit einer berührenden fiktiven ...

Die Autorin Silke Elzner, erzählt in ihrem neuen historischen Roman „Der Verrat der Kaufmannswitwe“ eine historische Geschichte basierend auf einer wahren Begebenheit, die mit einer berührenden fiktiven Handlung verknüpft ist.

Inhalt:
Im Jahre des Herrn 1376: Eingeschneit auf Burg Altena verbringt die Magd Beleke einen romantischen Winter mit Ritter Rotger. Als ihr aufgeht, dass sie ein Kind erwartet, ist Rotger längst abgereist. Von der Familie verstoßen, zieht sie ihm hinterher, doch ihre gefahrvolle Suche endet vorerst in der Stadt Dortmund. Eine Kaufmannswitwe nimmt die mittellose Beleke in ihr Haus auf. Die neue Herrin ist gütig und fürsorglich, doch sie hütet ein dunkles Geheimnis – ein Geheimnis, das sie alle in Gefahr bringt.

Meine Meinung:
In zwei Handlungssträngen erzählt die Autorin abwechselnd aus dem Leben der jungen Magd Beleke, die auf der Burg Altena eine Anstellung hat und von der Kaufmannswitwe Agnes von der Vierbecke, aus Dormund.

Als die Magd Beleke merkt, dass sie von dem attraktiven Ritter Rotger, der im Gefolge von Dietrich von der Mark dient schwanger ist, wird sie von ihrer Familie verstoßen. Beleke, schlägt sich alleine durch und macht sich in ihrer Not auf den Weg um Rotger zu finden, erschöpft endet ihre Reise schließlich in Dortmund.

Zum Glück fällt der lebensklugen und offenherzigen Kaufmannswitwe Agnes, die völlig entkräftete Beleke auf und sie nimmt sie in ihrem Haus auf. Obwohl beide Frauen von völlig unterschiedlicher Herkunft stammen, kümmert sich die Kaufmannswitwe Agnes, aufopferungsvoll um Beleke.
Besonders tragisch und schicksalhaft wird es, als Agnes bald einen Verrat an ihrer Heimatstadt Dortmund begeht, der sie selbst und all ihre Lieben in große Gefahr bringt.

Das Leben geht weiter und Jahre später, ist Beleke, hin- und hergerissen zwischen zwei Männern …

Besonders hervorheben möchte ich den Abdruck einer Landkarte zu Beginn des Buches und ein ausführliches Personenregister, welche Protagonisten historisch belegt sind und welche rein fiktiv daher kommen. Im Anhang schildert die Autorin ausführliche Ergänzungen zu den historisch belegten Fakten.

Fazit:
Mir hat gut gefallen, wie die Autorin ihre Charaktere agieren ließ. Auch wenn die Handlung fiktiv ist und viele Protagonisten aus der Feder der Autorin stammen, könnte es sich so oder so ähnlich damals zugetragen haben. Der historische Hintergrund fügt sich mühelos in diese fiktive Handlung ein und vermittelt ein Gefühl für diese Zeit. Geschickt erzählt die Autorin immer wieder aus dem Leben der Menschen und lässt dabei auch die Liebe nicht außer Acht.
Von mir 4 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 01.08.2023

Die Entstehung des Nibelungenliedes

Der Thron Mittgarts
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Der Autor Thomas Fernandez, erzählt in seinem neuen Roman „Der Thron Mittgarts“ eine Geschichte über das abenteuerliche dritte Jahrhundert und die Entstehung des Frankenstammes an Rhein und Ruhr.

Inhalt:
Drittes ...

Der Autor Thomas Fernandez, erzählt in seinem neuen Roman „Der Thron Mittgarts“ eine Geschichte über das abenteuerliche dritte Jahrhundert und die Entstehung des Frankenstammes an Rhein und Ruhr.

Inhalt:
Drittes Jahrhundert nach Christus: Der Verbannte Sigi findet seinen Weg zum Stamm der Brukterer. Tatendurstig wirft er sich in die Ereignisse der Zeit und wird zu einem gefährlichen Feind des schwächer werdenden Römischen Imperiums.
Der Götterspross formt den Stamm der Franken und gründet eine Linie, die bis zum Drachentöter Siegfried und mitten in die Wirren der Völkerwanderung führen wird. Er erlebt große Abenteuer, gewaltige Siege und vernichtende Niederlagen.
Er sieht Kaiser kommen und gehen und muss sich dauerhaft mit der verfeindeten Sippe der Meroinger einen Kampf um die Vorherrschaft im Stamm der Franken liefern.

Meine Meinung:
Der Einstieg beginnt mit einem Personenregister und einer doch recht ausgeschmückten Einführung, die zu Beginn ein wenig mehr Aufmerksamkeit verlangt. Die fiktive Geschichte wird vor einigen historischen Hintergründen mit belegten Persönlichkeiten, erzählt und kostet etwas Ausdauer, um den Überblick über germanische und römische Geschichte sowie der germanischen Mythen im Auge zu behalten.

Germanien, 209 n.Chr.: Als Wanderer kommt Wotan auf die Welt der Menschen – Mittgart - und zeugt seinen Göttersohn Sigi woraufhin Loge sich das gleiche Recht herausnimmt und ebenfalls einen Göttersohn Namens Mero, in die Welt setzt. Als Außenstehende sehen Wotan und Loge, der Entwicklung ihrer Söhne, zu.

Bereits mit seinen 16 Jahren gilt Sigi als jähzornig und bringt den Krieger Bredi der Brukterer, der seinen Vater beleidigt hat, mit einem Messerstich in den Bauch und anschließend mit mehreren Stichen in den Hals, um. Sein Vater muss ihn zum Ausgestoßenen erklären. Als Fürstenkind bekommt Sigi der Verbannte unfreie Männer an seine Seite gestellt. Doch es gibt auch freie Männer, die ihm freiwillig folgen. An der Ruhr baut er sich mit seinen Mannen ein neues Leben auf und bald zieht es ihn in den Krieg. Um Verbündete gegen Römer zu finden, macht er sich auf den Weg zu Mero, doch schnell entsteht eine Feindschaft zwischen den beiden. Sigi bekämpft die Römer und Mero dient sich den Römern an.
Mit reicher Beute kehrt Sigi zurück und wird zum König der Franken gekrönt.

In seinem Nachwort am Schluss geht der Autor noch einmal auf historische Ereignisse und Fiktionen ein. Ein umfangreicher Epilog, der wiederum detailliert gegliedert ist, zeigt etliche Erklärungen und Zeittafeln, die so manche Aufschlüsse bieten.

Fazit:
Die Geschichte beginnt etwas sperrig aber nach und nach gelingt es dem Autor, mit gut recherchierten historischen Ereignissen und fiktiven Handlungen, mich mit der Zeit des 3. Jahrhunderts und der frühfränkischen Geschichte, vertraut zu machen.
Von mir 4 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 11.07.2023

Gelingt die Selbstfindung in Lappland

Zwei Wochen für ein ganzes Leben
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Der Autor Dirk Breimeier, erzählt in seinem neuen Roman „Zwei Wochen für ein ganzes Leben“, eine interessante Geschichte über den Versuch seiner Selbstfindung am Ende der Welt, in der Antarktis.

Inhalt:
Der ...

Der Autor Dirk Breimeier, erzählt in seinem neuen Roman „Zwei Wochen für ein ganzes Leben“, eine interessante Geschichte über den Versuch seiner Selbstfindung am Ende der Welt, in der Antarktis.

Inhalt:
Der junge, vielversprechende Theaterregisseur Raimund macht sich auf den Weg, um in einer einsam gelegenen Hütte im Vistas-Delta, in Lappland, einen acht Monate langen, arktischen Winter zu verbringen. Wird er physisch und psychisch den Herausforderungen monatelanger Einsamkeit, Stille und Dunkelheit gewachsen sein? Der Versuch seiner Selbstfindung aber wird am Ende von Ereignissen überholt, auf die er nicht vorbereitet war, und die ihn an einen Scheideweg in seinem Leben führen. Er Hat weder die Kraft, noch den Mut, sich für eine der beiden Richtungen zu entscheiden. Und so mündet sein Scheitern am Ende direkt in eine Tragödie, die auf fatale Weise derjenigen gleicht, an der er für seine nächste Produktion am Theater gerade arbeitet.

Meine Meinung:
Im Mittelpunkt der Handlung steht der vielversprechende Theaterregisseur Raimund, der sich in Hamburg in den Zug setzt um seinen langgehegten Wunsch, einmal einen ganzen Polarwinter in der letzten europäischen Wildnis zu erleben, erfüllen möchte.

Beeindruckend und fesseln konnten mich auf jeden Fall die wunderbaren Beschreibungen der Lebenssituation und die aufregende Landschaft Lapplands. Erstaunt war ich, wie sich Raimund, in dieser Einsamkeit zurechtfand und sich ihm letztendlich doch immer wieder hier und da Abwechslungen boten, indem er auf Menschen traf. Er bewegt sich scheinbar mühelos während der kalten Jahreszeiten und findet sogar eine Liebe, die nur von kurzer Dauer ist, denn sie trennt Kulturen, die nicht überwindbar zu sein scheinen.

Fazit:
Dem Autor ist es mit seinem Roman hervorragend gelungen, eine sehr bezaubernde Geschichte über die Abgeschiedenheit in der Antarktis zu erzählen. Er selbst als Protagonist und seine Nebenfiguren sind im Handlungsverlauf, glaubwürdig dargestellt und an der richtigen Stelle eingebunden. Der Schreibstil und die Erzählung, haben mir sehr gut gefallen.
Von mir 4 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 25.06.2023

Romanbiografie über eine Hollywood-Legende

Greta Garbo (Ikonen ihrer Zeit 9)
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Die Autorin Kristina Lüding, erzählt in ihrem neuen Buch "Greta Garbo" einen biografischen Roman über die große schwedische Schauspielerin und ihrem künstlerischen Schaffen.

Inhalt:
Greta Garbo ist die ...

Die Autorin Kristina Lüding, erzählt in ihrem neuen Buch "Greta Garbo" einen biografischen Roman über die große schwedische Schauspielerin und ihrem künstlerischen Schaffen.

Inhalt:
Greta Garbo ist die Göttliche, die Unfehlbare, die schwedische Sphinx

Greta ist 15, als sie eine heißbegehrte Stelle in einem Stockholmer Kaufhaus ergattert. Ein Glücksgriff, denn das Geld ist knapp in ihrer Familie, und Greta muss arbeiten, anstatt zur Schule zu gehen. Doch was sie nun verdient, will sie in ihre Zukunft investieren: in eine Schauspielausbildung. Tatsächlich besteht sie die Aufnahmeprüfung an der renommierten Schauspielakademie des Königlichen Dramatischen Theaters. Bald wird ein international bekannter Regisseur auf die junge, bildschöne Frau aufmerksam. Fasziniert von ihrer Präsenz und Ausstrahlung gibt er ihr eine Hauptrolle: Es ist der Beginn ihrer sagenhaften Filmkarriere. Doch kann die glitzernde Welt Greta wirklich glücklich machen?

Eine einfühlsame Romanbiografie über die leuchtende Schönheit und Leinwandgöttin Greta Garbo, die ihr Leben lang einsam blieb.

Meine Meinung:
Im Mittelpunkt der Biografie steht Greta Garbo, die als 15jährige in einem Stockholmer Kaufhaus in der Hutabteilung arbeiten muss. Nach kurzer Zeit wird sie für Werbeplakate vor die Kamera gestellt und um eine Mitarbeit für einen Werbefilm für das Kaufhaus gebeten. Greta stimmt zu und fühlt sich geschmeichelt. Danach ist ihr Wunsch Schauspielerin zu werden, riesengroß und sie kündigt im Kaufhaus.

Sehr interessant schildert die Autorin über Gretas Jugend. Das etwas dickliche Mädchen glaubt an eine Filmkarriere und als sie bei Mauritz Stiller in Stockholm vorsprechen darf, kann sie ihr Glück kaum fassen. Mauritz Stiller, ist oft sehr kritisch mit Greta, hält aber große Stücke auf sie. Viele seiner Äußerungen nimmt sie sich zu Herzen. Nach und nach wird aus dem hässlichen Entlein ein bildschöner Schwan.

Gretas und Stillers Reise und Ankunft nach Amerika wird viel Raum gegeben. Auch werden sehr ausführlich die Ereignisse hinter den Kulissen während der Dreharbeiten aller Filme und dem Rauswurf Stillers, geschildert.
Über Verhältnisse von Greta gibt es abgesehen vom damaligen Frauenliebling (um 1927) John Gilbert, der eine Affäre mit ihr hatte, sie heiraten wollte und durch dessen Nähe sie nicht zuletzt in Amerika populär wurde, keinerlei Hinweise. Nach Ende der Beziehung mit John, spielt Salka Viertel, eine große Rolle im Leben von Greta.

Fazit:
Der Autorin gelingt es, Greta Garbos Charakter mit ihren Stärken und Schwächen, in einem flüssigen Schreibstil lebendig darzustellen.
Neben einer detaillierten Recherche, besticht diese Romanbiografie das Bild der Greta Garbo, als einsame Göttin.
Von mir 4 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 18.06.2023

Freundschaft im Mädchenpensionat

Das Pensionat am Holstentor: Frühlingstöchter
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Die Autorin Anna Perbandt, erzählt in ihrem ersten Teil ihrer historischen Familiensaga „Frühlingstöchter“, eine Geschichte über das Leben im Pensionat am Holstentor in Lübeck, für die Höheren Töchter ...

Die Autorin Anna Perbandt, erzählt in ihrem ersten Teil ihrer historischen Familiensaga „Frühlingstöchter“, eine Geschichte über das Leben im Pensionat am Holstentor in Lübeck, für die Höheren Töchter der Stadt.

Inhalt:
Ihr Weg scheint vorgezeichnet, doch vier Freundinnen versuchen, mithilfe ihrer engagierten Lehrerin ihr persönliches Glück zu finden.

Im renommierten Pensionat am Holstentor lernen die Höheren Töchter Lübecks, was von ihnen erwartet wird. Doch die Jahrhundertwende bringt Veränderungen. Vor allem die temperamentvolle Grafentochter Nora begehrt auf gegen das gesellschaftliche Korsett. Zusammen mit ihren Freundinnen – Kaufmannstochter Agnes, Senatorentochter Lotte und Stipendiatin Fanny – genießt sie das unbeschwerte Pensionatsleben, bevor sich ihr Schicksal entscheidet. Eine Vertraute finden die Mädchen in der jungen Lehrerin Gesche Petersen, die sie in ihrem Wunsch nach Bildung und Selbstbestimmung bestärkt. Doch als Gesche sich in Noras Bruder Henry verliebt, stößt sie selbst an Grenzen. Eine Verbindung mit dem jungen Grafen scheint undenkbar. Auch Noras Freundschaft zu dem jungen Hafenarbeiter Karl sprengt die Konventionen ...

Meine Meinung:
Schon alleine die interessante Gestattung des Buches und der Klappentext, machten mir Freude in die Geschichte einzutauchen und ich wurde nicht enttäuscht.
Der Autorin ist es aus meiner Sicht, mit einem lockeren und flüssigen Schreibstil hervorragend gelungen, eine lesenswerte Geschichte über das Pensionat für höhere Töchter in Lübeck von 1899, zu erzählen.

Die gesellschaftliche Ordnung ist richtig gut dargestellt, den die jungen Damen sollen lernen, sich so zu verhalten, wie es die Gesellschaft von ihnen erwartet: ruhig, angepasst und vor allem ohne eigene Meinung! Aber nicht mit Nora, Fanny, Agnes, Lotte und ihrer jungen Lehrerin Gesche.

Die temperamentvolle Grafentochter Nora, wird von ihrem Bruder Henry ins Pensionat geschickt, ob sie möchte oder nicht, doch schnell schließt sie Freundschaft mit Fanny, Agnes und Lotte und die Frühlingstöchter, sind geboren. Mit ihrer jungen Lehrerin Gesche, verstehen sie sich ausgezeichnet.

Die junge Lehrerin Gesche und die Grafentochter Nora träumen von Freiheit und Bildung abseits aller konventionellen Zwänge. Doch Nora stößt an ihre Grenzen als sie sich zu Karl, einem einfachen Hafenarbeiter, hingezogen fühlt. Selbst Henry und Gesche müssen sich wohl oder übel damit abfinden, aufeinander verzichten zu müssen.

Fazit:
Sprachlich ist der Roman, mit einer gefühlten Leichtigkeit überzeugend, erzählt. Der Autorin ist mit einem interessanten Thema, eine hervorragende historische Geschichte gelungen, mit der ich schöne Lesestunden hatte. Auf die Fortsetzung bin ich schon mal gespannt.
Von mir 4 von 5 Sternen!

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